Revision 107948569 of "Benutzer:Carbenium/WIP/Facebook-Party" on dewiki{{Infobox Website
| Logo = [[Datei:Facebook.svg|Logo von Facebook]]
| url = [https://www.facebook.com/ www.facebook.com]
| Kommerziell = ja
| Beschreibung = Gemeinschaftsportal bzw. Online-Kontaktnetzwerk (siehe [[soziale Software]])
| Sprachen = 74 Sprachversionen
| Registrierung = ja
| Eigentümer = [[Facebook Inc.]]
| Urheber = [[Mark Zuckerberg]],<br />[[Dustin Moskovitz]] <small>(Mitgründer)</small>,<br />[[Chris Hughes (Unternehmer)|Chris Hughes]] <small>(Mitgründer)</small>, [[Eduardo Saverin]] <small>(Mitgründer)</small>
| Erschienen = 4. Februar 2004
| Jahreseinnahmen = 2 Mrd. [[US-Dollar|USD]] <small>(2010)</small><ref>[http://www.bloomberg.com/news/2010-12-16/facebook-sales-said-likely-to-reach-2-billion-this-year-beating-target.html facebook sales said likely to reach 2 billion this year beating target] bei [[bloomberg.com]], aufgerufen am 20. August 2008</ref>
| Slogan = {{"|Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.}}
| Mitglieder = ca. 800 Mio.<ref name="Mitgliederzahl Die Presse">[http://www.diepresse.com/home/techscience/internet/695543/800-Millionen-nutzen-Facebook-einmal-im-Monat ''800 Millionen nutzen Facebook mindestens einmal im Monat''], [[Die Presse]], vom 23. September 2011, aufgerufen am 30. September 2011</ref><ref name="Mitgliederzahl Der Standard">[http://www.derstandard.at/1316733436483/Wachstum-800-Millionen-User-nutzen-Facebook-monatlich ''800 Millionen User nutzen Facebook monatlich''], vom 23. September 2011, aufgerufen am 30. September 2011</ref>
| AlexaRank = 4 (am 10. Juni 2009)<ref>[http://www.alexa.com/topsites [[Alexa Internet|Alexa]]-Rangliste], aufgerufen am 9. Mai 2008</ref>
}}
'''Facebook''' ({{EnS}} sinngemäß „Studenten-Jahrbuch“) ist eine [[Website]] zum Erstellen und Betreiben [[Soziales Netzwerk (Internet)|sozialer Netzwerke]], die der [[Facebook Inc.]] mit Sitz im kalifornischen [[Menlo Park]] gehört.
Die Plattform wurde 2004 von [[Mark Zuckerberg]] gegründet, der damals an der [[Harvard University|Harvard-Universität]] als [[College#USA, Kanada|Sophomore]] Psychologie studierte. Er hatte zuvor [[Facemash]], ein inoffizielles bebildertes Jahrgangsverzeichnis erstellt, bei dem Studenten die Bilder anderer Kommilitonen im Internet bewerten konnten. In Harvard war die offizielle Online-Umsetzung der offiziellen, gedruckten Jahrgangsverzeichnisse aufgrund von Datenschutzbedenken nur langsam in Gang gekommen. Das erweiterte Konzept verbreitete sich zunächst über die [[Ivy League|Ivy-League]]-Universitäten und anschließend weltweit.<ref name="Crimson">{{cite web|work=Harvard Crimson|url=http://www.thecrimson.com/article/2004/2/9/hundreds-register-for-new-facebook-website/|date=2004-02-09|title=Hundreds Register for New Facebook Website|author=Alan J. Tabak| accessdate=2011-11-07}}</ref> Die Plattform erreichte im September 2011 rund 800 Millionen Mitglieder weltweit.<ref name="Mitgliederzahl Die Presse" /><ref name="Mitgliederzahl Der Standard" />
Das Facebook zugrunde liegende Konzept wie auch die zugehörige Firma stehen seit der Gründungszeit regelmäßig aufgrund der damit verbundenen Offenlegung von direkt Einzelpersonen zuzuordnenden Bildern und Daten wie wegen mangelhafter Datenschutzpraktiken in der Kritik.<ref>[http://www.test.de/themen/computer-telefon/test/Soziale-Netzwerke-Datenschutz-oft-mangelhaft-1854798-1855976/ Soziale Netzwerke: Datenschutz oft mangelhaft] – Artikel bei [[test.de]]</ref> Zudem werden zahlreiche Verstöße gegen das [[Datenschutz]]recht der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] und der [[Europäische Union|Europäischen Union]]<ref>http://europe-v-facebook.org/DE/de.html</ref> geäußert.
[[Datei:MarkZuckerberg.jpg|miniatur|[[Mark Zuckerberg]], Gründer von Facebook]]
== Geschichte ==
[[Mark Zuckerberg]] entwickelte ''facemash.com'', den Vorgänger von Facebook, im Oktober 2003, während er an der [[Harvard University]] war. Dem ''Harvard Crimson'' zufolge war diese Website vergleichbar mit der Website ''Hot or Not'' und stellte ein Bewertungssystem für Studenten am [[Campus]] dar.<ref name="autogenerated2007">Locke, Laura. [http://www.time.com/time/business/article/0,8599,1644040,00.html "The Future of Facebook"], Time Magazine, July 17, 2007. Retrieved November 13, 2009.</ref> Er stellte dazu die Fotos verschiedener Studentinnen, ohne eine Erlaubnis eingeholt zu haben, ins Netz und forderte die Besucher der Seite auf, die Attraktivität von je zwei zufällig ausgewählten Personen anhand ihrer Fotos zu bewerten. Nach massiven Protesten zog er die Seite wenige Tage später wieder zurück. Laut eigener Aussage wurde ihm durch diese Erfahrung bewusst, dass er bei zukünftigen Projekten mehr Wert auf Sicherheit legen und die Verletzung von [[Urheberrecht]]en vermeiden müsse.<ref>{{cite news|url=http://web.archive.org/web/20050403215543/www.thecrimson.com/article.aspx?ref=357292 |title=Hundreds Register for New Facebook Website |first=Alan J. |last=Tabak |date=2004-02-09 |publisher=Harvard Crimson| accessdate=2011-07-23}}</ref>
Mark Zuckerberg gründete das Unternehmen am 4. Februar 2004<ref>[http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/der-facebook-chef-und-seine-dunkle-vergangenheit/1715278.html Der Facebook-Chef und seine dunkle Vergangenheit] – Artikel bei [[Der Tagesspiegel|Tagesspiegel online]] vom 8. März 2010, abgerufen am 3. Februar 2011</ref> und entwickelte Facebook gemeinsam mit den Studenten [[Eduardo Saverin]], [[Dustin Moskovitz]] und [[Chris Hughes (Unternehmer)|Chris Hughes]] im Februar 2004 an der Harvard University ursprünglich nur für die dortigen [[Student]]en.
2004 stieg auch [[Sean Parker]] (Mitbegründer von [[Napster]]) als Berater in das Facebook-Team ein und bekam 7 Prozent Anteile an Facebook. Nachdem Parker wegen Kokainbesitzes verhaftet worden war, war er dazu gezwungen, Facebook zu verlassen.
Später wurde die Website für Studenten in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] freigegeben. Weitere Expansionsschritte dehnten die Anmeldemöglichkeit auch auf [[High School]]s und auf Unternehmensmitarbeiter aus. Im September 2006 konnten sich auch Studenten an ausländischen [[Hochschule]]n anmelden, später wurde die Seite für beliebige Nutzer freigegeben. Im Frühjahr 2008 wurde die Website neben Englisch auch in den Sprachen Deutsch, Spanisch und Französisch angeboten,<ref>{{cite web | publisher=Facebook | url=http://blog.facebook.com/blog.php?post=10056937130 | title=Facebook around the world. | accessdate=2008-02-13}}</ref> ab zweitem Quartal 2008 folgten weitere Sprachen, so dass heute über 80 [[Lokalisierung (Softwareentwicklung)|Lokalisierungen]] angeboten werden.
== Funktionen ==
Jeder Benutzer verfügt über eine [[Profilseite]], auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann. Auf der Pinnwand des Profils können Besucher öffentlich sichtbare Nachrichten hinterlassen oder Notizen/[[Blog]]s veröffentlichen. Alternativ zu öffentlichen Nachrichten können sich Benutzer persönliche Nachrichten schicken oder [[chat]]ten. Freunde können zu Gruppen und Events eingeladen werden. Facebook verfügt zudem über einen Marktplatz, auf dem Benutzer Kleinanzeigen aufgeben und einsehen können. Durch eine Beobachtungsliste wird man über Neuigkeiten, z. B. neue Pinnwandeinträge auf den Profilseiten von Freunden informiert. Die Benutzer auf Facebook sind in Universitäts-, Schul-, Arbeitsplatz- und Regionsnetzwerke eingeteilt.
=== Anwendungen ===
Das Unternehmen öffnete im Mai 2007 seine Plattform für Anwendungen von Drittanbietern. Entwicklern steht über die ''Facebook Platform'' eine [[Programmierschnittstelle]] (API) zur Verfügung, mit der sie Programme schreiben können, die sich dem Design von Facebook anpassen und nach Erlaubnis der Nutzer auf deren Daten zugreifen können.<ref>{{cite web | publisher=facebook developers | date=27. Mai 2007 | url=http://developers.facebook.com/news.php?blog=1&story=21 | title=Facebook Platform Launches | accessdate=2009-06-20}}</ref> Facebook-Mitglieder können die angebotenen Programme in ihre Profilseiten integrieren. Die Bandbreite umfasst Spiele und andere Kommunikationsanwendungen. Nach Unternehmensangaben waren im Oktober 2009 mehr als 350.000 Applikationen verfügbar.<ref>{{cite web | publisher=facebook | url=http://blog.facebook.com/blog.php?topic_id=222173789127 | title=New Ways to Find and Engage With Your Favorite Applications | accessdate=2010-02-10}}</ref> Allerdings erreicht nur ein kleiner Teil davon mehr als 100.000 Nutzer im Monat. Mit über 75 Millionen aktiven Nutzern<ref>{{cite web|url=https://www.facebook.com/FarmVille|title=Facebook's FarmVille Seite|publisher=Facebook|accessdate=2010-01-25|date= 2010-01-25}}</ref> ist das Onlinespiel ''[[FarmVille]]'' die derzeit beliebteste Facebook-Applikation.
Beobachter bewerten die Öffnung der Plattform als wichtigen Schritt, um die Attraktivität von Facebook zu erhöhen und damit die Nutzerzahl zu steigern.<ref>{{cite web | publisher=Netzwertig.com | date=2008-12-14 | url=http://netzwertig.com/2008/12/14/die-aera-der-facebook-applikationen-ist-vorbei/ | title=Die Ära der Facebook-Applikationen ist vorbei | accessdate=2009-06-20}}</ref> Allerdings wuchs das Angebot derart rasant, dass Nutzer über die Unübersichtlichkeit klagten. Einige Applikationen sind vor allem darauf ausgelegt, sich möglichst schnell zu verbreiten. Das Unternehmen geht mittlerweile gegen ''Application Spam'' vor, indem es im Rahmen eines sogenannten ''Verification Program'' vertrauenswürdige und sichere Anwendungen besser platziert und ihnen ein entsprechendes Logo verleiht.<ref>{{cite web | publisher=Washington Post | date=2007-08-29 | url=http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/08/29/AR2007082900041_pf.html | title=Facebook cracks down on developer spam | accessdate=2009-06-20}}</ref><ref>{{cite web | publisher=New York Times | author=Brad Stone | date=2008-07-24 | url=http://www.nytimes.com/2008/07/24/technology/24facebook.html?partner=rssnyt | title=New Tool From Facebook Extends Its Web Presence | accessdate=2009-06-20}}</ref>
=== Connect ===
Mit ''Facebook Connect'' bietet das Unternehmen eine Lösung zur [[Single Sign-on|Einmalanmeldung]] an. Registrierte Nutzer können über diese Funktion ihre Anmeldedaten auf anderen Websites verwenden, ohne sich dort registrieren zu müssen. In bestimmten Fällen ist es zudem möglich, Inhalte wie das Profil, Fotos, Kontaktlisten und Kommentare mitzunehmen. Im Gegenzug zeigt Facebook Aktivitäten in den jeweiligen Portalen in seinem eigenen Angebot an, so dass die Freunde eines Mitglieds diese sehen können.<ref>{{Internetquelle |url=http://blog.facebook.com/blog.php?post=41735647130 |titel=Facebook Across The Web | date=2008-12-04 |zugriff=2010-02-07}}</ref>
Nach einer Testphase ging der Anmeldedienst im Dezember 2008 an den Start. Mittlerweile unterstützen ihn nach Unternehmensangaben mehr als 240.000 Websites und Geräte, mehr als 60 Millionen Nutzer greifen jeden Monat darauf zu.<ref>{{cite web | publisher=TechCrunch | date=9. Dezember 2009 | url=http://www.techcrunch.com/2009/12/09/60-million-people-a-month-use-facebook-connect/ | title=60 Million People A Month Use Facebook Connect | accessdate=2010-02-06}}</ref> Unter den Kooperationspartnern sind namhafte Unternehmen wie [[Yahoo|Yahoo!]], [[Lufthansa]], die [[The Washington Post|Washington Post]] oder in Deutschland das Online-Portal [[Bild (Zeitung)|Bild.de]].<ref>{{Internetquelle |url=http://meedia.de/nc/details/article/bildde-vernetzt-sich-mit-facebook_100019528.html |titel=Bild.de vernetzt sich mit Facebook | date=2009-04-20 | zugriff=2011-12-30}}</ref>
Auch mehrere Spielkonsolen verwenden den Anmeldedienst. Nutzer der mobilen Konsole [[Nintendo DSi]] können beispielsweise mit der integrierten Kamera gemachte Bilder auf Facebook hochladen. Die [[Xbox 360]] erlaubt seit einer Aktualisierung den direkten Zugriff auf das Netzwerk. Mit der [[PlayStation 3]] können Spieler Transaktionen im PlayStation-Store und neu erhaltene Trophäen auf der persönlichen Facebook-Seite anzeigen lassen.
Der Nachfolger von ''Facebook Connect'', das ''Open Graph protocol'', wurde 2010 auf der f8-Entwicklerkonferenz vorgestellt.<ref name="developers_379">{{Internetquelle |url=http://developers.facebook.com/blog/post/379 |titel=After f8 - Resources for Building the Personalized Web | date=2010-04-28 | zugriff=2010-07-22}}</ref>
=== Open Graph ===
Das ''Open Graph protocol'' ist der Nachfolger der Schnittstelle ''Facebook Connect'' und bietet Entwicklern Zugang zur Facebook-Plattform. Über die [[Programmierschnittstelle|API]] können Entwickler auf einfache Weise auf die Daten des sozialen Netzwerks zugreifen und eigene Anwendung programmieren. Im Rahmen der f8-Entwicklerkonferenz 2010<ref name="developers_379"/> hat Facebook verschiedene vorprogrammierte Lösungen für externe Websites vorgestellt, die sogenannten sozialen Erweiterungsmodule ({{EnS|„Social [[Plug-in|Plugin]]“}}). Über diese Plug-ins können Website-Betreiber einfach kleine Anwendungen mit minimalem Programmieraufwand im eigenen [[Webportal|Portal]] integrieren.<ref>{{Internetquelle |url=https://developers.facebook.com/docs/plugins/ |titel=Social plugins | date=2010-07-22 |zugriff=2011-09-22}}</ref> Die beliebtesten Plug-ins sind der ''Like Button'', die ''Like Box'' und die ''Facebook Comment Box''. Des Weiteren existieren Anwendungen für Empfehlungen, einen „Activity Stream“ oder die Anmeldung mit Facebook.<ref>{{Internetquelle |url=http://facebookmarketing.de/connect/facebook-social-plugins-like-button-recommendations-activity-feed-like-box-usw-die-neuen-und-alten-plugins-im-uberblick |titel=Facebook Social Plugins: Like Button, Recommendations, Activity Feed, Like Box usw. – Die neuen und alten Plugins im Überblick | date=2010-07-22 |zugriff=2010-07-22}}</ref>
Abgesehen von diesen vorprogrammierten Lösungen kann jeder Entwickler selbst mit dem Open Graph seinen Webauftritt erweitern und mit Facebook verbinden. Die Daten des Nutzers erhält eine Website allerdings erst dann, wenn der Nutzer dies ausdrücklich selbst autorisiert hat. So ist z. B. [[Single Sign-on|Einmalanmeldung]] über Facebook ohne Weiteres möglich. Die konkreten Anwendungsfälle des Open Graphs können sehr unterschiedlich sein, da jeder Entwickler selbst entscheidet, wie er konkret mit den Daten umgeht.
Bereits wenige Tage nach der Vorstellung des Open Graphs wurden die Funktionen auf über 100.000 Websites eingebunden.<ref>{{Internetquelle |url=http://developers.facebook.com/blog/post/382
|titel=After f8: Personalized Social Plugins Now on 100,000+ Sites | date=2010-05-11 |zugriff=2010-07-22}}</ref> Mittlerweile nutzen über eine Million Websites die verschiedenen Funktionen des Open Graphs.<ref>{{Internetquelle |url=http://facebookmarketing.de/zahlen_fakten/infografik-500-millionen-nutzer |titel=Facebook Infografik – 500 Millionen Nutzer & Facebook Nutzung in Deutschland | date=2010-07-22 |zugriff=2010-07-22}}</ref>
=== Mobil ===
Spezielle Facebook-[[Client]]s sind mittlerweile für verschiedene mobile Plattformen verfügbar ([[Windows Mobile]], [[BlackBerry]], [[Apple iPhone]]/[[Apple iPod touch|iPod touch]], [[S60]], [[Android (Betriebssystem)|Android]], [[HP webOS]], [[Bada (Betriebssystem)|bada]] etc.). Außerdem gibt es drei mobile Portale für mobile [[Webbrowser|Browser]] mit und ohne [[Touchscreen|Sensorbildschirm]]-Unterstützung, sowie einer rein Text-basierenden Seite, die aus einigen ausgewählten Handynetzen kostenlos erreichbar ist.<ref name="facebookzero">{{Internetquelle |url=http://www.basicthinking.de/blog/2010/09/01/kostenloser-facebook-zugriff-e-plus-fuehrt-kostenlose-sparversion-ein/ |titel=Facebook Zero |zugriff= 7. Dezember 2010}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=http://www.facebook.com/mobile/ |titel=More Facebook Mobile Products |zugriff=24. Oktober 2009}}</ref>
Des Weiteren besteht ein Angebot zur Statusaktualisierung und verschiedenen anderen Funktionen per [[Short Message Service|SMS]], welcher jedoch in Deutschland nur aus dem [[Telefónica Germany|O2]]-Netz funktioniert. In Österreich werden [[A1 Telekom Austria|A1]] und [[Drei (Mobilfunkmarke)|3]] unterstützt. Der Versand der SMS an die Nummer 2665 (BOOK) bzw. 13225 in Österreich kostet den normalen SMS-Tarif. Der Empfang der Nachrichten von Facebook (z. B. Statusmeldungen, neue Nachrichten usw.) ist kostenlos. Zum Freischalten muss eine SMS mit dem Buchstaben „f“ an die 2665 gesendet werden, anschließend erhält der Nutzer einen Code auf dem Mobiltelefon, den er bei Facebook angeben muss und die Nummer daraufhin freigeschaltet wird.
Seit dem 1. September 2010 ist es, wie bereits längere Zeit in anderen Ländern, aus dem gesamten [[E-Plus]]-Netz möglich, unter dem Dienst ''Facebook Zero'' (durch den Aufruf der Adresse ''0.facebook.com'') kostenlos auf Facebook zuzugreifen. Dabei werden jedoch keine Bilder oder andere Multimedia-Inhalte angezeigt. Zum Anzeigen dieser muss auf die gewöhnliche mobile Seite gewechselt werden, wodurch ohne [[Flatrate|Pauschaltarif]] Internetkosten entstehen.<ref name="facebookzero"/>
Am 13. Oktober 2010 hat Facebook eine Funktion zum Einrichten von Einmal-Passwörtern eingerichtet. Der Nutzer muss zuvor seine Handynummer im Portal freigeschaltet haben. Durch den Versand einer SMS mit dem Inhalt ''otp'' an die ''2665'' wird der Nutzer anhand der Handynummer identifiziert und ihm ein temporäres Passwort zugeschickt, das 20 Minuten lang gültig ist. um mehr Sicherheit bei der Benutzung von öffentlichen Internetzugängen zu gewährleisten.
=== Orte ===
Mitte August 2010 stellte [[Mark Zuckerberg]] eine zusätzliche Funktion vor: ''Facebook-Orte'' ({{EnS|„Facebook Places“}}).<ref>[http://www.youtube.com/watch?v=xs8I2hFO2TI YouTube - Mark Zuckerberg presents Facebook Places]</ref> Diese Erweiterung ermöglicht den Nutzern anderen mitzuteilen, wo sie sich gerade befinden und mit wem sie gerade zusammen sind. Außerdem kann sich ein Nutzer anzeigen lassen, welche Freunde gerade ihren Standort mitgeteilt haben.<ref>[https://blog.facebook.com/blog.php?q=Facebook+Places Niet compatibele browser | Facebook<!-- Bot generated title -->]</ref> Dieser [[Standortbezogene Dienste|standortbezogene Dienst]] stellt eine Adaption der [[Gowalla]]- und Foursquare-Funktion dar und wurde zunächst nur in den Vereinigten Staaten gestartet. Die Einführung des Dienstes in Deutschland fand am 5. Oktober 2010 statt. Die Funktion ist nur in den Facebook-Anwendungen und über die Facebook-Website für [[Smartphone]]s verfügbar.
Seit dem 3. November 2010 bietet Facebook mit dem neuen Produkt ''Deals'' Marketingmöglichkeiten für lokale Unternehmen.<ref>[http://www.thomashutter.com/index.php/2010/11/facebook-facebook-bringt-facebook-deals-fur-places Facebook: Facebook bringt Facebook Deals für Places] bei ''www.thomashutter.com''</ref> Der Dienst heißt in der deutschen Version „Facebook-Angebote“ und wurde am 31. Januar 2011 in Deutschland vorgestellt.<ref>[http://facebookmarketing.de/news/facebook-angebote-deals-in-deutschland-online-15-millionen-facebook-nutzer-in-deutschland Facebook Angebote (Deals) startet in Deutschland & 15 Millionen Facebook Nutzer in Deutschland] bei ''facebookmarketing.de''</ref> Beim Start des neuen Dienstes haben verschiedenste Unternehmen mitgewirkt und Rabatte angeboten.<ref>[http://facebookmarketing.de/places/facebook-angebote-diese-unternehmen-sind-beim-launch-in-deutschland-dabei-cinemaxx-douglas-e-sprit-gravis-vapiano ''Facebook Angebote'' – diese Unternehmen sind beim Launch in Deutschland dabei: Cinemaxx, Douglas, E-Sprit, Gravis, Vapiano…] bei ''facebookmarketing.de''</ref>
=== Timeline ===
Am 16. Dezember 2011 wurde die Funktion Timeline freigeschaltet. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit, mit Facebook einen Lebenslauf zu erstellen.<ref>[http://www.focus.de/digital/internet/facebook/facebook-internet-netzwerk-startet-timeline-chronik-in-deutschland_aid_694389.html Facebook-Internet-Netzwerk startet Timeline-Chronik in Deutschland] – Artikel bei [[focus.de]]</ref>
=== Videoanrufe ===
In Kooperation mit [[Skype]] stellt Facebook die Funktion unter dem Motto „Manchmal sind Emoticons einfach nicht genug“ vor. Hiermit soll es möglich sein, eine [[Videokonferenz]] mit Freunden und Bekannten, die eine [[Webcam]] besitzen, herzustellen. Diese Funktion ist seit dem 1. September 2011 für alle Nutzer in Deutschland verfügbar.
== Technik ==
Facebook betreibt in seinen Rechenzentren [[CentOS]]-Server – früher mit [[Apache HTTP Server|Apache]], heute mit einer eigenen HTTP-Server-Software –, sowie mit [[PHP]] und einem selbst entwickelten Datenbanksystem namens [[Apache Cassandra|Cassandra]]. Eine Anbindung von externen Clients an die interne Chat-Plattform wird über das [[XMPP]]-Protokoll realisiert, wobei die Kommunikation zu anderen XMPP-Servern unterbunden wird. Zahlreiche Eigenentwicklungen aus der Installation werden als [[freie Software]] veröffentlicht: die Datenbank ''Cassandra'', [[HipHop]], Tornado, Thrift, Scribe …<ref>[https://developers.facebook.com/opensource/ developers.facebook.com/opensource/]</ref> Als „Gold“-Sponsor des Apache-Projektes fördert Facebook die freie Software auch finanziell mit 40.000 US-Dollar jährlich.
=== Infrastruktur ===
Jeff Rothschild gab in einer Präsentation Anfang Oktober 2009 bekannt, dass die Infrastruktur von Facebook aus 30.000 Servern bestehe.<ref>{{Internetquelle|url=http://www.datacenterknowledge.com/archives/2009/10/13/facebook-now-has-30000-servers/|titel=Facebook Now Has 30,000 Servers|autor=Rich Miller|hrsg=Data Center Knowledge|datum=13. Oktober 2009|zugriff=15. Oktober 2009|sprache=Englisch}}</ref> Anhand einer im Juni an der ''Velocity Conference'' von Tom Cook (Facebook) veröffentlichten Präsentation dürfte die Anzahl der in der Infrastruktur genutzten Server sich innerhalb von neun Monaten auf rund 60.000 verdoppelt haben.<ref>{{cite web|publisher=thomashutter.com|url=http://www.thomashutter.com/index.php/2010/06/facebook-aktuelle-zahlen-im-hintergrund/|title=Zahlen zu Facebook (Juni 2010).|accessdate=2010-07-08}}</ref>
== Seitenkategorien ==
Facebook bietet nicht nur Privatpersonen die Möglichkeit eine Seite zu erstellen und zu betreiben, sondern mit einem breit gefächerten Angebot für Künstler, bekannte Personen, Unternehmen und Marken.
Facebook unterscheidet folgende Seitenkategorien:<ref>{{cite web | publisher=Facebook Inc. | url=https://www.facebook.com/pages/create.php | title=Facebook – Seite erstellen | accessdate=2011-09-22}}</ref>
* Lokales Unternehmen oder Ort;
* Unternehmen, Organisation oder Institution;
* Marke oder Produkt;
* Künstler, Band oder öffentliche Person;
* Unterhaltung;
* Anliegen oder Gemeinschaft.
Derartige Auftritte sind Teil des Social Media Marketings bzw. der Public-Relations-Aktivitäten. Mögliche Ziele der Auftritte:
* den Aufbau und die Pflege eines positiven Markenimages zu begünstigen,
* die Bekanntheit zu steigern,
* die Besucherzahlen einer Website zu optimieren,
* die Kundenakquisition positiv zu beeinflussen (Word-of-Mouth; Empfehlungsmarketing),
* die Kundenbindung zu erhöhen,
* Produkte/Dienstleistungen/Angebote weiterzuentwickeln (Innovationsmanagement; z. B. Diskussion von möglichen Produkteigenschaften) und
* potenzielle Mitarbeiter zu rekrutieren (Social Recruiting; Einblick in die Unternehmenskultur).
In der Regel gelingt die Akquisition von Fans auf Facebook einfacher, je emotionaler ein Produkt oder Dienstleistung ist. Selbstverständlich hat der Bekanntheitsgrad des Produktes einen überaus hohen Einfluss auf den Erfolg einer Seite.
== Wirtschaftliche Lage ==
Facebook hat nach der Gründung im Jahr 2004 in mehreren Runden rund 1,24 Milliarden Dollar Kapital zur [[#Finanzierung|Finanzierung]] erhalten. Das Geschäftsmodell basiert vor allem auf Werbung, Gebühren für die Mitgliedschaft schließt das Unternehmen aus. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet es laut Medienberichten rund 2 Milliarden Dollar Umsatz.<ref name="bloomberg1">{{internetquelle |url=http://www.bloomberg.com/news/2010-12-16/facebook-sales-said-likely-to-reach-2-billion-this-year-beating-target.html|titel=Facebook sales likely to reach 2 billion this year beating target|zugriff= 5. Januar 2011}}</ref> Im Februar 2010 wurde in [[Hamburg]] die erste Deutschland-Filiale eröffnet, um die Zusammenarbeit von Marken und Unternehmen mit Kunden oder Fans auf Facebook zu verbessern. Die Deutschland-Filiale firmiert als ''Facebook Germany GmbH''.<ref>[https://www.handelsregister.de/ Amtsgericht Hamburg HRB 111963], abgerufen am 14. September 2011</ref>
=== Geschäftsmodell ===
Die Facebook-Nutzung ist für Mitglieder kostenlos. Einnahmen soll vor allem das Werbegeschäft bringen. In den Vereinigten Staaten hat das Unternehmen den größten Anteil am Markt für Bannerwerbung (Stand: November 2010).<ref>{{Internetquelle |url=http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2010/11/U.S._Online_Display_Advertising_Market_Delivers_22_Percent_Increase_in_Impressions |titel=U.S. Online Display Advertising Market Delivers 22 Percent Increase in Impressions vs. Year Ago |autor=Lipsman, Andrew |datum=8. November 2010 |zugriff=2011-01-05 |sprache=englisch}}</ref> Im Dezember 2010 wurde bekannt, dass Facebook in seinem Dienst neue E-Commerce-Angebote integrieren möchte.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.businessweek.com/technology/content/dec2010/tc20101217_877527.htm |titel=Facebook Ramps Up Big E-Commerce Drive |autor=Kharif, Olga |datum=20. Dezember 2010 |zugriff=2010-12-22 |sprache=englisch}}</ref> Dieser ''Social-Shopping-Marktplatz'' soll eine Alternative zum klassischen [[Elektronischer Handel|Online-Shopping]] darstellen, aber auch neue Mitglieder anlocken und zudem höhere Werbeeinnahmen generieren.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Social-Media/Onlinehandel-im-Social-Network-Facebook-will-Shoppingcenter-werden-52239.html |titel=Facebook setzt auf Social Shopping: Das Netzwerk wird zum Einkaufszentrum |autor=Redaktion Internet World Business |datum=22. Dezember 2010 |zugriff=2010-12-22}}</ref>
=== Kennzahlen ===
Da das Unternehmen nicht börsennotiert ist und eingeschränkten Publikationspflichten unterliegt, sind keine genauen Geschäftszahlen bekannt. Medien berichteten, dass der Umsatz 2008 rund 300 Millionen Dollar betrug, 2009 rund 800 Millionen Dollar.<ref>{{internetquelle |url=http://www.forbes.com/forbes/2010/1011/rich-list-10-technology-facebook-google-laws-zuckerberg-we-trust.html|titel=In Zuckerberg we trust|zugriff= 5. Januar 2011}}</ref> Für 2010 erwarte das Unternehmen einen Umsatz von rund 2 Milliarden Dollar, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg.<ref name="bloomberg1" /> Ob das Unternehmen Gewinne schreibt, ist nicht bekannt. Facebook erklärte im September 2010 aber, im damals abgelaufenen Quartal einen positiven Cashflow erreicht zu haben.<ref>{{internetquelle |url=http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/0,2828,649371,00.html|titel=Facebook in den schwarzen Zahlen|zugriff= 5. Januar 2011}}</ref>
Anfang 2011 wurden vertrauliche Kennzahlen bekannt, die nur an Investoren verteilt wurden. Für die ersten neun Monate 2010 soll Facebook 355 Millionen US-Dollar netto verdient haben, bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Geschäftszahlen seien jedoch nicht von einer Revisionsstelle geprüft worden. Das Unternehmen soll 50 Milliarden US-Dollar wert sein.<ref>[http://www.fr-online.de/wirtschaft/facebook-lueftet-geheimnis/-/1472780/5113872/-/index.html Facebook lüftet Geheimnis] in: [[Frankfurter Rundschau]] vom 7. Januar 2011</ref><ref>[http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/facebook_geschaeftszahlen_goldman_sachs_1.9016298.html Facebook lässt sich in die Karten blicken] in: [[NZZ Online]] vom 7. Januar 2011</ref>
=== Finanzierung ===
Facebook hat in mehreren Finanzierungsrunden rund 1,24 Milliarden Dollar Kapital eingesammelt. Der erste Investor war der Internet-Unternehmer [[Peter Thiel]]. Auch der Softwarekonzern [[Microsoft]] hat sich an dem Unternehmen beteiligt. Das russische [[Investmentunternehmen|Investment-Unternehmen]] [[Mail.ru Group]] (früher Digital Sky Technologies) schoss in mehreren Schritten knapp 500 Millionen Dollar hinzu. Im Januar 2011 beteiligte sich nach einem bislang unbestätigten Bericht der [[The New York Times|New York Times]] auch die US-Investmentbank [[Goldman Sachs]] mit rund 400 Millionen Dollar. Das Geldhaus soll zudem eine besondere Anlageform entwickeln, über die ausgewählte Kunden in Facebook investieren können. So sollen weitere 1,5 Milliarden Dollar zusammenkommen.<ref name="dealbook">{{Internetquelle |url=http://dealbook.nytimes.com/2011/01/02/goldman-invests-in-facebook-at-50-billion-valuation/ |titel=Goldman Offering Clients a Chance to Invest in Facebook|zugriff= 5. Januar 2010}}</ref>
Mehrere Konzerne, darunter [[Yahoo]] und [[Viacom]], versuchten, Facebook vollständig zu übernehmen, die Gründer lehnten jedoch alle Angebote ab.<ref>[http://www.crunchbase.com/company/facebook Crunchbase]</ref>
{| class="wikitable zebra"
|+ Finanzierungsrunden
|- class="hintergrundfarbe5"
! Datum !! Investor !! Summe !! Quelle
|-
| style="text-align:right;"| 2004
| [[Eduardo Saverin]]
| style="text-align:right;"| 19.000 [[US-Dollar|USD]]
| rowspan="3" |
|-
| style="text-align:right;"| Juni 2004
| [[Peter Thiel]]
| style="text-align:right;"| 500.000 USD
|-
| style="text-align:right;"| Mai 2005
| [[Accel Partners]] (Investmentunternehmen)
| style="text-align:right;"| 12,7 Mio. USD
|-
| style="text-align:right;"| April 2006
| Konsortium geführt von Greylock Partners (Investmentunternehmen)
| style="text-align:right;"| 27,5 Mio. USD
| style="text-align:center;"| <ref>{{internetquelle |url=https://www.facebook.com/press/info.php?factsheet |titel=Facebook-Fakten |zugriff= Januar 2010}}</ref>
|-
| style="text-align:right;"| Oktober 2007
| [[Microsoft]]
| style="text-align:right;"| 240 Mio. USD
| rowspan="2" |
|-
| style="text-align:right;"| November 2007
| [[Li Ka-shing]]
| style="text-align:right;"| 60 Mio. USD
|-
| style="text-align:right;"| Mai bis Dezember 2009
| [[Mail.ru Group]]
| style="text-align:right;"| 400 Mio. USD
| style="text-align:center;"| <ref>{{internetquelle |url=https://www.facebook.com/press/releases.php?p=103711 |titel=Facebook Receives Investment From Digital Sky Technologies |zugriff= 9. Februar 2010}}</ref><ref>{{internetquelle |url=http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zeitung-DST-erhoeht-erneut-Anteil-an-Facebook-889327.html |titel=Zeitung: DST erhöht erneut Anteil an Facebook |zugriff= 9. Februar 2010}}</ref>
|-
| style="text-align:right;"| Januar 2011
| [[Goldman Sachs]], [[Mail.ru Group]]
| style="text-align:right;"| 500 Mio. USD
| style="text-align:center;"| <ref name="dealbook"/>
|}
Mit der Einführung einer neuen Aktienstruktur – die den bisherigen Anteilseignern mehr Kontrolle sichert – hat das Unternehmen einen möglichen Börsengang vorbereitet.<ref>{{internetquelle |url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,663375,00.html |titel=Neue Aktienstruktur: Facebook fädelt Börsengang ein |zugriff= 9. Februar 2010}}</ref>
=== Marktwert ===
Da Facebook nicht börsennotiert ist, kann der Marktwert nur grob ermittelt werden, etwa anhand von Investitionen in das Unternehmen oder dem Handel von Mitarbeiteraktien auf dem Sekundärmarkt.<ref>{{Internetquelle|hrsg=[[Financial Times Deutschland]]|titel=Verdoppelter Sekundärwert: Die nächste Internetblase wächst|url=http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:verdoppelter-sekundaerwert-die-naechste-internetblase-waechst/50209392.html |datum=2010-12-27|zugriff=2011-01-05}}</ref> Im Januar 2011 wurde der Marktwert auf ca. 50 Milliarden US-Dollar taxiert.<ref>{{Internetquelle|hrsg=[[Spiegel Online]]|titel=Soziales Netzwerk: Goldman-Deal treibt Facebook-Wert auf 50 Milliarden Dollar|url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,737425,00.html |datum=2011-01-03|zugriff=2011-01-03}}</ref><ref>{{Internetquelle|autor=[[Michael Arrington]]|hrsg=[[TechCrunch]]|titel=Facebook Now Worth $50 Billion In Secondary Trading|url=http://techcrunch.com/2010/11/29/facebook-now-worth-50-billion-in-secondary-trading/ |datum=2010-11-29|zugriff=2010-11-30|sprache=en}}</ref><ref>{{Internetquelle|autor=[[Michael Arrington]]|hrsg=[[TechCrunch]]|titel=Accel Sold Big Chunk Of Facebook Stock At $35 Billion Valuation|url=http://techcrunch.com/2010/11/19/accel-facebook-chunks-of-stock |datum=2010-11-19|zugriff=2010-11-22|sprache=en}}</ref>
=== Eigentümerstruktur ===
Größte Anteilseigner sind [[Mark Zuckerberg]] (24 %), [[Chris Hughes (Unternehmer)|Chris R. Hughes]] (12 %), [[Digital Sky Technologies]] (6,9 %),<ref>{{internetquelle|hrsg=wallstreet online |url= http://www.wallstreet-online.de/nachricht/2867336-presse-russische-firma-erhoeht-anteil-an-facebook |titel=Russische Firma erhöht Anteil an Facebook |datum=17.12.2009 |zugriff=2009-12-18}}</ref> [[Dustin Moskovitz]] (6 %), [[Peter Thiel]] (5,1 %), [[Eduardo Saverin]] (5 %)<ref name="effect">{{cite book |title=The Facebook Effect |author=David Kirkpatrick |page=322 }}</ref> und [[Microsoft]] (1,6 %).
Im Januar 2011 wurde bekannt, dass [[Goldman Sachs]] 450 Millionen Dollar in Facebook investiert hat und [[Digital Sky Technologies]] weitere 50 Millionen.<ref name="sueddeutsche">[http://www.sueddeutsche.de/geld/investment-facebook-deal-goldman-wittert-riesengeschaeft-1.1042178 Facebook-Deal: Goldman wittert Riesengeschäft]</ref> Der Wert des sozialen Netzwerks wird mit dem Deal auf 50 Milliarden Dollar (37 Milliarden Euro) gesteigert.<ref name="sueddeutsche"/> Die Beteiligung von Goldmann Sachs entspräche also ca. 0,9 %.
Mit dem Geschäftsabschluss wurde bekannt, dass Goldman Sachs zusätzlich bis zu 1,5 Milliarden Dollar von weiteren Investoren für Facebook einsammeln werde.<ref name="sueddeutsche"/> Digital Sky Technologies hatte vorher bereits eine halbe Milliarde Dollar in das soziale Netzwerk investiert,<ref name="sueddeutsche"/> Microsoft hatte im Jahr 2007 bei einem geschätzten Firmenwert von 15 Milliarden US-Dollar für seine 1,6 % 250 Millionen Dollar gezahlt.<ref>[http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article1296068/Microsoft_schnappt_sich_Mini_Anteil_an_Facebook.html Microsoft schnappt sich Mini-Anteil an Facebook] , welt.de, 24. Oktober 2007, abgerufen am 31. August 2011</ref>
Facebook-Gründer Zuckerberg hat einen Börsengang bislang abgelehnt, die Führung des Unternehmens zieht aber möglicherweise einen Börsengang im Jahr 2012 in Erwägung.<ref name="sueddeutsche"/>
== Kritik ==
=== Generelle Kritik am Datenschutz bei Facebook ===
Facebook steht regelmäßig für seine Datenschutzpraktiken in der Kritik. Besonders hervorzuheben ist hierbei ein Bericht der [[Stiftung Warentest]], der den Datenschutz zehn führender sozialer Netzwerke miteinander vergleicht. Facebook belegt hierin zusammen mit [[LinkedIn]] und [[Myspace]] die hintersten Plätze aufgrund „erheblicher Mängel“ beim Datenschutz.<ref name="StiftungWarentest">[http://www.test.de/themen/computer-telefon/test/Soziale-Netzwerke-Datenschutz-oft-mangelhaft-1854798-1855976/ Datenschutz bei Onlinenetzwerken], Stiftung Warentest, 25. März 2010, abgerufen am 31. August 2011</ref>
Oft berufen sich Facebook-Befürworter darauf, dass ein guter Datenschutz bei sozialen Netzwerken systembedingt kaum möglich sei. Allerdings zeigen andere soziale Netzwerke wie studiVZ und schülerVZ laut dem Test, dass ein deutlich besserer Umgang mit Nutzerdaten durchaus möglich ist.<ref name="StiftungWarentest" />
=== Anonyme Registrierung ===
Auf Facebook ist es möglich, sich mit einer fiktiven Identität anzumelden. Der Nutzer wird jedoch ausdrücklich dazu aufgefordert, sich mit seinem echten Vor- und Nachnamen sowie seinem Geburtsdatum anzumelden. Die Eingabe von zwei Namen (also Vor- und Nachname) ist erforderlich. Zwar findet keine Überprüfung der realen Identität eines Benutzers statt, jedoch löschte Facebook schon mehrmals in automatisierter Form ohne Vorwarnung Profile mit ungewöhnlichen Namen, hinter denen ohne Einzelrecherche unechte Identitäten vermutet wurden.<ref>The Sydney Morning Herald: [http://www.smh.com.au/news/technology/biztech/banned-for-keeps-on-facebook-for-odd-name/2008/09/25/1222217399252.html Banned for keeps on Facebook for odd name]</ref> Dadurch wurden auch Profile real existierender Personen gelöscht. Die Veröffentlichung von persönlichen Daten ist den Nutzern freigestellt.
=== Ausspionieren fremder E-Mail-Kontakte ===
Bei der Eröffnung eines Facebook-Kontos wird nicht sofort überprüft, ob die Person der Besitzer der angegebenen E-Mail-Adresse ist. So kann der Anmelder eine fremde E-Mail angeben und über die Funktion „Freunde finden“ 20 Personen sehen, mit welchen der E-Mail-Besitzer Kontakt hatte.<ref>http://www.fr-online.de/digital/neues-datenleck-bei-facebook/-/1472406/4750408/-/index.html</ref>
=== Offenlegung privater Daten bei bloßer Kenntnis der E-Mail-Adresse ===
Facebook hat eine Kooperation mit den Mailprovidern [[GMX]] und [[Web.de]]. Wenn z. B. ein GMX-Nutzer Nachrichten an eine E-Mail-Adresse eines Facebook-Nutzers schreibt, wird der GMX-Nutzer darüber informiert, dass der Empfänger seiner E-Mail bei Facebook registriert ist und wie dessen Vor- und Nachname lautet. Während der Registrierung bei Facebook wird darauf nicht hingewiesen. In den [[Frequently Asked Questions|häufig gestellten Fragen]] von GMX gibt es einen Eintrag, der den Zusammenhang erläutert und eine – nicht mehr aktuelle – Anleitung enthält, wie diese Funktion in den Einstellungen von Facebook deaktiviert werden kann.<ref>[http://faq.gmx.de/messages/email/facebook_integration_im_postfach/1.html Wie kann ich verhindern, dass E-Mail-Absendern mein Facebook-Account angezeigt wird?] auf den [[FAQ]]-Seiten von [[GMX]]</ref>
=== Personalisierte Werbung ===
Am 7. Oktober 2007 kündigte Facebook an, in allen vorhandenen Nutzerprofilen von mehr als 50 Millionen registrierten Nutzern personalisierte Werbung zuzulassen. Dabei sollen den bislang interessierten 60 Konzernen und Unternehmen persönliche Daten der Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Neben Alter, Geschlecht, Lieblingsbeschäftigungen, Wohnort, politischer Überzeugung, Lieblingsbüchern und -filmen umfassen die bereitgestellten Informationen auch den Bildungsstand und Hinweise auf persönliche Beziehungen.
Dagegen wendet sich in den Vereinigten Staaten erste Kritik, wie von Facebook-Nutzer Nate Weiner im Gespräch mit AP: „Was wäre, wenn du ein Buch bei Amazon kaufst, das ‚Der Umgang mit Aids‘ heißt, und jeder einzelne deiner Freunde erfährt davon?“ Denn das Problem ist, dass nun ein Unternehmen immer mehr persönliche, schlecht zu kontrollierende Angaben seiner Kunden (mit deren formeller Erlaubnis) speichert, das aber im Alltag nicht bewusst macht.<ref>[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,druck-519295,00.html Spähwerbung empört Facebook-Nutzer], in [[Der Spiegel|spiegel online]] vom 23. November 2007</ref>
Ein Artikel im ''[[The Guardian|Guardian]]'' vom 14. Januar 2008 kritisierte die Gründer und Besitzer des Unternehmens in zahlreichen Punkten. Unter anderem zeigte er auf, wie die [[Libertarismus|libertäre]] Gesinnung des Investors [[Peter Thiel]], eines aus Deutschland stammenden [[Hedgefonds]]-Managers, einen Einfluss auf die Funktionsweise und Ausrichtung des Unternehmens haben könnte.<ref>
{{Literatur
| Autor=Tom Hodgkinson
| Titel=With friends like these ...
| Sammelwerk=[[The Guardian]]
| Band=
| Nummer=2008-01-14
| Jahr=2008
| Seiten=
| Online=http://www.guardian.co.uk/technology/2008/jan/14/facebook
}}
</ref>
=== Verwertung von Nutzerdaten ===
Facebook änderte im Februar 2009 die Nutzungsbedingungen ({{EnS|„Terms of Service“}}) dahin gehend, dass das Unternehmen die Daten von Mitgliedern zeitlich unbegrenzt verwenden durfte – auch nach Löschung bzw. Deaktivierung eines Nutzerkontos. Die Regelung betraf beispielsweise Kommentare, Fotos und Videos.<ref>[http://consumerist.com/5150175/facebooks-new-terms-of-service-we-can-do-anything-we-want-with-your-content-forever facebooks new terms of service: we can do anything we want with your content – forever] – ''consumerist.com'' über die Änderung der Terms of Service]</ref> Nach massiven Protesten von Nutzern, Daten- und Verbraucherschützern wurden die Regeln zunächst wieder auf den Stand vor den Änderungen zurückgesetzt.<ref>[https://blog.facebook.com/blog.php?post=54746167130 Update on Terms] im Facebook-Unternehmensblog 17. Februar 2009. Abgerufen am 18. Februar 2007.</ref> Zudem kündigte das Unternehmen an, in bestimmten Fällen seine Nutzer künftig über Regeländerungen abstimmen zu lassen.<ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-will-basisdemokratisch-werden-201652.html Facebook will basisdemokratisch werden] – Artikel bei [[heise.de]] vom 27. Februar 2009</ref> Im April 2009 stellte Facebook modifizierte Nutzungsbedingungen zur Abstimmung, in denen Nutzern der Besitz ihrer Informationen zugesichert wird. Eine Mehrheit der Teilnehmer befürwortete die neuen Regeln.<ref>[http://derstandard.at/1240549828177 Facebook gibt sich trotz missglückter Abstimmung neue Regeln] – [[Der Standard|Der-Standard]]-Artikel vom 25. April 2009</ref>
Obwohl die Inhalte (z. B. Fotos) im Besitz der Nutzer bleiben, erhält Facebook das Recht, alle Inhalte kommerziell zu nutzen und die Nutzungsrechte an Dritte weiterzugeben.<ref>[https://www.facebook.com/terms.php?ref=pf Niet compatibele browser | Facebook<!-- Bot generated title -->]</ref> Auch nach der Änderung der Nutzungsbedingungen kommt Facebook immer wieder wegen seiner lockeren Datenverwertung in die Schlagzeilen. So speichert das Unternehmen nach einer Aktualisierung auf dem Mobiltelefon Kontaktdaten. Aber auch über eine Suchfunktion, über die Mitglieder die noch nicht gefundenen Freunde auf Facebook mit den Daten aus der E-Mail-Kontaktliste des E-Mail-Anbieters abgleichen und finden können, werden Daten von Nicht-Mitgliedern dauerhaft und ungefragt gespeichert.<ref>[http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,8037973,00.html Facebook sammelt Kontaktdaten von Nicht-Mitgliedern] – Artikel bei [[heute.de]] vom 20. Februar 2010</ref> Zuletzt wurden die Nutzungsbedingungen von Facebook indirekt durch ein Urteil des [[Oberlandesgericht Köln|Oberlandesgerichtes Köln]] bestätigt. Ein Nutzer hat ein Foto von sich in seinem Nutzerprofil veröffentlicht. Eine [[Personensuchmaschine]] hatte dieses übernommen. Das Oberlandesgericht Köln wies die auf Unterlassung gerichtete Klage des Nutzers mit der Begründung zurück, dass dieser mit der Einstellung seines Fotos seine Einwilligung in einen Zugriff durch die Personensuchmaschine zumindest [[Konkludentes Handeln|konkludent]] erklärt hätte. Zudem hätte er von der ihm von Facebook in den Nutzungsbedingungen eingeräumten Möglichkeit der Sperre gegenüber Suchmaschinen keinen Gebrauch gemacht, auf die das Gericht ausdrücklich verwiesen hat.<ref>[http://www.dfn.de/fileadmin/3Beratung/Recht/1infobriefearchiv/DFN_Infobrief_08_10.pdf Steigert: Konkludente Einwilligung durch Einstellen eines Fotos ins Internet], [[DFN]]-Infobrief 08/2010, 8]</ref><ref>[http://www.rechtsfreund.at/news/index.php?/archives/485-Foto-bei-Facebook-Einwilligung-fuer-Personensuchmaschine-123people.html Foto bei Facebook - Einwilligung für Personensuchmaschine] – Artikel vom 13. August 2010 bei ''rechtsfreund.at''</ref>
=== Auswertung/Nutzung durch Nachrichtendienste und Polizei ===
Nutzer von Facebook willigen automatisch, mit der Annahme der Datenschutzbestimmungen von Facebook, der Nutzung und Verwendung aller Personendaten von mit Facebook kooperierenden Partnern zu. Hierzu gehören – nach Aussage seriöser Pressequellen über verdeckte Nutzerprofile – auch deutsche und ausländische Polizeibehörden sowie die CIA und staatliche Stellen der USA über den Zugang als Miteigentümer des Netzwerkes. Das erklärte politische Ziel der USA ist es, Touristen bereits vor einer Einreise in die USA überprüfen zu können.
So berichtete anfang 2008 die Presse,<ref>[http://www.guardian.co.uk/technology/2008/jan/14/facebook With friends like these ...] auf der Internetpräsenz von [[The Guardian]]</ref><ref>[http://articles.cnn.com/2008-09-05/tech/facebook.spies_1_facebook-social-networking-site-space?_s=PM:TECH CIA, FBI push 'Facebook for spies'] bei [[CNN|CNN tech]]</ref><ref>[http://www.nzherald.co.nz/technology/news/article.cfm?c_id=5&objectid=10456534 [[nzherald]]: ''Facebook - the CIA conspiracy'']</ref> dass die Finanzierung von Facebook über Firmenbeteiligungen des CIA bzw. des Heimatschutzministeriums auch eine Zusammenarbeit von Facebook mit den Nachrichtendiensten der USA nahe legten. So soll Facebook bereits im Jahr 2005 von dem als Tarn- und Beteiligungsfirma des CIA tätigen Unternehmen [[Accel Partners]] Geld erhalten haben. Von dem dort als Vorstand verantwortlichen Gilman Louie ist gleichzeitig eine Vorstandstätigkeit bei der Firma [[In-Q-Tel]] bekannt, welche im Jahr 1999 von der CIA gegründet wurde, um mit dem Aufbau einer globalen Datenbank zur Einreisekontorlle zu beginnen. Auch die Firma [[Greylock Venture]] gehörte zu den frühen Investoren von Facebook. Howard Cox, Seniorpartner dieses Unternehmens, war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Aufsichtsrat von In-Q-Tel tätig. Die US-Geheimdienste können Facebook in ihrer Rolle als Minderheitseigner professioneller durchsuchen und ein hochwertigeres Datamining für geheimdienstliche Zwecke liefern als über verdeckte Nutzerprofile, da für sie als Miteigentümer ähnlich wie für Drittfirmen mit Entwicklerzugang für die Programmierung eigner [[App]]s, ein qualitativ hochwertigerer Zugriff auf die Nutzerdaten möglich ist und nicht die Profilbeschränkungen zur Sichtbarkeit der Inhalte gelten, wie für regulär angemeldete Teilnehmer.
Mitte 2009 wurde bekannt, dass die [[iran]]ische Polizei Facebook-Profile verwendet, um bei Verhören den Freundeskreis von Regimegegnern und Demonstranten auszumachen und namentlich zu identifizieren.<ref>tagesschau.de: {{Tagesschau|ID=iran638|Beschreibung=Bericht eines iranischen Bloggers - „Markiere die Gesichter deiner Freunde!“|AlteURL=http://www.tagesschau.de/ausland/iran638.html}}</ref>
In Deutschland nutzen [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]], [[Bundespolizei (Deutschland)|Bundespolizei]] und [[Bundeszollverwaltung|Zoll]] Facebook für offene wie auch verdeckte Ermittlungen.<ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Virtuelle-Ermittler-in-sozialen-Netzen-1279004.html Virtuelle Ermittler in sozialen Netzen] – Artikel bei [[heise.de]]</ref> In einigen deutschen [[Land (Deutschland)|Ländern]] nutzt die Polizei die in Facebook veröffentlichten Profilbilder zur Ermittlung von Verkehrssündern.<ref>[http://www.mopo.de/panorama/polizei-jagt-raser-mit-facebook,5067140,8543310.html Polizei jagt Raser mit facebook] bei ''www.mopo.de''</ref><ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-statt-Revier-Polizei-rationalisiert-Verkehrssuender-Abgleich-1259342.html Facebook statt Revier – Polizei rationalisiert Verkehrssünder-Abgleich] – Artikel bei [[heise.de]]</ref>
=== Vergangene zwangsweise Veröffentlichung von privaten Nutzerdaten ===
Im November 2009 veränderte Facebook die Standardeinstellungen zur Privatsphäre. Die Voreinstellungen sind nun so, dass möglichst viele Informationen öffentlich sichtbar sind. Darüber hinaus waren bestimmte Informationen, darunter Name, Profilfoto, Freunde und Gruppenzugehörigkeiten seitdem immer öffentlich sichtbar, auch wenn Nutzer zuvor andere Einstellungen vorgenommen hatten – die früheren Schutzmöglichkeiten waren bei diesen Punkten entfallen. Im Mai 2010 wurden diese Missstände durch umfassende Veränderung und Vereinfachung der Privatsphären-Einstellungsmöglichkeiten behoben.<ref>http://www.golem.de/1005/75376.html</ref> Seitdem sind lediglich Name, Profilbild und Nutzer-ID immer für alle anderen Facebook-Nutzer sichtbar, sämtliche anderen Informationen können über die Privatsphären- oder Profileinstellungen auf nicht-öffentlich gestellt werden. Die Internet-weite Auffindbarkeit, z. B. durch Suchmaschinen („Öffentliche Suche“), kann für sämtliche Informationen ausgestellt werden.
=== Extremistische Einträge ===
Auf Facebook existieren zahlreiche Benutzerseiten mit extremistischem Inhalt, z. B. Seiten zu Diktatoren.<ref>[http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Stalin-20-Auf-Facebook-leben-Nazis-und-Kommunisten-weiter/story/26174046 Stalin 2.0: Auf Facebook leben Nazis und Kommunisten weiter] – Artikel bei [[tagesanzeiger.ch]]</ref>
Im April 2009 hatte eine Benutzerin über 200 [[Nazi]]-Seiten gesammelt, mit beispielsweise Namen wie ''[[Großdeutsches Reich|Großdeutschland]]'', ''[[Erwin Rommel]] Fan Club'' oder ''[[Holocaust]] Party'', mit meist [[NS-Propaganda]]. Sie schrieb daraufhin einen offenen Brief an Facebook mit der Aufforderung, die Profile der Neonazis zu löschen, oder es komme zu einer Anzeige wegen Volksverhetzung. Am 17. April 2009 stoppte die [[Deutsche Telekom]] ihre Werbung auf Facebook mit Hinweis auf „rechtsextreme“ Websites auf dem Portal.<ref>{{Cite web | last = N. | first = N. | title = Wegen rechtsextremer Einträge - Telekom stoppt Facebook | accessdate = 2010-01-10 | url = http://www.sueddeutsche.de/computer/812/465403/text/
}}</ref> Auch die [[Bundeszentrale für politische Bildung]] beobachtete Facebook.<ref>[http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Facebook-droht-Anzeige-wegen-NaziProfilen/story/19565267 Facebook droht Anzeige wegen Nazi-Profilen] – Artikel bei [[tagesanzeiger.ch]]</ref><ref>[http://www.heise.de/newsticker/Telekom-stoppt-wegen-Neonazi-Profilen-Werbung-auf-Facebook--/meldung/136346 Telekom stoppt wegen Neonazi-Profilen Werbung auf Facebook] – Artikel bei [[heise.de]]</ref> Facebook erklärte daraufhin, man wolle keine Benutzer mit einer Zensur verschrecken, nehme aber die Nutzungsbedingungen sehr ernst und würde entsprechende Gruppen löschen.<ref>[http://www.n-tv.de/technik/internet/Neonazis-nutzen-Facebook-article80847.html Unzulässige Propaganda: Neonazis nutzen Facebook] auf [[n-tv.de]]</ref>
=== Speicherung der Daten von Nicht-Mitgliedern ===
Im Februar 2010 kam an die Öffentlichkeit, dass Facebook auch die Daten von Bürgern speichert, die willentlich nicht bei Facebook angemeldet sind.<ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-Facebook-ueber-Nicht-Mitglieder-weiss-921350.html Was Facebook über Nicht-Mitglieder weiß] – Artikel bei [[heise.de]]</ref> Facebook bietet den Nutzern von [[Smartphone]]s eine kostenlose Software („[[App]]“) an, um ihre Kontakte aus ihrem Telefonbuch mit den Kontakten in Facebook zu synchronisieren. Dabei werden standardmäßig sämtliche Nach- und Vornamen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtstage hochgeladen und bei Facebook gespeichert. Nutzer berichten, dass dadurch auch die Verknüpfungen und Bekanntschaften von nicht angemeldeten Bürgern ersichtlich werden und bei einer möglichen Neuanmeldung der betreffenden Person bereits umfassende Freundeslisten vorgeschlagen werden. Diese Art der unwillentlichen Datenerhebung widerspricht dem in Deutschland geltenden Recht der [[Informationelle Selbstbestimmung|informationellen Selbstbestimmung]].
Inzwischen bietet Facebook zwar ein Kontaktformular<ref>[https://www.facebook.com/help/contact.php?show_form=database_removal Niet compatibele browser | Facebook<!-- Bot generated title -->]</ref> an, das es Nicht-Mitgliedern erlaubt, nach Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse alle damit verbundenen Daten löschen zu lassen. Diese Methode ist jedoch nur von Nutzen, wenn Facebook eine Mailadresse bereits mit den anderen gesammelten Daten verknüpft hat. Nach der Aussage [[Peter Schaar]]s, des Datenschutzbeauftragten der Bundesregierung, könnten Bürger rechtliche Schritte einlegen. Das US-Unternehmen müsse sich deutschem Recht beugen.<ref>[http://www.shortnews.de/id/816858/Deutsche-User-koennen-Facebook-verklagen Deutsche User können Facebook verklagen] bei [[shortnews.de]]</ref>
=== Weitergabe der Benutzeridentitäten durch Facebook-Applikationen ===
Am 18. Oktober 2010 veröffentlichte das [[The Wall Street Journal|Wall Street Journal]] einen Bericht über die Weitergabe von Nutzer-IDs an Drittanbieter. Zahlreiche Facebook-Anwendungen konnten durch die [[Referrer]]-Informationen des Browsers die ID der Nutzer auslesen und somit potentiell Rückschlüsse auf die reale Identität des Benutzers ziehen.<ref>{{cite web | author=Adnan Vatandas | date=2010-10-18 | url=http://adnanvatandas.wordpress.com/2010/10/18/facebook-herausgabe-von-nutzeridentitaten-an-fremdanbieter/ | title=Herausgabe von Nutzeridentitäten an Fremdanbieter bei Facebook | accessdate=2010-10-18}}</ref>
=== Bösartige Scripte ===
Durch bösartige Scripte, die sich Facebook-Funktionen zu nutze machen, werden Benutzer belästigt oder ausspioniert.<ref>http://www.golem.de/1103/82241.html</ref> Facebook informiert seine Kunden unzureichend und beschränkt sich vorwiegend auf das vom Nutzer oft unbemerkte Beseitigen des Schadcodes.<ref>http://www.golem.de/1104/83033-2.html</ref>
=== Erschwertes Löschen des eigenen Nutzerkontos ===
Wenn ein Facebook-Nutzer sich entscheidet, sein Profil zu löschen, so muss er sich durch zahlreiche Bearbeitungsschritte durcharbeiten. Mehrfach wird ihm empfohlen, sein Facebook-Profil zu behalten oder nur temporär zu deaktivieren. Eine endgültige Abmeldung und Löschung des Profils kann sich über mehrere Monate hinziehen. Teilweise sind fortgeschrittene Computerkenntnisse nötig, über die viele Nutzer nicht verfügen. Beispielsweise muss der Nutzer wissen, wie gezielt [[Cookie]]s gelöscht werden können.<ref>[http://www.facebook-account-loeschen.de/ Wie kann ich meinen Facebook-Account löschen?], abgerufen am 8. Mai 2011.</ref>
Dieser unverhältnismäßig hohe Aufwand bewirkt oft, dass viele solcher Nutzer für Facebook erhalten bleiben.
Datenschützer kritisieren diese Vorgehensweise von Facebook als gezielte Einschränkung der Konsumfreiheit. Im Netz kursieren Anleitungen zur Löschung von persönlichen Daten und Profilen,<ref>[http://www.netzwelt.de/news/82705-facebook-immer-mehr-nutzer-wollen-profil-loeschen.html Anleitung bei netzwelt.de], abgerufen am 8. Mai 2011</ref> deren Funktion umstritten ist.
=== Big Brother Award ===
Im Jahr 2011 wurde Facebook (gemeinsam mit [[Apple]]) der Negativpreis [[Big Brother Awards|Big Brother Award]] als [[Datenkrake]] zuerkannt.<ref>http://www.bigbrotherawards.de/2011/.comm1 , http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1135168</ref>
=== Gesichtserkennungssoftware ===
Die Freischaltung einer Software zur [[Gesichtserkennung]], die automatisch auf neu hochgeladenen Fotos nach Gesichtern anderer Facebooknutzer sucht, um entsprechende Markierungen der Bilder vorzuschlagen, löste bei Datenschützern heftige Kritik aus. Die Funktion wurde in den Vereinigten Staaten im Dezember 2010 und in weiteren Ländern im Sommer 2011 für sämtliche Nutzerkonten aktiviert. Der Dienst gleicht die Gesichter und Namensnennungen auf älteren Fotos mit den neuen Aufnahmen ab und sucht dort nach diesen Gesichtern. Will ein Nutzer diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen, muss er ihn manuell abschalten.<ref>[http://www.focus.de/panorama/vermischtes/facebook-wachsender-unmut-ueber-freischalten-der-gesichtserkennung-auf-facebook_aid_635508.html Focus.de, Wachsender Unmut über Freischalten der Gesichtserkennung auf Facebook, 9. Juni 2011, gxb/AFP, gesichtet am 9. Juni 2011]</ref>
=== Facebook-Partys ===
Über Facebook gibt es die Möglichkeit, zu Veranstaltungen einzuladen. Dabei hat der Benutzer zwei Möglichkeiten: Er kann eine öffentliche Veranstaltung ausschreiben oder privat zu einer Veranstaltung einladen. Die Option „öffentlich“ muss durch Löschen eines Häkchens deaktiviert werden. Durch Fehlbedienung dieser Option kommt es immer wieder zu Versehen, bei denen als privat geplante Einladungen unbeabsichtigte Megapartys auslösen.
Auch bewusst als „öffentlich“ geplante Facebook-Partys können sich wegen der nicht begrenzten Besucherzahl zu kaum steuerbaren Massenveranstaltungen entwickeln. Während die Mehrzahl der Facebook-Partys überwiegend friedlich verläuft, kommt es in Einzelfällen zu Ausschreitungen, die erhebliche Medienaufmerksamkeit finden:
* So hatte ein 16-jähriges Mädchen in [[Hamburg-Bramfeld]] anlässlich ihrer Geburtstagsfeier am 3. Juni 2011 versehentlich eine „öffentliche“ Veranstaltung eingestellt, in deren Folge es zu Sachschäden im Wohnumfeld des Elternhauses kam. Obwohl die Party abgesagt wurde, erschienen 1.600 Jugendliche.<ref>[http://www.sueddeutsche.de/panorama/facebook-party-in-hamburg-gaeste-elf-festnahmen-drei-anzeigen-1.1105389] [[Süddeutsche Zeitung]] vom 5. Juni 2011. Abgerufen am 16. Oktober 2011.</ref><ref>{{Literatur|Autor=Barbara Supp|Titel=Das Fest|Sammelwerk=[[Der Spiegel]]|Nummer=30|Jahr=25. Juli 2011|Seiten=55}}</ref><ref>{{internetquelle|url=http://www.welt.de/vermischtes/article13412347/Thessa-Facebook-Nutzer-rocken-und-randalieren.html|titel="Thessa!" – Facebook-Nutzer rocken und randalieren|hrsg=[[Die Welt]]|datum=4. Juni 2011|zugriff=26. Juli 2011}}</ref><ref>[http://www.youtube.com/watch?v=lAijqG1luj0 Spiegel TV vom 6. Juni 2011] Hochgeladen auf YouTube am 8. Juni 2011.</ref>
* Ein ähnlicher Fall ereignete sich im [[Heusweiler]]er Ortsteil [[Numborn]] (Saarland). Rund 2000 Menschen besuchten die bereits bei Facebook entfernte Party. Versuche, die Party wieder abzusagen, scheiterten. Rund 160 Polizeibeamte waren beschäftigt und es kam zu 69 Festnahmen, unter anderem wegen [[Landfriedensbruch]], [[Körperverletzung]] und Verstößen gegen das [[Betäubungsmittelgesetz]].<ref>[http://www.youtube.com/watch?v=7CqfwzKyCK0] Saarländischer Rundfunk vom 24. Juli 2011]. Hochgeladen auf YouTube am 25. Juli 2011.</ref><ref>{{Literatur|Titel=Numborn-Polizeieinsatz kostet 100 000 Euro|Autor=Marco Reuther|Sammelwerk=[[Saarbrücker Zeitung]]|Nummer=171|Jahr=26. Juli 2011|Seiten=B1}}</ref><ref>[http://www.rp-online.de/digitale/internet/Eskalierte-Facebook-Party-wird-teuer_aid_1015702.html Eskalierte Facebook-Party wird teuer] – [[Rheinische Post|RP Online]] vom 25. Juli 2011. Abgerufen am 9. Oktiber 2011.</ref>
* Als am 17. Juni 2011 bei einer Facebook-Straßenparty mit 800 Jugendlichen in Wuppertal Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen wurden, löste die Polizei die Veranstaltung auf. In der Folge gab es 16 Verletzte und 3 Festnahmen. 41 junge Leute wurden in [[Polizeigewahrsam|Gewahrsam]] genommen.<ref>[http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Facebook-Party-eskaliert-in-Wuppertal_aid_1010268.html Facebook-Party eskaliert in Wuppertal] – [[Rheinische Post|RP Online]] vom 18. Juni 2011. Abgerufen am 9. Oktober 2011.</ref><ref>[http://www.youtube.com/watch?v=sihKrGRkiZQ Wuppertaler Fernsehen vom 18. Juni 2011]. Hochgeladen auf YouTube am 20. Juni 2011.</ref>
* Am 28. Juni 2011 kam es in Frankfurt am Main bei der Auflösung einer Facebook-Party zu [[Sachbeschädigung]]en und Platzverweisen.<ref>[http://www.journal-frankfurt.de/?src=journal_news_einzel&rubrik=2&id=13467] [[Journal Frankfurt]] vom 30. Juni 2011. Abgerufen am 7. August 2011.</ref>
* Am 27. Juli 2011 geriet eine Facebook-Party am Ostseestrand bei [[Strande]] (Schleswig-Holstein) außer Kontrolle. Den Sicherheitskräften gelang es zunächst nicht die Party aufzulösen, da alle Zufahrten mit Autos versperrt waren.<ref>[http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Facebook-Party-beschaeftigt-Kieler-Polizei_aid_1016092.html Facebook-Party beschaeftigt Kieler Polizei] – [[Rheinische Post|RP Online]] vom 28. Juli 2011. Abgerufen am 9. Oktober 2011.</ref>
* Am 11. September 2011 hatte in [[Langen (bei Bremerhaven)|Langen]] (Kreis Cuxhaven) ein 15 Jahre altes Mädchen versehentlich zu einer „öffentlichen“ Geburtstagsfeier eingeladen. Statt der 60 eingeladenen Freunde kamen 400 junge Leute. Als die Eltern die Party beenden wollten, reagierten einige alkoholisierte Jugendliche aggressiv. Da die Feier ausuferte, wurde die Polizei um Hilfe gebeten, die Kräfte aus mehreren Revieren zusammenzog und die Party auflöste. Es kam zu einer Festnahme und Sachbeschädigungen in der Nachbarschaft.<ref>[http://www.n-tv.de/panorama/Facebook-Party-artet-aus-article4271831.html Facebook-Party artet aus] – [[n-tv]] vom 11. September 2011. Abgerufen am 9. Oktober 2011.</ref>
Auch in anderen Ländern, vor allem in England und Australien finden Facebook-Partys erhebliche Aufmerksamkeit:
* Am 11. Februar 2010 wurde über Facebook zu einer Party in eine leerstehenden Villa in London eingeladen, in deren Verlauf das gesamte Gebäude von den rund 2000 jungen Leuten arg beschädigt wurde.<ref>[http://www.guardian.co.uk/technology/2010/feb/12/facebook-party-mayfair-riot-police facebook party mayfair riot police] – [[The Guardian]] vom 12. Februar 2010. Abgerufen am 14. Juni 2011.</ref>
* Im Oktober 2010 lud ein 16-jähriges Mädchen in Sydney zu einer Facebook-Party ein, zu der sich fast 200.000 junge Menschen anmeldeten. Ein 17-Jähriger hatte sich unter falschem Profil als das Mädchen ausgegeben und die Einladung weiter verbreitet.<ref>[http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,751028,00.html] [[Der Spiegel]] vom 15. März 2011. Abgerufen am 2. Oktober 2011.</ref> Ihm drohen bis zu 3 Jahren Haft.<ref>[http://www.krone.at/Digital/Einladungen_weiter_verbreitet_Schueler_drohen_3_Jahre_Haft-Facebook-Party-Story-250920 Einladungen weiter verbreitet: Schüler drohen 3 Jahre] – [[Kronen Zeitung|Krone]] vom 16. März 2011. Abgerufen am 10. Juli 2011.</ref>
* Im australischen Melbourne geriet die Facebook-Party eines Teenagers außer Kontrolle, als rund 500 Gäste erschienen. Der spektakuläre Polizeieinsatz mit Hubschrauber und Hundestaffeln fand internationales Medieninteresse.<ref>[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,528956,00.html] [[Der Spiegel]] vom 16. Januar 2008. Abgerufen am 2. Oktober 2011.</ref> Der Jugendliche, der die Abwesenheit der Eltern für die „sturmfreie Bude“ nutzen wollte, hat durch Fernsehinterviews inzwischen gewisse Popularität gewonnen. Im Internetportal „YouTube“ bietet er nun die Organisation von Partys für Jugendliche an, deren Eltern nicht zu Hause sind.<ref>[http://www.youtube.com/watch?v=xc0CB6URrV0 Australisches Fernsehen: „A Current Affair“] (Artikel zu ACA nur im engl. Wikipedia) vom 14. Januar 2008. Hochgeladen auf YouTube am 14. Januar 2008.</ref>
Ausschreitungen bei Facebook-Partys haben in Deutschland zu einer verstärkten politischen Diskussion geführt: Die Vorschläge der Landesbehörden reichen von der Verhängung eines lokal begrenzten [[Platzverweis|Platzverbotes]]<ref>[http://www.rp-online.de/digitale/internet/Verbieten-oder-verhandeln_aid_1012699.html Verbieten oder verhandeln] – [[Rheinische Post|RP Online]] vom 4. Juli 2011, abgerufen am 9. Oktober 2011.</ref> bis zum Erlass eines generellen Verbots wegen Aufforderung zum [[Landfriedensbruch]].<ref>[http://www.hersfelder-zeitung.de/nachrichten/politik/politikdroht-verbot-facebook-partys-1306861.html] [[Hersfelder Zeitung]] vom 3. Juli 2011. Abgerufen am 9. Oktober 2011.</ref>
Von Seiten der Sicherheitsbehörden und der [[Gewerkschaft der Polizei]] wird darauf hingewiesen, dass bei den Einsätzen erhebliche Kräfte gebunden werden, die für die originäre Polizeiarbeit dann nicht mehr zur Verfügung stehen.<ref>[http://www.dpolg-hh.de/2011/06/polizei-schlagt-facebook-alarm/ Polizei schlägt facebook-Alarm] – Presseartikel der [[Deutsche Polizeigewerkschaft|Deutschen Polizeigewerkschaft]] vom 14. Juni 2011. Abgerufen am 3. Juli 2011.</ref> Auch die Kosten des Polizeieinsatzes sind beträchtlich: Der Einsatz in Heusweiler soll 115.000 € gekostet haben.<ref>[http://www.morgenpost.de/vermischtes/article1712996/Facebook-Party-Polizeieinsatz-kostet-115-000-Euro.html Facebook-Party: Polizeieinsatz kostet 115.000 Euro] – [[Berliner Morgenpost]] vom 26. Juli 2011. Abgerufen am 7. August 2011.</ref>
In der [[Empirische Sozialforschung|Sozialforschung]] werden Facebook-Partys als ein neues Phänomen einer herausforderungsarmen und für junge Menschen tendenziell langweiligen [[Überflussgesellschaft|Wohlstandsgesellschaft]] gewertet und die Teilnehmer als „spaßorientierte Menschen“ gesehen, die das [[Kohäsion (Psychologie)|Massenerlebnis]] genießen wollen. Es handele sich um eine [[Mode]]erscheinung, die nach einer gewissen Zeit wieder abklingen werde.<ref>[http://www.open-report.de/news/Facebook-Partys+k%C3%B6nnen+Initiatoren+teuer+zu+stehen+kommen/122302 Facebook-Partys können Initiatoren teuer zu stehen kommen] in der Internet-Zeitung „Open-Report“ vom 20. Juni 2011. Abgerufen am 7. August 2011.</ref>
Psychologen werten die Begeisterung für das anonyme Zusammenkommen zum Feiern als grundsätzlich normal („der Mensch ist ein [[Symbolischer Interaktionismus#Der Mensch als soziales Wesen|soziales Lebewesen]]“) und das Bedürfnis nach Kontakt könne sich bei Jugendlichen äußerst positiv auswirken. Die in sozialen Netzwerken übliche virtuelle Kontakterstellung könne jedoch auch zu einer nicht mehr handhabbaren Vielzahl von Kontakten und damit verbundenen exzessiven Reaktionen führen.<ref>[http://www.focus.de/panorama/vermischtes/facebook-modeerscheinung-massenparty-facebook-weist-vorwuerfe-zurueck_aid_638631.html facebook Modeerscheinung Massenparty – facebook weist Vorwürfe zurück] bei [[Focus]]-Online vom 20. Juni 2011. Abgerufen am 7. August 2011.</ref>
Facebook hatte lange Zeit auf die Probleme nicht reagiert.<ref>[http://www.focus.de/digital/digital-news/facebook-facebook-weist-vorwuerfe-nach-massenparty-eskapaden-zurueck_aid_638557.html facebook weist Vorwürfe nach Massenparty-Eskapaden zurück] bei [[Focus]]-Online vom 20. Juni 2011. Abgerufen am 7. August 2011.</ref> Nicht zuletzt durch den verstärkten öffentlichen und politischen Druck sowie durch das Erscheinen des Konkurrenten [[Google+]] im Sommer 2011 (bei dem der Nutzer die Einstellungen relativ genau steuern kann<ref>[http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/aigner-lobt-google/4609146.html?p4609146=all Aigner lobt Google] – [[Handelsblatt]] vom 14. September 2011. Abgerufen am 18. September 2011.</ref>) hat Facebook erstmals Verständnis für die Ordnungsbehörden geäußert: In einem Gespräch mit dem [[Bundesministerium des Innern|Bundesminister des Innern]] am 8. September 2011 hat Ricard Allen (Director European Policy Facebook) angeboten, einen Leitfaden zu erarbeiten, der den Behörden schnell erreichbare Ansprechpartner bei Facebook sowie Maßnahmen nennen soll.<ref>[http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2011/09/facebook.html;jsessionid=0F7B791A643E8AEB69A6440300A5DD97.1_cid165] [[Pressemitteilung]] des [[Bundesministerium des Innern|Bundesministeriums des Innern]] vom 8. September 2011. Abgerufen am 2. Oktober 2011.</ref> Bislang liegt dieser Leitfaden nicht vor.
=== „Gefällt mir“-Knopf und Fanseiten ===
Der von Facebook für die Anbieter anderer Webseiten bereitgestellte [[Facebook#Open Graph|„Gefällt mir“-Knopf]] bzw. -Schaltfläche ({{EnS}} „Like Button“) geriet im Sommer 2011 in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass beim Besuch von Seiten, auf denen sich dieses Plug-in befindet, automatisch ein zwei Jahre lang gültiges [[HTTP-Cookie|Cookie]] ausgelesen wird, das dem Nutzer ohne seine Zustimmung vorher beim Anschauen von Facebookseiten auf seinen Computer übertragen wurde. Dieses Auslesen findet dabei unabhängig vom Anklicken des „Gefällt mir“-Knopfes statt und unabhängig davon, ob der Besucher einer Website Mitglied bei Facebook ist oder nicht. Von Besuchern einer Seite mit dem „Gefällt mir“-Knopf, die mit ihrem Computer zuvor noch keine Facebook-Seite besucht haben, werden in dem Cookie Informationen wie IP-Adresse und Browsertyp gespeichert. Bei Personen, die selbst Mitglieder bei Facebook sind, und eine Seite besuchen, die das Plug-in enthält, können die Informationen über das Aufrufen der Seite mittels des Cookies sogar mit ihrem Facebook-Nutzerprofil zusammengeführt werden.<ref>[http://www.bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Verbraucherschutz/Facebook-Button-Fanpage.html ''Datenschutzverstöße bei dem Sozialen Netzwerk "Facebook"'' auf bmelv.de, gesichtet am 12. September 2011]</ref>
Da auf diese Weise ein Profil der Bewegungen im Internet erstellt werden kann, das all die Seiten mit der Anwendung aufzeigt, die ein Nutzer besucht hat, entschied das deutsche [[Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz|Verbraucherschutzministerium]], dass die Anwendung, bis zur Sicherstellung einer datenschutzkonformen Lösung, nicht mehr auf Webseiten von Behörden eingebunden werden soll. Ebenso wurde Politikern empfohlen ihre privaten [[Facebook#Seitenkategorien|Fanseiten]] bei Facebook abzuschalten, da diese das Cookie auf die Computer ihrer Besucher übertragen.<ref>[http://www.faz.net/artikel/C32206/begruendete-rechtliche-zweifel-aigner-gegen-facebook-praesenz-der-bundesregierung-30685008.html dpa, dapd: ''Aigner gegen Facebook-Präsenz der Bundesregierung'' auf faz.net, gesichtet am 12. September 2011]</ref>
Der „Gefällt mir“-Knopf von Facebook wird auf 15,5% aller Websites verwendet.<ref>[http://w3techs.com/technologies/overview/social_widget/all ''Usage of social widgets for websites'' auf w3techs.com, gesichtet am 30. Dezember 2011]</ref>
== Rechtsstreitigkeiten ==
=== studiVZ ===
Das Konzept von Facebook hat einige Nachahmer wie [[studiVZ]] und [[wer-kennt-wen]] gefunden. So wurde der im deutschsprachigen Raum verbreitete Konkurrent studiVZ dafür kritisiert, ein bis in die Details von Funktion, Aufbau und Aussehen gehender Nachbau von Facebook zu sein. Am 19. Juli 2008 reichte Facebook beim US-Bezirksgericht in [[San José (Kalifornien)]] Klage gegen die Betreiber des studiVZ ein, der Vorwurf lautet Diebstahl [[Geistiges Eigentum|geistigen Eigentums]].<ref>[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,566904,00.html ''Facebook verklagt StudiVZ.''] In: ''[[Spiegel Online]].''</ref> Jedoch ist Facebook mit dieser Klage gescheitert.<!--{{Tagesschau|ID=facebookstudivz100|Beschreibung=Facebook scheitert mit Klage gegen StudiVZ|AlteURL=http://www.tagesschau.de/wirtschaft/facebookstudivz100.html}} - [[tagesschau.de]]--> Im September 2009 teilten beide Unternehmen mit, man habe sich geeinigt, und studiVZ werde einen Geldbetrag an Facebook zahlen.<ref>[http://www.zeit.de/digital/internet/2009-09/soziale-netwerke-facebook-studivz-einigung ''Facebook und StudiVZ legen Rechtsstreit bei.''] In: ''Zeit Online,'' 10. September 2009. Abgerufen am 16. September 2009.</ref>
=== ConnectU (Winklevoss-Zwillinge) ===
Die [[Kommilitone]]n von Zuckerberg an der [[Harvard University]], die Zwillinge [[Tyler Winklevoss|Tyler]] und [[Cameron Winklevoss]]<!--Die Brüder sind relevant, da sie für die USA an den Olympischen Spielen im Rudern teilgenommen haben, siehe Wikipedia Englisch-->, beschuldigen Zuckerberg, dass er ihnen die Idee für ihr Online-Netzwerk ''ConnectU'' („Vernetze Dich“) gestohlen hatte. Die Brüder und ein Freund haben 2003 Zuckerberg mit der Weiterentwicklung ihres Programms beauftragt, Zuckerberg habe sich aber nicht an den Vertrag gehalten, sondern im Februar 2004 mit Facebook sein eigenes Netzwerk gestartet. Diese Darstellung wird von Facebook zurückgewiesen.<ref name="afp">[http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hii85K_Wn41PvWnn08abMe6o-Iqg?docId=CNG.af6ecbab4708930c709935862791fe35.701 ''Zuckerberg-Kommilitonen scheitern in Prozess um Facebook.''] In: Pressemeldung der ''[[Agence France-Presse|AFP]],'' 12. April 2011. Abgerufen am 7. September 2011.</ref>
2008 zahlte Zuckerberg nach einer Einigung mit den Winklevoss-Brüdern 65 Millionen US-Dollar, davon 20 Millionen Dollar in bar und Facebook-Anteile im Wert von damals 45 Millionen Dollar. Später wollten die Winklevoss den Vergleich wieder rückgängig machen: Sie gaben als Grund an, dass die Gegenseite sie über den wahren Wert von Facebook getäuscht und sie zu wenig Geld und Anteile erhalten hätten. Das Berufungsgericht in San Francisco wies diese Sichtweise 2011 zurück und fand, die Zwillinge hätten damals einen „vorteilhaften“ Deal ausgehandelt.<ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Streit-um-Facebook-Gruendung-Gericht-verwirft-Vergleichsanfechtung-1226064.html ''Streit um Facebook-Gründung: Gericht verwirft Vergleichsanfechtung.''] In: ''[[heise.de]], 12. April 2011.</ref><ref name="afp" /> Die Brüder legten Protest gegen dieses Urteil ein.<ref>[http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Die-WinklevossZwillinge-geben-nicht-auf/story/26785798 ''Die Winklevoss-Zwillinge geben nicht auf.''] In: ''[[Tages-Anzeiger]], 19. April 2011.</ref><ref>[http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gHD6iRbidgVEtARiILz69HETd5NA?docId=CNG.72521c25a3f2aab3157b95f0fb41093d.6b1 ''Winklevoss twins seek another Facebook hearing.''] In: Pressemeldung der ''[[Agence France-Presse|AFP]],'' 18. April 2011 (englisch). Abgerufen am 7. September 2011.</ref> Im Juni 2011 akzeptierten die Zwillinge den ursprünglichen Vergleich und beendeten ihre juristischen Bemühungen.<ref>[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,769977,00.html ''Zuckerberg-Gegner geben auf.''] In: ''[[Spiegel Online]], 23. Juni 2011.</ref>
=== Grant Raphael ===
Am 24. Juli 2008 verurteilte ein Gericht in London Grant Raphael zu einer Zahlung von 22.000 Pfund wegen Persönlichkeitsverletzungen und falscher Beschuldigungen. Raphael hatte eine falsche Facebook-Seite über einen ehemaligen Klassenkameraden und Geschäftspartner erstellt. Auf ihr behauptete Raphael unter dessen Namen, dass er homosexuell und nicht vertrauenswürdig sei.<ref>Amy Fallon: [http://www.guardian.co.uk/uk/2008/jul/25/law.facebook ''Libel: Ex-friend's Facebook revenge costs £22,000 in damages at high court.''] In: ''The Guardian,'' 25. Juli 2008 (englisch). Abgerufen am 3. August 2009.</ref>
=== Datenschutzanzeigen gegen europäische Facebook-Zentrale ===
Mitte August 2011 brachte eine Gruppe von Facebook-Nutzern rund um den österreichischen [[Rechtswissenschaft|Jus]]-Studenten [[Maximilian Schrems|Maximilian „Max“ Schrems]] 16 Anzeigen bei der [[Irland|irischen]] Datenschutzbehörde gegen ''Facebook Ireland Ltd.'' ein.<ref>[http://www.europe-v-facebook.org/DE/Anzeigen/anzeigen.html ''Anzeigen gegen “Facebook Ireland Limited”,''] 18. August 2011. Abgerufen am 7. September 2011. (Website von „Europa versus facebook“ mit Historie und Pressespiegel: ''[http://www.europe-v-facebook.org/DE/de.html www.europe-v-facebook.org].'')</ref> Alle Nutzer außerhalb der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und [[Kanada]] haben ausschließlich einen Vertrag mit ''Facebook Ireland Ltd.'', die für Europa zuständige Tochtergesellschaft von Facebook. Die Studentengruppe ist der Ansicht, dass die irische Behörde zur Durchsetzung der Datenschutz- und Konsumentenschutzrechte der Facebook-Nutzer in der [[Europäische Union|Europäischen Union]] zuständig ist. Die Gruppe begründet dies damit, dass auf Grund des Firmensitzes in [[Dublin]] europäisches Datenschutzrecht anzuwenden sei und beruft sich neben dem irischen ''Data Protection Act'' auf die EU-Datenschutzrichtlinie 95/46/EG von 1995.<ref>[http://www.europe-v-facebook.org/Presseinfo.pdf ''Presseinfo europe-v-facebook.org''] (PDF; ohne Datum). Abgerufen am 7. September 2011.</ref><ref>Günter Hack: [http://orf.at/stories/2077750/2077719/ ''Was Facebook über User weiß. „Schattenprofile“ in den USA.''] Interview mit Max Schrems. In: ''[[Österreichischer Rundfunk|ORF.at]],'' 6. September 2011. Abgerufen am 7. September 2011.</ref>
Am 24. August übermittelte der ''Data Protection Commissioner in Ireland (DPC)'' den Anzeigenden ein Schreiben, dass die irische Behörde sich zuständig erklärt und die Ermittlungen aufnehmen wird.<ref>[http://www.europe-v-facebook.org/DE/DPC_letter_kl.pdf Schreiben des ''Data Protection Commissioner in Ireland''] (PDF) vom 24. August 2011. Abgerufen am 7. September 2011: {{"-en|The Data Protection Commissioner […] will investigate your complaints using his full legal powers if necessary.}}</ref> Am 4. September berichtete die irische Tageszeitung ''Irish Independent,'' unter Berufung auf den ''DPC,'' dass die Behörde umfassend, über den Inhalt der 16 Anzeigen hinaus, ermitteln wird. Als schärfste Form nach irischem Datenschutzrecht soll auch eine Untersuchung in der Facebook-Europazentrale in Dublin stattfinden.<ref>Roisin Burke: [http://www.independent.ie/business/irish/facebook-faces-major-irish-privacy-investigation-2866176.html ''Facebook faces major Irish privacy investigation.''] In: ''Irish Independent,'' 4. September 2011. Abgerufen am 7. September 2011.</ref> Dies wurde von der Sprecherin der irischen Datenschutzbehörde auf Anfrage von ''[[Österreichischer Rundfunk|ORF.at]]'' bestätigt.<ref>Günter Hack: [http://orf.at/stories/2077750/2077748/ ''Ermittlungen in Irland.''] In: ''ORF.at,'' 6. September 2011. Abgerufen am 7. September 2011.</ref>
== Jugendschutz ==
Im Dezember 2009 gründete Facebook einen Sicherheitsbeirat, um regelmäßig die Sicherheitsvorkehrungen für die Nutzer prüfen zu können. Dieser Beirat besteht aus Vertretern der folgenden fünf Organisationen: Common Sense Media, ConnectSafely, WiredSafety, Childnet International und The Family Online Safety Institute (FOSI).
Damit setzt Facebook eine weitere Maßnahme, um eine sichere Umgebung für [[Jugend]]liche im Internet zu schaffen, nachdem Facebook sich bereits an der Internet Safety Technical Task Force (ISTTF) beteiligt und 2008 mit 49 [[Generalstaatsanwalt|Generalstaatsanwälten]] der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und dem Generalstaatsanwalt des [[Washington, D.C.|District of Columbia]] Vereinbarungen zum besseren [[Jugendschutz]] unterzeichnete. In diesen Vereinbarungen verpflichtet sich Facebook dazu:
* [[Minderjährigkeit|Minderjährige]] vor dem Austausch persönlicher Daten speziell zu warnen;
* es [[Erwachsener|Erwachsenen]] nicht zu ermöglichen, in Suchmaschinen Profile von minderjährigen Personen zu finden;
* Änderungen des Alters im Profil zu erschweren und zu protokollieren;
* Inhalte besser zu filtern und eine Liste pornografischer Angebote zu führen sowie Links auf diese zu löschen.
Außerdem kooperiert Facebook noch mit [[MTV]] und der [[British Broadcasting Corporation|BBC]] gegen digitalen Missbrauch und [[Cyber-Mobbing]].<ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-gruendet-Sicherheitsbeirat-878471.html „Facebook gründet Sicherheitsbeirat“] auf [[heise online]]</ref><ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-verschreibt-sich-besserem-Jugendschutz-206824.html „Facebook verschreibt sich besserem Jugendschutz“] auf [[heise online]]</ref>
Ebenso überarbeitete Facebook im Dezember 2009 die Kontrolle über die [[Privatsphäre]]. Nun kann jeder Nutzer bei der Veröffentlichung von Statusmeldungen, Medien oder Links differenziert festlegen, wer diese sehen darf und wer nicht. Des Weiteren wurden die Einstellungen zum Datenschutz modifiziert und es wurde jeder Facebook-Nutzer dazu aufgefordert, diese zu prüfen. Es kann jetzt zwischen eigenen Kontakten, Freunden der Freunde sowie dem gesamten Facebook-Netzwerk unterschieden werden. Hier wurde wiederum am Jugendschutz gearbeitet: Die Inhalte von minderjährigen Nutzern sollen nur für Freunde, Kontakte und Klassenkameraden sichtbar sein.<ref>[http://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-veraendert-Kontrolle-ueber-Privatsphaere-881817.html „Facebook verändert Kontrolle über Privatsphäre“] auf [[heise online]]</ref>
== Sonstiges ==
* Der Name ''Facebook'' bezieht sich auf die sogenannten Facebooks, die die Studenten an manchen US-amerikanischen [[College]]s zur Orientierung auf dem Campus erhalten. In diesen Facebooks sind andere Kommilitonen abgebildet (''Face'', englisch für Gesicht; ''book'' englisch für Buch).
* Wie andere soziale Netzwerke kann auch Facebook von Arbeitgebern verwendet werden, um das Verhalten von Angestellten zu überwachen. Bestätigt wird dies durch einen Fall im November 2008 aus der [[Schweiz]], wo eine krankgeschriebene Versicherungsangestellte ihre Stelle verlor, weil der Arbeitgeber ihre Aktivität auf Facebook verfolgen konnte, während der Frau offiziell Bettruhe verordnet war.<ref>[http://www.20min.ch/news/schweiz/story/20139035 Facebook besucht, Kündigung erhalten - Schweiz] bei [[20min.ch]]</ref> Fälle, in denen Arbeitnehmer die Stelle verloren, weil sie sich auf Facebook abschätzig über ihre Arbeitgeber geäußert haben, sind aus [[Australien]] bekannt.<ref>[http://www.20min.ch/digital/webpage/story/10992690 «Die Firma kotzt mich an» - Webpage] bei [[20min.ch]]</ref> Im März 2010 wurde ein Fall aus der Region [[Manchester]] publik, in dem einer Aushilfskellnerin eines Cafés gekündigt wurde, indem der Arbeitgeber die Kündigung unter Angabe des Kündigungsgrundes auf der Pinnwand der 16-Jährigen veröffentlichte.<ref>{{Internetquelle|hrsg=[[The Daily Telegraph]]|titel=Schoolgirl sacked from cafe job on Facebook|url=http://www.telegraph.co.uk/technology/facebook/7496740/Schoolgirl-sacked-from-cafe-job-on-Facebook.html |datum=2010-03-22|zugriff=2011-01-20|sprache=Englisch}}</ref>
* Am 24. September 2010 feierte der Film ''[[The Social Network]]'' von Regisseur [[David Fincher]] Premiere. Der Film widmet sich der Entstehungsgeschichte von Facebook. Das Drehbuch basiert auf einem Buch von [[Ben Mezrich]] mit dem Titel ''The Accidental Billionaires: The Founding of Facebook, a Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal''. Am 7. Oktober 2010 startete der Film in deutschen Kinos. Im Film spielen u. a. [[Jesse Eisenberg]], [[Justin Timberlake]] und [[Brenda Song]] mit.<ref>{{Internetquelle|hrsg=[[Moviepilot]]|titel=The Social Network|url=http://www.moviepilot.de/movies/the-social-network |zugriff=2011-01-20|zitat=Wer bisher glaubte, die Gründung von sozialen Netzwerken im Internet sei eine harmonische Angelegenheit gewesen, den wird ''The Social Network'' eines besseren belehren …}}</ref>
* Am 31. Mai 2010 wurde der erste „Quit Facebook Day“ veranstaltet.<ref>{{Internetquelle|autor=Matthew Milan, Joseph Dee|titel=We're quitting Facebook|url=http://www.quitfacebookday.com/ |datum=2010-05-31|zugriff=2011-01-20|sprache=Englisch, Babel-Fish-Übersetzung wird angeboten|kommentar=Offizielle Website der Aktion}}</ref><ref>{{Internetquelle|autor=Claudia Frickel|hrsg=[[Focus]]|titel=26·000 wollen Facebook verlassen|url=http://www.focus.de/digital/internet/quit-facebook-day-26000-wollen-facebook-verlassen_aid_514128.html |datum=2010-05-31|zugriff=2011-01-20}}</ref> Das kirchliche Portal ''evangelisch.de'' veröffentlichte aus diesem Anlass eine detaillierte Anleitung zu dem auf herkömmliche Weise komplizierten Weg, das eigene Nutzerkonto dauerhaft zu löschen.<ref>{{Internetquelle|autor=Thomas Östreicher|hrsg=evangelisch.de|titel=Nichts wie raus aus Facebook: So geht's|url=http://www.evangelisch.de/themen/medien/nichts-wie-raus-aus-facebook-so-gehts18562 |datum=2010-05-31|zugriff=2011-01-20}}</ref>
* Aufgrund eines Fehlers in der API ([[Programmierschnittstelle]]) von Facebook fiel das soziale Netzwerk am 23. September 2010 für mehrere Stunden aus. Betroffen waren des Weiteren die „Gefällt mir“-Schaltfläche zur Vernetzung über externe Websites.<ref>{{Internetquelle |url=http://www.facebook.com/notes/facebook-engineering/more-details-on-todays-outage/431441338919 |titel=More Details on Today's Outage |autor=Robert Johnson |publisher=Facebook Inc. |datum=24. September 2010 |zugriff=2010-09-24 |sprache=englisch}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=http://www.internetworld.de/Nachrichten/Medien/Medien-Portale/Ausfall-bei-Facebook-Netzwerk-weg-Like-Buttons-verschwunden-32238.html |titel=Ausfall bei Facebook: Netzwerk weg, Like-Buttons verschwunden |autor=Sonja Kroll |publisher=Internet World Business |datum=24. September 2010 |zugriff=2010-09-24 |sprache=deutsch}}</ref> Man sprach vom bisher „schwersten Fehler“ in der Geschichte des Dienstes.<ref>1Live Radio: Nachrichtensendung um 8.30 Uhr am 24. September 2010</ref>
* Am 10. Oktober 2010 berichtete ein Angestellter des Nachrichtenmagazins TechCrunch, bei Facebook ein Konto mit dem Namen des Google-Managers Eric Schmidt angelegt und dabei Schmidts korrekte E-Mail-Adresse verwendet zu haben. Da Facebook auch Konten, die noch nicht auf die Bestätigungs-E-Mail reagierten, bestimmte Aktionen wie das Einrichten des Profils und das Versenden von Privatnachrichten gewährt, erhielt das „gefälschte“ Konto von Eric Schmidt private Nachrichten von Bekannten Schmidts, die das Konto offenbar für echt hielten.<ref>[http://adnanvatandas.wordpress.com/2010/10/12/sicherheitsprobleme-bei-facebook-facebooksperre-bei-porsche/ Fake-Account „Eric Schmidt“ bei Facebook]</ref>
== Anhang ==
=== Literatur ===
* Sascha Adamek: ''Die facebook-Falle. Wie das soziale Netzwerk unser Leben verkauft.'' Wilhelm Heyne, München 2011, ISBN 978-3-453-60180-2.
* Juan Faerman: ''faceboom. Wie das soziale Netzwerk Facebook unser Leben verändert.'' südwest, München 2010, ISBN 978-3-517-08656-9. (Spanische Originalausgabe 2009)
* David Kirkpatrick: ''Der Facebook-Effekt. Hinter den Kulissen des Internet-Giganten.'' Carl Hanser, München 2011, ISBN 978-3-446-42522-4. (Amerikanische Originalausgabe 2010)
* Ben Mezrich: ''Die Gründung von Facebook.'' riva, München 2011, ISBN 978-3-86883-154-2. (Die englische Originalausgabe von 2009 ''The Accidental Billionaires'' war die Vorlage für den Film [[The Social Network]])
* Nicolaus Schmidt: ''facebook: friends.'' Hrsg. Michael W. Schmalfuß, Kerber Verlag 2011 (350 Fotografien, Texte von Nicolaus Schmidt und Barbara Uppenkamp, engl/dt) ISBN 978-3-86678-578-6
* Jakob Steinschaden: ''Phänomen Facebook. Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt.'' Carl Ueberreuter, Wien 2010, ISBN 978-3-8000-7488-4.
=== Weblinks ===
{{Commonscat|Facebook}}
* [https://www.facebook.com/ www.facebook.com – Offizielle Website von Facebook]
* Felix Knoke: [http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,519295,00.html ''Spähwerbung empört Facebook-Nutzer'' (zu „Beacon“)]. In: [[Der Spiegel|''Spiegel Online'']] vom 23. November 2007.
* [http://www.zeit.de/2009/31/Soziale-Netzwerke?page=all Ulrich Hottelet: Attacken im Gewand der Freundschaft], [[Die Zeit|Die ZEIT]] vom 4. August 2009
* Adam Soboczynski: „[http://www.zeit.de/2009/44/Gesellschaft-Soziale-Netzwerke?page=all Wer schweigt, zählt nicht: Soziale Netzwerke wie Facebook erzeugen einen neuen Menschentypus. Ein Kommentar]“. In: DIE ZEIT 44/2009 v. 23. Oktober 2009, Seite 47 (Feuilleton).
=== Belege ===
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