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Die '''Akademie der Künste der Welt (Köln)''' (''Academy of the Arts of the World'') ist eine [[gemeinnützig]]e GmbH der Stadt [[Köln]].
== Geschichte ==
Der deutsch-iranische Schriftsteller [[Navid Kermani]] hatte bereits 2007 der Kölner Stadtverwaltung vorgeschlagen, eine [[Dependance]] mit dem [[Haus der Kulturen der Welt]] in Berlin einzugehen, um eine Akademie in Köln zu gründen.
Am 24. 06. 2008 fasste der Rat der Stadt Köln den Beschluss ein Konzept für einen "selbständigen Ort des Dialogs und der kulturellen, interreligiösen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung"<ref>http://www.koelnagenda.de/news?nr=08070303</ref> zu entwickeln. Die Idee eines Hauses, das den interkulturellen Dialog anregen soll basierte unter anderem auf der damals aktuellen Diskussionen über Integration und Völkerverständigung.
Im November 2008 setzte sich ein Initiativkreis zur Entwicklung von Idee und Konzept zu einem Kölner Haus der Kulturen der Welt in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Köln ein. Mitglieder waren: Dr. habil. [[Navid Kermani]] (Schriftsteller, Orientalist), Andreas Freudenberg (Global Music Academy / Berlin), Matthias Hamann (Leiter des Museumsdienstes der Stadt Köln), [[Hans Nieswandt]] (DJ und Musikjournalist), Jürgen Nordt (ehemaliger Kulturamtsleiter der Stadt Köln), Prof. Dr. Erwin Orywal (Ethnologe), [[Mark Terkessidis]] (Autor, Migrationsforscher), [[Manos Tsangaris]] (Komponist).
Im Jahr 2011 wurde eine Findungskommission zur Berufung der ersten Gründungsmitglieder der Akademie benannt. Mitglieder dieser Kommission waren: Ralph Christoph (Strategischer Leiter des Popkulturfestivals c/o pop), Amelie Deuflhard (Intendantin der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel), Prof. [[Kasper König]] (Direktor des Museum Ludwig Köln), Jan Krauthäuser (Veranstalter und Musikjournalist), [[Louwrens Langevoort]] (Intendant der Kölner Philharmonie) und Regina Wyrwoll (ehemalige Generalsekretärin der Kunststiftung NRW).
Im Mai desselben Jahres wurde die wissenschaftliche Studie "Kulturwelten in Köln. Eine empirische Analyse des Kulturangebots mit Fokus auf Internationalität und Interkulturalität" <ref>http://offeneskoeln.de/attachments/4/4/pdf309644.pdf</ref> im Auftrag des KunstSalon e.V., gefördert durch das Kulturamt der Stadt [[Köln]] herausgegeben.
Sigrid Gareis wurde als Generalsekretärin der Akademie der Künste der Welt im Dezember 2011 berufen<ref>http://www.stadt-koeln.de/1/presseservice/mitteilungen/2012/06658/</ref>.
Die Gründungsversammlung fand im Juni 2012 statt<ref>http://www.taz.de/!96575/</ref>, an der bereits einige der ersten Gründungsmitglieder teilnahmen.
Die Akademie wird im Oktober 2012 ihre Arbeit aufnehmen und das Kölner Kulturleben vor allem um zeitgenössische außereuropäische Kunst erweitern<ref name="DW" />.
== Die Struktur ==
Die Akademie lässt sich in vier strukturelle Grundformen gliedern:
==== Die Mitglieder ====
Zeitlich befristet (alle 5 Jahre wird neu gewählt) werden maximal 40 international renommierte Persönlichkeiten der 5 Kontinente und aller Kunstsparten aufgenommen, die aktiv im künstlerischen Schaffensprozess stehen. Die Mitglieder charakterisiert ein kosmopolitischer Zugang zu Kunst und Kultur. Sie kommen jährlich zu den Mitgliederversammlungen der Akademie in Köln zusammen.
==== Das Fellowship Programm ====
Die Akademie wird Stipendiaten bzw. Fellows aus überwiegend außereuropäischen Ländern auswählen, die auf Zeit (wahlweise von 3 bis 12 Monaten) in Köln arbeiten und leben. Diese sollen sowohl an junge, am Anfang ihrer künstlerischen Karriere stehende, vielversprechende Künstlerinnen und Künstler mit einer besonderen künstlerischen Handschrift vergeben werden, wie auch an international Anerkannte. Die Fellows werden von der Akademie betreut, wobei das Ziel ist, sie mit der Kölner Kunstszene zu vernetzen. In Kooperation mit den Institutionen, der Freien Szene und den in Köln ansässigen Künstlerinnen und Künstlern werden die Fellows die Chance haben, Projekte zu entwickeln und umzusetzen.
Die ersten Fellows der Akademie werden im Oktober 2012 bekannt gegeben.
==== Externe Projekte ====
Die Aufgabe, eigene und Kooperationsveranstaltungen durchzuführen ist eine weitere Säule der Akademie. Die Akademie veranstaltet selber oder in Kooperation mit Partnern in der Stadt (Veranstaltern, Initiativen, ggf. auch Einzelkünstlern, privaten und öffentlich geförderten Institutionen) z. B. öffentliche Diskurse und Debatten über „kulturelle, interreligiöse und gesellschaftliche Auseinandersetzungen“, wie es der Ratsbeschluss vorsieht. Unter konzeptioneller Beteiligung von entsprechend qualifizierten Künstlerinnen und Künstlern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und in Anknüpfung an relevante internationale Entwicklungen in den zeitgenössischen Künsten und gesellschaftlichen Debatten entwickelt sie ein kontinuierliches künstlerisches Angebot, sowohl in eigenen Räumen, als auch in Kooperation mit und in anderen Institutionen der Stadt. Dazu tragen die internationalen Stipendiaten (siehe unten "Fellow-Programm") mit eigenen Projekten bei.
Die Akademie, die mit einem Programmfonds ausgestattet sein soll, fördert überdies Kölner Initiativen und Einrichtungen bei Projekten, bei denen eine aus künstlerischer Sicht attraktive internationale Ausrichtung und/oder eine schwierige oder aufwändige, weil spezifische Vermittlungsarbeit im Hinblick auf kulturell unterschiedlich ansprechbare Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Jugendliche oder Zugewanderte, eine finanzielle Hilfe erforderlich machen.
==== Die Junge Akademie ====
Der Rat hat in seinem Beschluss vom 24. 6. 2008 einen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Jugendkulturarbeit gefordert, um einen weiteren Beitrag zur kulturellen Bildung zu ermöglichen. Gerade bei den Jugendlichen in Köln, der Region und in [[Nordrhein-Westfalen]] ganz allgemein ist die Unterschiedlichkeit der Bevölkerung – nach ihrer Herkunft, aber auch hinsichtlich der Lebensstile und Interessen – am deutlichsten ausgeprägt, mit steigender Tendenz.
Um das Interesse der Jugendlichen an kulturellen Aktivitäten zu steigern, sollen diese selbst aktiv werden. Aktiv werden heißt hier insbesondere, die Themen und Ausarbeitungen künstlerischer und wissenschaftlicher Prozesse kritisch beurteilen, einbringen und begründen zu können, was den Jugendlichen dabei wichtig erscheint und gefällt und Änderungs-/Verbesserungsvorschläge zu kreieren.
Die Junge Akademie der Künste der Welt, Köln ist für Personen der Altersgruppe von 16 bis 21 Jahren und nimmt das Grundkonzept der Erwachsenenakademie auf: Themenvorschläge erarbeiten,
Debatten führen, Projekte realisieren und Vermittlungswege gestalten.
Anders als bei der Erwachsenenakademie sind die Mitglieder der Junge Akademie aus Köln und der Region, die auf Grund eigener Erfahrung oder auch ohne diese eine Affinität für die durch die Globalisierung veränderte Kultur in der Stadt und der Welt haben.
== Die ersten 13 Gründungsmitglieder ==
Madhusree Dutta (Dokumentarfilmerin, Indien), Galit Eilat (Kuratorin, Israel), [[Tom Holert]] (Kunst- und Migrationstheoretiker Berlin), Liza Lim (Komponistin, Australien), Faustin Linyekula (Choreograf, Republik Kongo), [[Hans-Ulrich Obrist]] (Kurator, Schweiz), Lemi Ponifasio (Choreograf, Neuseeland), [[Walid Raad]] (bildender Künstler, Libanon), [[Ali Samadi Ahadi]] (Filmregisseur, Köln), [[Rosemarie Trockel]] (bildende Künstlerin, Köln), [[Stefan Weidner]] (Schriftsteller, Köln), [[Liao Yiwu]] (Schriftsteller, China),<ref name="DW">http://www.dw.de/dw/article/0,,16105673,00.html</ref> [[Tom Zé]] (Musiker, Brasilien)
== Organisatorische Leitung ==
Generalsekretärin der Akademie der Künste der Welt ist Sigrid Gareis.<ref>http://www.ksta.de/kultur/sigrid-gareis-akademie-der-kuenste-der-welt,15189520,16246964.html</ref>
== Finanzierung ==
Die finanzielle Ausstattung soll durch eine jährliche Zuwendung von 1.000.000 Euro seitens der Stadt Köln und 150.000 Euro seitens des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen sichergestellt werden.<ref name="DW" />
== Einzelnachweise ==
<references />
== Weblinks ==
[http://www.kuenstederwelt.de Website der Akademie der Künste der Welt, Köln]
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