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[[Datei:Haus am Kleistpark Berlin Schöneberg Grunewaldstrasse 6 7 03.10.2011 16-36-11 ShiftN.jpg|miniatur|Haus am Kleistpark in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]]]

Die als '''Haus am Kleistpark''' bekannte kommunale Galerie ist der größte und traditionsreichste Ausstellungsort im [[Bezirk Tempelhof-Schöneberg]]. Das Konzept der Galerieleiterin Barbara Esch Marowski sieht vor, sowohl in Berlin lebenden, zeitgenössischen Künstler/innen einen Ort und damit Öffentlichkeit zu geben, als auch Beispiele von international wichtigen künstlerischen Positionen zu vermitteln.

In kulturhistorischen Ausstellungen soll die Möglichkeit eröffnet werden, gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen.

Ein Schwerpunkt der kuratorischen Arbeit liegt auf der künstlerischen Fotografie, was auch in der jährlichen Ausschreibung des Foto-Arbeitsstipendiums Tempelhof-Schöneberg deutlich wird. Im Rahmen der Künstler/innenförderung wird jährlich der Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis ausgeschrieben.

Kooperationen wie mit der Universität der Künste, der Karl-Hofer-Gesellschaft, dem Landesarchiv Berlin, dem Frauenmuseum Berlin oder dem Aktiven Museum sind wesentlicher Bestandteil des Konzeptes.

== Geschichte ==
[[Datei:Grunewaldstrasse_haus_am_kleistpark_eingang.JPG|miniatur|Eingang]]
1506 war im heutigen [[Heinrich-von-Kleist-Park]] der Küchen- und Apothekergarten des Kurfürsten Joachim I. angelegt worden. 1679 wurde das Areal zum Botanischen Garten umgewidmet, im Jahr 1878 gabe es dort bereits 17.000 kultivierte Pflanzen und 36 Gewächshäuser sowie Lehr- und Forschungseinrichtungen.

1880 wurde das heutige HAUS am KLEISTPARK als Königlich Botanisches Museum fertiggestellt und beherbergte Hörsäle, eine Bibliothek sowie ein [[Herbarium]].

1907 erfolgte der Umzug des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums nach Berlin-Dahlem. Das Haus am Kleistpark erfuhr in der Folgezeit verschiedene öffentliche Nutzungen. Während der NS-Zeit hatte hier die Naturdenkmalpflege als "Reichsstelle für Naturschutz " ihren Sitz. Für eine kurze Zeit war in dem Haus auch eine Abteilung der "Reichsstelle für das Schulwesen" untergebracht.

Im Januar 1944 zerstörte eine Bombe ein Drittel des Gebäudes. Trotz zahlreicher Bemühungen um Wiederaufbau wurde das Haus nach Kriegsende nur notdürftig repariert, der Nord-Ostflügel fehlt bis heute.
Nach 1945 wurde das Gebäude lange Zeit von der "Hauptstelle für Erziehungs- und Schulwesen" genutzt. Es folgte von 1967-75 die Volkshochschule des Bezirks Schöneberg, später die Musikschule, die bis heute Erdgeschoss und 1. Stock des Gebäudes für ihren Unterricht nutzt.

1967 zog das Kunstamt Schöneberg unter der Leitung von Georg Zeller in das Gebäude ein und nutzt seit dieser Zeit die Räume des ehemaligen [[Herbarium]]s im 2. Stock unter dem Namen HAUS am KLEISTPARK als kommunale Galerie. Mit fast 300 m2 Ausstellungsfläche ist sie seitdem eine der größten und räumlich attraktivsten kommunalen Galerien in Berlin, in der Kunstausstellungen, Lesungen und kulturhistorische Ausstellungen statt finden.

In den 70er Jahren lag der Schwerpunkt der Ausstellungstätigkeit bei den Berliner Realisten; es folgten Künstler, die der heftigen Malerei zuzuordnen sind. Im nördlichen Schöneberg hatte sich in den Fabrikgebäuden der Hinterhöfe eine rege Künstlerszene angesiedelt. Legendär wurde die bereits 1964 gegründete Selbsthilfegalerie "Großgörschen 35". Es folgten 1978 die "Kulmerstraße" und 1980 die Produzentengalerie "Garage".

Von 1982 bis 2011 2011 wurde das Kunstamt von Katharina Kaiser geleitet. Sie setzte Schwerpunkte in Ausstellungen zu zeitgenössischer Kunst und kulturhistorischen Fragestellungen sowie zu aktueller und historischer Fotografie. 

Seit Juli 2011 leitet Barbara Esch Marowski die Galerie.

== Ausstellungen ==
Im zweiten Obergeschoss präsentiert das Haus am Kleistpark in drei Räumen seit 1982 internationale Künstler.

* 2010: ''Kulturelle Bildung''.
* 2010: ''Lette 2010'' Design-Nachwuchs aus dem Lette-Verein.
* 2010: ''Gute Karten'' Stipendiaten/innen und Preisträger/innen der UdK 2008-2010.
* 2010: ''Jugend-Kunst-Schule'' Arbeiten aus den Kursen und Projekten der Jugendkunstschule.
* 2010: ''Positionen 1960-2010'' GEDOK Berlin.
* 2010: ''Codes, Chiffren, Zeichen'' Preisträger/innen des "IBB-Preises für Photografie" 2007-2009.
* 2010/11: ''Fotopreis/ Fotostipendiaten 2010'' Preisträger: Arnd Wieder.
* 2011: ''Vom Sehen und Leben'' Gertrude Sandmann, Retrospektive.
* 2011: ''Berlin, Blicke'' Ein Fotopreis schreibt subjektive Stadtgeschichte 1990 bis 2010.
* 2011: ''Kernfragen'' 9. Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis.
* 2011: ''Tina Bara, Alba D´Urbano !Perla_Miseria!'' Fotografie, Video und Installation.
* 2011: ''Kunst-Stücke'' Arbeiten aus Kursen und Projekten der Jugendkunstschule Tempelhof-Schöneberg.
* 2011/12: ''Fotopreis/ Fotostipendiaten'' 2011, Preisträger: Frank Silberbach
* 2012: ''Gute Karten'' Stipendiaten/innen und Preisträger/innen der UdK Berlin 2010 – 2012.
* 2012: ''GUTE GESCHÄFTE'' Kunsthandel in Berlin 1933 – 1945.
* 2012: ''[[Hildegard Ochse]] 1935- 1997 – Das Vermächtnis einer Autorenfotografin''.
* 2012: ''KONSTELLATIONEN'' 10. Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis.

== Kunstpreise ==

=== Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis ===
Seit 202 wird der Tempelhof-Schöneberger Kunstpreis verliehen. 
Jedes Jahr zeichnet der Preis drei Künstler aus. 
2012 hat die unabhängige Jury, aus 269 Bewerbungen, unter dem Vorsitz von Dr. Marc Wellmann 20 Künstler/innen für die Ausstellung zum Kunstpreis ausgewählt:
Ludwig Bräutigam, Harriet Groß, Alexander Habisreutinger, Jan Klopfleisch (1. Preisträger), Jan Klopfleisch, Anna Kolod, Betina Kuntzsch (2. Preisträgerin), Petra Lottje, Ono Ludwig, Beatrice Minda, Yvonne Roeb, Susanne Ruoff (3. Preis), Daniel Schlemme, Egon Schrick (Sonderpreis der Jury), Suzanna Skiba, Johanna Smiatek, Matthias Stuchtey, Ralf Tekaat, Johannes Vogl und Anne Vorbeck.

=== Tempelhof-Schöneberger Foto-Arbeitsstipendium ===

Gefördert wird zeitgenössische Fotografie, die sich im weitesten Sinne mit der Realität des Großstadtbezirks Tempelhof-Schöneberg auseinandersetzt. Nicht nur der Stadtraum und die Menschen, sondern auch die soziographisch - psychologische Realität des Bezirks und seiner Ortsteile kann Thema der Arbeit sein. 
Dem Arbeitsstipendium liegt ein Verständnis von künstlerischer Dokumentarfotografie zugrunde, das eine Spanne ästhetischer Konzepte und Ausdrucksformen von der klassischen Autorenfotografie bis zu konzeptuellen Arbeiten zulässt.  

Ziele des Stipendiums sind die Künstlerförderung und die Erweiterung des bestehenden historischen Fotoarchivs des Bezirks um eine zeitgenössische Sammlung.

Die bisherigen Preisträger heißen: Karine Azoubib, Peter Bajer, Ute und Bernd Eickemeyer, Ludovic Fery, Fred Hüning, André Kirchner, Wolf Klein, Hans-Peter Klie, Natalie Kriwy,  Karl-Ludwig Lange, Thomas Leuner, Winfried Mateyka, Michael Nager, Ildar Nazyrov,  Jens-Oliver Neumann, Lothar-Michael Peter, Nelly Rau-Häring, Florian Rexroth, Frank Silberbach, Orit Simantov, Arnd Weider, Janina Wick.  


== Weblinks ==
{{Commonscat}}
* [http://www.hausamkleistpark.de Webpräsenz des Haus am Kleistpark]

== Einzelnachweise ==
<references />

[[Kategorie:Galerie in Berlin]]
[[Kategorie:Berlin-Schöneberg]]