Revision 652739 of "Yoga/Was ist Yoga?" on dewikibooks[[File:Git govind large.jpg|thumb|500px]] Wikipedia: ''"[[w:Yoga|Yoga]] ist eine indische philosophische Lehre, die geistige und körperliche Übungen umfasst. Der Begriff Yoga (anjochen) kann als spirituelles Üben („Anspannen“) und als Hinweis auf das spirituelle Ziel (Erleuchtung, Verbindung mit Gott) verstanden werden. Die Asanas (Körperübungen) wurden in der Hatha Yoga Pradipika beschrieben. Im „modernen Yoga“ liegt der Schwerpunkt in der Praxis des Yoga, die eher meditativ oder eher körperbezogen sein kann. Unter Hinweis auf die positiven Auswirkungen der Übungspraxis betrachtet man Yoga als Beitrag zur persönlichen Entwicklung, weitgehend unabhängig von religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen."'' == Yoga Philosophie == In der indischen Philosophie werden verschiedene spirituelle Ansichten vertreten. Im Wesentlichen gibt es zwei große Richtungen. Die eine Richtung ist der Dualismus ([[w:Samkhya|Samkhya]], Dvaita-Vedanta) und die andere der Nichtdualismus ([[w:Vedanta|Advaita Vedanta]]). Der Dualismus sagt, dass es Gut und Böse auf der Welt gibt. Es gibt Gott (das Licht) und die Welt (das weltliche Leben). Der Mensch sollte das Böse vermeiden und das Gute tun. Der Nichtdualismus behauptet, dass es nur Gott gibt (alles besteht aus Licht). Die äußere Welt sei ein Traum (Maya). Nur die Erleuchtung sei wichtig. Beide Positionen sind richtig ([[w:Vedanta#Vishishtadvaita-Vedanta|Vishishtadvaita-Vedanta]] /modifizierter Vedanta). In der Erleuchtung erfährt der Mensch, dass alles nur aus Bewusstseinsenergie (Licht) besteht. Gott ist eine Ebene über allen Gegensätzen. Wer zur Erleuchtung gelangen will, der sollte seine Gedanken beruhigen und alle Anhaftungen an äußere Dinge (Genuss und Leid) überwinden. Gleichzeitig gibt es innerhalb der Bewusstseinsenergie verschiedene Ebenen (Bereiche). Es gibt auch die materielle Welt. Ein spiritueller Mensch sollte in beiden Bereichen (in der Lichtebene und in der materiellen Ebene) gut leben können. Unser Körper kann uns helfen zur Erleuchtung zu gelangen. Gleichzeitig sollte man sich aber nicht zu sehr abhängig von der Welt der Materie machen. Man sollte sich in Gott (im Wesentlichen) verankern, um seinen inneren Frieden und sein inneres Glück zu bewahren. ==Der Weg des inneren Glücks== [[File:A sadhu by the Ghats on the Ganges, Varanasi.jpg|thumb|300px|Ein Sadhu (Bettelyogi) am Ufer des Ganges.]] Was einen Menschen hauptsächlich daran hindert auf einer tiefen Ebene glücklich zu sein, sind seine inneren Verspannungen. Sie rauben ihm seine Kraft, zerstören sein Wohlgefühl, beeinträchtigen seinen inneren Frieden und seine geistige Positivität. Ein in sich stark verspannter Mensch neigt zu negativen Gedanken. Die Liebe zu sich und seinen Mitmenschen ist blockiert. Die inneren Verspannungen stammen häufig bereits aus der Kindheit. Wenn innere Verspannungen aufgebaut werden können, können sie grundsätzlich wieder abgebaut werden. Das ist die gute Botschaft für alle verspannten Menschen. Die nicht so erfreuliche Botschaft ist, dass das ziemlich lange dauern kann. Der Aufbau der Verspannungen ist über viele Jahre entstanden. Wir brauchen deshalb auch meistens viele Jahre, um die Verspannungen wieder abzubauen. Aber der Aufwand lohnt sich immer. Wir vermeiden dadurch viele Krankheiten im Alter. Und wir erhalten ein glückliches Leben voller Frieden, Kraft, Liebe und Freude. Ein kluges Leben besteht darin, jeden Tag so viele Übungen zu machen, dass die inneren Verspannungen immer weniger werden. Wir sollten so leben, dass wir zum Licht und nicht zur Dunkelheit hinwachsen. Die meisten Menschen in der heutigen Zeit marschieren in die verkehrte Richtung. Sie leben egoistisch und gestresst. Sie bauen im Laufe des Lebens immer mehr Verspannungen auf. Sie enden im Burnout, in der Krankheit, Negativität und Depression. Verspannungen können im Körper und im Geist sitzen. Grundsätzlich sind beide Bereiche miteinander verbunden. Damit wir uns umfassend von unseren inneren Verspannungen befreien, sollten wir Übungen für beide Bereiche praktizieren. Inneres Glück entsteht auf einer tiefen Ebene erst dann, wenn der Körper und der Geist von den Verspannungen gereinigt sind. Gute Körperübungen sind Gehen, Radfahren, Schwimmen, Yoga und Meditation. Gute Geistesübungen sind das tägliche Lesen in einem spirituellen Buch, die Visualisierung positiver Vorbilder, die Arbeit mit positiven Sätzen (Mantras) und die ständige Gedankenbeobachtung (positives Denken). Wir sollten die Übungen herausfinden, die für uns persönlich optimal wirksam sind. == Hatha Yoga Pradipika == [[File:Yogalehrer.jpg|thumb|Nils als Yogalehrer]] [[w:Hatha Yoga|Wikipedia:]] ''Hatha Yoga ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen (Asanas), durch Atemübungen (Pranayama) und Meditation angestrebt wird. Der Begriff Hatha Yoga wurde in der Hathapradipika verwendet, einer Yogaschrift aus dem 15. Jahrhundert. Dort grenzt er den spirituellen Yoga (wie etwa Raja Yoga) vom körperlichen Yoga (Hatha Yoga) ab. Hatha Yoga bezeichnet hier eine Stufe auf dem Weg zum Raja Yoga. Neben der Hathapradipika gibt es zwei weitere wichtige Grundlagenwerke des Hatha Yoga, die Gherandasamhita sowie die Shivasamhita. In ihnen wird klar, dass auch innerhalb des Hatha Yoga Meinungsverschiedenheiten über sowohl theoretische als auch praktische Belange existieren. Hatha Yoga war anfänglich zur Unterstützung anderer Yoga-Formen konzipiert, erfreute sich jedoch rasch großer Beliebtheit und wurde schon bald als eigenständige Yoga-Form betrachtet. Im westlichen Kulturkreis versteht man unter Yoga oft hauptsächlich Hatha Yoga. Es gibt sechs Hauptreinigungsübungen, die Shatkriyas, die ein wesentlicher Bestandteil des Hatha Yogas sind. Sie sollen den Körper und seine verschiedenen Hohlräume (Rachenraum, Bauch etc.) systematisch reinigen und von Schleim befreien. Inzwischen existieren eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien zu den positiven Auswirkungen von Hatha-Yoga auf gesundheitliche Beschwerden. Gelindert werden können beispielsweise Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Bluthochdruck (Hypertonie), chronische Kopfschmerzen, Herzinsuffizienz und Asthma bronchiale.'' * Zitate aus der [[w:Hathapradipika|Hatha Yoga Pradipika]]: ''Gegrüßt sei Shiva, der das Wissen des Hatha-Yoga genau darlegte, welches den Anwärter stufenweise zu den höchsten Gipfeln des Raja-Yoga führt. Der Yogi soll Hatha-Yoga an einem abgeschiedenen Platz üben. Er soll in einem Land leben, wo eine gute Regierung herrscht, wo gute Menschen leben und wo man Essen leicht erhalten kann. Die guten Wirkungen des Yoga werden durch die folgenden 6 Ursachen zerstört: zuviel essen, zuviel Anstrengung, zuviel Geschwätzigkeit, zuviel Verhaftetsein an extremen Gebräuchen, zuviel Gesellschaft und zuviel Unbeständigkeit. Die folgenden 6 Ursachen bringen schnellen Erfolg: Mut, Kühnheit, Ausdauer, klarer Verstand, Vertrauen und Abgeschiedenheit. Wichtig sind außerdem: Selbstdisziplin, Ausdauer, Selbstvertrauen, Nächstenliebe, Zielstrebigkeit, Lesen in den Heiligen Büchern, Sittlichkeit, Urteilskraft, Genügsamkeit in äußeren Dingen, Verzicht auf alles Unwesentliche. Ob jung oder alt, dürr oder krank, jeder wird durch Yoga erfolgreich sein. Mit Hilfe verschiedener Asanas (Yogaübungen) und Kumbhakas (Atemübungen) erreicht man, dass die innere Kraft erwacht. Asana, Kumbhakas und andere Techniken sollen geübt werden, bis sich der Erfolg im Yoga einstellt. Infolge der Unreinheiten der Energiekanäle fließt die Energie nicht durch den mittleren Energiekanal. Wie kann dann Erfolg bei der Erleuchtung erlangt werden? Nachdem der Yogi die Energiekanäle durch seine Yogaübungen gereinigt hat, wird er fähig, die Energie zu lenken. Wenn die schlafende Kundalini Energie durch das Wohlwollen eines Gurus erwacht (Einweihung, Segnung, Energieübertragung), dann werden alle Energieblocken beseitigt. Sushumna (der mittlere Kanal vom Beckenboden bis zum Kopf) ist der Hauptweg für den Energiestrom. Dann wird der Geist frei von allen Bindungen und die Angst vor dem Tod wird besiegt. Der Yogi, dessen Kundalini Energie dank der Gnade eines erleuchteten Meisters geweckt wurde und der allen Tätigkeiten entsagt (in der Ruhe lebt), erreicht mühelos Samadhi (Erleuchtung). Dieses Stadium kann man nicht mit Worten beschreiben. Man erkennt es nur durch Selbst-Erfahren. Unaufhörliche Freude entsteht.'' == Karma Yoga == Karma-Yoga ist der Weg der umfassenden Liebe. Auf diesem Weg gelangt man zur Erleuchtung, indem man das Glück seiner Mitmenschen wichtiger nimmt als sein eigenes Glück. Man lebt im Schwerpunkt nicht für seinen eigenen Genuss, sondern für das große Ziel einer glücklichen Welt. Wenn wir als Yogis den Wunsch nach einer glücklichen Welt pflegen, dann wachsen wir dadurch immer weiter in den Zustand der Erleuchtung hinein. Das Geheimnis dieses Wunsches ist die spirituelle Verbindung von Innen- und Außenwelt. Wir sind geistig nicht getrennt von unseren Mitwesen. Ihr Glück färbt auf uns ab. Wer in sich das Ziel einer glücklichen Welt pflegt, erschafft dadurch das Fundament zu einer tiefen Positivität. Wenn wir jeden Tag allen Wesen um uns herum Licht senden, dann wird eines Tages das Licht unsere ganze Seele durchdringen. Wenn wir regelmäßig der Welt etwas Gutes tun, dann belohnt uns die Welt mit einer positiven Psyche. Auf dem Weg der umfassenden Liebe gibt es eine große Gefahr. Wir können uns überfordern. Wir können zu viel arbeiten und dadurch unsere Glücksenergie verbrauchen. Ein Karma-Yogi muss seinen spirituellen Weg mit den beiden Beinen Liebe und Ruhe gehen. Er muss im Gleichgewicht von Ruhe und Aktivität leben. Er muss immer auch gut für sich selbst sorgen. Sonst funktioniert der Weg des Karma-Yoga nicht. Sonst verbraucht er sich beim Karma-Yoga. Dann endet er nicht bei der Erleuchtung, sondern bei der totalen Erschöpfung. Der Begründer des indischen Yoga, der erleuchtete Weise Patanjali, lehrte in seinem Yoga-Sutra die vier Eigenschaften Gelassenheit, umfassende Liebe, Mitgefühl und Mitfreude. Mitgefühl, Mitfreude und Liebe verkörpern die Essenz des Karma-Yoga-Weges. Mitgefühl erweckt den Wunsch zu helfen. Die Liebe bringt den Yogi zum aktiven Tun. Und die Mitfreude belohnt ihn auf seinem Weg. Als erste Eigenschaft eines Karma-Yogis nannte Patanjali bewusst die Gelassenheit. Diesen Begriff kann man auch mit Gleichmut, in der Ruhe leben, im Licht leben übersetzen. Er steht in einem scheinbaren Widerspruch zu den anderen drei Eigenschaften. Tatsächlich weist der Begriff Gelassenheit jedoch darauf hin, dass ein Karma-Yogi aus der Ruhe (dem eigenen inneren Glück) heraus seinen Weg der Liebe gehen sollte. Der Dalai Lama erklärte: "Lebe das Gleichgewicht von Helfen und Meditation." Jesus fasste die christliche Lehre in die Worte: „Liebe Gott (das Leben in Gott, in der Ruhe) und liebe deinen Nächsten (tue allen Wesen Gutes).“ Swami Sivananda prägte den Satz: "Liebe, diene, gebe, meditiere, reinige und verwirkliche dich." Es gibt zwei große Ziele, die ein Mensch haben kann. Er kann nach Erleuchtung streben. Und er kann für eine glückliche Welt arbeiten. Am besten verbinden wir beides miteinander. ==Computer Yoga== [[File:Computer Yoga with Yogi Nils.ogv|thumb|Computer Yoga (engl.)]] Lerne Yoga ganz einfach am Computer. Praktiziere zuerst die Übungen für dich. Probiere aus, wie sie dir gut tun. Finden deinen Weg des Yoga. Dann kannst du dir das Video ansehen. Vielleicht erhälst du noch einige Anregungen. 1. Bewege sanft deinen Kopf und denke dabei im Kopf das Mantra "Om". Drehe den Kopf nach links und rechts. Vorwärts und rückwärts. 2. Bewege deine Schultern, so dass sich alle Verspannungen lösen. Was ist der beste Weg? Kreise die Schultern vorwärts und rückwärts: "Om, Om, Om ..." 3. Bewege deine Wirbelsäule nach rechts und links. Der Rücken ist dabei gerade und der Bauch entspannt: "Om, Om, Om ..." 4. Bewege die Füße. Reibe den Fußboden. Denke "Om" in der Erde. 5. Visualisiere eine Sonne über dir und denke das Mantra "Licht". Massiere das Licht in dein Gesicht, deine Augen, deine Ohren, deinen ganzer Körper und denke: "Licht, Licht ..." 6. Bewege segnend eine Hand und sende das Licht zu allen Wesen: "Ich sende Licht zu ... Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben." 7. Reibe deine Handflächen vor dem Herzchakra: "Om alle erleuchteten Meister. Om innere Weisheit. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg." 8. Lege deine Hände auf die Beine oder den Bauch. Denke das Mantra "Om" im Kopf, Brustkorb, Bauch, Beine, Füße, in der Erde und im ganzen Kosmos: "Om Shanti. Om Frieden. Om Shanti. Om Frieden ..." Stopp eine Minuten alle Gedanken. Entspanne dich. 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