Revision 107312085 of "Früheinschulung" on dewiki

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{{Löschantragstext|tag=27|monat=August|jahr=2012|titel=Früheinschulung}}
''kein enzyklopädischer Artikel, das zu 4/5 als "Kritik" getarnter POV. Es handelt sich vielmehr um ein Pamphlet, zu dem dass passende Lemma wäre [[Kritik an der Früheinschulung in Berlin]] und ich bin mir noch nicht einmal sicher, dass das so isoliert überhaupt enzyklopädisch relevant ist.'' [[Benutzer:Hyperdieter|HyDi]] <small>[[Benutzer Diskussion:Hyperdieter|Schreib' mir was!]]</small> 13:12, 27. Aug. 2012 (CEST)

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Mit dem Schuljahr 2005/2006 wurde in Berlin die '''Früheinschulung''' eingeführt. Alle, die bis zum 31. Dezember ihren sechsten Geburtstag feiern, werden schulpflichtig, ohne dass eine Rückstellung möglich ist. Dies hat zur Folge, dass einige Kinder mit dem Zeitpunkt der Einschulung noch fünf Jahre alt sind.<ref>http://www.erziehungskunst.de/fileadmin/archiv_alt/2007/0907p003Frueheinsch.pdf# (27.8.2012)</ref> 

Die Früheinschulung und die vom damaligen Schulsenater [[Klaus Böger]] ([[SPD]]) einberufene Reform des jahrgangsübergreifenden Lernens (JüL) gehörten anfangs zusammen.<ref>Vgl. http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1757208/Experten-fuer-Vorschule-statt-Frueheinschulung.html  (27.08.2012)</ref> Man wollte auf die negativen Ergebnisse der [[Pisa-Studie]] reagieren.<ref>Vgl. Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/erstklaessler-in-berlin-im-zeugnis-stehen-lauter-nette-sachen-doch-zwischen-den-zeilen-verstecken-sich-warnungen-/6992080-2.html (27.08.2012)</ref> 


== Kritik ==

Die Früheinschulung wurde mittlerweile häufig kritisiert, nicht nur von Eltern, sondern auch von Eltern, Wissenschaftlern oder Pädagogen.

Zitate (Auswahl):

'"Diese Zwangsreform war ein großer Fehler", sagt [[Mieke Senftleben]], bildungspolitische Sprecherin der [[FDP]]. Es sei zwar nichts dagegen einzuwenden, wissbegierige Kinder früher einzuschulen, aber diese Möglichkeit dürfe kein Muss sein. Die Stichtagsregelung zur Schulpflicht widerspreche allen Bestrebungen, auf Kinder individuell einzugehen. Es liege auf der Hand, dass nicht alle gleichzeitig schulreif werden, sagt Mieke Senftleben. Auch der Verzicht auf die Vorschule räche sich jetzt.'<ref>morgenpost http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1757208/Experten-fuer-Vorschule-statt-Frueheinschulung.html (27.8.2012)</ref>

<ref>http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/erstklaessler-in-berlin-im-zeugnis-stehen-lauter-nette-sachen-doch-zwischen-den-zeilen-verstecken-sich-warnungen-/6992080-2.html (27.08.2012)</ref>'Swantje Goldbach ist Gründerin des „[http://www.lernwerk.de Lernwerk]s“. 1600 Schüler bekommen dort zurzeit Nachhilfe. „So viele Grundschüler wie jetzt hatten wir noch nie.“ Goldbach ist eine vehemente Gegnerin der Herabsetzung des Einschulungsalters. Schulreif, sagt sie, sei ein Kind, wenn es eine Aufforderung befolgen könne: beispielsweise in seinem Zimmer Socken zu holen und anzuziehen. Lasse sich ein Kind zwischendurch ablenken, bleibe es besser im Kindergarten. Ihr jüngeres Kind wird von heute an eine [[Waldorfschule]] besuchen. Die anthroposophische Lehre, nach der diese Schulform ausgerichtet ist, hält Kinder sogar erst mit sieben Jahren für schulreif.'<ref>http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1757208/Experten-fuer-Vorschule-statt-Frueheinschulung.html</ref>

<ref>Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/erstklaessler-in-berlin-im-zeugnis-stehen-lauter-nette-sachen-doch-zwischen-den-zeilen-verstecken-sich-warnungen-/6992080-2.html (27.08.2012)</ref>'Doch die Reform schafft neue Problemfälle. Eine Studie, bei der 10 000 Schüler in Hessen verglichen wurden, ergab, dass besonders früh eingeschulte Kinder deutlich seltener eine Empfehlung fürs Gymnasium erhalten. Und selbst hochbegabten Kindern bereitet eine frühe Einschulung mitunter im späteren Leben Probleme. Jedenfalls legt das eine alte amerikanische Langzeitstudie nahe, bei der 1500 überdurchschnittlich intelligente Kinder des Jahrgangs 1910 durchs Leben begleitet wurden. Diejenigen, die mit fünf in die Schule gekommen waren, hatten als Erwachsene häufiger „mentale Anpassungsschwierigkeiten“ und neigten eher zu Alkoholmissbrauch. Letztlich starben sie sogar früher. Doch nur im Durchschnitt. Viele der frühreifen Probanden führten trotzdem ein langes und gesundes Leben.'

<ref>http://www.tagesspiegel.de/berlin/frueheinschulung-schon-in-der-ersten-klasse-ueberfordert/6964690.html (27.08.2012)</ref>'„Es verfolgt Kinder ein Leben lang, wenn sie zu früh eingeschult wurden“, befürchtet Mutlu [[[Özcan Mutlu]], Grüne, Anm. Verf.]. Der Einwand der Bildungsverwaltung, dass die überforderten Kinder doch ein Jahr länger in der Schulanfangsphase verbleiben könnten, überzeugt den [[Grünen]] nicht. Er hielte es für besser, die Kinder länger in der Kita zu lassen. Das seien doch auch Bildungseinrichtungen. Landeselternsprecher [[Güner Peiritsch]] sagte, er kenne „keine Befürworter“ des Berliner Sonderwegs, Kinder mit fünf einzuschulen. Wie Mutlu plädiert er dafür, „das Verfahren umzudrehen“. In der Folge müssten nicht Rückstellungen, sondern Früheinschulungen beantragt werden.
Die Umsetzung der ambitionierten Grundschulreform von 2005 scheitert laut [[FU]]-Erziehungswissenschaftler Hans Merkens daran, dass es „im Kern keine Personalentwicklung“ gegeben habe. Die Politik habe darauf vertraut, dass die Lehrer die neuen Herausforderungen durch „Learning by doing“ bewältigen könnten. Dies sei aber „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Fehleinschätzung gewesen“. Inge Hirschmann vom Grundschulverband führt die Probleme darauf zurück, dass die Reform personell nicht ausreichend unterfüttert worden sei. Die Kinder länger in der Kita zu lassen, hält sie aber für den falschen Weg, „weil die Erzieherausbildung zu wünschen übrig lässt“. FU-Wissenschaftler Merkens hält dem entgegen, dass es auch den Lehrern an einer „systematischen Fortbildung mangelt“. In der Folge würden die „Risikogruppen“ nicht ausreichend gefördert.'

<ref>Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/erstklaessler-in-berlin-im-zeugnis-stehen-lauter-nette-sachen-doch-zwischen-den-zeilen-verstecken-sich-warnungen-/6992080-2.html (27.08.2012)</ref>'Hans Merkens, Professor für [[Erziehungswissenschaft]] an der FU, findet, dass „im Prinzip“ gegen eine Vorverlegung des Einschulungsalters nichts spreche. Nur müssten die Bedingungen an den Schulen, das Raumangebot und die Qualifikation der Lehrer auf kleinere Kinder zugeschnitten werden. Die Schulen mühen sich, sich auch für die Jüngsten als freundliche Orte zu präsentieren. Am vergangenen Freitag und Samstag haben sie zum Beispiel wieder ihre aufwendigen Einschulungsfeierlichkeiten organisiert, auf denen ältere Schüler den Neulingen und deren Eltern Tanzeinlagen vorführten. Und in JüL-Klassen werden den Schulanfängern ältere Kinder als Paten zur Seite gestellt.'

== Einzelnachweise ==
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