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'''G.718''' ist ein von der [[Internationale Fernmeldeunion#ITU-T]] empfohlener skalierbarer Sprach- und Audio-Codec, der bei den niedrigeren Bitraten-Einstellungen qualitativ hochwertige Schmalband- (250 Hz bis 3,5 kHz) und mit allen Bitraten-Einstellungen qualitativ hochwertige Breitband-Sprachsignale (50 Hz bis 7 kHz) zu reproduzieren vermag. Zusätzlich ist G.718 mit großer Robustheit gegen Blockausfälle entworfen, wodurch die Sprachqualität bei der Benutzung über [[Internet Protocol]] (IP) in Kabel-, Drahtlos- und Mobilfunknetzwerken erhöht wird. Despite its embedded nature, the codec also performs well with both narrowband and wideband generic audio signals.
The codec has an embedded [[scalable]] structure, enabling maximum flexibility in the transport of voice packets through IP networks of today and in future media-aware networks. In addition, the embedded structure of G.718 will easily allow the codec to be extended to provide a superwideband (50 Hz to 14 kHz) and stereo capability through additional layers which are currently under development in [[ITU-T]] Study Group 16. The bitstream may be truncated at the decoder side or by any component of the communication system to instantaneously adjust the bit rate to the desired value without the need for out-of-band signalling. The encoder produces an embedded bitstream structured in five layers corresponding to the five available bit rates: 8, 12, 16, 24 & 32 kbit/s.

Der G.718-Kodierer nimmt breitbandige, mit 16 kHz abgetastete Signale oder schmalbandige, mit 16 oder 8 kHz abgetastete Signale entgegen. Entsprechend kann der Dekodierer mit 16 kHz abgetastete Breitband-Signale oder mit 16 oder 8 kHz abgetastete Schmalband-Signale ausgeben. Schmalbandige Inhalte in einem mit 16 kHz abgetasteten Eingangssignal können vom Kodierer erkannt werden. Der G.718-Codec kann bei 8 und 12 kbit/s eine Frequenzbandbreite von 50 Hz bis 4 kHz und bei 8 to 32 kbit/s eine Bandbreite von 50 Hz bis 7 kHz reproduzieren.

Der qualitativ hochwertige Codec-Kern stellt einen bedeutenden Qualitätsfortschritt gegenüber derzeit erhältlichen Codecs dar, indem er bei 8 kbit/s saubere Breitband-Sprachsignale auf dem Niveau von [[G.722.2]] mit 12,65 kbit/s und saubere Schmalband-Sprachsignale auf dem Niveau von [[G.729]] Annex E mit 11,8 kbit/s ermöglicht.

Der Codec arbeitet mit 20-ms-Blöcken und verursacht eine algorithmische Verzögerung von höchstens 42,875 ms bei Breitband-Signalen. Bei der Verarbeitung von Schmalband-Signalen ergeben sich bis zu 43,875 ms. Der Codec kann auch in einem verzögerungsarmen Modus betrieben werden, wenn die Höchstbitrate auf 12 kbit/s gesetzt wird. In diesem Falle reduziert sich die Verzögerung um 10 ms.

Der Codec bringt auch einen alternativen Kodierungsmodus mit, der eine minimale Bitrate von 12,65 kbit/s hat und mit den Mobilfunk-Breitbandformaten der ITU-T-Empfehlung ''[[G.722.2]]'', mit [[AMR-WB]] vom [[3rd Generation Partnership Project|3GPP]] sowie [[VMR-WB]] vom [[3rd Generation Partnership Project 2|3GPP2]] bitstromkompatibel ist. Diese Einstellung ersetzt Schicht 1 und Schicht 2 und die Schichten 3 bis 5 sind ähnlich zur Standardeinstellung mit der Ausnahme, dass in Schicht 3 wenige weitere Bits eingesetzt werden, um die 12,65 kbit/s an Bitrate zu erreichen. Der Dekodierer kann weiterhin alle übrigen G.722.2-Betriebsmodi dekodieren. G.718 beinhaltet auch einen Modus zur unterbrochenen Übertragung (DTX) und Algorithmen zur Erzeugung von [[Komfortrauschen]] (CNG), welche Bandbreitenersparnisse während Sprechpausen ermöglichen. Ein integrierter Algorithmus zur Störgeräuschunterdrückung kann eingesetzt werden, wenn die Übertragung auf 12 kbit/s beschränkt ist.

Der zugrundeliegende Algorithmus ist eine zweistufige Kodierung: Die unteren Schichten basieren auf [[Code-Excited Linear Prediction|CELP]]-Kodierung des Bandes (zwischen 50 und 6.400 Hz), wo die Kernschicht durch Nutzung von Signalklassifizierung mit blockweise angepassten Kodierungsmodi arbeitet. Die höheren Schichten kodieren das gewichtete Fehlersignal aus den unteren Schichten durch Transformationskodierung mit der [[Modifizierte diskrete Kosinustransformation]] (MDCT). Mehrere Techniken werden eingesetzt um die Kodierung der MDCT-Koeffizienten für eine gute Leistung bei sowohl Sprach- als auch Musiksignalen zu optimieren.

G.718 wurde in der ITU-T Study Group 16 als Teil eines offenen Konsortiums aus neun Organisationen entwickelt; [[Motorola]], [[Nokia]], [[Ericsson]], [[Texas Instruments]], [http://www.voiceage.com VoiceAge Corporation]<ref>{{cite web|url=http://www.voiceage.com/trademarks.php |title=Trademarks |publisher=Voiceage.com |date= |accessdate=2008-11-05}}</ref>, [[Panasonic]], [[Huawei]], [[France Télécom]], [[Qualcomm]].

G.718 wird offiziell als „Schmalband- und Breitband-Sprach- und Audio-Kodierung mit Robustheit gegen Blockausfälle und variabler Bitrate zwischen 8 und 32 kbit/s“ (englisch „Frame error robust narrowband and wideband embedded variable bit-rate coding of speech and audio from 8–32 kbit/s“) beschrieben.

== Weblinks ==
* [http://www.itu.int/rec/T-REC-G.718/en Official ITU-T G.718-Empfehlung]
* [http://tools.ietf.org/html/draft-ietf-avt-rtp-g718-01 RTP payload format for G.718 speech/audio draft-ietf-avt-rtp-g718-01 – Internet Draft]
* [http://www.itu.int/ITU-T/workprog/wp_search.aspx?isn_task=344 ITU-T SG 16 Work Programme (2005–2008) – G.718 (ex G.VBR-EV)]

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== Quellen ==
<references />


[[Kategorie:Audiokompression]]
[[Kategorie:ITU-Empfehlung]]

[[en:G.718]]
[[ja:G.718]]
[[yo:G.718]]

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