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Mit dem Schuljahr 2005/2006 wurde in Berlin die '''Früheinschulung''' eingeführt. Alle, die bis zum 31. Dezember ihren sechsten Geburtstag feiern, werden schulpflichtig, ohne dass eine Rückstellung möglich ist. Dies hat zur Folge, dass einige Kinder mit dem Zeitpunkt der Einschulung noch fünf Jahre alt sind.<ref>http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/2007/0907p003Frueheinsch.pdf# (27.8.2012)</ref> 

Die Früheinschulung und die vom damaligen Schulsenater [[Klaus Böger]] ([[SPD]]) einberufene Reform des jahrgangsübergreifenden Lernens (JüL) gehörten anfangs zusammen.<ref>Vgl. http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1757208/Experten-fuer-Vorschule-statt-Frueheinschulung.html  (27.08.2012)</ref> Man wollte auf die negativen Ergebnisse der [[Pisa-Studie]] reagieren.<ref>Vgl. Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/erstklaessler-in-berlin-im-zeugnis-stehen-lauter-nette-sachen-doch-zwischen-den-zeilen-verstecken-sich-warnungen-/6992080-2.html (27.08.2012)</ref> 


== Kritik ==

Die Früheinschulung wurde mittlerweile häufig kritisiert, nicht nur von Eltern, sondern auch von Eltern, Wissenschaftlern oder Pädagogen.

Zitate (Auswahl):

'"Diese Zwangsreform war ein großer Fehler", sagt [[Mieke Senftleben]], bildungspolitische Sprecherin der [[FDP]]. Es sei zwar nichts dagegen einzuwenden, wissbegierige Kinder früher einzuschulen, aber diese Möglichkeit dürfe kein Muss sein. Die Stichtagsregelung zur Schulpflicht widerspreche allen Bestrebungen, auf Kinder individuell einzugehen. Es liege auf der Hand, dass nicht alle gleichzeitig schulreif werden, sagt Mieke Senftleben. Auch der Verzicht auf die Vorschule räche sich jetzt(contracted; show full)ebot und die Qualifikation der Lehrer auf kleinere Kinder zugeschnitten werden. Die Schulen mühen sich, sich auch für die Jüngsten als freundliche Orte zu präsentieren. Am vergangenen Freitag und Samstag haben sie zum Beispiel wieder ihre aufwendigen Einschulungsfeierlichkeiten organisiert, auf denen ältere Schüler den Neulingen und deren Eltern Tanzeinlagen vorführten. Und in JüL-Klassen werden den Schulanfängern ältere Kinder als Paten zur Seite gestellt.'

== Einzelnachweise ==
<references />