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Das '''Programmkino Lichtblick''' e.V. ist eine 2003 von Studierenden der [[Universität Paderborn]] gegründete Initiative, die in Kooperation mit dem
Filmtheaterbetrieb [[Cineplex]] Paderborn und der Filmwissenschaft des Institutes für Medienwissenschaft mit öffentlichen, wöchentlich stattfindenden Filmvorführungen die Kinokultur in der Stadt [[Paderborn]] bereichert und die Wahrnehmung von Filmgeschichte ermöglicht. Das Programmkino Lichtblick e.V. tritt für die Wiederbelebung der lokalen Programmkinokultur in der Stadt Paderborn ein.<ref>Webseite des Programmkinos, http://lichtblick.freaque.net/?page_id=4, abgerufen am 07. Juni 2012</ref><ref>http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/mewi/praxis-im-studium/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref><ref>http://www.cineplex.de/kino/events/city40/cat543/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref>
== Gründung ==
Die Idee ein [[Programmkino]] in Paderborn zu gründen, entstand in einem medienwissenschaftlichen Seminar bei Frau Brauerhoch an der Universität Paderborn im Jahr 2003. Als Spielstätte konnte das örtliche Kino Cineplex gewonnen werden, dessen damaliger Betreiber Hans Werner Renneke sich seit jeher für eine Programmkinokultur in Paderborn eingesetzt hatte.
<ref>Blickpunkt:Film, 10.12.2003, http://www.mediabiz.de/film/news/familie-renneke-feiert-75-jahre-kino-in-paderborn/145719, abgerufen am 16. Juni 2012</ref>
== Verein ==
Das Programmkino ist als gemeinnütziger Verein organisiert und im Vereinsregister des Amtsgericht Paderborn eingetragen. Alle Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Mitglied werden können ausschließlich Studierende.<ref>Satzung des Vereins, http://lichtblick.freaque.net/?page_id=94, abgerufen am 17. Juni 2012</ref>
== Ziele ==
Das Programmkino Lichtblick möchte aktuelle Filme aus aller Welt nach Paderborn holen, die vom Mainstream-Kino stiefmütterlich behandelt werden, und ein Publikum an Kinogeschichte teilhaben lassen, indem alte Filme zurück auf die Leinwand gebracht werden, weil die ansässigen Kinos UCI und Cineplex in der Hauptsache aktuelle Filme spielen und die Filmgeschichte meist vernachlässigen. Dabei sollen die Filme nach Möglichkeit in ihrer Originalversion gezeigt werden.
Ein weiteres Ziel ist es Filmschaffende einzuladen, um so über die eigentlichen Filme
hinaus eine Kinokultur in Paderborn zu etablieren. Sie sollen über ihre Filme, bzw.
Tätigkeiten berichten oder die Vorführungen wissenschaftlich fundieren. Ein anderes
Anliegen ist es die Zuschauer und Zuschauerinnen für die spezifische Materialität des
Mediums Film zu sensibilisieren, deren Ästhetik sich nur als Projektion auf der
Leinwand erfahren lässt. <ref>Kurz berichtet, https://www.uni-paderborn.de/fileadmin/mw/Brauerhoch/downloads/Lichtblick_2011.pdf, abgerufen am 17. Juni 2012</ref>
== Filmprogramme ==
Das Programmkino wählt in jedem Hochschulsemester ein Filmprogramm zu
einem selbst erarbeiteten Thema aus und präsentiert dieses im örtlichen Kino Cineplex
Paderborn und im Filmraum der Universität Paderborn. Vorführungen
im Kinoraum der Universität Paderborn finden dann statt, wenn Filme, die der Verein
zeigen will, nur noch als 16mm Kopie verfügbar sind. Diese können nicht im Cineplex
abgespielt werden.
Die Themen der Programme gestalten sich sehr vielfältig. Sexualität im Film, die 68er im Kino, das Format Cinemascope, Psychoanalyse im Film waren nur einige Themen. Im Sommersemester ging es um Untote, Ungeheuer und unbekannte Welten.<ref>Paderborner Blatt, http://www.paderborner-blatt.de/regionales/11168395-untote-ungeheuer-unbekannte-welten-im-programmkino-lichtblick-, abgerufen am 17. Juni 2012</ref> Im Wintersemester 2010/2011 beschäftigte sich das Programmkino mit dem Kultfilm. Im Sommersemester 2011 wurde das Thema Arbeit mit dem Programm ''An die Arbeit'' bearbeitet, im folgenden Semester war das Thema der Skandalfilm.<ref>http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/90662/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref><ref>http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/103681/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref> Im Sommersemester 2012 drehte sich alles um die Zeit. <ref>Filmarchiv auf der offiziellen Homepage: http://lichtblick.freaque.net/?page_id=23, abgerufen am 16. Juni 2012</ref>
== Sonderveranstaltungen ==
Neben und innerhalb der Programmreihen gibt es regelmäßig Sonderveranstaltungen. Dabei kann unterschieden werden zwischen einmaligen Veranstaltungen und wiederkehrenden Veranstaltungen. Letztere sind zum Beispiel die jährlich stattfindende ''Studifilmnacht'' oder die unregelmäßig stattfindende ''Horrorfilmnacht''.<ref>http://www.paderborner-blatt.de/regionales/11169398-di-2206-6-studentenfilmnacht-verspricht-abwechslungsreiches-programm-, abgerufen am 16. Juni 2012</ref><ref>http://newsowl.de/Paderborn-erleuchtet-erneut-106296.html, abgerufen am 16. Juni 2012</ref> Zweimal gelang es auch schon einen Stummfilmabend zu gestalten. Einmal kam ''[[Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens]]'' von [[Friedrich Wilhelm Murnau]] zur Aufführung und beim zweiten Mal ''[[Die Börsenkönigin]]'' mit [[Asta Nielsen]]. Beide Male konnte die renommierte Stummfilmpianistin [[Eunice Martins]] für die Live-Begleitung am Klavier gewonnen werden.<ref>http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/1647/; http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/91112/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref>
Einmalige Veranstaltungen waren zum Beispiel die Vorführung des Dokumentarfilms ''[[Pianomania]]'' in Anwesenheit des Tonmischers und Preisträgers des [[Deutscher Filmpreis | Deutschen Filmpreises]] 2011 [[Ansgar Frerich]], die Aufführung von ''[[fremd gehen. Gespräche mit meiner Freundin]]'' von [[Eva Heldmann]] in Anwesenheit der Hauptdarstellerin Prof. Dr. Annette Brauerhoch im Dezember 2010 oder die Doppelvorstellung der Filme ''[[Jud Süß (Film) | Jud Süß]]'' von [[Veit Harlan]] und ''[[Jud Süß – Film ohne Gewissen]]'' von [[Oskar Röhler]] mit wissenschaftlicher Einführung und anschließender Diskussion im Oktober 2010.<ref>http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/91492/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref><ref>http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/84851/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref><ref>http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/81401/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref> Am 13. Mai 2009 präsentierte das Programmkino Lichtblick e.V. den preisgekrönten Dokumentarfilm ''[[Zuletzt befreit mich doch der Tod]]'' in Anwesenheit der Regisseurin [[Beate Middeke]] und erzielte die bislang am besten besuchte Aufführung des Films. <ref>http://www.beate-middeke.de/, abgerufen am 16. Juni 2012</ref><ref>http://lichtblick.freaque.net/?page_id=327, abgerufen am 16. Juni 2012</ref> ''[[Five Sex Rooms und eine Küche]]'' feierte durch das Engagement der Studierenden am 11.12.2007 seine Deutsche Kinopremiere in Paderborn in Anwesenheit der Regisseurin [[Eva Heldmann]].<ref>http://www.paderkino.de/kritiken/07/five_sex_rooms_und_eine_kueche.html, abgerufen am 16. Juni 2012</ref>
== Kooperationen ==
Das Programmkino arbeitet eng mit der Filmwissenschaft des Instituts für Medienwissenschaft der Universität Paderborn zusammen und zeigt oftmals Filme für Seminare an der Universität. Die Initiative nutzt den Filmraum des Institutes für Medienwissenschaften für 16mm-Projektionen. Seit 2011 ist es für Studierende der Universität Paderborn möglich beim Programmkino Lichtblick einen Praktikumsschein zu erwerben.<ref>http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/mewi/praxis-im-studium/, abgerufen am 17. Juni 2012</ref> Im Laufe der Zeit gab es auch andere Kooperationen, zuletzt mit der Forschergruppe Kulturphänomen Arbeit an der Universität Paderborn für das Programm ''An die Arbeit'' (Sommersemester 2011).
== Bereicherung der Paderborner Kinokultur ==
Mit Einladungen von bekannten Filmschaffenden, wie beispielsweise Eva Heldmann, Beate Middeke oder Ansgar Frerich und Filmwissenschaftlern und Filmwissenschaftlerinnen, wie Drehli Robnik, bereichert das Programmkino die Kinokultur in Paderborn erheblich. Außerdem entsteht ein Dialog zwischen Filminteressierten und Filmschaffenden bzw. Filmwissenschaftlern und somit wird die lokale Programmkinokultur in Paderborn erfolgreich wiederbelebt.
Durch die Initiative kommen Filme zur Aufführung, die es sonst nicht nach Paderborn schaffen würden, zum Beispiel Filme abseits des Mainstreams oder Klassiker der Filmgeschichte, die von den ansässigen Multiplex-Kinos vernachlässigt werden, Filme aus anderen Ländern jenseits der USA, oder Genres jenseits des Actionfilms. Das Programmkino kann durch seine vielfältigen Kontakte Filme aus Filmarchiven aufführen, was für Mainstreamkinos undenkbar wäre. Viele Filme schaffen es aus wirtschaftlichen und Verleih-politischen Gründen leider nicht mehr nach Paderborn, nur durch das Engagement des Programmkinos ist es möglich die Strukturen zu durchbrechen und diese Kopien zu beschaffen.
Mit der Studifilmnacht betreibt die Initiative Nachwuchsförderung, denn hier können Studierende ihre selbstproduzierten Filme einreichen und auf der großen Leinwand im Kino sehen. Damit wird ihnen ein größeres Publikum zu Teil.
== Neuste Entwicklungen ==
In jüngster Vergangenheit versuchte das Programmkino mit verschiedenen Mitteln mehr Kontakt zwischen den Studierenden des Programmkinos und Publikum herzustellen. Dazu wurde unter anderem der Podcast Blickkontakt ins Leben gerufen.<ref>http://lichtblick.freaque.net/?page_id=862, abgerufen am 16. Juni 2012</ref>
== Weblinks ==
* [http://www.lichtblick-kino.de Offizielle Homepage des Programmkinos Lichtblick e.V.]
* [http://www.cineplex.de/kino/events/city40/cat543/ Programmkino Lichtblick e.V. auf der Homepage des Cineplex]
* [http://www.kino.de/kinoprogramm/paderborn/programmkino-lichtblick-k94102/#boxcinematabs=0 Programmkino Lichtblick bei kino.de]
== Einzelnachweise ==
<references />
[[Kategorie:Kino]]
[[Kategorie:Programmkino]]
[[Kategorie:Kultur (Paderborn)]]
[[Kategorie:Verein]]
[[Kategorie:Filmklub]]All content in the above text box is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike license Version 4 and was originally sourced from https://de.wikipedia.org/w/index.php?oldid=104514780.
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