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[[Datei:Beatboxset1 pepouni.ogg|miniatur|298px|Beatboxing-Hörbeispiel]]
Beim '''Beatboxing''' oder '''Beatboxen''' werden [[Drumcomputer]]beats – zuweilen auch [[Scratchen|Scratches]] oder [[Schlagzeug]]- und andere [[Perkussion (Musik)|Perkussions]]<nowiki />rhythmen, seltener auch weitere Instrumente und andere Klänge – mit dem Mund, der Nase und dem Rachen imitiert. Anders als herkömmlicher [[Gesang]] erfüllt Beatboxing in der Regel musikalische Funktionen, die mit denen von [[Rhythmusinstrument|Rhythmus-]] oder [[Effektinstrument]]en vergleichbar sind. Die Kunstform, und manchmal der ausführende Musiker, werden auch als '''Human Beatbox''' (veraltete Schreibweise: '''Human Beat Box''') bezeichnet. Beatboxing wird oft mit [[Vocal Percussion]] gleichgesetzt, bezeichnet aber genau genommen nur eine spezielle, im [[Hip-Hop]] entwickelte Form dieser.

== Begriffsherleitung ==
[[Datei:Roland TR-808 drum machine.jpg|miniatur|Eine klassische ''beat box'': Die [[TR-808]] war bei frühen Hip-Hop-Produktionen beliebt. Die Nachahmung ihrer Beats gehört mittlerweile zum Repertoire vieler Beatboxer.]]

Der Begriff leitet sich ab von den vor allem in den 1980er Jahren populären Drumcomputern –&nbsp;auf Englisch salopp ''{{lang|eng|beat boxes}}'' genannt (von ''[[beat (Rhythmus)|{{lang|eng|beat}}]]'' ‚Schlag‘ oder ‚Takt‘ und ''{{lang|eng|box}}'' ‚Kiste‘ oder ‚Gehäuse‘)&nbsp;– mit denen damals die instrumentale Musik vieler Hip-Hop-Stücke erstellt wurde.<ref>Frank W. Hoffmann: ''Encyclopedia of recorded sound.'' Band 1. Routledge, New York 2005, ISBN 0-415-93835-X, S. 334. ([http://www.google.de/books?id=xV6tghvO0oMC&pg=PA334&dq=%22beat+box%22&lr=&as_brr=3&cd=58#v=onepage&q=%22beat%20box%22&f=false online])</ref> Auch die in der [[Hip-Hop (Subkultur)|Hip-Hop-Kultur]] damals verbreiteten [[Radiorekorder|Ghettoblaster]] werden umgangssprachlich ''{{lang|eng|boom box}}'' oder ''{{lang|eng|beat box}}'' genannt.<ref>Aaron Peckham: ''Urban dictionary: fularious street slang defined.'' Andrews McMeel Publishing, Kansas City 2005, ISBN 0-7407-5143-3, S. 32 f. ([http://www.google.de/books?id=49wFXyb35goC&pg=PA33&dq=%22boom+box%22+%22beat+box%22&lr=&as_brr=3&cd=2#v=onepage&q=%22boom%20box%22%20%22beat%20box%22&f=false online])</ref> Jemand, der Beats und Klänge mit dem Mund erzeugt, wird im Hip-Hop-Kontext dementsprechend als ''{{lang|eng|human beatbox}}'' –&nbsp;also ‚menschlicher Drumcomputer‘ (bzw. Ghettoblaster)&nbsp;– bezeichnet.<ref name="History part 2, S. 1">[http://www.humanbeatbox.com/history/p2_articleid/28 humanbeatbox.com: ''The Real History of Beatboxing – Part 2''. S. 1], abgerufen am 22. Juni 2010.</ref>

== Geschichte und Kultur ==
=== Vorläufer ===
Geräuschimitationen und Stimmeffekte hatten schon vor der Human Beatbox eine lange Tradition. Der US-amerikanische [[Synchronsprecher]] [[Mel Blanc]] war bereits in den 1940er Jahren für seine [[cartoon]]haften Soundeffekte und Tierstimmenimitationen als ''The Man of a Thousand Voices'' (engl.: ‚Der Mann der tausend Stimmen‘) bekannt.<ref>[http://www.imdb.com/name/nm0000305/bio ''Biography for Mel Blanc''] in der [[IMDb]], abgerufen am 13. November 2010.</ref> Auch in der amerikanischen und britischen Unterhaltungsmusik fanden perkussive Stimmeffekte seit langem Verwendung, von den [[Lautmalerei|lautmalerischen]] Silbenfolgen und Nachahmungen [[Phrasierung|instrumentaler Phrasen]] im [[Scat]], über die tiefen Bummtöne und rhythmisch begleitenden [[Zischlaut|Zisch]]- und Atemgeräusche in [[Blues]], [[Barbershop]] und [[Doo-Wop]]<ref>[http://www.humanbeatbox.com/history/p2_articleid/27 humanbeatbox.com: ''The Real History of Beatboxing – Part 1''], abgerufen am 21. Oktober 2010.</ref> bis hin zum „hicksenden“, Schweine- und Truthahnlaute imitierenden, ''eephing'' in der [[Hillbilly]]-Musik.<ref>Vgl. den Radiobeitrag ''Jimmie Riddle and the Lost Art of Eephing'', vom 13. März 2006 von Jennifer Sharpe, ausgestrahlt von [[National Public Radio|NPR]]. ([http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=5259589 online])</ref> Kontinuierlich setzte die britische Pop-und Rock-Band [[Mungo Jerry]] "Mouth Percussion" in vielen ihrer Single-Hits und Longplayern ein - so dass Bandleader Ray Dorset heute als einer der Väter des Beat-Boxing angesehen wird (Dorset arbeitet auch heute noch mit aktuellen Beatbox-Musikern auf der Bühne zusammen). <ref>[http://www.youtube.com/watch?v=oJAfwY393yE&feature=related</ref> <ref>[http://www.mungojerry.com Interview für das Buch "Konzeption und Entwicklung interaktiver Lernprogramme", wissenschaftlicher Springer-Verlag 2002</ref>[[Michael Jackson]] [[Verzierung (Musik)|verzierte]] seinen Gesang bereits seit Anfang der 1970er Jahre gelegentlich mit rhythmischen Effekten, die einzelne Beatboxtechiken konkret vorwegnahmen, so beispielsweise 1970 im Song ''True Love Can Be Beautiful'' von [[The Jackson Five]]<ref>[http://www.discogs.com/Jackson-5-ABC/master/121897 The Jackson 5 – ''ABC] bei [[Discogs]], abgerufen am 25. Oktober 2010.</ref> oder 1976 in ''Blues Away''.<ref>[http://www.discogs.com/Jacksons-Show-You-The-Way-To-Go/master/196477 The Jacksons – ''Show You The Way To Go''] bei [[Discogs]], abgerufen am 25. Oktober 2010.</ref> Beatboxing als eigenständige Form wurde jedoch erst im Hip-Hop kultiviert.<ref name="History part 2, S. 1" /><ref name="History part 2, S. 2">[http://www.humanbeatbox.com/history/p2_articleid/28/p2_page/2 humanbeatbox.com: ''The Real History of Beatboxing – Part 2''. S. 2], abgerufen am 22. Juni 2010.</ref>

→ ''Siehe auch den Abschnitt: [[#Beatboxing, Vocal Percussion, multivocalism|Beatboxing, Vocal Percussion, multivocalism]]''

=== Hip-Hop-Anfänge ===
[[Datei:Doug E. Fresh performing in 2010.jpg|miniatur|''The Original Human Beatbox'': [[Doug E. Fresh]] beatboxt bei einem Auftritt in Williamsburg, Brooklyn im August 2010.]]

Beatboxing entstand etwa zu Beginn der 1980er Jahre, nur kurz nachdem die noch junge Hip-Hop-Generation begonnen hatte, zu [[Breakbeat]]s –&nbsp;und bald darauf auch zu elektronisch erzeugten Rhythmen&nbsp;– zu [[rap]]pen. Als kreative und kostengünstige Alternative zu Drumcomputern, [[Playback]]s oder Live-Instrumenten entwickelten sich neben Hip-Hop-[[DJ]]s auch die Beatboxer.<ref name="History part 2, S. 2" /><ref name="Einer beatboxt sich nach oben">[http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,582411,00.html ''19-jähriger Mundakrobat: Einer beatboxt sich nach oben''], vom 20. November 2008 von Mathias Hamann, veröffentlicht auf der Website der Zeitschrift [[Der Spiegel]], abgerufen am 25. Juli 2010.</ref> Frühe Vertreter waren [[Doug E. Fresh]], [[Biz Markie]], Ready Rock C, Darren „Buffy“ Robinson von [[The Fat Boys]], Leonardo „Wise“ Roman von [[Stetsasonic]]<ref>Fernand Hörner: ''Die Stimme im HipHop: Untersuchungen eines intermedialen Phänomens.'' Transcript Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89942-998-5, S. 177.</ref> und [[K Love]] als erste bekanntere Beatboxerin.<ref name="Icons of hip hop">Mickey Hess: ''Icons of hip hop: an encyclopedia of the movement, music, and culture.'' Band 1. Greenwood Press, Westport 2007, ISBN 978-0-313-33903-5, S. 52. ([http://www.google.de/books?id=WUJDr83m4n8C&pg=PA52&dq=beatbox&lr=&cd=7#v=onepage&q=beatbox&f=false online])</ref> Als erste Beatboxingaufnahme gilt die 1983 veröffentlichte [[Maxisingle]] ''Reality'' von Disco 3 (die sich kurz darauf in The Fat Boys umbenannten).<ref>[http://www.discogs.com/Disco-3-Reality/master/85484 Disco 3 – ''Reality''] bei [[Discogs]], abgerufen am 18. Juli 2010.</ref><ref>Cheryl L. Keyes: ''Rap music and street consciousness.'' University Of Illinois Press, Illinois 2002, ISBN 0-252-07201-4, S. 77. ([http://books.google.de/books?id=HRmRqtD6oPgC&pg=PA77&dq=%22disco+3%22+Reality&hl=de&ei=bPFCTPaBF6aI4gbKm6CADg&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=1&ved=0CDMQ6wEwAA#v=onepage&q=%22disco%203%22%20Reality&f=false online])</ref>

Sowohl Doug E. Fresh als auch Darren Robinson beanspruchten für sich, jeweils Urheber des Beatboxing zu sein. So gab sich Robinson den Titel ''The Human Beatbox'' (vgl. auch das Stück ''Human Beat Box'' auf dem 1984 veröffentlichten Album ''Fat Boys''),<ref>[http://www.discogs.com/Fat-Boys-Fat-Boys/release/120588 Fat Boys – ''Fat Boys''] bei [[Discogs]], abgerufen am 20. Juni 2010.</ref> während Fresh sich ''The Original Human Beatbox'' nannte (vgl. auch seine Maxisingle ''The Original Human Beat Box'' von 1984).<ref>[http://www.discogs.com/Dougy-Fresh-The-Original-Human-Beat-Box/master/108720 Dougy Fresh – ''The Original Human Beat Box''] bei [[Discogs]], abgerufen am 20. Juni 2010. („Dougy Fresh“ ist eines der zahlreichen [[Pseudonym]]e des Künstlers.)</ref> Ready Rock C nannte sich entsprechend eines damals verbreiteten Drumcomputers der Firma [[Roger Linn|Linn Electronics]] ''The Human Linn Drum''.<ref name="Icons of hip hop" />

Einzelne Beatboxer entwickelten zum Teil beachtliche Virtuosität und brachten individuelle Stile hervor. So ahmte Doug E. Fresh [[Electro (Musikstil)|Electro]]-Sounds nach und kombinierte schnelle Folgen von Klicklauten mit tiefen Bassklängen, Wise imitierte Scratches, Darren Robinson [[Cuíca]]-Rhythmen und Ready Rock C erzeugte Videospielsounds und blubbernde, an Unterwasseraufnahmen erinnernde Klänge.<ref name="Icons of hip hop" /> 1985 erschien die Single ''The Show / La-Di-Da-Di'', auf deren [[B-Seite]] die Aufnahme einer reinen Beatbox/Rap-Performance Doug E. Freshs und des Rappers [[Slick Rick]] (damals als MC Ricky D) zu hören war. Die Single verkaufte sich in den USA über eine halbe Million Mal, avancierte in England zum Hit und die Musiker traten dort bei [[Top of the Pops]] auf.<ref>[http://www.discogs.com/Doug-E-Fresh-And-The-Get-Fresh-Crew-The-Show-La-Di-Da-Di/release/1515343 Doug E. Fresh And The Get Fresh Crew – ''The Show / La-Di-Da-Di''] bei [[Discogs]], abgerufen am 17. November 2010.</ref><ref>''Doug Be Fresh'', von John Leland, veröffentlicht in der Zeitschrift [[Spin (Zeitschrift)|Spin]], Ausgabe vom Mai 1986, S. 55 f. ([http://books.google.de/books?id=ELfnhp4T-T4C&pg=PA56&dq=%22La+Di+Da+Di%22&hl=de&ei=7OPjTKHICYrsOYnvzZIB&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=4&ved=0CDwQ6wEwAw#v=onepage&q=%22La%20Di%20Da%20Di%22&f=false online])</ref> Ein Jahr darauf veröffentlichte Biz Markie seine [[Extended Play|EP]] ''Make The Music With Your Mouth, Biz'' (engl.: ‚mach die Musik mit deinem Mund, Biz‘), auf deren Tracks er Beatboxing, Rap und Gesang miteinander vermischte und so zu einem neuartigen, eigenwilligen Stil verband.<ref name="Icons of hip hop" /><ref>[http://www.discogs.com/Biz-Markie-Make-The-Music-With-Your-Mouth-Biz/master/240219 Biz Markie – ''Make The Music With Your Mouth, Biz''] bei [[Discogs]], abgerufen am 7. November 2010.</ref> Die Human Beatbox hatte sich von ihrer begleitenden Funktion emanzipiert und war zu einer eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform geworden.

Einige Beatboxingpioniere, wie Doug E. Fresh oder Biz Markie, sind nach wie vor musikalisch aktiv (Stand 2010).

=== Verbreitung ===
==== Musik ====
[[Datei:Rahzel-2010.jpg|miniatur|Rockkonzert mit Human Beatbox: [[Rahzel]] eröffnet einen Auftritt von [[Faith No More]] im Juli 2010.]]

Mit dem Aufkommen neuer Impulse in der Hip-Hop-Szene zu Beginn der 1990er Jahre wurde Beatboxing als Teil der sogenannten [[Old School]] zunächst unpopulärer.<ref name="Icons of hip hop" /> Die Kunstform fand jedoch ihren Weg in andere Musikstile und wurde in verschiedenen Ausprägungen und Mischformen in- und außerhalb des Hip-Hop weiterhin praktiziert und weiterentwickelt. So beatboxte [[Rahzel]] bei der Hip-Hop-Band [[The Roots]] und war auf einzelnen Aufnahmen von [[Rakim]], [[Da Bush Babees]] oder [[Die Fantastischen Vier]] zu hören.<ref name="Icons of hip hop" /><ref>[http://www.discogs.com/artist/Rahzel Rahzels Diskografie] bei [[Discogs]], abgerufen am 20. Juni 2010.</ref> Michael Jackson zeigte 1993 seine Beatboxfähigkeiten in einem [[A cappella|A-cappella]]-Vortrag seines Songs ''Who Is It'' während eines Fernsehinterviews mit [[Oprah Winfrey]]<ref>Jel D. Lewis: ''Michael Jackson: The King of Pop, The Big Picture! The Music! The Man! The Legend! The Interviews: An Anthology.'' Amber Books, Phoenix 2005, ISBN 0-9749779-0-X, S. 191.</ref> und veröffentlichte kurz darauf eine –&nbsp;mit einem Beatboxintro eingeleitete und mit ''The Oprah Winfrey Special Intro'' betitelte&nbsp;– Version des Songs als Maxi-Single.<ref>[http://www.mjfrance.com/michael-jackson/albums/solo-cbs-sony/dangerous/who-is-it mjfrance.com: ''Who Is It''], abgerufen am 14. November 2010.</ref><ref>[http://lescharts.com/showitem.asp?interpret=Michael+Jackson&titel=Who+Is+It&cat=s lescharts.com: ''Who Is It''], abgerufen am 14. November 2010.</ref> Der [[Musikproduzent]] [[Timbaland]] integrierte seit Mitte der 1990er Jahre Beatboxelemente in die Beats seiner Hip-Hop- und [[Contemporary R&B|R&B]]-Produktionen,<ref>''Major League'', von Dave Tompkins und Jeff Canico, veröffentlicht in der Zeitschrift [[VIBE]], Ausgabe vom Mai 2003, S. 104. ([http://books.google.de/books?id=1SYEAAAAMBAJ&pg=PA104&dq=%22cry+me+a+river%22+beatbox&hl=de&ei=LdFBTP3WCJOG4Qbh1e2iDg&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=5&ved=0CEMQ6wEwBA#v=onepage&q=%22cry%20me%20a%20river%22%20beatbox&f=false online])</ref><ref>''a/b conversation'', von Sheryl Neidls, veröffentlicht in der Zeitschrift [[VIBE]], Ausgabe vom September 2003, S 292. ([http://books.google.de/books?id=3iYEAAAAMBAJ&pg=PA292&dq=Timbaland+beatbox&hl=de&ei=jd1BTOGpHs-K4Qb2nqTNDg&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=2&ved=0CDMQ6wEwAQ#v=onepage&q=Timbaland%20beatbox&f=false online])</ref><ref>''Play Missy for me'', von Karren A. Good, veröffentlicht in der Zeitschrift [[Spin (Zeitschrift)|Spin]], Ausgabe vom Oktober 1997, S. 108. ([http://books.google.de/books?id=G-86CzNjg9cC&pg=PA108&dq=Timbaland+beatbox&hl=de&ei=995BTKroMtuJ4gbAsoiKDg&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=1&ved=0CC0Q6wEwADgK#v=onepage&q=Timbaland%20beatbox&f=false online])</ref> so beispielsweise bei [[Ginuwine]]s ''When Doves Cry'' von 1996 oder bei [[Aaliyah]]s ''Are You That Somebody?'' von 1998.<ref>[http://www.discogs.com/artist/Timbaland Timbalands Diskografie] bei [[Discogs]], abgerufen am 17. Juli 2010.</ref>

Im deutschsprachigen Raum begannen in der ersten Hälfte der 1990er Jahre Musiker wie [[Beatbox Eliot]], Zlep oder Christian „Bina“ Birawsky auf lokalen [[Jam (Hip-Hop)|Jams]] zu beatboxen und legten so einen Grundstein für die deutschsprachige Szene.<ref>[http://www.grischa-nore.de/g/b/index.php?page=eliot&tpc=2 ''eliot''] auf der Website [http://beatboxing.org/ beatboxing.org], abgerufen am 16. November 2010.</ref> 1996 formierte sich in Österreich die Beatboxband [[Bauchklang]], der sich Bina mittlerweile angeschlossen hat.<ref>[http://www.laut.de/Bauchklang Bauchklang] bei [[laut.de]], abgerufen am 17. November 2010.</ref><ref>[http://www.monkeymusic.at/bauchklang_signs/pressetext_bauchklang-signs_engl.pdf Pressetext zu Bauchklangs Album ''Signs''] auf der Website des Labels ''monkey.'' ([http://www.monkeymusic.at online]), abgerufen am 17. November 2010.</ref>

Etwa seit der Jahrtausendwende erlebt die Human Beatbox in mancherlei Hinsicht ein [[Revival]]. Als Wendepunkt wird zumeist Rahzels 1999 veröffentlichtes Debütalbum ''[[Make The Music 2000]]'' angesehen, auf dem Beatboxing durchgängig eine zentrale Rolle spielt.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/history/p2_articleid/38 humanbeatbox.com: ''The Real History of Beatboxing – Part 3. S. 1''], abgerufen am 6. November 2010.</ref> Der Titel lässt sich als Reminiszenz an Biz Markies ''Make The Music With Your Mouth, Biz'' verstehen,<ref>''Rahzel – Make The Music 2000'', veröffentlicht in der Zeitschrift ''CMJ New Music Monthly'', Ausgabe vom August 1999, S 67. ([http://books.google.de/books?id=rikEAAAAMBAJ&pg=PA67&dq=%22Make+The+Music+2000%22+%22make+the+music+with+your+mouth%22&hl=de&ei=s5HVTIneMor2sgb8-73yCA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=1&ved=0CDUQ6wEwAA#v=onepage&q=%22Make%20The%20Music%202000%22%20%22make%20the%20music%20with%20your%20mouth%22&f=false online])</ref><ref>''WHY 2K?'', veröffentlicht in der Zeitschrift [[VIBE]], Ausgabe vom August 1999, S. 73. ([http://books.google.de/books?id=YygEAAAAMBAJ&pg=PA73&dq=%22Make+The+Music+2000%22+%22biz+markie%22&hl=de&ei=D5PVTNOYC5GL4QaD-rWKCA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=3&ved=0CDoQ6wEwAg#v=onepage&q=%22Make%20The%20Music%202000%22%20%22biz%20markie%22&f=false online])</ref> dessen gleichnamiges Stück sich auf dem Album auch als [[Coverversion]] wiederfindet. Das Album enthält Gastbeiträge von Slick Rick und bekannten Musikern wie [[Q-Tip]], [[Erykah Badu]] und [[Branford Marsalis]]<ref>[{{Allmusic|Rubrik=album|ID=mw0000239841|NurURL=ja}} ''Make the Music 2000''] bei [[allmusic]], abgerufen am 6. November 2010.</ref> und schließt mit einem [[Hidden Track]] ab, in welchem Rahzel in einer etwa zwei-minütigen Performance eine Vielzahl von Beatboxsounds erzeugt und diese –&nbsp;angelehnt an die [[Vier-Elemente-Lehre]] der [[Philosophie der Antike|altgriechischen Philosophie]]&nbsp;– den „Elementen“ Erde, Wind, Feuer und Wasser zuordnet. Der Track wurde als ''The Four Elements'' bekannt und gilt in der Szene mittlerweile als Referenz für Beatboxtechniken.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/tips/p2_articleid/37 humanbeatbox.com: ''The Four Elements''], abgerufen am 6. November 2010.</ref>

Als maßgebliche Beatboxer der 2000er Jahre gelten neben Rahzel beispielsweise der britische Beatboxer [[Killa Kela]],<ref name="Killa Kela">[http://www.spex.de/2008/07/16/Killa-Kela/ ''Killa Kela – Im Mittelpunkt bleiben''], vom 16. Juli 2008 von Davide Bortot, veröffentlicht auf der Website der Zeitschrift [[Spex (Zeitschrift)|Spex]], abgerufen am 21. Juni 2010.</ref> der Musiker [[Matisyahu]],<ref name="Icons of hip hop" /> [[Scratch (Musiker)|Scratch]], der sich auf die Imitation von Scratchingsounds spezialisiert hat und in den 1990er Jahren zeitweise als ''human turntable'' (engl.: ‚menschlicher Plattenspieler‘) auf Konzerten von The Roots den [[DJ]] ersetzte<ref>[{{Allmusic|Rubrik=artist|ID=mn0000309276|NurURL=ja}} Scratchs Biografie] bei [[Allmusic]], abgerufen am 21. Juni 2010.</ref> und [[Kenny Muhammad]], dessen Aufführung des Stückes ''Kenny’s Joy'' mit dem [[New York City Symphony]] im Jahr 1998 als erster Auftritt eines Beatboxers mit einem klassischen Orchester gilt und ihm den Beinamen ''The Human Orchestra'' (engl.: ‚Das menschliche Orchester‘) einbrachte.<ref>[{{Allmusic|Rubrik=artist|ID=mn0001603664|NurURL=ja}} Kenny Muhammads Biografie] bei [[Allmusic]], abgerufen am 21. Juni 2010.</ref><ref>Das Ereignis fand erstaunlich wenig Beachtung und die schriftliche Quellenlage ist recht dünn:
* Auf der Website [http://www.tparents.org tparents.org] wird der Auftritt im Rahmen des ''True Children’s Day'' der New Yorker Gemeinde der [[Vereinigungskirche]] auf das Jahr 1998 datiert, vgl. [http://www.tparents.org/unews/unws9812/Childrensday.htm tparents.org: ''True Children’s Day Celebrated in NYC''], abgerufen am 24.Juli 2010.
* Der verantwortliche Komponist und Dirigent [[David Eaton]] äußert sich zudem auf der Website der ''Peace Music CommUNITY'' ([http://peacemusiccommunity.ning.com online]) zu der Veranstaltung, vgl. [http://peacemusiccommunity.ning.com/forum/topics/merge-music ''Merge Music''], abgerufen am 23. Juni 2010.
* Fälschlicherweise wird das Konzert oft den [[New Yorker Philharmoniker]]n zugeschrieben, Eaten war jedoch seit 1985 musikalischer Leiter („music director“) des [[New York City Symphony]], vgl. [http://web.mac.com/dmichaele/nycsymphony.org/David_Eaton.html ''David Eaton''] auf der Website des Orchesters ([http://www.nycsymphony.org/ online]), abgerufen am 23. Juni 2010.
* Auf Videoportalen und im Promotionsvideo Muhammads finden sich Ausschnitte des Konzertes.</ref>

Größere [[Musik-Charts|Chart]]-Erfolge erlangte die Human Beatbox erneut 2002 durch [[Justin Timberlake]]s Beatboxsolo in seinem Song ''Rock Your Body'',<ref name="Icons of hip hop" /><ref>[http://www.discogs.com/Justin-Timberlake-Justified/master/90819 Justin Timberlake – ''Justified''] bei [[Discogs]], abgerufen am 20. Juni 2010.</ref> der in mehreren Ländern die [[Top Ten]] erreichte und 2004 durch das auf Beatboxing basierende Playback des Stückes ''Drop It Like It's Hot'' von [[Snoop Dogg]],<ref>[http://www.discogs.com/Snoop-Dogg-Drop-It-Like-Its-Hot/release/342566 Snoop Dogg – ''Drop It Like It's Hot''] bei [[Discogs]], abgerufen am 16. November 2010.</ref> welches in den USA zum Nummer-Eins-Hit avancierte. Rahzel tourte 2004 mit dem Sänger [[Mike Patton]],<ref name="Beatbox-Doublebass">[http://www.intro.de/live/nachlesen/23006754 ''Beatbox-Doublebass – Mike Patton & Rahzel live''], Konzertbericht von Christian Walter vom 8. September 2004, veröffentlicht auf der Website der Zeitschrift [[Intro (Zeitschrift)|Intro]], abgerufen am 16. November 2010.</ref> Killa Kela veröffentlichte diverse Alben und arbeitete mit britischen Bands wie [[Artful Dodger]], [[Basement Jaxx]] und [[Stereo MCs]] zusammen<ref>[http://www.discogs.com/artist/Killa+Kela Killa Kelas Diskografie] bei [[Discogs]], abgerufen am 16. November 2010.</ref> und auf Scratchs zweitem Album ''Loss 4 Wordz'' von 2009 wirkten weltberühmte Musiker wie [[Kanye West]] und [[Damon Albarn]] mit.<ref>[http://www.discogs.com/Scratch-Loss-4-Wordz/release/1911808 Scratch – ''Loss 4 Wordz''] bei [[Discogs]], abgerufen am 18. November 2010.</ref>

[[Datei:ShlomoDanaCentreEdited.jpg|miniatur|[[Shlomo (Beatboxer)|Shlomo]] beatboxt bei der Veranstaltung ''Be a Beatbox'' im Dana Centre des Londoner [[Science Museum]]s im Juli 2007.]]

In der A-cappella-Szene verwenden mittlerweile viele Formationen Vocal Percussion als zusätzliches Element. Das Spektrum reicht hierbei von der dezenten, beiläufigen Begleitung in der Tradition von Barbershop und Doo-Wop bis hin zur virtuosen Beatboxeinlage.<ref>''Singen wie die Chorknaben'', von Jenny Clemens, veröffentlicht in der Zeitschrift [[Der Spiegel]], Ausgabe vom 15. März 2004, S. 104. ([http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-30220144.html online])</ref> Ein prominentes Beispiel für Letzteres sind die musikalischen Beiträge von Rahzel und vom britischen Beatboxer [[Shlomo (Beatboxer)|Shlomo]] auf [[Björk]]s 2004 veröffentlichtem Album ''[[Medúlla]]'', dessen Musik nahezu ausschließlich mit der menschlichen Stimme erzeugt wurde.<ref>[http://www.discogs.com/Bj%C3%B6rk-Med%C3%BAlla/master/39459 Björk – ''Medúlla''] bei [[Discogs]], abgerufen am 25. Juli 2010.</ref><ref>''Björk – Medúlla'', von Steve Ciabattoni, veröffentlicht 2004 in der Zeitschrift ''College Music Journal''. ([http://books.google.de/books?id=BisEAAAAMBAJ&pg=PA39&dq=bj%C3%B6rk+medulla+shlomo&hl=de&ei=ZUJMTMy-LY2X4gbTweSZDA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=1&ved=0CDAQ6wEwAA#v=onepage&q&f=false online])</ref>

Als Erweiterung zu den originären vier Hip-Hop-Disziplinen [[DJ#DJs des Turntablism und Hip-Hop|DJing]], [[MC (Musik)|MCing]], [[Breaking]] und [[Graffiti#Style-Writing|Writing]] wird Beatboxing zuweilen auch als die „fünfte Säule“ oder das „fünfte Element“ der Hip-Hop-Kultur bezeichnet und ist damit eines ihrer Wesensmerkmale.<ref name="Einer beatboxt sich nach oben" /> Umgekehrt trifft das nur eingeschränkt zu, da sich das Erzeugen von Beats mit dem Mund generell an Drumcomputer und [[Turntablism]] anlehnt und mittlerweile nicht nur mit Hip-Hop in Verbindung gebracht werden kann. Das gesamte musikalische Spektrum, in dem die Human Beatbox zum Einsatz kommt, reicht von nahezu allen Spielarten der [[Popmusik]] über [[Jazz]] und [[Weltmusik]] bis hin zur [[Avantgarde#Avantgarde in der Musik|Avantgarde]].<ref>[http://www.bsomusic.org/main.taf?p=5,9,1,1&prid=20100723_1&type=event&season=0910 bsomusic.org: ''Baltimore Symphony Orchestra Performs Works by Frank Zappa and Philip Glass''], abgerufen am 20. Juli 2010.</ref> Die Künstler ergänzen in Bands die [[Rhythmusgruppe]] oder ersetzen diese komplett, sie führen musikalische Soloprogramme vor und bilden reine Beatboxensembles. Neben Bauchklang ist das 2007 von Shlomo ins Leben gerufene Vocal Orchestra ein Beispiel für eine reine Beatboxband.<ref name="shlomo beatbox orchestra">[http://www.telegraph.co.uk/culture/music/classicalconcertreviews/7293735/Shlomo-and-the-Beatbox-Orchestra-Queen-Elizabeth-Hall-review.html ''Shlomo and the Beatbox Orchestra, Queen Elizabeth Hall, review''], vom 22. Februar 2010 von Ivan Hewett, veröffentlicht auf der Website der Zeitung [[The Daily Telegraph]], abgerufen am 19. Juli 2010.</ref><ref>[http://www.allfromthemouth.com/vocalorchestra/history allfromthemouth.com: ''Shlomo and the Vocal Orchestra – history''], abgerufen am 27. Juli 2010.</ref>

==== Spoken Word ====
Neben dem rein musikalischen Einsatz wird die Human Beatbox zuweilen auch mit der [[Gesprochene Sprache|gesprochenen Sprache]] kombiniert, beispielsweise in der [[Stand-up-Comedy]]. So sind an Beatboxtechniken geschulte Geräuschimitationen ein wesentlicher Bestandteil der Bühnenprogramme des Schauspielers und Komikers [[Michael Winslow]],<ref>[http://www.humanbeatbox.com/beatboxer_interviews/p2_articleid/134 humanbeatbox.com: ''Interviews – Michael Winslow''], abgerufen am 20. Juni 2010.</ref> des Stand-Up Comedians und Musikers Joshua Walters<ref name="Mercury News" /> oder des Comedyduos The Umbilical Brothers.<ref>[http://www.nydailynews.com/entertainment/arts/2009/06/21/2009-06-21_offbeat_city_shows_from_.html ''Off-beat city shows, from body-twisting acrobatics to mind-bending mentalists''], vom 19. Juni 2009 von Patrick Huguenin, veröffentlicht auf der Website der Zeitung [[Daily News]], abgerufen am 27. Juli 2010.</ref>

Auch im Rahmen von [[Open Mic|Open-Mic]]-Veranstaltungen oder bei anderen [[Spoken Word|Spoken-Word]]-Performances wie der [[Slam Poetry]] wird zuweilen gebeatboxt. Hier steht nicht immer die Nachahmung konkreter Geräusche im Vordergrund, sondern Beatboxelemente werden auch als direkte, [[Lyrik|lyrische]] Äußerungen im Sinne der [[Lautpoesie]] verwendet. In diesem Fall verschwimmen notwendiger Weise gewisse Grenzen zwischen Sprache und Musik, so dass sich die Resultate im Spannungsfeld zwischen gesprochener Sprache, Human Beatbox und Sprechgesang bewegen.<ref>Marjorie Perloff, Craig Dworkin: ''The sound of poetry, the poetry of sound.'' University Of Chicago Press, Chicago 2009, ISBN 0-226-65743-4, S. 135. ([http://books.google.de/books?id=M_StXxAo4IYC&pg=PA135&dq=%22poetry%22+beatbox&hl=de&ei=r1tLTM_RCIeC4QaJ3J2aDA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=4&ved=0CD8Q6wEwAw#v=onepage&q&f=false online])</ref> Das Einbinden [[Afroamerikanische Musik|afroamerikanischer Musik]] entlehnter, rhythmischer Stimmeffekte in einen lyrischen Vortrag steht durchaus in einer gewissen Tradition, so waren bereits in den 1940er und 50er Jahren die Gedichte von Jazz- und [[Beat Generation|Beat-Generation]]-Poeten wie [[Langston Hughes]],<ref>Harold Bloom, Cindy Dyson: ''Langston Hughes.'' Chelsea House Pub, New York 2002, ISBN 0-7910-6186-8, S. 59 f. ([http://books.google.de/books?id=qnIvgnRMPC8C&pg=PA60&dq=%22Langston+Hughes%22+scat&hl=de&ei=GCrdTKnxBYuMswb12NGJDA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=4&ved=0CEUQ6wEwAw#v=onepage&q&f=false online])</ref> [[Bob Kaufman]] oder [[Allen Ginsberg]]<ref>William T. Lawlor: ''Beat culture: lifestyles, icons, and impact.'' Abc-Clio Inc, Santa Barbara 2005, ISBN 1-85109-400-8, S. 245 ff. ([http://books.google.de/books?id=MMZqLXP01e4C&pg=PA245&dq=Allen+Ginsberg+scat&hl=de&ei=KJJLTMrrD82W4gaQrZ2aDA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=7&ved=0CEUQ6wEwBg#v=onepage&q=Allen%20Ginsberg%20scat&f=false online])</ref> vom [[Groove (Musik)|Groove]], der Phrasierung und dem [[lautmalerisch]]en [[Künstlerischer Ausdruck|Ausdruck]] des Scat beeinflusst, der damals im [[Bebop]] kultiviert wurde.<ref>William Morgan: ''The Typewriter Is Holy: The Complete, Uncensored History of the Beat Generation.'' Free Press, New York 2010, ISBN 1-4165-9242-3, S. 116 f. ([http://books.google.de/books?id=_hCQ1hmeiioC&pg=PA117&dq=%22beat+generation%22+scat&hl=de&ei=l-hMTKqeBOWc4Aait4maDA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=5&ved=0CEEQ6wEwBA#v=onepage&q=%22beat%20generation%22%20scat&f=false online])</ref>

==== Internet ====
Etwa seit der Jahrtausendwende trägt das Internet maßgeblich zur Verbreitung des Beatboxings bei. Viele Webseiten und etliche Nutzervideos auf [[Videoportal]]en sind mittlerweile Teil einer weltweiten Beatbox-[[Online-Community|Community]] und mittels Anleitungen und [[Tutorial]]s kann man dort Beatboxtechniken erlernen. Die Musiker präsentieren sich in Videos, veröffentlichen über [[Audiodatei]]en eigene Aufnahmen und tauschen sich in [[Internetforum|Webforen]] aus. [[Convention]]s, Jams und Battles der Szene werden oft über das Internet organisiert.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/history/p2_articleid/38/p2_page/2 humanbeatbox.com: ''The Real History of Beatboxing – Part 3. S. 2''], abgerufen am 6. November 2010.</ref>

==== Fernsehen ====
Im Fernsehen wurde die Human Beatbox unter anderem im Rahmen von [[Castingshow]]s populär. So qualifizierte sich der Sänger und Beatboxer [[Philippe Bühler]] 2004 in der zweiten Staffel der Sendung ''[[Deutschland sucht den Superstar]]'' für den dritten Platz<ref>[http://www.bravo.de/online/render.php?render=11695 ''Philippe: „DSDS“ ist jetzt Vergangenheit!''], Interview mit Philippe Bühler auf der Website der Zeitschrift [[Bravo (Zeitschrift)|Bravo]], abgerufen am 29. Juli 2010.</ref> und die Beatboxer [[Albert_Bruhn|Albert „Alberto“ Bruhn]]<ref>[http://www.beatboxworld.com/view_video.php?viewkey=f5039a8cadc6acbb4b2c beatboxworld.com: ''Das Supertalent – Alberto''], abgerufen am 5. November 2010.</ref> und Robert „Robeat“ Wolf kandidierten 2007 bei der ersten Staffel der Talentshow ''[[Das Supertalent]]''.<ref name="Einer beatboxt sich nach oben" /> Auch international ist dieses Phänomen zu beobachten, beispielsweise qualifizierte sich die Sängerin und Beatboxerin Antoinette „Butterscotch“ Clinton 2007 für das Finale von ''[[America’s Got Talent]]'',<ref>[http://www.tvsquad.com/2007/08/14/americas-got-talent-final-performances/ tvsquad.com: ''America's Got Talent – Final performances''], abgerufen am 5. November 2010.</ref> der Beatboxer Joseph „Poolpo“ nahm im selben Jahr an der französischen ''Superstar''-Variante ''[[Nouvelle Star]]'' teil<ref name="Poolpo vs. Windows Vista">[http://www.microsoft.com/france/windows/products/windowsvista/features/experiences/music/default.mspx Vivez une expérience musicale: Poolpo vs. Windows Vista] (französisch), abgerufen am 5. November 2010.</ref> und der Beatboxer Aleksi Vähäpassi ging, ebenfalls 2007, als Sieger der finnischen ''Supertalent''-Variante ''Talent Suomi'' hervor.<ref>[http://www.ruutu.fi/video?vt=video&vid=23089 Video zu Aleksi Vähäpassi auf der offiziellen Seite des Senders] (finnisch), abgerufen am 5. November 2010.</ref>

Auch in der Fernsehwerbung ist Beatboxing ein beliebtes Motiv. So tauchten bereits in Spots internationaler Unternehmen wie Redbull,<ref>[http://www.beatboxworld.com/view_video.php?viewkey=f13b3a2df133f073095d beatboxworld.com: ''Roxorloops Red Bull Commercial''], abgerufen am 5. November 2010.</ref> Kentucky Fried Chicken,<ref>[http://www.kfc.ph/tv kfc.ph – TV: Flavor Shots], abgerufen am 5. November 2010.</ref> McDonald’s, Wal-Mart, Vodafone oder Suzuki Beatboxeinlagen auf.<ref>Vgl. folgende auf [http://www.casttv.com casttv.com] veröffentlichte Videos, jeweils abgerufen am 25. Juli 2010:
* [http://www.casttv.com/video/4l7b5a/vodafone-beatbox-video ''„Vodafone“ Beatbox''],
* [http://www.casttv.com/video/b14tu6/mc-donalds-beatbox-commercial-lytos-markooz-video ''Mc Donalds Beatbox Commercial: Lytos & Markooz''],
* [http://www.casttv.com/video/wjehdv1/walmart-commercial-darrell-video ''Walmart Commercial – Darrell''],
* [http://www.casttv.com/video/mayqmq/suzuki-swift-beatbox-commercial-video ''suzuki swift beatbox commercial''].</ref> Rahzel musizierte 2003 in einer Reklame für den Schokoriegel Twix,<ref>''The Beat Box Goes On'', von Damien Lemon, veröffentlicht in der Zeitschrift [[VIBE]], Ausgabe vom Juni 2003, S. 54. ([http://books.google.de/books?id=4CYEAAAAMBAJ&pg=PA54&dq=twix+rahzel&hl=de&ei=pATUTN-tJYzqOeD9jPQF&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=1&ved=0CCoQ6wEwAA#v=onepage&q=twix%20rahzel&f=false online])</ref> Poolpo trat 2007 in einem skurrilen Werbespot zu einem musikalischen Wettstreit gegen das Betriebssystem Windows Vista an<ref name="Poolpo vs. Windows Vista" /> und ein Spot von 2010, der das Hustenbonbon Wick Blau bewirbt, zeigt eine Performance mehrerer Beatboxer mit einem [[Vokalensemble]].<ref>[http://www.horizont.net/kreation/tv/pages/protected/show.php?id=245&refresh=1 horizont.net: ''Wick Blau''], abgerufen am 9. November 2010.</ref>

==== Film ====
Die Human Beatbox ist zuweilen im Kino zu hören und zu sehen. In vielen Hip-Hop-Filmen wird gebeatboxt, angefangen bei Doug E. Freshs Auftritt in ''[[Beat Street]]'' von 1984<ref>[http://www.discogs.com/Various-Beat-Street-Original-Motion-Picture-Soundtrack-Volume-1-2/release/1228791 ''Beat Street – Original Motion Picture Soundtrack (Volume 1 & 2)''] bei [[Discogs]], abgerufen am 29. Juli 2010.</ref> bis hin zu den musikalischen Beiträgen des Beatboxers Anthony „Click Tha Supah Latin“ Rivera in ''[[8 Mile]]'' von 2002.<ref name="Mercury News">[http://www.mercurynews.com/hiphop/ci_5867536?nclick_check=1 ''BEATBOXING: AN ORAL HISTORY''], vom 4. Januar 2007 von Marian Liu, veröffentlicht auf der Website der Zeitung [[San Jose Mercury News]], abgerufen am 29. Juli 2010.</ref> Aber auch in Filmen ohne konkreten Hip-Hop-Bezug kommen gelegentlich Beatboxtechniken zum Einsatz: Neben [[Michael Winslow]]s Geräuschimitationen als [[Wiederkehrende Figuren in Police Academy#Larvell Jones|Officer Larvell Jones]] in der 1984 gestarteten Filmreihe ''[[Police Academy]]'' kommt in der Science-Fiction-Komödie ''[[Men in Black II]]'' aus dem Jahr 2002 eine Beatboxeinlage vor. Biz Markie tritt hier in einer Nebenrolle als Postbeamter auf, der sich mit dem von [[Will Smith]] gespielten Agenten James Edwards in einer auf Beatboxing basierenden, außerirdischen Sprache unterhält.<ref>Tim Conley, Stephen Cain: ''Encyclopedia of fictional and fantastic languages.'' Greenwood Press, Westport 2006, ISBN 0-313-33188-X , S. 128 f. ([http://books.google.de/books?id=cQhke8K9G60C&pg=PA128&dq=%22men+in+black%22+beatbox&hl=de&ei=FGZLTMWeGdWRjAfb3fTXDA&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=2&ved=0CDIQ6wEwAQ#v=onepage&q=%22men%20in%20black%22%20beatbox&f=false online])</ref>

Auch Dokumentarfilme zum Thema Beatboxing waren bereits im Kino zu sehen. So gab der Regisseur Joey Garfield 2002 in seinem Film ''Breath Control: The History of the Human Beat Box'' einen Überblick über Ursprung und Geschichte des Beatboxings und interviewte maßgebliche Vertreter wie Doug E. Fresh, Wise, Biz Markie, Rahzel und Scratch,<ref>{{IMDb Titel|tt0317197|Breath Control: The History of the Human Beat Box}}, abgerufen am 25. Juli 2010.</ref> während der Regisseur Volker Meyer-Dabisch 2008 in seinem Film ''Love, Peace & Beatbox'' speziell auf die jüngeren Entwicklungen der deutschen Beatboxszene einging.<ref>{{IMDb Titel|tt1172187|Love, Peace & Beatbox}}, abgerufen am 25. Juli 2010.</ref><ref name="Einer beatboxt sich nach oben" />

=== Battles ===
Ähnlich wie bei im [[Battle-Rap]], bei [[DJ-Battle]]s oder [[Poetry Slam]]s treten Beatboxer gelegentlich in öffentlichen Wettstreiten –&nbsp;sogenannten Battles (engl.: ''battle'' ‚Schlacht‘ oder ‚Kampf‘) oder Championships (engl.: ''championship'' ‚[[Meisterschaft (Sport)|Meisterschaft]]‘)&nbsp;– gegeneinander an. Hierbei bewertet entweder das Publikum durch Applaus oder Abstimmung die Auftritte der einzelnen Beatboxer oder eine [[Preisgericht|Jury]] bestimmt die Sieger. Die Länge jedes Auftritts ist in der Regel durch ein Zeitlimit begrenzt. Bewertungskriterien können beispielsweise Technik, Stil oder musikalische Originalität des Vortrags sein. Gängig sind sowohl Einzeldarbietungen als auch die direkte Konfrontation mehrerer gleichzeitig oder im Wechsel [[Improvisation (Musik)|improvisierender]] Musiker. Im Gegensatz zum Battle-Rap hat das sogenannte [[Dissen (Slang)|Dissen]] innerhalb der Musik keinen großen Raum, wodurch Beatbox-Battles gegebenenfalls einen friedfertigeren Charakter aufweisen.

Mittlerweile werden weltweit in vielen Städten lokale Battles veranstaltet und es existieren darüber hinaus auch nationale und internationale Wettbewerbe. So finden beispielsweile in [[Belgien]],<ref>[http://www.beatboxbattle.com/championship/announcement/165-belgium-beatbox-championship beatboxbattle.com: ''Belgium Beatbox Championship''], abgerufen am 14. Juli 2010.</ref> [[Frankreich]],<ref>[http://www.humanbeatbox.com/forum/showthread.php?p=358165 humanbeatbox.com: ''FRENCH BEATBOX CHAMPIONSHIP 13-14 OCTOBER 2006''], abgerufen am 14. Juli 2010.</ref> [[Polen]]<ref>[http://www.brukfestival.pl/Bruk_Festival,5427/Bruk_Team,5437/index.html brukfestival.pl: ''Bruk Team – Bruk Festival 2010''], abgerufen am 14. Juli 2010.</ref> oder [[Vereinigtes Königreich|England]]<ref>[http://www.humanbeatbox.com/ukchampionships/minisite/reports_wandan.html humanbeatbox.com: ''::2006 UK BEATBOX CHAMPIONSHIPS::''], abgerufen am 14. Juli 2010.</ref> in unregelmäßigen Abständen landesweite Battles statt. Der Berliner Hip-Hop-Künstler Bee Low veranstaltet seit 2002 jährlich die ''Beatbox Battle World Championship'', bei der Beatboxer aus der ganzen Welt gegeneinander antreten.<ref>[http://www.beatboxbattle.com/championships/hall-of-fame.html beatboxbattle.com: ''Hall of Fame''], abgerufen am 10. April 2012.</ref>

=== Beatboxing, Vocal Percussion, ''multivocalism'' ===
Beatboxing hat sich mittlerweile in vielerlei Hinsicht von seinen Hip-Hop-Wurzeln emanzipiert, weshalb der Begriff oft synonym zu [[Vocal Percussion]] im Allgemeinen verwendet wird und innerhalb vieler nicht-traditioneller Kontexte ist die Differenzierung beider Begriffe auch hinfällig.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/tips/p2_articleid/21 humanbeatbox.com: ''What is Human Beatboxing?''], abgerufen am 13. November 2010.</ref> Letztlich ist eine pauschale Gleichsetzung jedoch falsch, da Beatboxing historisch gesehen nur eine Spielart der Vocal Percussion darstellt und neben ihr weitere, von Hip-Hop gänzlich unberührte Formen existieren, wie beispielsweise das in der traditionellen südindischen Musik verwurzelte [[Konnakol]]<ref>[http://www.konnakol.org/index.php?option=com_content&task=view&id=15&Itemid=2 konnakol.org: ''Konnakol – The Vocal Percussion of South India''], abgerufen am 20. Juni 2010.</ref> oder bestimmte Elemente des im gälischen Sprachraum beheimateten [[Puirt a beul]].<ref>[http://smc2009.smcnetwork.org/programme/pdfs/274.pdf ''Accessing structure of Samba rhythms through cultural practices of vocal percussion''], von Luiz Naveda und Marc Leman, veröffentlicht im Rahmen der vom 23. bis 25. Juli 2009 abgehaltenen ''6th Sound and Music Computing Conference'' ([http://smc2009.smcnetwork.org online]), abgerufen am 22. Juni 2010.</ref>

Mittlerweile ist jedoch zu beobachten, dass Beatboxer vermehrt Bezüge zu [[Vokalmusik]] ohne Beatboxhintergrund aufzeigen, beispielsweise gab Killa Kela 2008 in einem Interview die Jazzsängerin [[Urszula Dudziak]] als Inspirationsquelle an<ref name="Killa Kela" /> und der Beatboxer Kid Lucky <!-- sic! Schreibweise im Beleg ist höchstwahrscheinlich falsch --> nannte den Stimmkünstler [[Bobby McFerrin]] und die Performancekünstlerin [[Diamanda Galás]] als musikalische Einflüsse.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/beatboxer_interviews/p2_articleid/140 humanbeatbox.com: ''Kidlucky''], abgerufen am 14. Oktober 2010.</ref> Nicht in allen Fällen lässt sich sauber zwischen musikalischen Formen trennen und oft hängt es vom Selbstverständnis und vom musikalischen Hintergrund eines Musikers ab, ob dessen Musik nun als Beatboxing, als Vocal Percussion, als ''multivocalism'' (engl.: von ''multi'' ‚mehrfach‘ und ''vocal'' ‚mündlich‘ oder ‚stimmlich‘) oder anders bezeichnet wird.

→ ''Siehe auch die Abschnitte: [[#Vorläufer|Vorläufer]] und [[#Gesang|Gesang]]''

== Technik ==
=== Klang und Rhythmus ===
Beim Beatboxing geht es grundsätzlich darum, mit dem [[Vokaltrakt]] perkussive [[Rhythmus (Musik)|Rhythmen]] zu erzeugen. Im Unterschied zu herkömmlichen Gesangstechniken, die sich verstärkt mit [[Stimmhaftigkeit|stimmhaften]] Lauten (wie [[Vokal]]en) befassen, liegt beim Beatboxen der Fokus in wesentlich stärkerem Maße auf den klanglichen Möglichkeiten [[Stimmlosigkeit|stimmloser]] Laute (wie [[Konsonant]]en).

[[Datei:Beatbox stereotype.PNG|miniatur|In diesem [[Notation (Musik)|Notenbeispiel]] sind klanglich an Bass Drum und Snare Drum angelehnte Silben zu einem simplen Hip-Hop-Beat arrangiert. Zeitgenössisches Beatboxing ist in der Regel sowohl klanglich als auch rhythmisch um einiges komplexer.]]

Ausgehend von gängigen Drumcomputersounds werden als Basisklänge beispielsweise {{IPA|[pʰ]}}, {{IPA|[p͡f]}}, {{IPA|[p͡s]}}, {{IPA|[t͡ʃ]}} oder {{IPA|[k͡ʃ]}} zur Imitation der [[Snare Drum]],<ref>[http://www.humanbeatbox.com/snares humanbeatbox.com: ''Snares''], abgerufen am 13. November 2010.</ref> {{IPA|[b]}}, {{IPA|[b͡ʍ]}}, {{IPA|[b͡m]}} oder {{IPA|[ŋ]}} für die [[Bass Drum]]<ref>[http://www.humanbeatbox.com/kicks humanbeatbox.com: ''Kick Drums''], abgerufen am 13. November 2010.</ref> und {{IPA|[t͡s]}}, {{IPA|[t]}} oder {{IPA|[k̟]}} für die [[Hi-Hat]] verwendet.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/hats humanbeatbox.com: ''Hi-Hats and Cymbals''], abgerufen am 13. November 2010.</ref><ref>[http://www.humanbeatbox.com/lessons/p2_articleid/259 humanbeatbox.com: ''The three basic sounds''], abgerufen am 13. November 2010.</ref> Ein solches Grundrepertoire lässt sich variieren und erweitern. So kann mit dem Mund, der Nase und dem Rachen –&nbsp;beispielsweise durch Gesangs- oder Sprachfragmente, durch [[Klick (Phonetik)|Zungenschnalzen]], [[Pfeifen]] oder Summen, durch kontrolliertes [[Atmung|Atmen]], [[Schnarchen]], [[Husten]] oder [[Schluckakt|Schlucken]], durch [[Polsterpfeife|Lippenvibrationen]] und schließlich durch Kombinationen dieser Techniken&nbsp;– ein weites Spektrum von Klängen erzeugt werden.<ref>Genannte Beispiele beziehen sich auf folgende auf [http://www.humanbeatbox.com humanbeatbox.com] veröffentlichte Artikel, jeweils abgerufen am 29. Juni 2010:
* [http://www.humanbeatbox.com/techniques/p2_articleid/126 ''MCing in a Beat''],
* [http://www.humanbeatbox.com/Rolls/p2_articleid/99 ''Inward Click Roll''],
* [http://www.humanbeatbox.com/scratching/p2_articleid/105 ''Whistle Scratching''],
* [http://www.humanbeatbox.com/kicks/p2_articleid/63 ''Synth Kick Drum &#x5B; bm &#x5D; or &#x5B; bng &#x5D;''],
* [http://www.humanbeatbox.com/kicks/p2_articleid/66 ''808 Kick &#x5B; ng &#x5D;''],
* [http://www.humanbeatbox.com/sfx/p2_articleid/121 ''Vocal Reverb''],
* [http://www.humanbeatbox.com/bass/p2_articleid/110 ''Inward Snore Bass''],
* [http://www.humanbeatbox.com/bass/p2_articleid/111 ''Robot Bass (Cough Bass or Nasal Growl)''],
* [http://www.humanbeatbox.com/oscillations/p2_articleid/116 ''Lip Oscillation''].</ref> Die Geräusche finden sowohl bei der Imitation von perkussiven [[Klangfarbe]]n (wie [[Becken (Musikinstrument)|Becken]], [[Tomtom]]s, [[Cowbell]]s oder [[Conga (Trommel)|Congas]]), [[Trommelwirbel]]n, Rhythmus-, [[Melodieinstrument|Melodie]]- oder [[Bass (Instrument)|Bassinstrumenten]], [[Synthesizer]]sounds, [[Vocal]]s, [[Sampling (Musik)|Samples]], Scratches, [[Cut (Musik)|Cuts]], [[Effektgerät (Musik)|Audioeffekten]] oder Alltagsgeräuschen Verwendung, als auch gelegentlich als eigenständige [[Klanggeste]]n ohne spezifisches instrumentales Vorbild.<ref name="Icons of hip hop" />

Die einzelnen Laute werden zu Rhythmen [[Arrangement|arrangiert]]. Während bei gesprochener Sprache aufeinanderfolgende Laute einander oftmals beeinflussen ([[Koartikulation]]), ist beim Beatboxen in der Regel die [[staccato]]hafte, präzise [[Artikulation (Linguistik)|Artikulation]] jedes einzelnen Lautes maßgeblich, so dass sein spezifischer Klang deutlich bleibt. Durch kontrolliertes Anspannen und Bewegen von Zunge, Wangen-, Kiefer- und Halsmuskulatur, eine ausgefeilte Stimm- und Atemkontrolle sowie ein genaues [[Timing (Musik)|Timing]] können mehrere Instrumente synchron simuliert bzw. komplexe Musikstücke durch einen einzigen [[Interpretation (Musik)|Interpreten]] produziert werden. Um die begrenzten Möglichkeiten des Vokaltraktes voll auszunutzen, machen sich die Musiker hierbei zuweilen spezielle [[Psychoakustik|psychoakustische]] Phänomene zunutze und erzeugen so die Illusion, der Zuhörer höre anstelle eines Klanges mehrere.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/Techniques/p2_articleid/130 humanbeatbox.com: ''Creating an Auditory Illusion''], abgerufen am 26. Juli 2010.</ref>

=== Atmung ===
Beim Sprechen oder Singen wird in der Regel während des Ausatmens artikuliert, eine seltene Ausnahme stellt der [[Obertongesang]] dar. Beim Beatboxen werden jedoch diverse Klänge [[Inhalation|inhalierend]] erzeugt. Zum einen hat dies den Vorteil, dass der Beatboxer seinen Vortrag nicht mit Atempausen unterbrechen muss und einen kontinuierlichen Rhythmus beibehalten kann. So können einige Techniken –&nbsp;beispielsweise die Artikulation eines {{IPA|[t]}} zur Imitation einer geschlossenen Hi-Hat&nbsp;– bei Bedarf sowohl ein- als auch ausatmend durchgeführt werden. Zum anderen lassen sich bestimmte Klänge einzig durch inhalierte Luftströme erzeugen, so beispielsweise die sogenannte ''inward clap snare'', ein [[handclap]]artiger Sound, bei dem einatmend ein {{IPA|[k͡l]}} im Rachenbereich artikuliert wird<ref>[http://www.humanbeatbox.com/inward_snares/p2_articleid/83 humanbeatbox.com: ''Inward Hand Clap Snare &#x5B; ^cl &#x5D;''], abgerufen am 16. November 2010.</ref> oder auch sogenannte ''inward click rolls'', trommelwirbelartige Folgen von Klicklauten, bei denen die Zunge durch inhalierte Luftströme in Schwingung versetzt wird.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/rolls/p2_articleid/99 humanbeatbox.com: ''Inward Click Roll''], abgerufen am 16. November 2010.</ref><ref>Dan Stowell and Mark D. Plumbley: ''[http://www.elec.qmul.ac.uk/digitalmusic/papers/2008/Stowell08-beatboxvocalstyle-C4DM-TR-08-01.pdf Characteristics of the beatboxing vocal style]'', Centre for Digital Music, Department of Electronic Engineering, [[University of London]] 2008, S. 2, abgerufen am 16. November 2010.</ref>

=== Mikrofontechniken ===
Bei Auftritten verwenden Beatboxer in der Regel [[Mikrofon]]e um ihren Vortrag abzunehmen. Um unterschiedliche Klangeffekte zu erzielen, haben sich hierbei spezielle Techniken etabliert. So wird beispielsweise das Mikrofon mit den Händen teilweise abgedeckt oder –&nbsp;statt vor den Mund, wie bei herkömmlichem Gesang üblich&nbsp;– auch an die Nase, den Hals oder sogar den Brustkorb gehalten. Gelegentlich kommen auch mehrere Mikrofone gleichzeitig zum Einsatz.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/tips/p2_articleid/23 humanbeatbox.bom: ''Holding the Mic''], abgerufen am 21. Juni 2010.</ref>
<gallery>
Datei:Biz Markie at Amager Bio 3.jpg|Bei einem Auftritt nimmt Biz Markie mit einem Mikrofon seinen Hals ab.
Datei:Dres performing in Atlanta, Georgia.jpg|Beatboxer D.R.E.S. deckt mit einer Hand den Mikrofonkopf ab.
Datei:Beatboxing (1187772223).jpg|Um basslastige Klänge abzunehmen, kann ein Mikrofon direkt an die Nase gehalten werden.
</gallery>

Wenn Luftströmungen auf die Membran eines Mikrofons treffen, können –&nbsp;in der Regel unerwünschte&nbsp;– Störgeräusche entstehen, weshalb die Membran oft durch einen sogenannten [[Mikrofon-Windschutz|Pop- oder Windschutz]] geschützt ist. Einige Beatboxer beziehen solcherlei Störgeräusche jedoch bewusst in ihren Vortrag mit ein und beeinflussen damit die Lautstärke oder Klangfarbe ihrer Sounds.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/microphones/p2_articleid/258 humanbeatbox.com: ''Glossary of Microphone Terms''], abgerufen am 29. Juni 2010.</ref>

=== Mischformen ===
==== Gesang ====
Gelegentlich werden Beatboxtechniken mit anderer Vokalmusik derart kombiniert, dass ein und derselbe Musiker gleichzeitig beatboxt und singt. Die rhythmische Begleitung des eigenen Gesangs oder Raps<ref>[http://www.humanbeatbox.com/techniques/p2_articleid/126 humanbeatbox.com: ''MCing in a Beat''], abgerufen am 25. Juli 2010.</ref> ist dabei mittlerweile verhältnismäßig weit verbreitet. Populär wurde die Technik unter anderem durch Rahzels Interpretation von Aaliyahs Song ''If Your Girl Only Knew'', von ihm zu ''If Your Mother Only Knew'' umgedichtet und auf ''Make The Music 2000'' veröffentlicht. Es handelt sich bei der Aufnahme um einen Konzertausschnitt, in dem Rahzel zunächst einige Passagen im Wechsel beatboxt und singt, dann aber beide Elemente zusammenführt und derart verflicht, dass ein Effekt von Gesang bei gleichzeitiger rhythmischer Begleitung entsteht.

{{Zitat
|Text = This is the tricky part<br />
The beat, and the chorus, at the same time
|Autor = Rahzel
|Quelle = ''If Your Mother Only Knew – Make The Music 2000''
|lang = en
|vor = “
|nach = ”
|Übersetzung = Das ist der knifflige Teil<br />
Der Beat, und der Refrain, gleichzeitig
|ref=<ref name="If Your Mother Only Knew" />}}

Rahzels virtuoser Vortrag löste damals Begeisterung in der Beatboxszene aus und das Stück gilt mittlerweile als Klassiker. Adaptionen und Varianten finden sich im Repertoire vieler Beatboxer.<ref name="If Your Mother Only Knew">[http://www.humanbeatbox.com/tips/p2_articleid/30 humanbeatbox.com: ''If Your Mother Only Knew''], abgerufen am 25. Juli 2010.</ref>

Eine andere Mischform von Beatboxing und Gesang und findet sich beispielsweise in der Musik Mike Pattons,<ref name="Beatbox-Doublebass" /><ref>[http://www.laut.de/Mike-Patton Mike Pattons Biografie] auf [[Laut.de]], abgerufen am 16. November 2010.</ref> der Sängerin [[Camille (Sängerin, Frankreich)|Camille]]<ref name="Spex Camille" /> oder des Jazzmusikers [[Médéric Collignon]].<ref>[http://www.oc-tv.net/mederic-collignon.htm oc-tv.net: ''Médéric Collignon''], abgerufen am 27. Juli 2010.</ref><ref>[http://www.dijonscope.com/004805-human-beatbox-festival-l-los-helene-labarriere-et-mederic-collignon-aymeric-hainaux dijonscope.com: ''Human Beatbox Festival l L.O.S, Hélène Labarrière et Médéric Collignon + Aymeric Hainaux''], abgerufen am 12. November 2010.</ref> Hier werden Beatboxtechniken mit Scat und avantgardistischen Stimmexperimenten kombiniert. Dabei wird die Human Beatbox nicht zur Erzeugung eines kontinuierlichen, begleitenden Rhythmus sondern zur [[Akzent (Musik)|Akzentuierung]] und klanglichen Erweiterung der [[Stimme (Musik)|(Melodie-)Stimme]] selbst verwendet. Diese erweiterte Gesangsform im Spannungsfeld zwischen [[Tonalität (Musik)|Tonalität]] und [[Atonale Musik|Atonalität]] weist einerseits Bezüge zu [[Zeitgenössische Vokalmusik|Vokalkompositionen der Neuen Musik]] auf, andererseits bestehen Bezüge zum [[Jazzgesang]], der –&nbsp;verstärkt seit dem Aufkommen des [[Free Jazz]] in den 1960er Jahren&nbsp;– auch die Erzeugung perkussiver und geräuschhafter Klänge beinhaltet.

→ ''Siehe auch den Abschnitt: [[#Beatboxing, Vocal Percussion, multivocalism|Beatboxing, Vocal Percussion, multivocalism]]''

==== Body Percussion ====
[[Datei:Biz Markie at Amager Bio 6 (Ausschnitt).jpg|miniatur|170px|Körpereinsatz: Biz Markie nimmt beim Beatboxen die Finger zur Hilfe.]]

Eine weitere Möglichkeit der Kombination bietet die [[Body Percussion]], also die Nutzung des gesamten Körpers als Perkussionsinstrument. Einerseits findet sich hier die Human Beatbox einfach neben anderen Klanggesten wieder, so wird zuweilen gleichzeitig gebeatboxt und [[Klatschen|in die Hände geklatscht]], [[Fingerschnippen|mit den Fingern geschnippt]] oder mit den Füßen aufgestampft.<ref name="Spex Camille">[http://www.spex.de/2008/05/05/Camille/?search=camille ''Camille – Es braut sich was zusammen''], vom 5. Mai 2008 von Carmen Böker, veröffentlicht auf der Website der Zeitschrift [[Spex (Zeitschrift)|Spex]], abgerufen am 25. Juli 2010.</ref> Andererseits können zwischen Human Beatbox und Body Percussion aber auch direkte Wechselwirkungen bestehen, sie einander also klanglich beeinflussen. So kann die Stimme durch Klopfen des Halses oder Brustkorbs manipuliert oder die Hand dazu genutzt werden, den [[Resonanzraum]] des Mundes zu erweitern, Größe und Form der Mundöffnung zu variieren oder durch gezielten Druck die Lippenspannung zu beeinflussen.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/scratching/p2_articleid/102 humanbeatbox: ''Transformation Scratching (Abra Scratch)''], abgerufen am 26. Juli 2010.</ref> Auch durch Klatschen auf die angespannte Wange oder die Lippen oder durch Zupfen dieser können Klänge erzeugt oder verändert werden.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/sfx/p2_articleid/118 humanbeatbox.com: ''Finger Waggle''], abgerufen am 14. November 2010.</ref>

==== Instrumentenspiel ====
Die Human Beatbox wird zuweilen auch mit dem Spielen verschiedener Instrumente kombiniert. So können Musiker beim Spiel von Zupf-, Streich-, Schlag-, oder Tasteninstrumenten ihren instrumentalen Vortrag beatboxend begleiten und ergänzen.<ref>[http://www.humanbeatbox.com/techniques/p2_articleid/124 humanbeatbox.com: ''Beatboxing and Bass Guitar''], abgerufen am 26. Juli 2010.</ref> Beim Spiel von [[Blasinstrument]]en wie [[Didgeridoo]], [[Mundharmonika]], [[Tuba]] oder [[Querflöte]] wird die Human Beatbox hingegen selbst zur Spieltechnik und ergänzt das Repertoire etablierter ''[[extended technique]]s'' wie [[Überblasen]], [[Flatterzunge]] oder [[Multiphonics]].<ref>[http://www.jazz-flute.com/?tag=Technique jazz-flute.com: ''Technique''], abgerufen am 20. Juni 2010.</ref> Die „Beatboxflöte“ findet beispielsweise im Spiel der Musiker [[Dirko Juchem]],<ref>[http://www.blasmusik.de/fachartikel/details/?i=1735 blasmusik.de: ''Dirko Juchem – Spielen, Druck machen, Spaß haben...''], abgerufen am 20. Juli 2010.</ref> Greg Pattillo<ref>[http://www.nytimes.com/2007/05/22/nyregion/22ink.html?_r=1 ''A Flute With a Beat, and You Might Dance to It''] vom 22. Mai 2007 von David K. Randall, veröffentlicht auf der Website der Zeitung [[The New York Times]], abgerufen am 30. Juni 2010.</ref> und Nathan „Flutebox“ Lee Verwendung.<ref>[http://www.prsformusicfoundation.com/newmusicplus/southbankcentreandswarajmusicpresent.htm ''Southbank Centre and Swaraj Music present...''], veröffentlicht auf der Website der ''PRS for Music Foundation'' ([http://www.prsformusicfoundation.com online]), abgerufen am 20. Juli 2010.</ref>

==== Live-Looping, Sampling und Effekte ====


Einige Beatboxer nutzen bei ihren Auftritten [[Loop (Musik)|Loops]], um einzeln vorgetragene Passagen mittels [[Loop (Musik)#Looper als Echtzeit-Overdubber|Echtzeit-Overdubbing]] zur [[Mehrstimmigkeit]] zu ergänzen. Diese Technik wird auch als „Live-Looping“ (von engl.: ''live'' ‚direkt‘ und ''loop'' ‚Schleife‘) bezeichnet.<ref>[http://www.livelooping.org/whatis.htm livelooping.org: ''what is live looping?''], abgerufen am 16. Juli 2010.</ref> Oft werden hierbei nur bestimmte Passagen gebeatboxt, während andere gerappt oder gesungen werden, so dass als Resultat der Eindruck eines Vokalensembles oder einer kompletten Band entstehen kann. Live gelooptes Beatboxing kommt beispielsweise bei den Auftritten [[Shlomo (Beatboxer)|Shlomos]]<ref name="3rd Convention" /> oder denen der Beatboxer [[Andrew Chaikin (Schauspieler)|Kid Beyond]]<ref>Vgl. den Radiobeitrag ''‚Amplivate‘: Taking Beat-Boxing to a New Level'', vom 21. August 2006 von Derek Rath, ausgestrahlt von [[National Public Radio|NPR]]. ([http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=5683802 online])</ref> oder [[Dub FX]] zum Einsatz.<ref>[http://www.itchylondon.co.uk/article.cfm/11/39/5676/London-City-Guide/article/DubFX itchylondon.co.uk: ''Dub_FX''], abgerufen am 15. November 2010.</ref> Auftritte können auch durch weitere technische Hilfsmittel –&nbsp;wie [[Sampler (Klangerzeuger)|Sampler]], Effektgeräte oder entsprechende [[Musiksoftware]]&nbsp;– ergänzt werden, so werden zuweilen Klänge oder Passagen live gebeatboxt und währenddessen geschnitten, arrangiert oder verfremdet. Beispiele für die Verwendung von derlei Techniken sind die Auftritte des Beatboxers Beardyman<ref name="3rd Convention">[http://www.humanbeatbox.com/reports/p2_articleid/271 humanbeatbox.com: ''3rd International Human Beatbox Convention''], abgerufen am 19. Juli 2010.</ref> oder des experimentellen Hip-Hop-Musikers [[Prefuse 73]].<ref>[http://www.utepprospector.com/prefuse-73-beats-to-give-el-paso-electronica-life-1.1656841 utepprospector.com: ''Prefuse 73 beats to give El Paso electronica life''], abgerufen am 13. November 2010.</ref>

In der [[Musikproduktion]] werden durch Beatboxtechniken erzeugte Klänge zuweilen mittels Sampling isoliert und dann mittels [[Sequenzer (Musik)|Sequenzern]] zu Rhythmen arrangiert. Allerdings fällt hier der –&nbsp;beim authentischen Beatboxen obligatorische&nbsp;– Vortrag quasi vollständig weg, so dass es sich nun, trotz teilweise ähnlich klingender Resultate, primär um eine [[Tonstudio]]<nowiki />technik handelt. Im fertigen Stück finden sich die Samples oftmals verfremdet neben Schlagzeug-, Synthesizer- oder Scratchingsounds wieder.<ref>Carsten Kaiser: ''Hopmerecording.'' 2., überarbeitete Auflage, Verlagsgruppe Hühtig Jehle Rehm GmbH, Frechen-Königsdorf 2009, ISBN 978-3-8266-5546-3, S. 579. ([http://books.google.de/books?id=3FdMmEw8cWAC&pg=PA579&dq=beatbox+samples&hl=de&ei=SvHfTJ2RI5SJ4gb9jrH2Dw&sa=X&oi=book_result&ct=book-thumbnail&resnum=1&ved=0CDMQ6wEwAA#v=onepage&q=beatbox%20samples&f=false online])</ref> Beispiele für die Verwendung solcher Samples finden sich in einigen Michael-Jackson-Stücken oder in diversen Produktionen Timbalands. Sammlungen von Human-Beatbox-Samples sind im Handel erhältlich, so dass sich derlei Beats mittlerweile auch ohne eigene Aufnahmen erstellen lassen.

== Weblinks ==
=== Wikipedia ===
* [[:Kategorie:Beatboxer]] (Auflistung der in der deutschsprachigen Wikipedia eingetragenen Beatboxer)

=== Webseiten ===
* [http://www.beatbox-lernen.com beatbox-lernen.com](deutsch)
* [http://www.humanbeatbox.com Humanbeatbox.com] (englisch)
* [http://www.beatboxworld.com BeatboxWorld] (englisch)
* [http://www.worldbeatboxassociation.com World Beatbox Association] (englisch)
* [http://jasontom.com/thehumanbeatboxacademy Human Beatbox Academy] (englisch)
* [http://www.beatboxbattle.com Beatbox Battle World Championship] (englisch)

=== Dokumentarfilme ===
* 2002: {{IMDb Titel|tt0317197|Breath Control: The History of the Human Beat Box}}.
* 2008: {{IMDb Titel|tt1172187|Love, Peace & Beatbox}}.
* 2011: {{IMDb Titel| tt2006691|Beatboxing - The Fifth Element of Hip Hop}}.

== Einzelnachweise ==
<references />

[[Kategorie:Gesangstechnik]]
[[Kategorie:Perkussion]]
[[Kategorie:Hip-Hop-Musik]]
[[Kategorie:Wikipedia:Lesenswert]]

{{Lesenswert|26. Juli 2010|77077353}}

[[af:Beatboxing]]
[[be:Бітбокс]]
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[[zh-yue:Beatboxing{{Other people2|Thomas Burton (disambiguation)}}
{{Infobox professional wrestler
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|names='''Tom Burton'''<br />'''Tom Davis'''<br />Beef Burton
<!-- Please don't change the height or weight. These are the measures as officially stated and they should not be changed. -->
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|birth_date= 1964
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|birth_place=[[Minneapolis, Minnesota]], [[United States|US]]
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|}}
'''Thomas "Tom" Burton''' (1964 – March 29, 2010) was an [[People of the United States|American]] professional wrestler, also known by his ring name '''Tom Davis''', who competed in North American regional and independent promotions during the 1980s and early 1990s including the [[United States Wrestling Association]], [[Global Wrestling Federation]], the [[Universal Wrestling Federation (Herb Abrams)|Universal Wrestling Federation]] and the [[American Wrestling Association]]. He also had successful stints in international promotions such as the Japanese [[shoot-fighting]] promotion [[UWF International]].

==Career==
===Early career===
Making his debut in the mid-1980s, Burton first appeared in the [[World Wrestling Entertainment|World Wrestling Federation]] appearing on [[WWF Superstars of Wrestling]] teaming with Chris Curtis against [[The British Bulldogs]] and, in single matches, faced [[Brutus Beefcake|Brutus "The Barber" Beefcake]] during August 1988.

Several weeks later, while in the [[American Wrestling Association]], he teamed with [[Mike Enos]] and Krusher Krugnoff in a 6-man tag team match against [[Los Guerreros]] ([[Hector Guerrero|Hector]], [[Mando Guerrero|Mando]] and [[Chavo Guerrero, Jr.]]) in September 1988 <ref><u>The Most Powerful Families in Wrestling.</u> Perf. Tom Burton. DVD. [[World Wrestling Entertainment]], 2007.</ref> and, the following month, defeated [[Jerry Lynn]] in one of his earliest matches while touring various independent promotions in the Midwest.

During the next year, he made occasional appearances on WWF Superstars facing [[Hercules]] in [[Huntsville, Alabama]] on January 21 and, teaming with [[Dusty Wolfe]], against [[The Rockers]] in [[Madison, Wisconsin]] on July 8, 1989. Appearing on [[WWF Wrestling Challenge]] later that year, he would also face [[Ronnie Garvin]], [[Tito Santana]], [[Jim Neidhart|Jim "The Anvil" Neidhart]] and [[Jake Roberts|Jake "The Snake" Roberts]]. He would also face The Rockers several times, with partners [[Barry Hardy]] and [[Larry Lawson]].

Facing Brutus Beefcake, [[Koko B. Ware]] and [[Jimmy Snuka|"Superfly" Jimmy Snuka]] during early 1990, Burton returned to the independent circuit for a time before settling in Memphis.

===United States Wrestling Association===
While in the USWA, Burton began teaming with [[Tony Anthony]] as the '''Dirty White Boys''' and, while losing to [[Jeff Jarrett]] and [[Billy Joe Travis]] on May 21, they later came back to defeat [[Rex King (wrestler)|Rex King]] and [[Steve Doll]] for the USWA Tag Team Championship in Memphis, Tennessee on June 2, 1990 before losing to Rex King & [[Joey Maggs]] weeks later. Feuding with Billy Joe Travis, Burton had a less than successful singles career losing singles matches to Rex King and Joey Maggs before leaving the promotion later that year.<ref>{{cite web |url=http://www.prowrestlinghistory.com/memphis/jarrett/1990.html |title=Mid-South Coliseum 1990 (Jarrett) |accessdate= |author= |authorlink= |coauthors= |date= |year= |month= |work= |publisher=ProWrestlingHistory.com |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref>

He would also appear in [[Jim Crockett Promotions]]'s [[WCW Power Hour|NWA Power Hour]], teaming with Tim Hughes against [[Arn Anderson]] and [[Barry Windham]] on July 22, 1990. He also faced [[Lex Luger]] several times on [[WCW Worldwide]] before teaming with [[Barry Horowitz]] against the '''Renegade Warriors''' ([[Mark Youngblood|Mark]] and [[Chris Youngblood]]) on October 13, 1990.

===Global Wrestling Federation===
Returning to the WWF for a short time teaming with [[Mike Shelton]] against the [[Road Warriors|Legion of Doom]] on October 14 and, in WCW, faced [[Terry Taylor]] on November 3, 1990. The following year, he would appear in the [[UWF International]]'s television debut losing to [[Nobuhiko Takada]] at Tokyo's [[Korakuen Hall]] on May 10, 1991.<ref>{{cite web |url=http://www.wrestlingobserver.com/wo/news/headlines/default.asp?aID=12487 |title=Wrestling Observer Headlines, 2/17/2005 |accessdate= |author=Meltzer, Dave |authorlink=Dave Meltzer |coauthors= |date=2005-02-17 |year= |month= |work= |publisher=[[Wrestling Observer]] |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref> During the next two months, he would face [[Kiyoshi Tamura]] and [[Yuko Miyato]] before returning to the United States in early July.<ref name="Purolove">{{cite web |url=http://www.purolove.com/misc/uwfi/results.php |title=UWF International Results: 1991-1996 |accessdate= |author= |authorlink= |coauthors= |date= |year=2007 |month= |work= |publisher=Purolove.com |pages= |language=[[German language|German]] |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref>

Resurfacing in the [[Global Wrestling Federation]], he lost to [[Terry Daniels]] at the [[Dallas Sportatorium]] in [[Dallas, Texas]] on July 19, 1991. He later started teaming with [[Mike Davis (wrestler)|Mike Davis]], briefly as an incarnation of the [[Rock 'n' Roll RPMs]], and later as '''Tom Davis''' of the '''Dirty Davis Brothers'''. In July, the two would enter the 2-day GWF Tag Team Championship Tournament defeating Firecat & [[El Grande Coloso]], the Renegade Warriors and [[Bill Irwin]] and [[John Laurinaitis|Johnny Ace]] before losing to [[Mick Foley|Cactus Jack]] and [[Mike Shaw|Makhan Singh]] in the tournament finals on July 27.

Losing to [[Del Wilkes|The Patriot]] and [[Marcus Bagwell|The Handsome Stranger]] during early August, he and Mike Davis would face [[Chris Walker (wrestler)|Chris Walker]] and [[Steve Simpson (wrestler)|Steve Simpson]], the Renegade Warriors, American Breed and [[Terry Garvin]] & [[Ed Robinson]] during the next several months.

In late September, he and Davis began facing Chaz & Terry Garvin defeating them on September 27. Although defeating them in a rematch on October 11, they soon began feuding with them after he and Mike Davis were hired by [[The Lightning Kid]] to sideline Chaz who had been challenging The Lightning Kid for his [[GWF Light Heavyweight Championship]]. During one of their matches, while Terry Garvin had been tied up in the ring ropes, they had been trying to injure Chaz's knee when [[Tug Taylor]] arrived. Although presumably hired by The Lightning Kid as well, Tug Taylor instead turned on the Dirty Davis Brothers and running them off. During an interview with Taylor afterwards revealed that Chaz was his son and would be watching out for his during his stay in the promotion.

Facing [[Brian Lee]] and Terry Garvin in single matches, he and Davis defeated [[Rick Garren]] & [[Larry Green]] on October 8 and Garren & [[Ben Jordan]] on October 15 before facing Tug Taylor & Terry Garvin in several indecisive matches. Losing to them in a steel cage match on November 29, they would also lose several matches to Chaz & Tug Taylor defeating them in an elimination match on December 13, 1991. Shortly thereafter, Davis would be defeated by a masked wrestler who revealed himself to be Chaz making his return to the promotion. He would also take part in the first television taping for the [[American Wrestling Federation]] in [[Lowell, Massachusetts]] on December 16, 1991. During the event, he would face [[Savio Vega|TNT]] and teamed with [[Mike Sharpe|"Iron" Mike Sharpe]] and [[Mike Sampson|Sampson]] against [[Bill Wilcox]], [[Freight Train Fulton]] and [[Chris Candido]].<ref>{{cite web |url=http://www.geocities.com/hitmanbrentsdungeon/AWFTVTaping91.htm |title=Brent's Wrestling Collection: AWF TV Taping (1991) |accessdate= |author= |authorlink= |coauthors= |date= |year=2005 |month= |work= |publisher=Hitman Brent's Dungeon |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref>

Losing to [[John Tatum (wrestler)|John Tatum]] and Rod Price on January 3, they would continue losing matches to Chaz & Tug Taylor including a "strap on a pole" match and, in a 6-man tag team match with [[Billy Travis]], lost to Chaz, Tug Taylor and Jerry Lynn on January 10. Fighting to a draw against [[Scott Putski]] and [[Gary Young (wrestler)|Gary Young]], they would split up after fighting to a time limit draw against Chaz & Tug Taylor on January 24, 1992.<ref>{{cite web |url=http://www.worldclasswrestling.info/results/gwf.htm |title=Global Wrestling Federation: 1991-94 |accessdate= |author=Dananay, John |authorlink= |coauthors= |date= |year=2006 |month= |work= |publisher=World Class Memories |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref>

He and Davis would finally settle their feud with Mike Davis facing Chaz in which the winner would choose someone to leave the GWF. When Davis lost to Chaz, Burton was named by Chaz to leave the promotion.<ref>{{cite web |url=http://www.411mania.com/wrestling/columns/39392 |title=That Was Then 4.22.06: The Global Wrestling Federation In 1991 |accessdate= |author=Carapola, Stuart |authorlink= |coauthors= |date=2006-04-22 |year= |month= |work= |publisher=411mania.com |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref>

===UWFi===
Having previously appeared in the promotion in late 1991 teaming with [[Tatsuo Nakano]] against [[Kiyoshi Tamura]] and [[Yuko Miyato]] at Korakuen Hall on October 6 and losing to [[Yuko Miyato]] at the [[Ryogoku Kokugikan]] on December 22, 1991 after submitting to a cross armbreaker, Burton returned to Japan in late 1992 competing full time for UWF International.

On October 23, in one of his earliest matches, he faced [[Hiromitsu Kanehara]] at the [[Nippon Budokan|Budokan Hall]] in Tokyo submitting to an [[ankle lock]].<ref>{{cite web |url=http://www.puroresucentral.com/UWFI92.html |title=UWF-I Commercial Tape: October 23rd, 1992 |accessdate= |author=Mancuso, Ryan |authorlink= |coauthors= |date= |year=2007 |month=July |work= |publisher=PuroresuCentral.com |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref> The following month, he and [[Yoji Anjo]] defeated Kiyoshi Tamura & Yuko Miyato at the [[Osaka Prefectural Gymnasium]] on November 7 although he would lose a singles match to Yuko Miyato on December 22, 1991.

Defeating [[Masahito Kakihara]] on January 9, he and [[Gary Albright]] would also defeat Nobuhiko Takada and [[Kazuo Yamazaki]] at the Korakuen Hall on February 15. Losing to Kazuo Yamazaki, Tatsuo Nakano and Gary Albright during the next few months and, with Tatsuo Nakano, lost to Yoji Anjo and [[Mark Fleming]] on July 12. A month later, he and Nakano lost to Yuko Miyato and Masahito Kakihara at the [[Sapporo Nakajima Sports Center]] on August 14. Knocked out by [[Yoshihiro Takayama]] on September 21, Burton also lost to Hiromitsu Kanehara before defeating [[Mark Silver]] by [[Technical knockout|t.k.o.]] at the Ryogoku Kokugikan on December 20.

On January 10, he and Yoki Anjo lost to Tatsuo Nakano and [[Gene Lydick]] and, the following month, fought to a 20 min. time limit draw with Yoshihiro Takayama at Budokan Hall on February 14. Several months later, he teamed with Gene Lydick losing to Yoji Anjo and Masahito Kakihara on May 6 and also lost matches to Hiromitsu Kanehara, [[Greg Bobchick]] and Yoshihiro Takayama before defeating Gene Lydick at the [[Meiji Jingu Stadium]] in Tokyo on December 5, 1993.

===World Championship Wrestling and later career===
During 1994, he would split his time between UWFi and [[World Championship Wrestling]] teaming with [[Bill Payne]] against [[Marcus Alexander Bagwell]] & [[2 Cold Scorpio]] in [[Atlanta, Georgia]] on January 10, 1994. The following night he would face [[Rick Steamboat|Rick "the Dragon" Steamboat]].<ref name="Cawthon">{{cite web |url=http://www.angelfire.com/wrestling/cawthon777/wcw94.htm |title=WCW 1994 |accessdate= |author=Cawthon, Graham |authorlink= |coauthors= |date= |year=2007 |month=May |work= |publisher=Graham Cawthon's History of WWE |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref>

Defeating Kazushi Sakuraba by [[knockout]] in a non-tournament match at the 1994 Best of the World Tournament at Bukokan Hall on May 6, he lost matches to Hiromitsu Kanehara at ''Shootfighting III'' on June 10 and, returning to WCW, faced Rick Steamboat in a match for the [[WCW United States Heavyweight Championship]] on August 27 <ref name="Cawthon"/> and [[Brian Pillman|"Flyin'" Brian Pillman]] on September 10.<ref>{{cite web |url=http://www.geocities.com/rdlscott/television.html |title=Brian Pillman's Television History |accessdate= |author=Scott, Richard |authorlink= |coauthors= |date=2003-12-13 |year= |month= |work= |publisher=Quote the Loose Cannon: Brian Pillman |pages= |language= |archiveurl= |archivedate= |quote= }}</ref>

Kennichi Yamamoto at ''Sedai Heavykyu Senshuken Jiki Chosen Ketteisen'' on November 30. In early 1995, he lost to Yoshihiro Takayama at ''Sekai Heavykyu Senshuken Jiai'' on January 16 and Hiromitsu Kanehara at ''SAKIGAKE'' on February 18 before defeating Kenichi Yamamoto at [[Nagoya Rainbow Hall|Rainbow Hall]] in [[Nagoya, Japan]] on April 20. The next month, teaming with Hiromitsu Kanehara, he lost to Yoshihiro Takayama and Kazushi Sakuraba on May 17 and, during the next several months, was defeated by Yuko Miyato and Kenichi Yamamoto.<ref name="Purolove"/>

In mid to late 1995, he began wrestling in [[World Championship Wrestling]] appearing on [[WCW Saturday Night]] against [[Randy Savage|"Macho Man" Randy Savage]], [[Jeff Farmer (wrestler)|Cobra]] and [[Jim Duggan|"Hacksaw" Jim Duggan]]. After a hiatus, he wrestled a handful of matches for [[IWA Mid-South]] in 1997, before he retired. He left the business sometime afterwards living with his longtime girlfriend [[Candi Devine]] until his death on March 29, 2010.

==Championships and accomplishments==
*'''[[United States Wrestling Association]]'''
**[[USWA World Tag Team Championship]] ([[USWA World Tag Team Championship#Title history|1 time]]) - with [[Tony Anthony]] <ref>{{cite web |url=http://www.wrestling-titles.com/us/tn/uswa/uswa-t.html |title=U.S.W.A. World Tag Team Title |accessdate=|date= |year=2003 |month=|publisher=Puroresu Dojo }}</ref>
*'''[[Pro Wrestling Illustrated]]'''
**PWI ranked him # '''356''' of the 500 best singles wrestlers of the PWI 500 in 1991.

==References==
{{Portal|Professional wrestling}}
{{Reflist|2}}

==External links==
*[http://www.onlineworldofwrestling.com/profiles/t/tom-burton.html Tom Burton at OWW.com]

{{Persondata <!-- Metadata: see [[Wikipedia:Persondata]]. -->
| NAME              = Burton, Tom
| ALTERNATIVE NAMES = Burton, Thomas; Davis, Tom
| SHORT DESCRIPTION = professional wrestler
| DATE OF BIRTH     = January 1, 1964
| PLACE OF BIRTH    = [[Minneapolis, Minnesota]], [[United States|US]]
| DATE OF DEATH     = March 29, 2010
| PLACE OF DEATH    =
}}
{{DEFAULTSORT:Burton, Tom}}
[[Category:2010 deaths]]
[[Category:American professional wrestlers]]
[[Category:Place of birth missing]]
[[Category:Place of death missing]]
[[Category:1964 births]]