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''' → [[Biberfell]], → [[Pelzreste]] (siehe jetzt dort) '''
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== Kaninfell ==
[[Datei:Rabbit fur-skins, examples.jpg|miniatur|hochkant=1.5|Verschiedene Hauskaninchenfelle, naturfarben und gefärbt (alte Schautafel, 2009 bei einem Frankfurter Kaninfellhändler)]]
Kaninchen gehören nicht zu einer systematischen zoologischen Gruppe (Taxon), denn es werden neben dem Wild- und Hauskaninchen noch einige andere nicht nahe verwandte Arten innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Hasen]] als Kaninchen bezeichnet. Ihre Felle werden als '''Kaninfelle''' im Rauchwarenhandel vertrieben und von [[Kürschner]]n zu Pelzen verarbeitet. 

Der in der Pelzbranche noch gebräuchliche, mittelniederderdeutsche Name ''Kanin'' ist die ursprüngliche Bezeichnung für das Kaninchen. Er stammt vom altfranzösischen ''conin'' aus dem lateinischen Wort ''cuniculus'' und ist letztlich vermutlich [[Iberische Sprache|iberischen Ursprungs]].<ref>''Duden. Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache''. 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 3-411-20907-0.</ref>

Kaninfelle gehören als preiswerter Pelz zusammen mit den [[Schaffell]]en zu den meist verarbeiteten Artikeln der Kürschnerei.

== Kanin (Hauskaninchen, Wildkaninchen) ==
Als [[Phönizier]] 1100 v. Chr. auf der [[Pyrenäenhalbinsel]] landeten, trafen sie dort riesige Mengen Wildkaninchen an. Bis zur Eroberung Spaniens (133 v. Chr.) war das Tier den Römern noch unbekannt, bald aber galt das Fleisch der eingeführten, in Gehegen gehaltenen Tiere dort als Leckerbissen, vor allem das der Jungtiere. Wildkaninchen wurden ausgesetzt auf Mittelmeerinseln, in Italien, auf Madeira, den Azoren und den Kanarischen Inseln. Erst im 12. Jahrhundert kamen sie nach England und Irland und Anfang des 15. Jahrhunderts auch nach Deutschland. Heute reicht ihr Verbreitungsgebiet vom [[Atlantik]] bis zur [[Schwarzes Meer|Schwarzmeerküste]]. 

Auch auf anderen Kontinenten wurden sie eingeführt. 1790 kamen die ersten Tiere nach Australien. Der Engländer Autin sorgte später für die endgültige Verbreitung, indem er 24 Tiere im Staat [[Victoria (Australien)|Victoria]] aussetzte, deren Nachkommen sich mangels natürlicher Feinde so schnell vermehrten, dass sie sehr rasch als zu bekämpfende Landplage empfunden wurden. 1864, noch ehe die Gefahr erkannt worden war, wurden die Kaninchen auch auf [[Neuseeland]] eingeführt.<ref name="Fränkel" />

Bereits im 16. Jahrhundert existierten verschiedene Rassen der Hauskaninchen, die unter anderem in französischen Klostern gezüchtet wurden. 

Das Fell eignet sich gut, um Imitationen wertvollerer Pelzarten herzustellen. Es nimmt die Farbe gut an, lässt sich auch ansonsten gut im Haar behandeln, es sieht gut aus und es ist billig. Insbesondere in Kriegszeiten und während der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflation]] nahm die Verwendung und gleichzeitig auch der Fortschritt der deutschen Kaninveredlung ganz erheblich zu.<ref name="Kürschner" /> 1928 betrug der Anteil des Kaninfells an der Weltfellproduktion 57 Prozent, von den etwa 350 Millionen Fellen die in den Handel kamen waren 200 Millionen Kanin.<ref name="Grabs">Curt Grabs: ''Das europäische Kanin''. In: ''Rauchwarenkunde. Elf Vorträge aus der Rauchwarenbranche''. Verlag Der Rauchwarenmarkt, Leipzig 1931, S. 171-188</ref> Das Wollhaar lässt sich aufgrund seiner rauen Oberflächenstruktur besonders gut zu Filz verarbeiten.<ref name="Pelztieratlas" />

Der ''Haltbarkeitskoeffizient'' für Wildkaninfelle und für Hauskaninfelle wurde auf 20 bis 30 Prozent geschätzt. Tatsächlich dürfte die Strapazierfähigkeit für Hauskaninchen, insbesondere für die Sorte Rex und für gute, geschorene Felle, jedoch deutlich besser sein.<ref name="Haltbarkeitskoeffizient">Dr. Paul Schöps; Dr. H. Brauckhoff, Stuttgart; K. Häse, Leipzig, Richard König, Frankfurt/Main; W. Straube-Daiber, Stuttgart: ''Die Haltbarkeitskoeffizienten der Pelzfelle'' in ''Das Pelzgewerbe'', Jahrgang XV, Neue Folge, 1964, Nr. 2, Hermelin Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin, Frankfurt/Main, Leipzig, Wien, S. 56-58</ref><ref group="Anmerkung" Name=Anmerkung1>Die angegebenen vergleichenden Werte ([[Koeffizient#Physik|Koeffizienten]]) sind das Ergebnis vergleichender Prüfung durch Kürschner und Rauchwarenhändler in Bezug auf den Grad der offenbaren Abnutzung. Die Zahlen sind nicht eindeutig, zu den subjektiven Beobachtungen der Haltbarkeit in der Praxis kommen in jedem Einzelfall Beeinflussungen durch Gerbung und Veredlung sowie zahlreiche weitere Faktoren hinzu. Eine genauere Angabe könnte nur auf wissenschaftlicher Grundlage ermittelt werden. Die Einteilung erfolgte in Stufen von jeweils 10 Prozent. Die nach praktischer Erfahrung haltbarsten Fellarten wurden auf 100 Prozent gesetzt.</ref>

== Wildkanin(chen) ==
Das ''[[Wildkaninchen|Europäische Wildkaninchen]]'' unterscheidet sich vom ''[[Feldhase|Europäischen Feldhasen]]'' durch seine geringere ''Größe'', 35 bis 45&nbsp;cm, Schwanzlänge 6&nbsp;cm und die kürzeren Gliedmaßen. Das Fell wird im Rauchwarenhandel als ''Wildkanin'' bezeichnet.

Die ''Fellfarbe'', zusammenfassend als erdgrau bezeichnet, ist oberseits mehr oder weniger grau; die Unterseite einschließlich der Kehle und der Innenseite der Läufe sind weiß. An den Kopfseiten, am Hals und am Nacken mischen mischen sich gelbliche bis rostrote Tönungen bei. Die Ohrspitzen haben einen schwarzen Rand. Der Schwanz ist auf der Oberseite schwarz, unten weiß. Die Augen sind weiß umrandet. In manchen Gegenden tritt die gelblichrote Tönung verstärkt hervor. Vereinzelt kommen stärkere Farbabweichungen vor (blaugrau, fuchsrot, schwarz, weiß, gescheckt). Es ist sicher, dass es solche [[Mutation]]en gibt, es kann sich jedoch jeweils auch um entkommene Hauskaninchen handeln. <ref name="Pelztieratlas"> Dr. [[Heinrich Dathe]], Dr. Paul Schöps, unter Mitarbeit von 11 Fachwissenschaftlern: ''Pelztieratlas''. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 1986, S. 88-91</ref>

Die steifen Grannenhaare sind 2 bis 3&nbsp;cm lang. Sie weisen im oberen Drittel eine Verdickung auf. Die dicht stehenden Wollhaare sind kurz, sehr dünn, wellenförmig gebogen, jedoch nicht gekräuselt. Die Leithaare sind sehr lang und borstig, zum Teil leicht gebogen. Auf einen mm² kommen etwa 136 Haare.<ref name="Pelztieratlas" />

Der ''Haarwechsel'' findet hauptsächlich im Frühjahr und im Herbst statt und dauert etwa sechs bis acht Wochen. Kleinere Anteile können aber auch im Jahresverlauf gewechselt werden. Der Frühjahrshaarwechsel beginnt im Bauch, zum Rücken fortschreitend, der Herbsthaarwechsel verläuft in entgegengesetzter Richtung. Das ''Winterfell'' ist dichter, die Anzahl der Wollhaare ist in dieser Zeit vermehrt.<ref name="Pelztieratlas" />

Von den in Australien massenhaft vorkommenden Kaninchen wurden jährlich gewaltige Mengen Rohfelle exportiert, zuerst nur wegen des Haars, als „''Schneidekanin''“ für die Hutindustrie, später auch für Pelzzwecke.<ref name="Pelzlexikon XVIII">Alexander Tuma: ''Pelz-Lexikon. Pelz- und Rauhwarenkunde.'' XVII. Band. Verlag Alexander Tuma, Wien 1950. Stichwort „Kaninfell“</ref> Da die Haltbarkeit des „''Wildkanin''“ recht gering ist, haben die zwar preiswerten, aber meist heftig haarenden Kaninjacken der 1960er und 1970er Jahre gesamte Fellart mitsamt der Hauskaninchen zu Unrecht etwas in Misskredit gebracht. In den letzten Jahrzehnten sind die stets hasengrauen Wildkaninfelle kaum mehr für Pelzzwecke angeboten worden.

Der Versand der australischen Kaninfelle erfolgte nach Gewicht, in gepressten Ballen von je 400 bis 600 englischen Pfund. 

Die besten Sorten kamen aus [[Neuseeland]], [[Neu-Süd-Wales]] und [[Tasmanien]], gefolgt von Victoria und [[Melbourne]], die qualitativ gleichwertig aber kleiner sind. Die Felle aus Süd- und Westaustralien gingen meist in die Schneideindustrie. Gefangen wird hauptsächlich im Winter, weil das Fell dann am besten ist.

Die ''Sortimente'' waren sehr genau und in viele Grade unterteilt. Versteigert wurde meist in größeren australischen Städten, die Hauptauktionen fanden in [[Sydney]] für New South Wales-Ware und in [[Melbourne]] für Victoria-Ware statt. Die eigentlichen Hauptauktionen waren jedoch sechs mal jährlich in London. Der Verkauf der neuseeländischen und tasmanischen Ware fand nicht im Land selbst statt sondern ging ebenfalls direkt nach London sowie nach Amerika.<ref name="Fränkel" /><ref name="Trischmann" /> 

Für die Kürschnerware waren die Handelsplätze Leipzig, London und New York maßgebend. New York bevorzugte die hartledrigen Felle, die so genannten ''Böcke'', wohingegen Frankreich, Belgien und Deutschland die mittel- bis dünnledrige Ware bevorzugte.<ref name="Trischmann">Max Trischmann: ''Das australische Kanin.'' In: ''Rauchwarenkunde. Elf Vorträge aus der Warenkunde des Pelzhandels''. Verlag Der Rauchwarenmarkt, Leipzig 1931, S. 147-154</ref> 

Die Versteigerungen der einzelnen Herkommen wiesen folgende Begriffe auf:<ref name="Trischmann" /><ref name="Bachrach" />
* New Zealands:
: Prime Winter Does (Weibchen), First Winter Does, Prime and First Winter Bucks (Männchen), Second Winter Does, Second Winter Bucks, Late Winter and Outgoing Does, Late Winter and Outgoing Bucks, First Incoming and Early Winter Does, First Incoming and Early Winter Bucks, Late Autumn (Mixed Pelts), Early and Dawning Autumn, Incoming an Early Winter (Spotty), Springs, Autumn Rocks, Light, Spring and Summer Rocks, First Broken (Winter), Second Broken, Summer Broken, Milky (fair to good), Milky (medium to poor), Half to three-quarter grown, Kittens and Smalls, Black and Silver Grey (1st Winter), Black and Silver grey (2nd Winter), Fawns
* Sydneys:
: Prime Winter (Prime Pelts), First Winter, First Winter (Bucks), Second Winter, Second Winter (Bucks), Late Winter and First Outgoing, Late Winter (Bucks), First Incoming, First Incoming (Bucks), Second Incoming, Autumn, Early Autumn and Autumn Racks, Light Rocks (Summers), Greasy and Pelty Racks, Glovers (clear pelted to slightly spotty), Milky (Winters), Milky (Incomings and Outgoing), Milky (Spring, Summer and Autumn), Inferior and damaged (Spring and Summer), Half to three-quarter grown, Kittens and Suckers, Buck, Fawn
* Melbournes and Tasmanians
: Prime Winter, First Winter, First Winter (Bucks), First Winter (Butchers), Second Winter, Second Winter (Bucks), Late Winter and First Outgoing, Late Winter and First Outgoing (Bucks), First Incoming, Second Incoming, Autumn, Light Rocks, Greasy Racks, Mily (fair to good), Milky (medium to poor), Inferior and damaged, Half to three-quarter grown, Kittens and Suckers, Fawn

''Böcke'', englisch „''bucks''“, meint im Fellhandel nicht die die männlichen Tiere, sondern die großen, dickledrigen, auch als „bockig“ bezeichneten Felle. Entsprechend bedeutet das englsiche „''doe''“ auch nicht das Weibchen, sondern ein dünnledriges, weiches Fell.<ref name="Pictorial">Arthur Samet: ''Pictorial Encyclopedia of Furs''. Arthur Samet (Book Division), New York 1950, S. 290-209 (engl.)</ref><br/>
''Butchers'' waren Schlachthausfelle, die ohne die Seiten gehandelt wurden.<br/>
''Nachwuchsstellen'', auch Zwiewuchs oder unterwachsene Stellen, sind mehr oder weniger große Flächen kürzerer Haare im Fell, ein Überbleibsel des jahreszeitlichen Haarwechsels. Sie sind beim Rohfell, das mit der Haarseite nach innen angeliefert wird, auch von der Lederseite aus an den dunklen, gräulichen oder bläulichen Stellen zu erkennen. Die Sortierung der australischen Wildkanin erfolgte in besonderem Maß nach der Anzahl und Größe der Nachwuchsflecken.<ref name="Bachrach" /><ref name="Pelzlexikon">Alexander Tuma: ''Pelz-Lexikon. Pelz- und Rauhwarenkunde.'' XX. Band. Verlag Alexander Tuma, Wien 1950. Stichwort „Nachwuchsstellen“</ref>      

Auf den ''Londoner Auktionen'' wurden die Felle unterteilt in:<ref name="Fränkel" />
: Fully seasoned = Winterware, Gewicht für 100 Stück 4&nbsp;kg
: Incoming = Spätherbst
: Outgoing = Vorfrühling<br/>
und weiter unterteilt in Bucks (Männchen), Does (Weibchen), Suckers (Milchkanin), Kittens (Mäuschen = besonders klein), Racks (kurzhaarige, gedrungene Sorten).

In den vergangenen Jahrzehnten wurden kaum noch australische Kaninfelle angeboten. Sie werden fast ausschließlich zur Haarverwertung geschoren. In früheren Jahren wurden dagegen jährlich bis zu 100 Millionen Felle exportiert. Franke/Kroll meinten 1988 dazu: „''Es ist nicht ausgeschlossen, dass in Zukunft wieder erhebliche Mengen an Kaninfellen auch für die Pelzwirtschaft angeliefert werden. Pelztierfelle unterliegen stark den Schwankungen der Mode. Wenn eine Fellart, wie zum Beispiel Langhaarfelle, u. a. Füchse, jahrelang vernachlässigt waren, so zeigt die Gegenwart, dass kaum genügend Langhaarfelle beschafft werden können, um die Nachfrage zu decken''“.<ref name="Fränkel" />

Große, dichte Winterfelle der ''Europäischen Wildkaninchen'' wurden zeitweilig in geringem Umfang pelzwirtschaftlich genutzt. Nach Larisch wurden um 1900 nur etwa 3 Prozent der Felle dem Rauchwarenhandel zugeführt, 97 Prozent gingen in die Haar- und Filzhutindustrie.<ref name="Fränkel" />

Die Felle werden in Beutelform angeliefert, mit dem Haar nach innen.

* '''Baumwollschwanz-Kaninchen''' (Cottontail-Rabbit)
Die Felle des amerikanischen [[Baumwollschwanz-Kaninchen]]s werden nur wenig gehandelt. Es hat seinen Namen von der weißen Schwanzunterseite, die einer geplatzten Baumwollkapsel ähnelt. Die [[Kopfrumpflänge]] beträgt 45&nbsp;cm. Das Fell ist graubraun bis rötlichbraun gesprenkelt, der Nacken fuchsrot oder dunkelbraun. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südkanada bis zum 25. Grad südlicher Breite. Vier Arten werden von der [[IUCN]] als gefährdet oder bedroht gelistet.
* '''Whitetailed jack rabbit''' (zoologisch [[Präriehase]])
Das ebenfalls in Nordamerika lebende White-tailed jackrabbit gehört trotz des Namens, übersetzt Weißschwänziges Jack-Kaninchen, zu den [[Echte Hasen|Echten Hasen]]. Ob das Fell dem Handel zugeführt wird ist unbekannt.<ref name="Fränkel" /> Die Felle sollen jedoch einmal ein bedeutender Handelsartikel gewesen sein.<ref> [http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/accounts/information/Lepus_townsendii.html animaldiversity.ummz.umich.edu/site], Sekundärquelle: Chapman, J., J. Dunn, R. Marsh. 1982. ''Lepus townsendii.'' Pp. 124-137 in J. Chapman, G. Feldhamer, eds. ''Wild Mammals of North America: Biology, Management and Economics''. Baltimore: Johns Hopkins University Press (engl.). Abgerufen 5. Juni 2012.</ref>
ref> [http://animaldiversity.ummz.umich.edu/site/accounts/information/Lepus_townsendii.html animaldiversity.ummz.umich.edu/site], Sekundärquelle: Chapman, J., J. Dunn, R. Marsh. 1982. ''Lepus townsendii.'' Pp. 124-137 in J. Chapman, G. Feldhamer, eds. ''Wild Mammals of North America: Biology, Management and Economics''. Baltimore: Johns Hopkins University Press (engl.). Abgerufen 5. Juni 2012.

== Hauskanin(chen) ==
Eine ausführliche Beschreibung der verschiedenen Rassen siehe → ''[[Hauskaninchen]]'', über Kaninfarben außerdem → [[Genetik des Hauskaninchens]].

Aus dem Hauskaninchen haben sich durch jahrhundertelange Zucht sehr viele Rassen gebildet, die als Fleisch-, Wollhaar- und als Felllieferant dienen. Eine entsprechende Zuchtauslese kann den Wert der Felle erheblich beeinflussen. Die wichtigste Forderung des Pelzhandels an ein gutes ''Kaninfell'' ist die der Dichte und Gleichmäßigkeit der Haare an den verschiedenen Körperteilen, auch zu den oft qualitativ schwächeren Seiten, der Wamme, hin. Die geringer wertigen Sommerfelle werden im Handel als „hohl“ bezeichnet. 

In Deutschland bürgerte sich die Kaninchenzucht nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch Französischen Krieg]] von 1870 und 1871 ein. Die aus Frankreich zurückkehrenden Soldaten hatten dort das Kaninchenfleisch kennengelernt und sich von einer Zucht der anspruchslosen Tiere zurecht Vorteile erhofft.<ref name="Grabs" /> 

Kanin hat seit langem eine wichtige Stellung in der Pelzwirtschaft, es gehört mit zu den beliebtesten und preisgünstigsten Fellsorten, ist weich im Haar und besonders gut zur [[Kürschner#Fachbegriffe der Kürschnerei|Veredlung]] und Färbung geeignet.

=== Rassen und Züchtungen ===
Im allgemeinen wird zwischen ''Riesen- und Mittelrassen'' unterschieden. Hierzu gehören unter anderem ''Englische Widder'', mit 20&nbsp;cm langen Hängeohren, ''Belgische'' (mit einer Körperlänge bis 75&nbsp;cm), ''Weiße Riesen'' (Körperlänge 70&nbsp;cm), ''Deutsche Widder'', ''Deutsche Riesenschecken'', ''Blaue'' (Graue, Weiße, Schwarze), ''Wiener'', ''Wiener Schecken'', ''Belgische Hauskaninchen''.<br/>
''Kleine Rassen'' sind ''Chinchilla-Kaninchen'', ''Feh-Kaninchen'' und ''Englische Scheckenkaninchen''.<br/>
sowie ''Zwergkaninchen'', die ''Hermelin-Kaninchen'', ''Chinesische Kaninchen'', ''Japanische Kaninchen'' usw.

Eine weitere Gruppe sind die ''Langhaarkaninchen'', hier ist das ''Angorakaninchen'' am bekanntesten. Die sehr seidigen Haare, bis zu 25&nbsp;cm langen Haare werden zu feiner [[Angorawolle]] versponnen, das Fell wird ansonsten nicht genutzt. Vor 1940 wurde auch versucht, in Deutschland langhaarige Kaninchen für die Pelzbranche zu züchten. Es entstanden Blaufuchs-, Silberfuchs-, Gelbfuchs-, Rotfuchs- und Opossumkaninchen. Die großen Erwartungen, die in diese Entwicklungen gesetzt wurden, haben sich nicht erfüllt. Das Haar dieser Langhaarkaninchenrassen erwies sich wegen seiner übergroßen Weichheit und damit einhergehenden Neigung zum Verfilzen und Haaren letztlich als ungeeignet.<ref>Ohne Autorenangabe: ''Pelztier und Rauchwarenkunde (Forts.)''. In: Die Kürschnerfibel Nr. 9/10 8. Jg., Verlag Alexander Duncker, Leipzig 11. Oktober 1940, S. 53-55</ref>

Es entstehen durch die Sportzucht ständig neue Rassen. In besonders großer Zahl werden Kaninchen vor allem in Südeuropa gehalten, wo das Fleisch gern gegessen wird. Als Nebenprodukt fallen in diesen Ländern deshalb die meisten europäischen Felle an. Bedeutend ist die Haltung besonders in Frankreich, des weiteren in Spanien (meist weißes Fell guter Qualität), Italien, Belgien, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, der Schweiz und in Osteuropa. In spanischen Veredlungsbetrieben entstehen auch besonders innovative Farben, Schermuster und Veredlungen der Lederseite. Die überwiegende Menge an kommerzieller Tafelware und vor allem an fertig gearbeiteter Konfektion kommt jedoch über China nach Europa, auch europäische Felle werden tiefgefroren von chinesischen Firmen importiert, weiterverarbeitet und wieder ausgeführt.

Für die Pelzverarbeitung haben sich die Anforderungen gewandelt. Wurden früher Felle gewünscht, die ungefärbt und ungeschoren verarbeitet wurden, wie weiße einfarbige, blaue (Wiener), schwarze oder braune Rassen (Alaska, Havanna, Schwarzloh und Silberkaninchen), werden heute vor allem Felle mit dichter Unterwolle und kurzem Grannenhaar bevorzugt. Rexkaninchen, die diese Anforderungen in besonderer Weise erfüllen, wurden von Beginn an darauf gezüchtet, dass sie möglichst keiner maschinellen Weiterbearbeitung bedürfen.<ref name="Grabs" /> Sie werden in vielfältigen Naturfarben und Einfärbungen zu allen nur denkbaren Kleinpelzen konfektioniert.

Eine Zuchtform des Rexkanin ist das ''Orylag''-Kanin, das seit seinem Erscheinen auf dem Markt einen besonders hohen Preis erzielt und oft ohne den Zusatz Kanin gehandelt wird. Der Name wurde 1989 geschützt und darf nur Genehmigung der landwirtschaftlichen Genossenschaft der Züchter d’Orylag für Fleisch und Felle aus deren Tieren benutzt werden. Die französische Genossenschaft stellt an ihre Mitglieder auch unter Aspekten des Tierschutzes besonders hohe Ansprüche an die Haltungsbedingungen, beispielsweise besonders große Gehege. Ohnehin ist die Zucht des Rexkaninchens schwieriger und erfordert mehr Aufwand als die der herkömmlichen Arten. Orylag gibt es derzeit in drei Farbvarianten, braun, „biber“ und „chinchilla“. Die produzierte Fellanzahl hat sich von 2000 Stück im Jahr 1992 auf 100.000 im Jahr 2006 erhöht.<ref name="Orylag">[[:fr:Orylag|Wikipedia Frankreich, Orylag (französisch)]]</ref>

Der [[Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter]] e.&nbsp;V. hat für Deutschland 88 Rassen in 370 Farbenschlägen anerkannt, deren Felle unterschiedlich für die Nutzung geeignet sind (Stand ca. 2012):

; Abteilung I: Große Normalhaar-Rassen: [[Riesenkaninchen|Deutsche Riesen]], grau bzw. andersfarbig – [[Riesenkaninchen|Deutsche Riesen]], weiß – [[Riesenkaninchen|Deutsche Riesenschecken]] – [[Widderkaninchen|Deutsche Widder]] (Widder = Kaninchen mit Hängeohren)
; Abteilung II: Mittelgroße Normalhaar-Rassen: [[Widderkaninchen|Meißner Widder]] – [[Silberkaninchen|Helle Großsilber]] – [[Chinchillakaninchen|Großchinchilla]] – [[Mecklenburger Schecken]] – [[Widderkaninchen|Englische Widder]] – [[Silberkaninchen|Deutsche Großsilber]] – [[Burgunder (Kaninchen)|Burgunder]] – [[Wiener (Kaninchen)|Blaue Wiener]] – [[Wiener (Kaninchen)|Blaugraue Wiener]] – [[Wiener (Kaninchen)|Schwarze Wiener]] – [[Wiener (Kaninchen)|Weiße Wiener]] – [[Wiener (Kaninchen)|Graue Wiener]] – [[Weiße Hotot]] – [[Rote Neuseeländer]] – [[Weiße Neuseeländer]] – Große [[Marderkaninchen]] – [[Kalifornier]] – [[Japaner (Kaninchenrasse)|Japaner]] – [[Rheinische Schecke]] – [[Thüringer (Kaninchenrasse)|Thüringer]] – [[Weißgrannen]] – [[Hasenkaninchen]] (Körperbau ähnelt dem [[Feldhase|Hasen]]) – [[Alaska (Kaninchenrasse)|Alaska]] – [[Havannakaninchen|Havanna]]
; Abteilung III: Kleine Normalhaar-Rassen: [[Kleinschecken]] – [[Separatorkaninchen|Separator]] – [[Widderkaninchen|Deutsche Kleinwidder]] – [[Chinchillakaninchen|Kleinchinchilla]] – [[Deilenaar]] – [[Marburger Feh]] – [[Sachsengold (Kaninchenrasse)|Sachsengold]] – [[Rhönkaninchen]] – [[Luxkaninchen]] – [[Perlfeh]] – [[Silberkaninchen|Kleinsilber]] – [[Englische Schecken]] – [[Holländerkaninchen|Holländer]] – [[Lohkaninchen]] – [[Marderkaninchen]] – [[Siamesenkaninchen|Siamesen]] – [[Schwarzgrannen]] – [[Russenkaninchen|Russen]] – [[Kastanienbraune Lothringer]] (Brun marron de Lorrain)
; Abteilung IV: Normalhaar-Zwergrassen: ([[Zwergwidder|Widderzwerge]]) – Zwergschecken – [[Hermelinkaninchen|Hermelin]] – [[Farbenzwerge]]
; Abteilung V: [[Satinkaninchen|Haarstruktur-Rassen]]: Satin-Elfenbein – Satin-Schwarz – Satin-Blau – Satin-Havanna – Satin-Rot – Satin-Feh – Satin-Kalifornier – Satin-Hasenfarbig – Satin-Thüringer – Satin-Chinchilla – Satin-Siamesen – Satin-Castor – Satin-Lux
; Abteilung VI: Kurzhaarrassen ([[Rexkaninchen|Rex-Kaninchen]]) (Haarlänge weniger als 20&nbsp;mm): Chin-Rexe – Blau-Rexe – Weiß-Rexe – Dreifarben-Schecken-Rexe – Dalmatiner-Rexe – Gelb-Rexe – Castor-Rexe – Schwarz-Rexe – Havanna-Rexe – Blaugraue Rexe – Rhön-Rexe – Japaner-Rexe – Feh-Rexe – Lux-Rexe – Loh-Rexe – Marder-Rexe – Russen-Rexe – Zwerg-Rexe (Rexzwerge)
; Abteilung VII: Langhaarrassen (Haarlänge mehr als 40&nbsp;mm): [[Angorakaninchen|Angora]], weiß (werden regelmäßig geschoren) – [[Angorakaninchen|Angora]], farbig (werden regelmäßig geschoren) – [[Fuchskaninchen]], farbig – [[Fuchskaninchen]], weiß – [[Jamora]] – Zwergfuchskaninchen, farbig (Fuchszwerge, farbig) – [[Fuchskaninchen|Zwergfuchskaninchen]], weiß (Fuchszwerge, weiß)

== Veredlung und Handel==
Solange in Europa das Kaninfell noch ein Massenartikel war, beschäftigten sich auch Spezialfirmen nicht nur mit dem Handel sondern auch mit dem Zurichten (Gerben) und Veredeln vor allem dieser Pelzart. Insbesondere um Leipzig herum, dem europäischen Pelzzentrum des [[Brühl (Leipzig)|Brühl]] befanden sich Rauchwarenveredler, die für die einzigartige Qualität ihrer Kaninveredlung seit den 1920er Jahren in der Branche weltbekannt waren. Bis dahin lieferte Frankreich die bestveredelte Ware, die zweitbeste kam aus Belgien; beide Länder waren bis zum Ersten Weltkrieg auch die einzigen Produzenten des Sealkanins.<ref name="Cubaeus2" /><ref name="Deutsch" /> Die französischen Felle werden in Frankreich bis auf den Grund gefärbt, heißt es 1956 für Sealkanin, ''die Farbe ist matt mit einem Stich ins grün-graue, und färbt leicht ab; das Leder ist meist brüchig, doch gibt es auch unter den französischen gute Qualitäten. Bei den deutschen Seal-Kanin ist das Leder weicher und dehnbarer, der Haargrund ist goldbraun, die Deckfarbe glänzend schwarz, die Felle färben nicht ab''.<ref name="Kürschner">Autorenkollektiv: ''Der Kürschner. Fach- und Lehrbuch für das Kürschnerhandwerk.'' 2. überarbeitete Auflage. Herausgegeben vom Berufsbildungs-Ausschuss des Zentralverbands des Kürschnerhandwerks, Verlag J. P. Bachem,  Köln 1956, S. 229-230 </ref><ref name="Tumajun" /> Erst die hochwertige Veredlung, nicht zuletzt durch die Firmen in und um Leipzig, machten das Kanin zu einem der bedeutendsten Artikel der Pelzindustrie. Für 1934 schreibt der im KZ ermordete jüdische Branchenreporter [[Philipp Manes]] in seiner Geschichte der deutschen Pelzindustrie: „''Es kamen viele neue Farben heraus, die Leopard- und Ocelot-Imitation auf Kanin und Katzen eroberte sich den Markt und wurde ein bedeutender Exportartikel''“. Er berichtet, wie nach dem Ersten Weltkrieg, als der Leipziger Farbindustrie wieder der Weltmarkt offen stand, ''das deutsche Kanin'' sich ''mit seinen Fabrikmarken'' (die Veredlerstempel auf den Fellen) sich ''die fernsten Länder'' eroberte. ''Als Louis Friedländer, Entdecker des australischen Kanin, seine Biberette-Schöpfung herausbrachte, konnte Leipzig nicht genug schaffen, so begehrt wurde dieser Artikel''.<ref name="Manes">[[Philipp Manes]]: ''Die deutsche Pelzindustrie und ihre Verbände 1900-1940, Versuch einer Geschichte, Berlin 1941 Band 3''. Durchschrift des Originalmanuskripts, S. 137, 144[http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Philipp_Manes,_Die_deutsche_Rauchwarenindustrie_und_ihre_Verbände_1900-1940_-_Versuch_einer_Geschichte_(3).jpg (Buchtitel)].</ref> - Derzeit wird vom Fachhandel vor allem [[Tschechien]] als Produzent gut zugerichteter Kaninfelle genannt (2012).

Das auch beim Verbraucher bekannteste Produkt war bis nach dem Zweiten Weltkrieg das Sealkanin. Mit dem Beginn des [[Wirtschaftswunder]]s in der Bundesrepublik Deutschland und der Hinwendung auch geringerer Einkommen zu höherwertigeren Pelzen ließ das Interesse an Kanin sehr schnell nach. Auch war [[Sealfell]] aus der Mode gekommen, somit bestand hier ebenfalls kein Bedarf mehr für das preiswerte Ersatzmaterial Sealkanin.

Noch nach dem Zweiten Weltkrieg war in der Rauchwarenbranche für schwarze, geschorene Kaninfelle der Name „Seal electric“ geläufig. Die erste Maschiniermaschine zum Entfernen des Oberhaars war in Amerika von der Firma Hadbavny gebaut worden. Sie hatte statt der heutigen Schermesser einen elektrisch aufgeheizten Platindraht, der die Haare absengte. Das Verfahren hat sich nicht bewährt, der Name Seal electric aber blieb.<ref>W. Künzel: ''Vom Rohfell zur Rauchware – Streifzüge durch die Rauchwarenveredlung'', Alexander Duncker Verlagsbuchhandlung, Leipzig, ohne Datum (um 1935?), S. 82</ref> Mit der früher entstandenen Bezeichnung ''Sealkanin'' bezeichnet der Handel auch heute noch gelegentlich geschorene, schwarz gefärbte Kanin. Hierfür eignen sich unter anderem am besten ''[[Widderkaninchen|Französische Widder]]'' und ''[[Riesenkaninchen|Belgische Riesen]]''. Da Sealkanin anfangs als Ersatz für das echte Sealfell angesehen wurde, färbte man die Felle auch nach dem Krieg noch eine Zeit lang nicht einfach schwarz. Das Leder des echten Sealfells verträgt das Färben nur schlecht, deshalb trug man dort die schwarze Farbe von der Haarseite mit der Bürste auf, das Unterhaar blieb dabei rötlich (siehe dazu → [[Robbenfell#Pelzrobbe (Seebär)|''Pelzrobbe'' unter Robbenfell]]). Das wurde beim Kanin nachgeahmt, indem die Felle erst rötlich eingefärbt wurden um dann, ebenfalls mit der Bürste, im Oberhaar schwarz eingefärbt zu werden. Nach und nach ging beim Verbraucher das Wissen, wie ein echtes Sealfell aussieht, verloren und man färbte die Felle im Farbbad durchgehend schwarz. Was nicht nur billiger sondern auch kundenfreundlich war; die damals rötliche Unterwolle erhöhte die Sichtbarkeit von Abriebschäden insbesondere in den Pelzkanten ganz erheblich.
[[Datei:Králičí kožky sušící se na slunci.JPG|miniatur|links|Zum Trocknen aufgespannte Kaninchenfelle nach der Hausschlachtung (Tschechien, 2010)]]
Für braungefärbte ''Biberette-Kanin'' sind alle Felle mit blauem Grund am besten geeignet. Die Bezeichnung für schwarz gefärbte, ungeschorene Kanin war ''Skunkskanin''. Das Färben auf hellere Farbtöne geht am besten mit weißen Fellen, wie ''[[Widderkaninchen|Weiße Widder]]'', ''[[Riesenkaninchen|Weiße Riesen]]'' oder ''[[Wiener (Kaninchen)|Weiße Wiener]]''.

Ein besonderer Veredlungseffekt entsteht mit den heutigen technischen Möglichkeiten, indem die Unterwolle andersfarbig eingefärbt wird als das Oberhaar; sind die Haarspitzen fast weiß, werden die entstandenen Farben mit dem Zusatz „''snowtop''“ bezeichnet. Werden die andersfarbigen Haarspitzen in Mustern teilweise abgeschoren, so ergeben sich bei entsprechenden Farben beeindruckende plastische Strukturen.

Nur sehr dicht stehende Haare können sich bei der Feinheit der Behaarung gegenseitig aufrechtstehend erhalten. Als die besten Qualitäten gelten das Fell des ''[[Widderkaninchen|Französischen und Deutschen Widders]]'', danach die ''Wiener'', ''[[Silberkaninchen|Französische Silber]]'', ''[[Rheinische Schecke]]'', ''[[Japaner (Kaninchenrasse)|Japaner]]'', ''[[Satinkaninchen|Thüringer]]'', ''[[Chinchillakaninchen|Chinchilla]]'', ''[[Havannakaninchen|Havanna]]'', ''[[Alaska (Kaninchenrasse)|Alaska]]''.

Folgende ''Forderungen'' werden an gute ''Kaninfelle'' gestellt:
# Möglichst groß bei trotzdem guter Qualität
# Das Tier muss genügend alt gewesen sein, Felle junger Tiere nutzen sich schneller ab
# Gleichmäßige Farbe des Naturfells
# Möglichst viele gleiche Felle einer Sorte

Die Grundformen der Kaninveredlung sind:<ref name="Pelzlexikon XIX" />
# Oberhaar (Langhaar) -Kanin
# geschorene oder maschinierte Kanin
# gerupfte Kanin, früher auch Ejarée-Kanin genannt

{| class="wikitable"
|-
! colspan="2" | Eignung für Scherware<ref name="Fränkel" />  
|-
| Veredlungsart: ||
|-
| Seal || Beste Qualitäten aller Farben ohne Sattel und abfällige Wammen, mit kräftiger Unterwolle; im Haar voll ausgereift (schwarzgefärbt).
|-
| Nutria (Nutriette) || Weiße, chinchilla und hasengraue Felle bester Qualität, die nach der Schur rein unifarbig sind und keine Nachwuchsstellen aufweisen (braungefärbt).
|-
| Biber (Biberette) || Beste chinchillafarbene und hasengraue, ohne Nachwuchsstellen und nach der Vorschur rein unifarbig (braungefärbt mit Grotzen).
|-
| Ozelot- und Leopard || Sattlige Felle bzw. mit grannigem Nachwuchs mit leichter Unterwolle. Unter anderem auch Schecken (bedruckt).
|}
Die Schurhöhe hängt von der Qualität der Ware und ihrer Verwendungsart ab. Seal- und Biberettekanin wuden in der Regel 10 bis 12&nbsp;mm hoch geschoren, weiße Kanin insbesondere in Frankreich nur 8&nbsp;mm, damit sie sich besser als Hermelinersatz eigneten.<ref name="Pelzlexikon XIX" />

{| class="wikitable"
|-
! colspan="2" | Eignung als Oberhaarware (= ungeschoren)<ref name="Fränkel" />
|-
| Veredlungsart: ||
|-
| Feh (nicht mehr gebräuchlich: Squirrelette) || Reinweiße Felle mit glatter Decke, ohne Sattel (fehgrau gefärbt).
|-
| Zobel || Naturelle, weiße, gelblich-weiße, gelbbraune Felle und Chinchillakanin, jedoch nur glatte Felle ohne Sattel (braungefärbt).
|-
| Blaunerz, Nerzilla (nicht mehr gebräuchlich) || Chinchillakanin, hasengraue und weiße Felle ohne Sattel. Blaunerz hat gegenüber Nerzilla eine blauere Tönung (nerzgefärbt).
|-
| Müllerkatze, Wildkatze || Chinchillakaninfelle, die für die Farben Zobel und Blaunerz nicht zu verwenden sind, wenn sie leicht sattlig oder mit Nachwuchsstellen behaftet sind (bedruckt).
|-
| Räderkatze || Hasengraue Felle, die nicht für Blaunerz geeignet sind, wenn sie leicht sattlig sind (bedruckt).
|-
| Skunks || Oberhaarkanin, die nicht für andere Farben geeignet sind, werden schwarzgefärbt.
|}
Qualitativ gute Kaninfelle in reiner Farbe oder gescheckt werden bei Bedarf naturell verarbeitet.<br/>
Stark beschädigte, flattrige Felle werden zu Futtern verarbeitet.<br/>
Lederverbrannte (durch Fäulnis des Rohfells hart im Leder), stark verfilzte und kahle, für Pelzzwecke ungeeignete Felle gehen als „Schuss“ in die Leimfabrikation. Ebenso die als ''Waschkanin'' bezeichneten Felle, das sind Felle, bei denen die Zurichtung abgebrochen wurde, weil sie infolge ihrer geringen Qualität die weiteren Arbeitsgänge der Zurichtung nicht überstehen würden.<ref name="Fränkel" /><br/>
''Sattlige Felle'' sind Übergangsfelle („übergängige“ Felle, im [[Fellwechsel|Haarwechsel]]), bei denen die Seiten flattriger sind als die Fellmitte (der Grotzen) und eventuell Nachwuchsstellen (Zwiewuchs) aufweisen. Die Seiten heben sich markant, meist in einer Zacken- oder Wellenlinie, von der Fellmitte ab.<br/>
''Leder-Kanin'' sind Felle, die für [[Feinleder]] Verwendung finden.<ref name="Kürschner" />

=== Sortimente ===
[[Datei:Mainzer Ranzengarde Fastnacht5.jpg|miniatur|upright 1.5|Der Dreispitz der [[Mainzer Ranzengarde]] wird traditionell mit weißem Langhaarkanin verbrämt (2005)]]
Die nachgenannten Aufgliederungen in verschiedene Qualitäten haben heute weitgehend nur noch historische Relevanz. Die Sportzucht, die besonders in Europa, Asien und Amerika betrieben wird, züchtet nur selten noch nach den Gesichtspunkten des Fellhandels. Die Tiere dienen, soweit sie nicht als Heimtiere gehalten werden, vor allem der Fleischgewinnung und werden im Alter von etwa drei Monaten geschlachtet. Die dabei anfallenden Felle sind deshalb alle leichtledrig und nahezu gleich groß, die frühere Unterscheidung in Gewichtsklassen und in die vielen verschiedenen Größen wurde damit weitgehend überflüssig. 

Lediglich die Felle der Rexkaninchen erzielen derzeit Preise, die für den Züchter einen wirtschaftlichen Anreiz bilden, auf die Fellqualität zu achten. Sämtliche Kaninfelle werden fast ausschließlich nach China exportiert, wo inzwischen ebenfalls Rexkaninchenzuchten entstanden sind. Chinesische Importeure besuchten Ende der 1990er Jahre die Rauchwarenhandlungen in der Frankfurter Niddastraße nicht nur zum Felleinkauf, sondern auch in der Absicht, Rexkaninchen-Zuchttiere zu erwerben, um sie nach China zu importieren.<ref>Lt. Auskunft Kaninfellhändler Wolfgang Czech. Zur Niddastraße siehe auf Wikimedia-Commons → [http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Rauchwaren-Handelszentrum_Niddastraße Rauchwaren-Handelszentrum Niddastraße]. Zu Czech siehe auf Wikimedia-Commons → [[:File:Fur wholesale dealer Wolfgang Czech, Frankfurt, specialist for rabbit skins.jpg|Fur wholesale dealer Wolfgang Czech]]</ref>

Ohne Wildkanin betrug die Anlieferung vor dem 2. Weltkrieg jährlich einige hundert Millionen Felle. Entsprechend differenziert und unterschiedlich waren die Sortimente der einzelnen Länder. In Deutschland ist der Anfall mittlerweile sehr gering. Kleingärtner, die einmal die Hauptanlieferer waren, halten nur noch selten Kaninchen. Wahrscheinlich für ganz Europa gilt außerdem, dass alle anfallende Kaninfell-Rohware inzwischen weitgehend unsortiert vom chinesischen Rauchwarenhandel aufgekauft wird.

Die Hauptarten des Kaninsortiments sind die Kürschnerkanin für die Pelzverarbeitung und die Schneidekanin für die Haarindustrie.<ref>Klaus Löhle, Ulf. D. Wenzel: ''Kaninchen und Edelpelztiere''. VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag Berlin 1978, 2. unveränderte Auflage, S. 180, 250</ref>

* '''Ehemaliges deutsches Rohfellsortiment'''<ref name="Fränkel" />
Die Felle wurden beim Rohfellhandel angeliefert. Hier wurde unterschieden in
: I = GI: Größte, beste Winterfelle, weißledrig, einschließlich leicht fleckig, dichtwollig, Gewicht über 280&nbsp;g pro Fell.
: G II: Groß fleckig, dichtwollig, weißledrig oder leicht fleckig. Über 220&nbsp;g pro Fell.
: II = G III: Groß, stark fleckig, meist Oberhaarware. Über 250&nbsp;g pro Fell.
: M II: Mittelgroß, fleckig, dichtwollig, weißledrig bis leicht fleckig, im Haar etwas leichter.
: III = M III: Mittelgroße und kleine, stark beschädigte Felle einschließlich leicht beschädigter Obersorten, dichtwollige Streifen. Über 180&nbsp;g pro Fell.
: M IV: Leichte Oberhaarware, über 160&nbsp;g pro Fell.
: Futter I: Für Futterzwecke geeignet, alle Farben. Über 150&nbsp;g pro Fell.
: Futter II: Alle Sorten, die der Spielwaren- und Handschuhindustrie zugeführt werden. Fell nicht unter 110&nbsp;g.
: Futter III: Kanin unter 110&nbsp;g und verknitterte oder sonst stark beschädigte Felle, gleichgültig wie schwer sie sind, werden stets als Schneidekanin eingestuft.

Die genannten Gewichte sind Durchschnittswerte per 100 Stück. Das Einzelgewicht pro Fell kann jeweils bis zu 20 Gramm geringer sein.

[[Datei:Schuetzt Kaninchenfelle.jpg|miniatur|Aufruf ''Schützt Kaninchen-und Kleintierfelle vor Verderb!'' (vor 1945)]]
* '''Ehemaliges Sortiment der Kanin-Handelsgesellschaft in Leipzig'''<ref name="Fränkel" />
: Sorte Ia: Sogenannte Oberköpfe, extra große Felle mit weißem Leder, gut behandelt.
: Sorte I: Wie Ia, jedoch etwas kleiner, das heißt normal große Rassen bis zum Wiener.
: Sorte II: Kleinere Felle, mittlere Rassen, abwärts bis etwa Weiße Wiener.
: Sorte III: Große Übergangsfelle und Winterfelle kleiner Rassen.
: Sorte IV: Unerwachsene Tiere (unter einem Dreivierteljahr alt).
: Sorte V: Futter kanin, gut behandelte Jungtierfelle (ein Viertel bis ein halbes Jahr alt).
: Sorte VI: Lederkanin, starke Sommerfelle und starke, schlecht behandelte Felle.
: Sorte VII: Schneidekanin, unbehandelte Felle und Kanin-Mäuschen (besonders kleine).

* '''Ehemaliges Rohfellsortiment in Frankreich'''<ref name="Fränkel" />
Frankreich klassifizierte in
: Forts extra: Größte, gut ausgereifte Winterware in schwerster Gewichtsklasse, ohne Farbunterschiede sortiert. 240 bis 280&nbsp;g pro Fell.
: Forts I und II: Große Winterfelle, mit gleichgroßen Fellen etwas schwächerer Qualität. Gewicht 200 bis 260&nbsp;g pro Fell
: Clapier I und II: Mittelgroße Felle schwächerer Qualität. 160 bis 220&nbsp;g pro Fell.
: Entredeux: (Übergang) meist Schneidefelle. 120 bis 140&nbsp;g pro Fell.
: Rebut: (Ausfall) meist Schneidekanin.
: Demis: (Jungtiere) nur für die Filzfabrikation geeignet.

Die Beurteilung, Bewertung war überall fließend, entsprechend unterschiedlich war die Sortierung. Teils wurden drei Sorten gebildet und mit A bis G bezeichnet; oder nur drei: K I, IB und Streifen.

* '''Ehemalige Sortimente der Auktionsgesellschaften'''<ref name="Fränkel" />
: Oberköpfe, Extra, K I G, K I M, K II G, K II M, Streifen und Futter. G sind große und M mittelgroße Felle. Auch wurde nach Farben sortiert: Weiße, Graue, Blaue, Schecken, die wieder unterteilt werden in Oberköpfe, Kürschnerkanin I und II Graue, Chinchilla, Weiße, Blaue, Wiener.
: Dabei bedeuten Oberköpfe und Extra: Allerbeste Felle. Kürschnerkanin I sind große, weißledrige Winterfelle mit dichter Unterwolle; Kürschner II ist Mittelware  mit nicht voll entwickeltem Winterhaar; Jungtierfelle wurden meist als Futterkanin sortiert, da sie besonders leicht leicht sind. Beschädigte Ware, Schuss, schlecht getrocknete, haarende Ware ging in die Schneideindustrie oder die Filzhutfabrkation.

[[Datei:Domestic Rabbit fur skins German quality 5x black.jpg|miniatur|Kanin-Kürschnersortiment in der Klassifizierung „5 xer schwarz“ (2009)]]
* '''Ehemaliges Rauchwarenhandelssortiment''' (Kürschnersortiment, zugerichtet = gegerbt, ohne die Schneideware)<ref name="Fränkel" />
Eine Besonderheit der deutschen Fertigsortimente für den Kürschner waren, neben den vielen, sehr speziellen weiteren Qualitäts- und Farbaufteilungen, die Klassifizierungs-Aufkleber mit den „x“ in unterschiedlicher Anzahl (xxx, xxxx, xxxx usw.) und Farbe. „10&nbsp;xer“ waren 45&nbsp;cm lang, die kleinsten „3&nbsp;xer“ unter 27&nbsp;cm. Ein schwarzes Etikett = 1. Qualität, blau = 2. Qualität, rot = 3., grün = 4., gelb = 5. Ein Fellbund mit einem schwarzen Etikett mit 6 x (xxxxxx) beinhaltet also in der Regel jeweils 10 oder 20 Stück, gut mittelgroße (37 bis 42&nbsp;cm lange) Felle bester Qualität.

{|
|-
| 10 x || = || 45 cm lang ||  || 6 x || = || 37 bis 42 cm ||  || 4 x || = || 27 bis 32 cm || 
|-
| 8 x || = || 42 bis 45 cm ||  || 5 x || = ||32 bis 37 cm ||  || 3 x || = || unter 27 cm || 
|}

Nachdem in der Bundesrepublik die Kaninchenzucht schon länger fast nur noch als Sportzucht betrieben wurde, ging 1990 mit der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] auch in der ehemaligen DDR die Haltung für die Fleischgewinnung drastisch zurück. Noch 1987 wurden vom Angebot der Interpelz-Auktionen in Leipzig 1.250.000 Felle verkauft.<ref name="Fränkel">Christian Franke/Johanna Kroll: ''Jury Fränkel´s Rauchwaren-Handbuch 1988/89''. 10. überarbeitete und ergänzte Neuauflage,  Rifra-Verlag Murrhardt'', S. </ref>

=== China ===
Aus China kamen meist weiße Kanin. Sie wurden früher in Kisten mit je 2000 Stück angeliefert, zugerichtet und nach Größe und Qualität sortiert, ohne Köpfe und ohne Pfoten, in drei Gewichtsklassen aufgeteilt. Die Felle waren sehr leicht, sie wogen nur 80 bis 120 Gramm. Seit den Jahren vor 1988 werden die Felle in Tafeln (60 x 120&nbsp;cm) angeliefert, jedoch kamen hauptsächlich die geringeren III. und IV. Sorten nach Europa. Die bessere Ware wurde da bereits in China selbst verarbeitet, inzwischen kommen in Europa nur noch wenige chinesische Kanintafeln in den Großhandel. Sie weisen auch nicht mehr die roten Fabrikmarken mit den chinesischen Schriftzeichen auf, die einmal charakteristisch für dieses Herkommen waren.<ref name="Pelzlexikon XIX" />

[[Datei:Rex rabbit fur shawl.jpg|miniatur|Schal aus geflochtenem, snowtop gefärbtem Rexkanin (konfektioniert in China, 2009)]]
Insgesamt kommt derzeit die allermeiste Kaninware fertig konfektioniert über China nach Europa. Sie wird in der Regel einfach als Kanin angeboten, lediglich Teile aus ''[[Rexkaninchen|Rexkanin]]'', die sich mit ihrem dichten abstehenden Haar und fast gleichlanger Ober- und Unterwolle besonders für die Verarbeitung in der Wirktechnik eignen, werden besonders gekennzeichnet. Noch 1988 war es unklar, ob sich die 1919 entstandene Mutation mit Ihren neu gezüchteten Farbschlägen auf dem Pelzmarkt durchsetzen würde.<ref name="Fränkel" />

== Verarbeitung ==
1911 erwähnt ein Kürschnerbuch, dass das Abfleischen von Kaninfellen mit Schwierigkeiten verknüpft ist, ''da die bekannten sieben Häute des Hasen auch bei diesen Stallhasen zum Vorschein kommen'', ein anderes Buch spricht zwei Jahre später sogar von „neun Häute“eigenschaften des Hasen<ref name="Werner">H. Werner: ''Die Kürschnerkunst''. Verlag Bernh. Friedr. Voigt, Leipzig 1914, S. </ref>. ''Auf gewöhnliche Art würde man nichts fertig bringen''.<ref name="Cubaeus2" />

Die Verwendung des Kanin erfolgt zu Innenfuttern, Decken und allen Arten der Pelzkonfektion, in vielen Veredlungsarten. In den letzten Jahren kommen aus China sehr viele Schals, Stolen, aber auch Jäckchen, sowie andere Kleinteile, die aus verwirkten bzw. in Schalnetze geflochtenen, etwa 3 bis 5&nbsp;mm breiten Streifen gearbeitet wurden.

Die als ''Lederkanin'' bezeichneten starkledrigen großen Qualitäten, die schon in den 1930er Jahren fast nur in die Haarindustrie gingen, wurden früher, insbesondere in der Zeit des Ersten Weltkriegs, tatsächlich für Lederzwecke verwendet. In der Kriegszeit wurde sogar versucht, Sohlenleder daraus zu produzieren. Es wurde Leder für Damenschuhe daraus hergestellt, aus den geschmeidigeren Fellen [[Saffianleder]] für Zigarettenetuis, Brieftaschen und ähnliche Lederaccessoires, die geringeren Qualitäten waren immer noch gut für Fensterleder.<ref name="Grabs" />

Weißes Kanin wird gern als preiswerter Ersatz für das königliche Hermelinfell verwendet. Noch heute wird es sogar für zeremonielle Kleidung, beispielsweise an Ornaten, an manchen Hochschulen, etatsparend eingesetzt. Besonders geeignet gilt dafür das chinesische weiße Kanin, ''das eine sehr kleine Art darstellt und ein feines, kurzes Haar aufweist, das dem echten Hermelin derart ähnlich ist, dass aus diesem Felle die herrlichsten Garnituren, Mäntel, Jacken und Capes erzeugt werden, die als Hermelinimitationen für festliche Anlässe, Theaterbesuche, Bälle und andere, eine vornehme, elegante Kleidung darstellen'' (1928).<ref name="Tumajun" />

Die Verarbeitung zu Mänteln und Jacken stellt durch die Vorfabrikation der Felle zu Tafeln heute keine besonderen Ansprüche an den Pelzverarbeiter. Nur gelegentlich werden von kreativen Kürschnern aus besonderen Zuchtfarben noch Mäntel aus Einzelfellen gearbeitet.

Bei ungeschorenen Fellen ist hauptsächlich auf Kropf und Genick zu achten. Der Kropf ist ein zwei bis drei Finger breiter Streifen unten am Hals von ungewöhnlich dickem und wulstigem Haar. Er wird normalerweise abgeschnitten, früher wurden Besätze daraus gearbeitet. Das Kaninfell hat hinter den Ohren eine sehr kurzhaarige, dreieckige Stelle, die wenn sie nicht zu breit ist herausgeschnitten wird, oder aber mit einer so genannten „Zunge“ auf Kürschnerart entfernt wird.<ref name="Cubaeus2">Paul Cubaeus, Alexander Tuma: ''Das Ganze der Kürschnerei''. 2. überarbeitete Auflage,  A. Hartleben’s Verlag, Wien, Leipzig 1911. S. 158, 238</ref> Falls die Fellseiten nicht ohnehin abgeschlagen werden, sind die Zitzen ebenfalls herauszuschneiden.<ref name="Deutsch" /> Früher wurden die Felle bei einer hochwertigen Verarbeitung in einem Zackenmuster, der Kaninzacke, übereinander gesetzt, mit etwa einer Zackentiefe in etwa der Länge des Kaninunterhaars. Dies dürfte heute kaum mehr vorkommen, die Felle werden in geraden Nähten über- und nebeneinander genäht.   

Damit der fertige Pelz nicht so stark glänzt wurden die schwarz gefärbten, geschorenen Sealkanin in der Regel „gestürzt“ gearbeitet, das heißt mit der Kopfseite unten und dem Haarschlag nach oben. Bevor Rumpf-, Ärmel- und Kragenteile zusammengenäht werden, wird das angefeuchtete Haar nach unten geschlagen, dadurch stellt es sich auf und bekommt ein volleres, dem Sealpelz ähnliches Aussehen.<ref name="Tumajun">Alexander Tuma jun: ''Die Praxis des Kürschners''. Verlag von Julius Springer, Wien 1928, S. 154-157, 293-298</ref>

Wie bei fast allen Fellarten werden auch beim Kanin die bei der Verarbeitung der abfallenden [[Pelzreste]] verwendet. Sie werden werden von darauf spezialisierten Betrieben in China zu Tafeln zusammengenäht und hauptsächlich zu Innenfuttern verarbeitet (insbesondere die dünner behaarten Fellseiten).

== Andere Bezeichnungen ==
Die 1968 veröffentlichten deutschen [[RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung|RAL-Vorschrift]]en für Pelzbekleidung besagen, dass für eine warenehrliche Beschreibung der Pelzwaren in der Werbung und in der Auszeichnung klar erkennbar sein muss, um welche Fellart es sich handelt. Ist ein Kaninfell beispielsweise als Biberimitation veredelt worden lautet die korrekte Bezeichnung Biber-Kanin bzw. Biberkanin oder Biberette-Kanin, das eigentlich Material steht immer am Wortende (nicht Kaninbiber). Bis dahin gab es unendlich viele Fantasiebezeichnungen um das billige und wenig angesehene Material aufzuhübschen. Allerdings weist ein Fachbuch im Jahr 1930 bereits darauf hin, ''das Wort Kanin darf aber niemals fehlen''.<ref name="Deutsch">Hermann Deutsch: ''Die moderne Kürschnerei. Handbuch für den Kürschner, Färber, Bleicher, Zuschneider und Konfektionär''. A. Hartleben`s Verlag, Wien und Leipzig, 1930. S. 83-86</ref> Trotzdem wird noch relativ häufig, aber in Deutschland unzulässig, das Fell auf Preisschildern nur mit seinem französischem Namen als „Lapin“ bezeichnet. Die ausschließliche Verwendung der Bezeichnung Orylag ohne den Zusatz Kanin für die aus Frankreich stammende Sorte der Rexkaninchen blieb bisher unbeanstandet.

Von der heute vorgeschriebenen Auszeichnung abweichende, verschleiernde, teils kurios anmutende Namen waren unter anderem:<br/>
Australisch Seal<ref name="Kürschner" />, Biberette<ref name="Fränkel" />, Chinchillette<ref name="Bachrach">Max Bachrach: ''Fur. A Practical Treatise.'' Verlag Prentice-Hall, Inc., New York 1936. S.  174-187 (engl.)</ref>, Electric-Seal<ref name="Herpich 06">[[:Datei:C. A. Herpich Söhne, Berlin, Modewaren 1910 (Prospekt)06.jpg|Prospekt der Fima Herpich, Berlin 1910, S. 6]]</ref>, Elektrik(mantel etc.)<ref name="Pelzlexikon XIX">Alexander Tuma: ''Pelz-Lexikon. Pelz- und Rauhwarenkunde.'' XIX. Band. Verlag Alexander Tuma, Wien 1950. Stichwort „Kaninhaar“ - „Kaninwoche“</ref>, Foxalin<ref name="Herpich 13" />, Lapin, Nerzalin<ref name="Herpich 13">[[:Datei:C. A. Herpich Söhne, Berlin, Modewaren 1910 (Prospekt)13.jpg|Prospekt der Fima Herpich, Berlin 1910, S. 13]]</ref>, Nerzilla<ref name="Fränkel" />, Nutriette<ref name="Bachrach" />, Petzold(mantel) (nach dem Veredler Petzold)<ref name="Pelzlexikon XIX" />, Seal <ref name="Tumajun" />,  Sealelektric<ref>[[:Datei:Fur wholesale dealer Sealelektric-Kanin-Gesellschaft, Leipzig 1922, advertisement.jpg|Anzeige der Rauchwaren-Großhandelsgesellschaft Sealelektric-Kanin-Gesellschaft m. b. H.]]</ref>, Squirelette<ref name="Fränkel" />.

== Lyrik ==
:''Um einzumummeln die Schönheit
:''in die winterlichen Gewänder
:''braucht man pelztragende Tiere in großer Zahl.

:''Füchse - blau, fahlrot, gesilbert -
:''Bären mit ihren mächtigen Schultern,

:''Luchse mit schwarzen Flecken,
:''Hermeline, weiß und schimmernd;

:''weiche Felle, schmeichelnde Vliese,
:''Ottern, Biber, Skunks, Zobel,
:''Nerz, Vicunja und Chinchilla!

:Und das Kaninchen sagt: göttliche Lüge,
:''dies alles bin ich! ([[Louis Marsolleau]], 1864 – 1935)<ref name="Fellmann">Walter Fellmann: ''Der Leipziger Brühl''. VEB Fachbuchverlag, Leipzig 1989, S. 105</ref>

== Ergänzende Zitate, Emil Brass 1911<ref name="Brass">Emil Brass: ''Aus dem Reiche der Pelze''. Verlag der „Neuen Pelzwaren-Zeitung und Kürschner-Zeitung“, Berlin 1911, S. 624-627</ref> ==
''Das Fell ''(des wilden Kaninchens)'' dient zur Fabrikation von Haarfilzhüten und kostet je nach Grösse und Qualität 10 bis 20 Pfennig das Stück. In letzter Zeit werden die grössten Winterfelle auch zur Pelzfabrikation verwandt, wenn das Leder auch dünner ist als beim zahmen Kanin.''

''...das getrocknete Fell wiegt 60 bis 80 Gramm.''

''Besonders nach England findet ein grosser Export von Kanin ''(komplette Tierkörper)'' aus Belgien, Frankreich, und jetzt auch aus Australien in gefrorenem Zustand statt, da eine starke eigene Produktion an wilden und an zahmen Kanin nicht für den starken Bedarf ausreicht. [...] Am wertvollsten sind die in Frankreich gezüchteten Silberkaninchen, mit blauem Untergrund und die Grannen teils weiss, teils silbergrau. [...] Die besten Felle gehen nach Russland und China, die anderen werden gefärbt.''

''In Frankreich und Belgien existieren zahlreiche Fabriken zur Verarbeitung von Kaninchenfellen, in Deutschland nur zwei, die eine in [[Unkel]] am Rhein, die andere in Leipzig.''

''Die polnischen weissen Kanin werden nicht gefärbt, sondern werden [[alaun]]gar zugerichtet und naturell verarbeitet, teilweise auch geschoren. Mittelpunkt dieser Industrie sind [[Lemberg]] in Galizien und [[Leszno|Polnisch-Lissa]] in der Provinz Posen. Weisse Kanin kommen jährlich etwa 1 Million in den Handel, während gefärbte Kanin etwa 60 Millionen Stück geliefert werden. Hiervon entfällt der Löwenanteil auf Frankreich mit etwa 30 Mill Stück, Belgien liefert etwa 1 ½ Millionen Dutzend, Deutschland nicht ganz eine Million Dutzend. In Berlin allein wird fast eine Million Dutzend in guten Jahren verarbeitet.''

''Die Fänger ''(australische Kaninchenfänger)'' erhalten eine kleine Prämie für jedes Paar Kaninchenohren, und es werden jetzt jährlich etwa 20 Millionen Felle nach England und etwa 10 Millionen Felle nach Amerika und den anderen Konsumptionsländern verschickt. Ausserdem gelangen in den Kühlschiffen jährlich mehrere Millionen Kaninchen im Fleisch nach England.''

''Ausgeführt werden aus England nach Neuseeland etwa 3 Millionen Felle. In London werden die Felle sortiert in Fully seasoned, fairly seasoned, incoming and outgoing, Racks, Suckers, milchy skins und Kittens. Der Verkauf geschieht nach Gewicht, in Pence per lb. Die besten Felle wiegen 1&nbsp;¾ lb. per Dutzend, die schwerledrigen bis 2&nbsp;½ Pfund, die Suckers  ¼&nbsp;lb. per Dutzend. Bis vor kurzem wurden diese Felle ausschliesslich zur Hutfabrikation verwendet. Seit einigen Jahren werden aber grosse Mengen der rauchen, feinledrigen Sorten auch für die Pelzfabrikation nutzbar gemacht, geschoren gefärbt und elektrisiert. Das hat auch auf den Preis enorm stimulierend gewirkt. So kosteten z. B. 1908 die sogenannten dressing skins zur Pelzbereitung etwa 30 Pence per lb., im Herbst 1909 wurden aber bereits 87&nbsp;d dafür bezahlt. Jetzt ist das Pfund wieder bei 40&nbsp;d. Der Preis der Felle zur Hutfabrikation schwankt je nach Sorte und Konjunktur von 6 bis 24 Pence. Die Neuseeländer sind stets ca. 10 Proz. teurer als australische. Neben den gewöhnlichen grauen Kaninchen kommen auch noch schwarze und silbergraue vor, die aber wesentlich kleiner als die englischen silbergrauen sind. Es werden davon jährlich etwa 1 bis 200.000 Stück ausgeführt.''

''Die sonst noch überall gezüchteten langhaarigen weissen sogenannten Angorakaninchen sind wirtschaftlich ohne jede Bedeutung, das Fell ist wertlos und das Fleisch schmeckt fade.''

== Anmerkung ==
<references group="Anmerkung" />

== Siehe auch ==
{{Commonscat|Rabbit fur-skins|Kaninfelle}}
{{Commonscat|Rabbit (clothing)|Bekleidung aus Kaninfellen}}
* '''[[Pelz]]'''
* '''[[Pelzarten|Weitere Pelzarten]]'''
* '''[[Kürschner]]'''
* '''[[Pelzreste]]'''

== Einzelnachweise ==
<references />

== Nacharbeiten ==
#Kategorie Pelzart
#Weiterleitung auch von *pelz (Nerzpelz) und häufige verwandte Namen
#aus Pelzarten austragen
#mögliche Verlinkungen suchen

Es liegt in der Natur der Dinge, dass die Marktmeinung über die Ware Pelz Schwankungen unterworfen ist.<ref name="Feistle">Otto Feistle: ''Rauchwarenmarkt und Rauchwarenhandel'', W. Kohlhammer, Stuttgart, 1951</ref> [[User:Kürschner|<b style="white-space:nowrap;text-shadow:#00F 0em 0em 0.4em,#5a0 -0.2em -0.2em 0.4em,#00F 0.2em 0.2em 0.4em;color:#ddd">Kürschner</b>]]''' '''<sup><small>[[User talk:Kürschner|Diskussion]]</small></sup>

== Keskari ==
25 Jahre Keskari (Faltblatt Karton Objekte)

== [[Albert Lehr]] ==


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* Julia V. Emberley: ''The Cultural Politics of Fur.'' Cornell University Press, Ithaca London 1997, 249 S., ISBN 0-8014-3368-1 oder 0-8014-8404-9
* Elizabeth Ewing: ''Fur in Dress'', B. T. Batsford Ltd., London, 1981, 168 S., 237 S., ISBN 0 7134 1741 2
* Robert Delort: ''L'Histoire de la Fourrure de l'Antiquité à nos jours'', Edita Lazarus, Lausanne, 1986, ISBN 2-88001-193-0

== Einzelnachweise ==
<references />

== unerledigt: ==
*Persianer (POV, als Zitat eingebracht)
*Niddastr. s. "Der Kürschner"
* ? [[Paul Errington]] (Bisamspezialist, s. Handzettel "Bisam", ist bei Bisamratte bereits verlinkt.)
*Larisch/Schmid Kürschner-Handwerk Auktionen, insbesondere Wien, durchsehen

== In Bearbeitung ==
=== Bedeutende Persönlichkeiten der Pelzbranche ===
* [[Max Ariowitsch]]
* [[Emil Brass]]
* [[Gottlob Samuel Burckhardt]] (1784–1849), Kürschnermeister und Stadtverordneter in Dresden
* [[Chaim Eitingon]]
* [[Fendi]] mit [[Karl Lagerfeld]]
* [[Jury Fränkel]]
* [[Hans Fränkli]]
* [[Keskari]] [http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Keskari_fur_traders]
* [[Johann Friedrich Leu]], Präparator und Illustrator. Gründete 1846 mit anderen den Naturhistorischen Verein in Augsburg
* [[Heinrich Lomer]] [http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Heinrich_Lomer]
* [[Paul Kunze (Kürschner)|Paul Kunze]] Mannheim (s. Winckelmann 441/2. 6.78)
* [[Paul Larisch]] PCUS-PHLA 
* [[Philipp Manes]]
* [[Bernhard Mayer (Kunstsammler)]]
* [[Révillon Frères]] http://fr.wikipedia.org/wiki/Révillon_Frères
* [[Hanns Sam]]
* [[Karl Schwabe (Begriffsklärung)]] Sportpilot, Kürschnermeister in Garmisch-Partenkirchen<ref name="Manes">Philipp Manes: ''Die deutsche Pelzindustrie und ihre Verbände 1900-1940, Versuch einer Geschichte, Berlin 1941 Band 3''. Durchschrift des Originalmanuskripts, S.  134, [http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Philipp_Manes,_Die_deutsche_Rauchwarenindustrie_und_ihre_Verbände_1900-1940_-_Versuch_einer_Geschichte_(3).jpg (Buchtitel)].</ref>
* Rudolf Sonntag *14.11.1919 + 28.4.1986 <ref>''Pelzreport'', Kurt Lindemann, 15. Juni 1986, S. 1</ref>
* [[Max Spörl]]
* [[Francis Weiss]]
* [[Verleger Winckelmann]]

==== Kürschnerkinder ====
* [[Gustav Herrmann]] („Kinder vom Brühl“) * 3. April 1871 in Leipzig; + 20. August 1940 in Leipzig. Er studierte Philosophie, Germanistik und Chemie an der Leipziger Universität. In den Jahren 1893 bis 1895 hielt er sich in den Vereinigten Staaten auf. Danach kehrte er nach Leipzig zurück und leitete nach dem Tod seines Vaters dessen Rauchwarengroßhandlung und –fabrik bis 1914.
* [[Samuel Benjamin Klose]], Geschichtsforscher, Buchautor und Lehrer
* [[Johann Neudörffer der Ältere]], Kürschnerssohn, Lehrbücher deutsche Schönschreibkunst, unterrichtete die Söhne von Veit Stoss 

(1915 Bild Das Lied der Kürschner zum Artikel Klopfen (Kürschnerei) - Auich Pelzmosaik, Pellifex Pseudonym L.)

== Pelze als Zahlungsmittel ==
Wohl seit Bestehen des Tauschhandels spielten Felle dabei eine wesentliche Rolle. Wie beim heutigen Geld waren die Preise oft vorher festgelegt.

In Nordamerika galt in früheren Jahrhunderten das Biberfell als Zahlungsmittel. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden von der [[Hudson's Bay Company]], die den Biber als Wappentier führt, getauscht (siehe auch [[Pelzhandel in Nordamerika]]):
{| class="prettytable"
!Anzahl der Felle
!Gegenwert
|-
| align="right" | 15 Biberfelle || 1 Flinte
|-
| align="right" | 3 Biberfelle || 1 Dutzend Messer
|-
| align="right" | 2 Biberfelle || 1 Axt
|-
| align="right" | 5 Biberfelle || 1 wollene Decke
|-
| align="right" | 2 Biberfelle || 1 Pfund Tabak usw.
|-
| colspan="2" | 1 Schwarzfuchs war ranggleich 20 Biberfellen.
|}

Bei den Polarvölkern waren Pelze ein kostbares Gut, für das man sich sogar eine Frau eintauschen konnte. Bei den Ostjaken musste der heiratslustige junge Mann zu den 150 Rentieren noch 50 Kreuzfuchsfelle hinzugeben. Nach Angabe des Zoologen Otto Finsch verstanden die Einheimischen darunter das mausgraue Fell eines jungen Eisfuchses, das dort eine schwärzliche Längs- und Querzeichnung über Rücken und Schultern aufweist.<ref>Otto Finsch: ''Reise nach West-Sibirien im Jahre 1879'', Berlin, 1879. Sekundärquelle Dr. Damm: ''Pelze als Zahlungsmittel''. In ''Das Pelzgewerbe'', Beilage der Zeitschrift ''Hermelin'', Heft 9-10, 1951, Hermelinverlag Paul Schöps, Berlin/Leipzig, S. 28</ref> Die Samojeden begnügten sich neben Stoffen und anderen Dingen mit 90 Rentieren, hinzu kamen aber auch 45 Kreuzfüchse sowie 5 Blaufüchse.

Noch 1920 war das Zobelfell bei den Einwohnern Kamtschatkas geradezu ein Münze. Alle Geschäfte wurden in Fellen abgeschlossen, selbst das „Schulgeld“. Die Unterrichtung eines Knaben kostete ein Zobelfell, Mädchen waren mit einem Fuchsfell etwas günstiger.<ref>Dr. Damm: ''Pelze als Zahlungsmittel''. In ''Das Pelzgewerbe'', Beilage der Zeitschrift ''Hermelin'', Heft 9-10, 1951, Hermelinverlag Paul Schöps, Berlin/Leipzig, S. 28</ref>

Siehe dazu auch Pelztieratlas Steppenfuchs

== Anmerkung ==
<references group="Anmerkung" />

=== Literatur, Einzelnachweise ===
<references/>


== Nützliches ==
* http://www.worldcat.org Büchersuche
* http://wortschatz.uni-leipzig.de/html/suche_1.html
* http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:BK (Bearbeitungskonflikt, Bearbeitung einer Seite anzeigen) >>>>>'''<nowiki> {{In Bearbeitung|~~~~}}</nowiki>'''
* Nachträgliches Signieren: <code><nowiki>{{unsigned|Benutzer|Uhrzeit, Datum|}}</nowiki></code> ([[Vorlage:Unsigned|genauere Erklärung]]) → {{unsigned|Benutzer|Uhrzeit, Datum|}}. Bei Bedarf kann man Nutzer auch auf ihrer Diskussionsseite mit {{[[Subst:Unterschreiben]]}} hinweisen.

=== Archivieren ===
* Mithilfe von <code><nowiki>{{Erledigt|1=~~~~}}</nowiki></code> kann man einzelne Diskussionsabschnitte als erledigt markieren. Diese werden dann dank [[Vorlage:Autoarchiv-Erledigt|dieser Vorlage]] von einem Bot [[Hilfe:Archivieren#Automatische_Archivierung|automatisch archiviert]].<br>Sollen Beiträge ohne diesen [[Tag (Informatik)|Tag]] archiviert werden, d.h. automatisch nach einer gewissen Zeit, dann ist [[Vorlage:Autoarchiv|diese Vorlage]] zu verwenden.

==== Unsichtbares Archivieren ====
* Hier ist ein Beispiel für einen nicht sichtbaren Auftrag für den [[Benutzer:ArchivBot|ArchivBot]]. Dies kann sinnvoll sein, wenn zum Beispiel schon die "normale" Vorlage zum Automatischen Archivieren eingebunden und sichtbar ist, damit man nicht zweimal diese Box darstellen muss. Eine sollte jedoch zu sehen sein, damit Nutzer wissen, dass auf der entsprechenden Seite archiviert wird.

 <code><nowiki>{{Autoarchiv
|Alter             =7
|Ziel              ='((Lemma))/Archiv'
|Übersicht         =[[Spezial:Präfixindex/((Lemma))/Archiv|Archiv]]
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|Mindestbeiträge   =1
|Zeigen            =Nein
|Mindestabschnitte =0
|Frequenz          =ständig
|Modus             =Alter, Erledigt
}}</nowiki></code>

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=== Tools ===
==== extern ====
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* [http://vs.aka-online.de/wppagehiststat/ Statistik] der Artikelhistory
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* [http://toolserver.org/~mzmcbride/cgi-bin/watcher.py Anzahl Artikel-Beobachter]
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Galerie-Parameter (Größe, blättern):
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* [[Wikipedia:Beitragszahlen/Benutzerblockaden]]
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* [http://wikipedia.ramselehof.de/wikiblame.php Wikiblame] - Wer hat was geschrieben?
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[http://toolserver.org/~soxred93/pcount/index.php?name=Neun-x&lang=de&wiki=wikipedia Beitragszähler Kürschner]

* Erzeugen von Leerstellen <nowiki>* {{0}}{{0}}{{0}}{{0}}5.000 text</nowiki>
'''''Buchstaben einfügen, ohne die fortlaufende Zählung zu unterbrechen'''''
:siehe quelltext
:#erstens
:#zweitens

:UND

:#<li value="3">drittens
'''Anmerkungen''', insbesondere in Tabellen [[Vorlage:FN]]
* [http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Planimeter_Coradi_De.djvu&page=1 Beispiel für Blättern in Commons]

* neuen Absatz bei vielen aufeinanderfolgenden Bildern: <nowiki><br style="clear=both"> oder {{subst=Absatz}}</nowiki> (angewendet bei Pelzreinigung)

* <nowiki>{|class="wikitable" style="text-align:right"</nowiki> Tabelle Schrift rechtsausgerichtet

* Text neben eine Tabelle<nowiki>
<div style="float:left; text-align:left; padding-right:15px">
{| class="wikitable"
|- bgcolor="#CCCCCC"
! width="100"| Ort
! width="150"| Sieger
! width="150"| Zweiter
! width="150"| Dritter
|-
| [[Astana]] || {{DEU|#}} [[Team Erdgas.2012|ERD]] <br />[[Joachim Eilers]]<br />[[Robert Förstemann]]<br />[[Maximilian Levy]] || {{AUS|#}} [[Team Jayco-AIS|JAY]] <br />[[Matthew Glaetzer]]<br />[[Shane Perkins]]<br />[[Scott Sunderland (Bahnradfahrer)|Scott Sunderland]] || {{FRA|#}} <br />[[Mickaël Bourgain]]<br />[[Michaël D'Almeida]]<br />[[Kévin Sireau]]
|-
| [[Cali]] || {{DEU|#}} <br />[[René Enders]]<br />[[Maximilian Levy]]<br />[[Stefan Nimke]] || {{DEU|#}} [[Team Erdgas.2012|ERD]] <br />[[Robert Förstemann]]<br />[[Stefan Bötticher]]<br />[[Joachim Eilers]] || {{VEN|#}} <br />[[Cesar Marcano]]<br />[[Hersony Canelon]]<br />[[Angel Pulgar]]
|}
</div>

<p style="margin-top:1em;">In Cali stellte das deutsche Nationalteam (Enders, Levy, Nimke) in der Qualifikation einen neuen '''[[Liste der Weltrekorde im Bahnradsport|Weltrekord]]''' mit 42,914 Sekunden auf.</p>
</nowiki>
page=1 Beispiel für Blättern in Commons]

* ordnet mehrere Galeriebilder nebeneinander neben dem Text an 
{|class="wikitable" style="text-align:right" Galerietext rechtsbündig

== 2 Spalten ==
== Filmografie (Auswahl) ==
(wird vermutlich nur hier falsch dargestellt (s. notfalls bei Inge Meysel)
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* 1948: [[Liebe 47]]; Regie: [[Wolfgang Liebeneiner]]
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* 1948: [[Liebe 47]]; Regie: [[Wolfgang Liebeneiner]]
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