Revision 114777770 of "Benutzer:Hosse/Religionen in Nürnberg" on dewiki''Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Nürnberg; siehe auch:'' [[Nürnberg (Begriffsklärung)]]
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{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" align="right" style="margin-left:1em; background:#e3e3e3;"
! Wappen
! Karte
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| [[Bild:Karte_nuernberg_in_deutschland.png|140px|center|Karte Nürnberg in Deutschland]]
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! colspan="2" | Basisdaten
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Bundesland (Deutschland)|Bundesland]]: || [[Bayern]]
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Regierungsbezirk]]: || [[Mittelfranken]]
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| [[Landkreis|Kreis]]: || [[Kreisfreie Stadt]]
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Fläche]]: || 186,38 [[Quadratkilometer|km²]]
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Einwohner]]: || 495.546 ''<small>(Dezember 2004)</small>''
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Bevölkerungsdichte]]: || 2.657 Einwohner je km²
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| [[Höhe]]: || 302 m ü. [[Normalnull|NN]]
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Postleitzahl]]en: || 90000 - 90491
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Telefonvorwahl|Vorwahl]]: || 0911
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Geografische Lage]]: || {{Koordinate|49_27_N_11_05_E|49° 27' n. Br.<br />11° 05' ö. L.}}
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Kfz-Kennzeichen]]: || <tt>N</tt>
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Amtlicher Gemeindeschlüssel|Gemeindeschlüssel]]: || 09 5 64 000
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[UN/LOCODE]]: || <tt>DE NUE</tt>
|- bgcolor="#FFFFFF"
| Stadtgliederung: || 7 [[Stadtbezirk]]e
|- bgcolor="#FFFFFF"
| Adresse der<br />Stadtverwaltung: || Rathausplatz 2<br />90317 Nürnberg
|- bgcolor="#FFFFFF"
| Offizielle Website: || [http://www.nuernberg.de/ www.nuernberg.de]
|- bgcolor="#FFFFFF"
| E-Mail-Adresse: || <small>[mailto:[email protected] [email protected]]</small>
|-
! colspan="2" | Politik
|- bgcolor="#FFFFFF"
| [[Oberbürgermeister]]: || [[Ulrich Maly]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]])
|}
[[Image:Nuremberg Frauen Lorenz Rathaus v Burg f n.jpg|thumb|300px|Ansicht von der Burg, 2004]]
'''Nürnberg''' (engl./frz.: ''Nuremberg'') ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum [[Franken (Land)|Frankens]] und mit 495.546 Einwohnern (Dezember 2004) hinter [[München]] die zweitgrößte Stadt [[Bayern]]s. Die [[kreisfreie Stadt]] bildet mit den Städten [[Fürth]] und [[Erlangen]] ein Städtedreieck, welches das Kernland des mittelfränkischen „Großraums“ ([[Ballungszentrum]]) bildet und eines der 23 [[Oberzentrum|Oberzentren]] des Freistaates Bayern darstellt.
Nächst gelegene Großstädte neben Fürth und Erlangen sind [[Augsburg]] etwa 150 km südsüdwestlich, [[Ingolstadt]] etwa 100 km südlich, [[Regensburg]] etwa 100 km südöstlich und [[Würzburg]] etwa 100 km nordwestlich. München liegt etwa 170 km südlich, [[Stuttgart]] etwa 160 km südwestlich und [[Frankfurt am Main]] etwa 186 km nordwestlich.
Die Region Nürnberg mit rund zwei Millionen Einwohnern, 10.000 Quadratkilometern Fläche und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 50 Milliarden Euro zählt zu den wirtschaftsstärksten Räumen in Deutschland. Im Frühjahr 2005 soll die [[Ministerkonferenz für Raumordnung|Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO)]] formal über die Anerkennung der Region Nürnberg als [[Metropolregion]] entscheiden.
== Geografie ==
[[Image:Fuerth Nuremberg City Langwasser from Alte Veste f w.jpg|thumb|600px|left|Blick auf Nürnberg von der Alten Veste ([[Zirndorf]])]]<br style="clear:both" />
Nürnberg liegt zu beiden Seiten der [[Pegnitz (Fluss)|Pegnitz]], eines Flusses, der etwa 80 Kilometer nordöstlich der Stadt entspringt, nach Eintritt in das Stadtgebiet dieses von Ost nach West auf einer Länge von etwa 14 km durchfließt – wobei der Fluss im Bereich der Altstadt stark kanalisiert ist – und nach Verlassen des Stadtgebiets nur wenige Kilometer nördlich der Innenstadt von Fürth zusammen mit der [[Rednitz]] den Fluss [[Regnitz (zum Main)|Regnitz]] bildet.
Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von 186,6 km². Im Westen ist die Bebauung fast mit der Nachbarstadt [[Fürth]] und [[Zirndorf]] und im Südwesten mit [[Stein (Mittelfranken)|Stein]] zusammengewachsen.
Nördlich der Stadt liegt relativ flach das fruchtbare [[Knoblauchsland]], welches zugleich auch die westliche [[Anflugschneise]] für den [[Airport Nürnberg|Nürnberger Flughafen]] bildet, sowie dann vor allen Dingen nach Nordosten hin der [[Sebalder Reichswald]], der sich stellenweise bis fast 400m erhebt.
Die nördliche Begrenzung der Altstadt bildet der Burgberg mit der [[Nürnberger Burg]]; etwas östlich, ebenfalls auf der Nordseite der Pegnitz, erhebt sich der parkartig gestaltete Rechenberg.
=== Nachbargemeinden ===
''Hauptartikel:'' [[Nachbargemeinden Nürnberg]]s
=== Stadtgliederung ===
Am [[18. Oktober]] [[1995]] beschloss die Stadt Nürnberg eine Neueinteilung des Stadtgebietes. Aus den bisherigen 87 Bezirken wurden sieben neue Stadtbezirke gebildet. Diese verwaltungstechnischen Stadtbezirke spielen im Bewußtsein der Bevölkerung kaum eine Rolle.
''Siehe auch:'' [[Liste der Stadtbezirke und statistischen Bezirke von Nürnberg]]
== Geschichte ==
''Hauptartikel:'' [[Geschichte der Stadt Nürnberg]]
=== Mittelalter und beginnende Neuzeit ===
[[Bild:Nuernberg_schedel.JPG|thumb|Älteste gedruckte Ansicht Nürnbergs, [[Schedelsche Weltchronik]] 1493]]
Die Stadt wurde [[1050]] als ''nuorenberc'' (felsiger Berg) in einer Urkunde von [[Heinrich III. (HRR)|Kaiser Heinrich III.]]
erstmals erwähnt. Als kaiserlicher Stützpunkt war die [[Nürnberger Burg]] bald bedeutsam für das Reich, und die Siedlung unterhalb der Burg erhielt möglicherweise zur gleichen Zeit das Marktrecht. Mit dem „Großen Freiheitsbrief“ machte Kaiser [[Friedrich II. (Italien)|Friedrich II.]] Nürnberg [[1219]] zur freien Reichsstadt. Bis zum Jahr [[1427]] wurde die Stadt von [[Burggraf]]en regiert, bis der letzte Burggraf [[Friedrich VI.]] seinen Titel an den „Rat der Stadt Nürnberg“ verkaufte. Von nun an bis zum Übergang an Bayern lagen die politischen Geschicke der Stadt in der Hand dieses Rates.
[[Bild:Nuernberg_merian.JPG|thumb|Nürnberg, Merian-Stich von 1642]]Kaiser [[Ludwig der Bayer]] wählte Nürnberg gern als Aufenthaltsort; ebenso dann [[Karl IV. (HRR)|Karl IV.]], der [[1356]] in Nürnberg die [[Goldene Bulle]] erließ. [[1423]] übergab Kaiser [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] die [[Reichskleinodien]] der Stadt, wo sie bis Anfang des 19. Jahrhunderts aufgewahrt wurden. Die Jahre zwischen [[1470]] und [[1530]] gelten allgemein als die Blütezeit der Stadt. Zwischen [[1517]] und [[1525]] festigte sich die Reformation in Nürnberg. [[1543]] wurde zum letzten Mal ein Reichstag nach Nürnberg einberufen.
Nach dem Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] erlebte Nürnberg mit dem „Friedensmahl“ im Jahre [[1649]] noch einmal ein bedeutendes Ereignis.
=== Der Übergang an Bayern ===
Einschneidende Ereignisse spielten sich von [[1796]] bis [[1818]] ab, als die Stadt an Bayern kam. Im [[Reichsdeputationshauptschluss]] vom [[25. Februar]] [[1803]] bleibt Nürnberg zunächst weiter unabhängig, bis nach dem Abschluss der sogenannten [[Rheinbund]]akte französische Truppen Nürnberg besetzten. Am [[15. September]] [[1806]] übergibt der französische General Bernard Georges François Frère (1764–1826) schließlich die Stadt auch offiziell an die Armee des neuen Königreichs Bayern. Mit der Auflösung des Rates der Stadt im Jahre [[1808]] wird die die Unabhängigkeit Nürnbergs beendet. Im Jahre [[1818]] wird dann erstmals eine Zivilverwaltung installiert, indem ein Magistrat mit einem Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister an der Spitze eingerichtet wird. Nürnberg ist nun endgültig in die Verwaltungsstrukturen Bayerns eingegliedert.
=== Jüngere Vergangenheit ===
[[Image:Nuremberg Eisenbahnbrunnen Bronzerelief 01.jpg|thumb|300px|Relief vom Eisenbahnbrunnen]]
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Nürnberg zu einem der industriellen Zentren in Bayern. So fuhr [[1835]] beispielsweise die erste [[Eisenbahn]] in Deutschland, [[1903]] wurde der [[Rangierbahnhof]] eröffnet und [[1909]] wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser in der Stadt ergriffen.
Während der [[Zeit des Dritten Reiches]] war Nürnberg die 'Stadt der [[Reichsparteitag|Reichsparteitage]]'
und der [[Nürnberger Gesetze|Rassengesetze]].
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Nürnberg eines der bevorzugten Ziele der Alliierten, die am [[2. Januar]] [[1945]] die Nürnberger Altstadt zerstörten und die Stadt als Ganzes schwer beschädigten. Siehe dazu: [http://de.wikinews.org/wiki/Das_geheime_Nürnberg_–_Eine_Stadt_erinnert_sich Artikel in Wikinews]
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], ab November [[1945]], hielten die Siegermächte hier die [[Nürnberger Prozesse]] gegen führende [[Kriegsverbrecher]] der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Diktatur ab.
Beim Wiederaufbau orientierte man sich an den vormaligen Stadtstrukturen, so dass mittelalterliche und vor allen Dingen frühneuzeitliche Zusammenhänge an vielen Plätzen ablesbar sind.
=== Eingemeindungen ===
''Hauptartikel:'' [[Eingemeindungen in die Stadt Nürnberg]]
=== Einwohnerentwicklung ===
Die Einwohnerzahl Nürnbergs überschritt um das Jahr [[1880]] die Grenze von 100.000 Einwohnern und machte die Stadt damit zur fränkischen [[Großstadt]].
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis [[1870]] handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
[[Bild:Nuernberg_Bevoelkerungsentwicklung_01_KMJ.png|thumb|250px|Bevölkerungsentwicklung]]
{| border="1" cellspacing="0"
| valign="top" |
{|
! style="background:#efefef;" | Jahr
! style="background:#efefef;" | Einwohnerzahlen
|-
| [[1397]] || align="right" | 5.626
|-
| [[1485]] || align="right" | 36.000
|-
| [[1622]] || align="right" | 40.250
|-
| [[1827]] || align="right" | 37.012
|-
| [[1. Dezember]] [[1871]] ¹ || align="right" | 83.200
|-
| [[1. Dezember]] [[1890]] ¹ || align="right" | 142.590
|-
| [[1. Dezember]] [[1900]] ¹ || align="right" | 261.022
|-
| [[1. Dezember]] [[1910]] ¹ || align="right" | 333.142
|-
| [[16. Juni]] [[1925]] ¹ || align="right" | 392.494
|-
| [[16. Juni]] [[1933]] ¹ || align="right" | 410.438
|}
| valign="top" |
{|
! style="background:#efefef;" | Jahr
! style="background:#efefef;" | Einwohnerzahlen
|-
| [[17. Mai]] [[1939]] ¹ || align="right" | 401.672
|-
| [[13. September]] [[1950]] ¹ || align="right" | 363.224
|-
| [[6. Juni]] [[1961]] ¹ || align="right" | 420.711
|-
| [[27. Mai]] [[1970]] ¹ || align="right" | 473.555
|-
| [[30. Juni]] [[1975]] || align="right" | 503.900
|-
| [[30. Juni]] [[1980]] || align="right" | 483.900
|-
| [[30. Juni]] [[1985]] || align="right" | 466.100
|-
| [[27. Mai]] [[1987]] ¹ || align="right" | 470.943
|-
| [[30. Juni]] [[1997]] || align="right" | 591.700
|-
| [[2002]] || align="right" | 493.397
|-
| [[2003]] || align="right" | 494.400
|}
|}
¹ Volkszählungsergebnis
=== Religionen ===
Die Bevölkerung Nürnbergs gehörte ursprünglich zum [[Bistum Eichstätt]], ab [[1016]] wurde das Gebiet nördlich der Pegnitz dem [[Bistum Bamberg]] zugeordnet. [[1524]] führte die Reichsstadt Nürnberg die [[Reformation]] nach lutherischem Bekenntnis ein. Danach blieb sie über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Lediglich das exterritoriale Gebiet der [[Deutscher_Orden|Deutschorden]]sniederlassung blieb katholisch.
Nach dem Übergang der Stadt an Bayern [[1808]] wurde die Bevölkerung Teil der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern|Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern]], die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden umfasste. Im gleichen Jahr wurde das Generaldekanat, [[1810]] das Dekanat Nürnberg und [[1934]] der Kirchenkreis Nürnberg errichtet. Die Kirchengemeinden der Stadt Nürnberg gehören heute zum Dekanat Nürnberg, das mit 3 Prodekanaten (Nürnberg-Mitte/Nord, Nürnberg-Ost, Nürnberg-West) geführt wird.
Seit dem [[19. Jahrhundert]] gab es auch für die [[Reformierte Kirche|reformierten]] Gemeindeglieder eine eigene Gemeinde, die [[1853]] zusammen den anderen reformierten Gemeinden Bayerns eine eigene Synode erhielt. [[1919]] trennten sich die reformierten Gemeinden formell von der Protestantischen Kirche Bayerns. Seither gab es in Bayern zwei protestantische Landeskirchen, die [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern]] und die „Reformierte Synode in Bayern rechts des Rheins“, die sich seit [[1949]] „[[Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern]]“ nannte und heute Teil der [[Evangelisch-reformierte Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland|Evangelisch-reformierten Kirche - Synode evangelisch-reformierter Kirchen in Bayern und Nordwestdeutschland]] (Synodalverband XI) ist.
[[Bild:Nuernberg-elisabethkirche-suedfassade-v-o.jpg|thumb|225px|Kath. Elisabethkirche, Südfassade (etwa 2003-12-17)]]
Spätestens seit dem [[18. Jahrhundert]] nahm die Zahl der [[Katholiken]] in der Stadt wieder zu. Im Jahre [[1810]] entstand die erste katholische Gemeinde in Nürnberg seit der Reformation. Sie erhielt [[1816]] die Frauenkirche zur dauerhaften Nutzung. Seither nahm der Anteil der katholischen Bevölkerung ständig zu, und weitere Gemeinden entstanden. Insbesondere wurden auch katholische Vororte nach Nürnberg eingegliedert, so dass das Verhältnis der katholischen Bevölkerung im [[20. Jahrhundert]] etwa 1/3 zu 2/3 war. Die Pfarrgemeinden der Stadt gehören überwiegend zum Dekanat Nürnberg des [[Erzbistum Bamberg|Erzbistums Bamberg]]. Die Pfarreien in den südlichen Stadtteilen gehören zum Dekanat Nürnberg-Süd des [[Bistum Eichstätt|Bistums Eichstätt]].
== Politik ==
[[Oberbürgermeister]] ist seit [[2002]] [[Ulrich Maly]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) (Stand Februar 2004).
''Siehe auch:'' Liste der [[Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg]]
=== Wappen ===
[[Image:Nuremberg Johannis Grave Willibald Pirckheimer Nuremberg Crest f se.jpg|thumb|Das "große Wappen" auf [[Willibald Pirckheimer|Pirckheimer]]s Grab]]
Das '''Große Wappen''' der Stadt Nürnberg zeigt in Blau einen goldenen Adler mit herschauendem, golden gekröntem Königshaupt.
Dieses Wappen wird schon im Siegel von [[1220]] erwähnt und versinnbildlicht das Reich („Reichsstadt“). Der Kopf wurde zeitweise auch als Frauenkopf dargestellt. In seiner heutigen Form wurde das Große Wappen [[1936]] verliehen und [[1963]] vom Stadtrat bestätigt.
Das '''Kleine Wappen''' der Stadt Nürnberg zeigt in gespaltenem Schild, vorne in Gold, einen halben, rot gezungten und golden bewehrten schwarzen Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber.
Die Schrägteilung ist schon seit [[1260]] nachweisbar. Der Reichsadler kam ab [[1350]] hinzu und stellte somit das Rücksiegel dar. Seit [[1513]] wurde diese Abbildung in den Siegeln der Ämter und Außenbehörden Nürnbergs verwendet, wobei die Zahl der Schrägbalken und die Farbgebung mehrmals variierte. Die heute noch gebräuchliche Form wurde [[1936]] zusammen mit dem Großen Wappen verliehen. Aus dem kleinen Wappen leitet sich auch die Stadtflagge ab. Sie zeigt die Farben Rot und Weiß ebenfalls in Schrägteilung.
=== Städtepartnerschaften ===
Nürnberg hat insgesamt 14 Städtepartnerschaften auf der ganzen Welt; Vertreter dieser Städte präsentieren alljährlich eigene Erzeugnisse (Kunsthandwerk, Spezialitäten, Textilien etc.) auf dem Weihnachtsmarkt.
Siehe auch die detaillierte Auflistung der [[Städtepartnerschaften Nürnberg]]s.
== Wirtschaft und Infrastruktur ==
Über Standortkompetenzen der europäischen Spitzenklassen verfügt Nürnberg insbesondere in den Bereichen Information und Kommunikation, Energie und Leistungselektronik sowie Verkehr und Logistik. Nürnberg ist noch vor [[Hamburg]] der bedeutendste Druckstandort Deutschland. Im Bereich der [[Marktforschung]] ist Nürnberg ebenfalls führend: jeder dritte deutsche Marktforscher arbeitet hier. Des weiteren wurde die Region zur Gateway-Region zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten von der EU definiert.
Im Juli 2000 wurde das Europa-Büro der Stadt [[Shenzhen]] in Nürnberg eröffnet.
=== Messe ===
Die [[Messe Nürnberg]] ist nicht nur einer der bedeutendsten Kongress- bzw. Messestandorte Deutschlands sondern liegt auch weltweit in der Liste der Top 20.
=== Verkehr ===
Den [[ÖPNV]] bedienen [[U-Bahn Nürnberg|U-Bahn]]-, [[S-Bahn Nürnberg|S-Bahn]], Straßenbahn- und Buslinien der [[VAG Nürnberg|Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg]] (VAG), die alle zu einheitlichen Preisen innerhalb des [[Verkehrsverbund Großraum Nürnberg]] verkehren.
Der Nürnberger [[Nürnberg Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] ist ICE- und IC-Station an der Strecke München-Frankfurt, München-Hamburg/Berlin und Frankfurt - Nürnberg - Linz.
Mit dem Flughafen ("[[Airport Nürnberg]]"), der im Norden der Stadt liegt, ist Nürnberg auch international angebunden.
Die Stadt liegt verkehrsgünstig am Schnittpunkt wichtiger [[Bundesautobahn]]en. Im Südosten des Stadtgebiets kreuzen sich die Autobahnen [[Bundesautobahn 3|A 3]] Frankfurt-Passau-Wien und die [[Bundesautobahn 9|A 9]] München-Berlin. Beide Autobahnen werden im Süden der Stadt von der [[Bundesautobahn 6|A 6]] Stuttgart-Prag gekreuzt. Ferner beginnt südlich der Stadt als Abzweig der [[Bundesautobahn 9|A 9]] bei Feucht der [[Frankenschnellweg]], die [[Bundesautobahn 73|A73]] in Richtung Bamberg, die einmal über Suhl bis nach Erfurt führen wird. Durch das Stadtgebiet führen die [[Bundesstraße]]n [[Bundesstraße 2|B 2]], [[Bundesstraße 4|B 4]], [[Bundesstraße 8|B 8]] und [[Bundesstraße 14|B 14]] in alle Himmelsrichtungen, dabei führt die [[Bundesstraße 4R|B 4R]] in einem großen Ring um die Kernstadt.
Der am westlichen Stadtrand verlaufende [[Main-Donau-Kanal]] mit einem „[http://www.bayernhafen.de/cms/index3.php Bayerischen Landeshafen]“ im Stadtgebiet Nürnberg hat eine gewisse Bedeutung. Im Oktober 2004 wurde mit dem Bau einer trimodalen
Anlage für den „Kombinierten Verkehr“ begonnen. Im Rahmen der Baumaßnahmen erfolgt auch der Teilausbau des dritten Hafenbeckens. In einem zweiten Schritt plant die DB Netz AG ab [[2005]] ihren derzeitigen Containerbahnhof in das Güterverkehrszentrum
Hafen Nürnberg zu verlegen. Die Menge der auf dem Wasserweg transportierten Güter ist jedoch weiterhin rückläufig: 1996: 1,12 Mio. t; 2000: 1,10 Mio. t; 2003: 0,49 Mio. t; Zahlen für 2004 liegen bei der genannten Website noch nicht vor.
=== Medien ===
==== Zeitung ====
In Nürnberg erscheinen folgende [[Tageszeitung]]en:
*[[Nürnberger Nachrichten]], herausgegeben vom [[Verlag Nürnberger Presse]] Druckhaus Nürnberg GmbH & Co.
*[[Nürnberger Zeitung]], herausgegeben von der Nordbayerische Verlagsgesellschaft mbH.
*[[Nürnberger Abendzeitung]], herausgegeben vom Verlag „Die Abendzeitung GmbH & Co. 8-Uhr-Blatt KG“.
[[Wochenzeitung]]en, [[Magazin]]e:
*[[Kicker Sportmagazin]], herausgegeben vom [[Olympia-Verlag]].
*[[Raumzeit (Zeitung)|Raumzeit]]-Zeitung für den Großraum Nürnberg – Fürth – Erlangen.
==== Fernsehen ====
*In Nürnberg befindet sich das [[Studio Franken]], das für die Fernseh- und Rundfunkberichterstattung des [[Bayerischer_Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] aus ganz [[Franken]] zuständig ist.
*Ein privates Fernsehprogramm mit regionaler Ausrichtung auf den Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen sowie ganz Mittelfranken ist [[Franken TV]].
==== Radio ====
In der Region Nürnberg gibt es ein vielfältiges Angebot an [[Radiosender]]n.
Die wichtigsten kommerziellen Lokalsender sind im [[Funkhaus Nürnberg]] [http://www.funkhaus.de/] ansässig.
Daneben gibt es auch einige nichtkommerzielle Sender wie [[Radio Z]] [http://www.radio-z.net/]oder [[AFK max]].
=== Druck ===
Nürnberg ist der bedeutendste Druckstandort Deutschlands. Im Jahr 2002 sorgten über 6.000 Beschäftigte in 43 Betrieben für einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden EUR. Die größten [[Druckerei]]en Nürnbergs sind die Firmen [[maul-belser]] und [[Schlott-Sebaldus AG]], die 25% der Anteile an der GONG-Gruppe hält. Zu den bekanntesten Druckerzeugnissen aus Nürnberg gehören der Quelle-Katalog mit rund 15 Mio. Druckauflage, die c't (ca. 500.000), das [[Kicker Sportmagazin]] und die Nürnberger Nachrichten, eine der größten deutschen Regionalzeitungen mit einer Auflage von rund 1.000.000 Exemplaren.
=== Beschäftigungsstruktur ===
{| border="1" cellspacing="0"
| valign="top" |
{|
! style="background:#efefef;" | Wirtschaftszweig
! style="background:#efefef;" | Sozialversicherungspflichtig
! style="background:#efefef;" | Anteil an
|-
! style="background:#efefef;" |
! style="background:#efefef;" | Beschäftigte
! style="background:#efefef;" | Gesamtbeschäftigung
|-
|-
| Land- und Forstwirtschaft || align="right" | 1.265 || align="right" | 0,5%
|-
| Fischerei- und Fischzucht || align="right" | 0 || align="right" | 0,0%
|-
| Bergbau;Gew. v. Steinen u. Erden || align="right" | 28 || align="right" | 0,0%
|-
| Verarbeitendes Gewerbe || align="right" | 62.389 || align="right" | 23,7%
|-
| Baugewerbe || align="right" | 10.128 || align="right" | 3,8%
|-
| Handel;Inst.,Rep.v. Kfz. u. Gebrauchsg. || align="right" | 40.693 || align="right" | 15,4%
|-
| Gastgewerbe || align="right" | 7.046 || align="right" | 2,7%
|-
| Verkehr u. Nachrichtenübermittlung || align="right" | 21.520 || align="right" | 8,2%
|-
| Kredit- u. Versicherungsgewerbe || align="right" | 16.775 || align="right" | 6,4%
|-
| Dienstleistungen für Unternehmen,Immobilien || align="right" | 49.260 || align="right" | 18,7%
|-
| Verkehr u. Nachrichtenübermittlung || align="right" | 21.520 || align="right" | 8,2%
|-
| Öffentl. Verwaltung u.ä. || align="right" | 14.169 || align="right" | 5,4%
|-
| Öffent. u. private Dienstleistungen (ohne Verwaltung) || align="right" | 37.462 || align="right" | 14,2%
|-
| Sonstige || align="right" | 2 || align="right" | 0,0%
|-
! style="background:#efefef;" | Summe
! style="background:#efefef;" align="right" | 263.654
! style="background:#efefef;" align="right" | 100,0%
|-
|}
|}
Quelle: Landesarbeitsamt Bayern, Stand: Juni 2002
=== Ansässige Unternehmen ===
''Siehe:'' [[Liste der in Nürnberg ansässigen Unternehmen]]
=== Gewerbegebiete/Gewerbeparks ===
* Eurocom
* FrankenCampus
* Gewerbepark Nürnberg-Feucht
* Innovations Quartier (früher Hightech Center Nord)
* Maxtorhof
* Nordostpark
* Nürbanum
* Süd-West-Park
* TA-Gelände
=== Wochenmärkte ===
[[Bild:Frauenkirche.jpg|thumb|Frauenkirche, davor der Hauptmarkt]]
Auf dem Hauptmarkt (vor der Frauenkirche) findet täglich ein Markt mit etwa 20-30 Ständen statt (Gemüse, Blumen, Backwaren, Wurst, Käse etc.).
Auf dem Kobergerplatz in der Nordstadt (Gärten hinter der Veste) findet am Freitag vormittag ein [[Wochenmarkt]] statt (etwa 6-8 Verkaufsstände).
Auf dem Palmplatz im Stadtteil St. Johannis findet am Samstag vormittag ein [[Wochenmarkt]] statt (etwa 5-7 Verkaufsstände: Obst, Gemüse, Wurst, Käse etc.).
=== Öffentliche Einrichtungen ===
Nürnberg ist Sitz folgender staatlicher Behörden und Einrichtungen beziehungsweise [[Körperschaft des öffentlichen Rechts|Körperschaften des öffentlichen Rechts]]:
*[[Bundesagentur für Arbeit]]
*[[Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge]]
*[[Handwerkskammer]] Mittelfranken
*Hauptzollamt Nürnberg
*[[IHK]] Nürnberg
*[[Oberfinanzdirektion]] des Bundes
*Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg
=== Bildung und Forschung ===
siehe [[Bildung und Forschung Nürnberg]]
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
[[Bild:Brunnenfigur.jpg|thumb|Figur – „Schöner Brunnen“, Hintergrund: Frauenkirche]]
Innerhalb der [[Stadtmauer_(Nürnberg)|Mauern]] der nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebauten Stadt gibt es zahlreiche zum Teil mittelalterliche Bauwerke von großen kunst- und kulturhistorischem Wert.
Sehenswert sind unter anderem: Die [[Nürnberger Burg]], das Wahrzeichen der Stadt, (vgl. auch [[Die Kaiserburg]]); der Hauptmarkt, wo zu Weihnachten der berühmte [[Christkindlesmarkt]] stattfindet, und wo der „[[Schöner Brunnen|Schöne Brunnen]]“ (bekannt wegen des scheinbar nahtlosen Kupferrings, dem "Goldener Ring", an dem alle Touristen drehen wollen, damit ihre Wünsche in Erfüllung gehen) und die [[Frauenkirche (Nürnberg)|Frauenkirche]] stehen; die [[St._Lorenz_(Nürnberg)|Lorenzkirche]]; [[St. Sebald]]; [[Heilig-Geist-Spital]] (liegt direkt an der [[Pegnitz]]); der Henkersteg; der [[Weißer Turm|Weiße Turm]]; [[Albrecht-Dürer-Haus]]; das [[Planetarium Nürnberg|Planetarium]]; der [[Tiergarten Nürnberg|Tiergarten]]; das [[Reichsparteitagsgelände]] und die [[Regiomontanus Sternwarte]].
Seit dem 7. August 2004 gibt es den sogenannten „Dürer-Weg“, einen Rundgang auf Dürers Spuren durch seine Heimatstadt. Begleiten lassen kann man sich von einem Minicomputer, der einen auf dem Weg durch die Altstadt mit Ton und Bild führt und informiert ("nicht immer ganz jugendfrei"). Nürnberg ist damit die erste Stadt, die ein audiovisuelles Führungssystem im Freien einsetzt:<br />
http://www.kubiss.de/kulturreferat/duerer/duererweg.htm
[[Bild:Nuernberg-duererhaus-v-no.jpg|thumb|Dürerhaus am Platz „Beim Tiergärtnertor“, von NO (um 2003-11-07)]]
Hinter der Kirche ''Unserer lieben Frauen'' steht ein kleiner Brunnen, das ''Gänsemännchen''. Er wurde vermutlich [[1550]] von [[Pankraz Labenwolf]] gegossen.
Berühmt sind von den Friedhöfen insbesondere ''Johannis-'' und ''Rochusfriedhof'' in den Vororten.
''Siehe auch:'' [[Kunst- und Baudenkmäler der Stadt Nürnberg]], [[Bildergalerie Nürnberg]]
=== Museen und Galerien ===
Nürnberg ist reich an kunst- und kulturgeschichtlichen Museen – viele Kunstobjekte befinden sind heute in den über die Stadt verteilten Museen:
[[Albrecht-Dürer-Haus]],
[[Verkehrsmuseum Nürnberg|DB Museum]],
[[Germanisches_Nationalmuseum|Germanisches Nationalmuseum]],
Stadtmuseum Fembohaus,
[[Spielzeugmuseum (Nürnberg)|Spielzeugmuseum]],
Museum Tucherschloss,
[[Museum Industriekultur]],
[[Neues Museum Nürnberg]] (Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg) etc.
Die Kongresshalle am ehemaligen [[Reichsparteitagsgelände]] beherbergt seit [[2001]] das [[Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände]], in dem die Geschichte Nürnbergs als „Stadt der [[Reichsparteitage]]“ während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] aufgearbeitet wird.
Weitere Ausstellungsorte: [[Kunsthalle Nürnberg]], [[Kunstverein Nürnberg|Albrecht Dürer Gesellschaft]]
=== Theater und Konzert ===
[[Staatstheater Nürnberg]],
[[Meistersingerhalle]],
[[Gostner Hoftheater]],
[[Nürnberger Burgtheater]],
[[Tassilotheater]]
=== Orchester und Chöre ===
'''[[Nürnberger Philharmoniker]]''' – Das Orchester wurde [[1965]] gegründet. Seine Vorläufer waren das [[1890]] gegründete erste „Philharmonische Orchester Nürnberg“ und das „Städtische Orchester“.
'''Nürnberger Symphoniker''' – Das Konzertorchester in der Stadt Nürnberg, gegründet [[1946]], bietet eine große Bandbreite verschiedener Tätigkeitsfelder: neben den Sinfonie- und Chorkonzerten und den Open Air-Veranstaltungen im Serenadenhof hat es eine lange Tradidtion im Bereich Filmmusik: Es nahm unter anderem die Soundtracks zu „Ben Hur“ und „Quo vadis“ auf und erhielt [[1992]] den Grammy Award für die Einspielung zu „Die Schöne und das Biest“. Seine Konzerte spielt es in der Meistersingerhalle.
=== Bibliotheken ===
Stadtbibliothek (Hauptstelle) und Stadtarchiv sowie eine Zweigstelle der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg sind im [[Pellerhaus]] untergebracht.
=== Stadt des Friedens und der Menschenrechte ===
Aus der besonderen Rolle, die Nürnberg während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft spielte, ist eine historische Verantwortung für die Menschenrechte erwachsen. Die Stadt fühlt sich daher in besonderem Maß verpflichtet, einen aktiven Beitrag zum Frieden und zur Verwirklichung der Menschenrechte zu leisten.
Folgende Projekte wurden bereits realisiert:
* Die [[Straße der Menschenrechte]] – ein Mahnmal für die Würde des Menschen
* Der [[Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis|Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis]]
* Dokumentationszentrum [[Reichsparteitagsgelände]]
* Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte
* Menschenrechtsbüro
* [[Menschenrechtszentrum (Nürnberg)|Nürnberger Menschenrechtszentrum]]
Die Stadt Nürnberg wurde am [[10. Dezember]] [[2000]] in Paris mit dem UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet. Damit würdigte die UNESCO den vorbildlichen Einsatz der Stadt Nürnberg für Frieden und Achtung der Menschenrechte
[http://www.menschenrechte.nuernberg.de/ Das Menschenrechtsbüro]
=== Freizeit- und Sportanlagen ===
siehe [[Freizeit Nürnberg]]
=== Skurriles ===
Wie bei einigen anderen Städten auch, herrscht zwischen Nürnbergern und [[Fürth]]ern „Krieg“, der sich vor allem bei Fußballspielen der beiden jeweiligen Mannschaften zeigt.
Eine Veräppelung der Fürther von den Nürnbergern aus betrifft auch das Autokennzeichen.
Oft wird dieses als „'''F'''ahrer '''Ü'''bt“ oder „'''F'''rankens '''Ü'''bel“ interpretiert. Zu weiteren Spottversen der Nürnberger über die Fürther gehören: ''„Läiber fümfder als Färder“'' (Lieber fünfter als Fürther), ''„Wer nix werd´ und wer nix ko´ gäid zur Färder Strasserbo“'' (Wer nichts wird und wer nichts kann geht zur Fürther Straßenbahn) sowie ''„Wer nix werd werd Wärd in Färd“'' (Wer nichts wird, wird Wirt in Fürth) und ''„Wer nix ko un wer nix wädd, der is vo Fädd“'' (Wer nichts kann und wer nichts wird, der ist aus Fürth).
=== Astronomisches ===
Seit dem 15. Oktober 2004 gibt es auch einen Kleinplaneten mit dem Namen Nürnberg. Der Kleinplanet mit der IAU-Nummer 3825, der zwischen Mars und Jupiter kreist, hat einen Durchmesser von 16 Kilometern und umrundet in 3,36 Jahren einmal die Sonne. Entdeckt wurde der Himmelskörper bereits 1915, seine genaue Umlaufbahn wurde 1988 bestimmt.
Die Entscheidung der IAU für die Namensgebung erfolgte anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme des neuen großen Hauptfernrohrs der [[Regiomontanus-Sternwarte]], dessen Finanzierung die Nürnberger Rotary Clubs übernommen hatten.
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===
Alle ein bzw. zwei Jahre wird der [[Preis der Stadt Nürnberg]] an Personen mit herausragenden Leistungen in Kunst und Wissenschaft verliehen.
==== Märkte ====
Der [[Christkindlesmarkt]] findet in der [[Vorweihnachtszeit]], immer vom Freitag vor dem 1. Advent bis einschließlich [[24. Dezember]], auf dem Nürnberger Hauptmarkt statt und lockt zahlreiche, auch internationale, Touristen an.
Der [[Trempelmarkt]], Deutschlands größter Flohmarkt (Stand Mai 2004), findet zweimal im Jahr in Nürnberg statt; jeweils am zweiten Wochenende im Mai und im September.
==== Ausstellungen, Aufführungen etc. ====
Seit [[2000]] findet jedes Jahr an einem Samstag Mitte Mai die [[Blaue Nacht]] statt, eine Kulturnacht mit geöffneten Museen, Kunstprojekten, [[Performance (Kunst)|Performances]] und Musik in der gesamten Innenstadt.
Das Klassik Open Air, auch „Woodstock“ der klassischen Musik genannt, findet am Luitpoldhain (im Juli und August) statt. An einem Tag spielen die Nürnberger Symphoniker an dem anderen Nürnberger Philharmoniker. Es ist mit rund 40.000 Besuchern jährlich das größte Klassik Open Air in Europa. Der Eintritt ist frei.
Das [[Bardentreffen]] mit zahlreichen kostenlosen Konzerten wird jährlich am letzten Wochenende im Juli an verschiedenen Spielstätten in der Altstadt durchgeführt.
Weitere Veranstaltungen: [[Nürnberger Spielwarenmesse]], [[Rock im Park]].
=== Kulinarische Spezialitäten ===
Als kulinarische Spezialitäten gelten unter anderem:
[[Nürnberger Bratwurst|Nürnberger Bratwürste]] und [[Nürnberger Rostbratwurst|Nürnberger Rostbratwürste]] mit Kraut (fränk.: „''Nämbercher Broudwärschd''“), beide Bezeichnungen und die Herstellung sind durch eine europäische Verordnung geschützt;
[[Nürnberger Lebkuchen]];
Stadtwurst;
Ochsenmaulsalat;
Brezeln (''Breezn'');
gebratene Schweineschulter ("''Scheiferla'', „Schäufele“).
=== Nachtleben ===
Die kulturelle Infrastruktur Nürnbergs ist mit anderen Großstädten vergleichbar und weist einzelne besondere Highlights auf. Ein Schwerpunkt des Nachtlebens findet sich in der Altstadt, jedoch nicht so konzentriert wie z. B. in den Nachbarstädten Fürth und Erlangen. In der Weißgerbergasse findet sich eine Vielzahl von Kneipen gesäumt von mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Deutschlands größtes Kinocenter, das ''Cinecitta'', mit Europas größtem Imax-Kino ist nicht zuletzt durch seine großen Cafebereich ein beliebter Treffpunkt. Neben Kinocentern gibt es eine Reihe Programmkinos, Diskotheken (u. a. legt DJane Marusha in Nürnberg auf), Bars und Kneipen sowie Konzerthäuser.
Im Bereich der alternativen Kultur hatte Nürnberg zwei Jahrzehnte mit dem selbstverwalteten Kommunikationszentrum [[Komm]] ein herausragendes Beispiel in diesem Bereich, vergleichbar mit der [[Rote Flora|Roten Flora]] in [[Hamburg]]. Unter der [[CSU]]-Regierung ([[1996]]-[[2002]]) wurde die Selbstverwaltung jedoch abgeschafft. Im heutigen K4 finden heute normale Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt. In den Stadtteilen verfügt Nürnberg über ein gutes Netz an Kulturläden.
== Persönlichkeiten ==
Siehe [[Liste der Ehrenbürger von Nürnberg]] und [[Söhne und Töchter der Stadt Nürnberg]]
== Literatur ==
*Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hsg.): ''Stadtlexikon Nürnberg'', Verlag W. Tümmels, Nürnberg, 2. verb. Aufl. 2000; auch online bei http://www.stadtarchiv.nuernberg.de/Lexikon.htm#Lexikon als Internetdatenbank.
*''Bayerisches Städtebuch; Band V 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken'' aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1971
*Christoph von Imhoff: ''Berühmte Nürnberger aus neun Jahrhunderten'', Edelmann, Nürnberg, 2000, ISBN 3-8719-1088-0
*Ralf Nestmeyer: "Nürnberg, Fürth, Erlangen. Ein Reisehandbuch", Michael-Müller-Verlag, Erlangen, 2005 ISBN 3-89953-191-4
*Herbert Maas: ''Nürnberg - Geschichte und Geschichten'', Edelmann, Nürnberg, 2001, ISBN 3-8719-1032-5
*Eugen Kusch: ''Nürnberg - Lebensbild einer Stadt'', Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg, 1989, ISBN 3-9207-0179-8
*''Nürnberg Heute'', Schriftenreihe der Stadt; auch online: http://www.nuernberg.de/verwaltung/publikationen/nuernberg_heute.html
== Weblinks ==
{{Commons|Nuremberg|Nürnberg}}
* [http://www.nuernberg.de/ Offizielle Internetseite der Stadt Nürnberg; dort gibt es auch Unterseiten zu Museen und öffentlichen Veranstaltungen]
* [http://www.petraschuster.de/nuernberg/geschichte/einzelgeschichten.shtml Einzel-Geschichten aus Nürnberg]
* [http://www.grossgruendlach.de/ Ältester Stadtteil]
* [http://www.staatstheater-nuernberg.de/ Staatstheater Nürnberg]
* [http://www.nuernbergersymphoniker.de/ Nürnberger Symphoniker]
* [http://www.wsa-nuernberg.wsv.de/ Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg]
* [http://www.dutzendteich.de.ms/ Bedeutendes innerstädtisches Naherholungsgebiet]
* [http://www.meinestadt.de/nuernberg/tourismus/pix Bilder von Nürnberg]
{{Navigationsleiste Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern}}
[[Kategorie:Ort in Bayern]]
[[Kategorie:Nürnberg|!]]
[[Kategorie:Reichsstadt]]
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