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{{QS-Antrag|12. Juni 2012|2=''Quellenlose Definition, die von [[Bildungs-Controlling]] kaum zu unterscheiden ist. Redir?'' [[Benutzer:LKD|LKD]] ([[Benutzer Diskussion:LKD|Diskussion]]) 10:36, 12. Jun. 2012 (CEST)}}
Der Begriff '''Differenziertes Bildungscontrolling''' beschreibt und umfasst die Aufgabe, die zielbezogene, ergebnisorientierte, kooperative Koordination der betrieblichen Weiterbildung wahrzunehmen.

Es setzt dabei eine Unterscheidung des funktionellen Controllings im Rahmen der Organisationsentwicklung und der rationalen betrieblichen Weiterbildung im Zuge der individuellen Persönlichkeitsentwicklung der Akteure innerhalb der Organisation voraus.

Somit ist es zum einen instrumenteller Bestandteil zur ergebnisbezogener Steuerung des Unternehmens, zum anderen ein kompetenzbasiertes Angebot zur persönlichen Entwicklung an die Mitglieder der Organisation.

== Bedeutung des Differenzierten Bildungscontrollings ==

Differenziertes Bildungscontrolling unterteilt die Aufgaben der Planung, Steuerung, begleitende Ausführung und Evaluation von betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen in zwei differenzierte Perspektiven. Während das funktionelle Controlling auf die strategische und operationale Perspektive abzielt, werden unter den Aspekten der Rationalität die Teilnehmenden von betrieblichen Weiterbildungsangeboten gezielt ausgewählt und ihren persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend gefördert.

Somit erfüllt das Differenzierte Bildungscontrolling nicht nur einen maßgeblichen Beitrag zur Unternehmensentwicklung, sondern zielt auf die individuelle Kompetenzentwicklung der Akteure in der Organisation ab, wobei vorhandene Persönlichkeitsmerkmale und Lerntypen bedingte Eigenschaften besondere Aufmerksamkeit erfahren.

== Abgrenzung zum frühen Grundverständnis des Bildungscontrollings ==

Das Differenzierte Bildungscontrolling baut auf dem frühen Grundverständnis des Bildungscontrollings auf. Bildungscontrolling bezeichnet die Steuerung von Bildungsprozessen. Ziel hierbei ist, mit geeigneten Messgrößen und Kriterien zu überprüfen, ob die Bildungsarbeit methodisch effektiv und wirtschaftlich effizient vorgeht – von der Planung über die Durchführung bis zur Kontrolle der Ergebnisse.<ref>Rolf Meier: Praxis Bildungscontrolling (GABAL) Offenbach 2008</ref>

Auf der Basis des vierstufigen Evaluationsprogramms für Weiterbildungsmaßnahmen nach [[http://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Kirkpatrick|Donald L. Kirkpatrick]] wurde von Jack J. Phillips das Modell um die 5. Stufe zur Berechnung des Return on Investment (ROI)<ref>Jack J. Phillips: The ROI Field Book (Elsevier Butterworth-Heinemann) Burlington (USA) 2007</ref> erweitert. Dieses Modell zielt auf die Messung des entsprechenden Beitrags der jeweiligen Weiterbildungsaktivität hinsichtlich des Unternehmenserfolges ab.

Keine Berücksichtigung finden hierbei die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Lernverhalten der Teilnehmenden dieser Maßnahmen. Um diese Aspekte ergänzt das Differenzierte Bildungscontrolling die Prozesse im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung.

== Literatur ==
* Donald L. Kirkpatrick, James D. Kirkpatrick: in ''Evaluating Training Programs – The four Levels'', 3. Ausgabe, 2006, ISBN 1-57-675-348-4
* Jack J. Phillips, Patricia Pulliam Phillips, Ron Drew Stone, Holly Burkett: in ''The ROI Fieldbook – Strategies for Implementing ROI in HR an Training'', 2007, ISBN 0-7506-7622-1
* Simone Kauffeld: in ''Nachhaltige Weiterbildung'', 2010, ISBN 978-3-540-95953-3
* Herbert J. Kellner: in ''Value of Investment – Neue Evaluierungsmethoden für Personalentwicklung und Bildungscontrolling'', 2006, ISBN 3-8974-9634-8

== Einzelnachweise ==
<references />