Difference between revisions 1886973 and 1887135 on dewikisource== OCR durchgesehen == (fehlende Anfangsseiten bereits für Einstellung aufbereitet durch Pfaerrich) {{Seite|29}} {{Headline|120|0.2|Gewässer.}} Der Flächenraum sämmtlicher Gewässer im Oberamtsbezirk beträgt nach den Ergebnissen der Landesvermessung vom Jahr 1835 von den Seen und Weihern 293 Morgen 21,5 Rth. oder 92,36 ha, von den Flüssen und Bächen 365 7/8 Morgen 12,3 Rth. oder 115,32 ha. Flüsse und Bäche mit ihren Thälern. Der Bezirk gehört zum größten Theil durch Jagst und Kocher ins Rheingebiet, zum kleineren Theil durch die Wörnitz ins Donaugebiet. Die Jagst strömt mitten durch ihn von Süden nach Norden, von der Oberamtsstadt an mehr nach Nordwesten; fließt vorbei an Stimpfach, Steinbach, Jagstheim, Ingersheim, Crailsheim, Burleswagen und verläßt oberhalb Lobenhausen, Oberamts Gerabronn, den Bezirk. Länge der Jagst im Bezirk 30,3 km (die Flußgefälle und die Wassergebiete der Jagst s. S. 31 u. 32). Auffallend ist das für den Oberlauf eines Flusses sehr geringe Gefälle der Jagst auf der Strecke Schweighausen-Crailsheim, es beträgt im Mittel nur 0,096 Prozent der Wasserbahn. Nach dem Eintritt in den Hauptmuschelkalk unterhalb Crailsheim, nachdem die schwer zerstörbare Flußschwelle der Muschelkalkdolomite überwunden ist, steigt das Gefälle sofort wieder auf 0,237 Proz. Diese Verhältnisse veranlassen eine gefährliche Aufstauung der Hochwassermassen bei und oberhalb der Stadt Crailsheim, und so kommt es, daß die für gewöhnlich so harmlose Jagst hier zu Zeiten großen Schaden anrichtet. In frischer Erinnerung ist das Hochwasser vom 27. Dezember 1882, welches die von der Stadt zum Bahnhof führende Hauptstraße, sowie sämmtliche dahin zielenden Fußwege so vollständig überschwemmte, daß man nur noch auf weiten Umwegen über die Eisenbahnbrücke zum Bahnhof gelangen konnte. Am gleichen Tage durchbrach die Jagst den Bahndamm zwischen Stimpfach und Jagstzell und machte die Bahn daselbst unfahrbar. Am Armenhaus zu Crailsheim sind Hochwassermarken angebracht. Der höchste Stand wurde hienach erreicht am 29. Juli 1789. Dann folgen: 1824 am 30. Oktober, 1760, 1799 den 28. Februar und 15. Mai, 1724; die tiefste Marke zeigt 1779, 29. Januar. Bei Mittel- und Niederwasser führt die Jagst dagegen nur mäßige Wassermengen. Es passiren an der Kalkmühle bei Crailsheim beim {{Seite|30}} niedersten Wasserstand nur 0,55 cbm, bei Mittelwasser aber 1,51 cbm in der Sekunde. In die Jagst gehen von rechts her der muntere, mit 0,592 Prozent Gefäll über Rechenberg fließende, nach einem Lauf von 15,1 km. noch ziemlich oberhalb Jagstzell, Oberamts Ellwangen, einmündende Rothbach, der gegenüber von Randenweiler einmündende Seegraben, bei Stimpfach der von der Mittelmühle an 9,8 km lange Reiglersbach, welcher auf der genannten Strecke 34,23 rn oder 0,349 Prozent Gefäll hat und im Mittel in der Sekunde 0,07 cbm Wasser führt, oberhalb Jagstheim der Degenbach, vor Ingersheim der Dempfelbach, bei Crailsheim der Trudenbach, oberhalb der Weidenhäuser Mühle der durch die Teufelsklinge herabkommende Kreubach, bei Burleswagen der Entenbach, gegenüber von Wolfershausen die nicht unbedeutende an Ellrichshausen und Gröningen vorbeifließende Gronach. Die bei Elpershofen, Oberamts Gerabronn, in die Jagst mündende Brettach läuft eine kurze Strecke lang durch den nördlichsten Theil des Bezirks. Von links fließen in die Jagst: an der südlichen Oberamtsgrenze der Henkenbach, unterhalb Stimpfach der Goldbach, bei Steinbach der Klingenbach, Steinbach und Brunnenbach, bei Jagstheim die 10,6 km lange Speltach, welche vom Zusammenfluß der Quellbäche am Burgberg bis zur Mündung 30,13 m oder 0,283 Prozent Gefälle hat; weiter unten beim Stöckenhof die 8,3 km lange Maulach (mit einem Gefäll von 24,12 m oder 0,292 Prozent, vom Zusammenfluß der Quellbäche bei Maulach an gerechnet), bei Ingersheim der kleine Flachbach, bei Crailsheim der Lohbach, unterhalb bei der Ölmühle der Sauerbrunnenbach (Roßfelderbach), weiterhin der Lindenbach, der Schmidtebach und endlich der von Triensbach herkommende bei Lobenhausen einmündende Grundbach. Von diesen Bächen sind nur bedeutend der aus verschiedenen Waldbächen der Crailsheimer Hardt zusammenrinnende Reiglersbach, die Gronach und die beiden aus der Nähe des Burgberges kommenden Flüßchen Speltach und Maulach. In die Bühler und dadurch in den Kocher fließt von der südwestlichen Ecke des Bezirks der von Vorder-Uhlberg herkommende Nesselbach, während südlich von Vorder-Uhlberg beim Hirschhof die blinde Roth entspringt, die genau südlich dem Kocher zustrebt. (Fortsetzung S. 33.) {{Seite|31}} Flußgefälle der Jagst 1). Flußstrecken zwischen: Gefälle Höhe der einzelnen Stellen über dem Meere Länge d. Wasserbahn zwischen 2 benachbarten Punkten absolutes in Meter relatives in Prozent der Wasserbahn Mittlere Breite des Flußbettes I. Sekt.: Richtung Nordost-Südwest Meter Meter Ursprung (Quelltopf bei Walxh.) 517,94 2260 12,13 0,537 1,7 Heidmühle (Gr. Lias, br. Jura) 505.81 2910 6,79 0,233 2,9 Einfluß des Baches bei Lindorf 499,02 2924 6,29 0,215 3,4 Finkenbachmündung bei Lippach 492,73 3159 7,75 0,245 3,7 Grombacheinfluß bei Lauchheim 484,98 Ursprung bis Lauchheim – 11.253 32,96 0,293 3,0 Geradlin. Entfernung 8,24 km. Entfern. d. Wasserb. nach 11,25 km Somit Thalentwicklung 1,37. II. Sekt.: Richtung Südost-Nordwest. Lauchheim, Grombacheinfluß 484,98 3096 11,92 0,385 4,0 Einfluß des Banzenmühlbachs 473,06 2426 10,01 0,413 7,2 Westhausen, Reichenbachmündung 463,05 2234 9,24 0,414 6,0 372 m unter der Faulenmühle 453,81 3064 10,74 0,271 4,0 Einfluß des Aybachs bei Buch 443,07 2475 5,54 0,224 4,6 Münd. der Röhlinger Sechta 437,53 1676 2,88 0,172 9,5 Schwabsberg, Brücke 434,65 5405 5,79 0,107 11,7 Ellwangen, Rothenbachmündung 428,86 13912 12,91 0,093 9,7 Schweighausen, Straßenbrücke 415,95 8149 9,12 0,112 12,3 Stimpfach, Einfl. d. Reiglersbachs 406,83 6412 3,83 0,060 15,8 Jagstheim, Speltachmündung 403,00 7552 8,21 0,109 21,2 Crailsheim, Münd. d. Roßfelderb. 394,79 10344 24,51 0,237 20,5 Mündung der Gronach 370,28 11123 39,71 0,357 23,0 Kirchberg, Einfl. d. Sauerbrunn. 330,57 8835 25,49 0,289 21,7 Elpershofen, Einfl. der Brettach 305,08 Lauchheim bis Brettacheinfluß – 87.633 179,90 0,205 14,9 Geradlinige Entfernung 45,9 km Entferng. d. Wasserb. nach 87,6 km Somit Thalentwicklung 1,91. Ursprung bis z. Brettachmünd. – 98.886 212,86 0,215 13,6 Geradlin. Entfern. v. Ursprung bis z. Brettachmünd. 43,2 km. Entfernung d. Wasserbahn nach gemessen 98,9 km. Somit Thalentwicklung 2,29. *) Bestimmt von Trigonometer Regelmann. {{Seite|32}} Areal der Wassergebiete 1). Namen der Gebiete Flächeninhalt in Bemerkungen qkm QMln. Einzugsgeb. d. Jagst 222,36 4,041 In Ellwangen; direkt unter der Rotenbachmündung. Zwischen Notenb. u. Glasbachmünd. Mündung bei Rindelbach. " unweit Dietrichsweiler. Von d. Quellengebieten b. Wäldershub, Wildenstein u. Matzenbach bis z. Einmünd. in die Jagst bei Schweighausen. Von d. Quellengeb. bei d. Spitzen-Sägm. u. bei Rosenberg bis zur Münd. in die Jagst b. Schweigh. Gebiet kleiner Bäche 20,94 0,380 " des Kreßbachs 8,25 0,150 " des Fischbachs 17,12 0,311 " d. Rechenbacher Rothb. 35,42 0,643 Gebiet des Glasbaches 21,08 0,383 Einzugsgeb. d. Jagst 325,17 5,908 Bei Schweighausen, oberh. Jagstz., direkt unt. d. Glasbachm. Zwischen der Glasbach- und der Lohbach-Münd. bei Crailsheim. Münd. 2 km unterhalb Jagstzell. Von d. Quellengeb. bei Bergbronn bis zur Münd. in die Jagst bei Stimpfach. Mündung bei Steinbach. Mündung unterhalb Steinbach. Von d. Quellengebieten am Burgberg b. Steinehaig u. Gründelh. bis zur Münd. bei Jagstheim. Mündung unterhalb Jagstheim. " bei Ingersheim. " bei Crailsheim. Gebiet kleiner Bäche 38,40 0,697 " des Sulzbachs 13,21 0,240 " des Reiglersbachs 25,90 0,470 " des Steinbachs 7,84 0,142 " des Degenbachs 9,87 0,179 " der Speltach 37,08 0,673 " der Maulach 26,05 0,473 " des Dempfelbachs 5,35 0,097 " des Truidenbachs 12,94 0,235 Einzugsgeb. d. Jagst 501,81 9,114 In Crailsheim; direkt unter der Einmünd. des Lohbachs. Zwisch. d. Lohb.- u. d. Gronach-M. Von den Quellengeb. b. Ellrichshausen bis zur Münd. in die Jagst, oberh. der Gaismühle. Gebiet kleiner Bäche 38,21 0,694 " der Gronach 27,41 0,497 Einzugsgeb. d. Jagst. Gebiet kleiner Bäche " der Brettach 567,43 69,10 182,68 10,305 1,255 3,318 Ob der Gaismühle; dir. unter der Gronachmündung. Zwischen Gronach- u. Brettach-M. Von den Quellengebieten oberh. Brettheim, Wiesenbach, Blaufelden u. Michelbach a. d. Lücke bis zur Mündung. Einzugsgeb. d. Jagst. 819,21 14,878 In Elpershofen; direkt unt. der Brettachmündung. 1) Ermittelt von Trigonometer Regelmann. {{Seite|33}} (Fortsetzung von S. 30.) In die Wörnitz fließen die bei Riegelbach aus dem Schönbach und dem Schwarzenbach sich vereinigende Zwerg-Wörnitz, die über Deufstetten herabkommende Rothach (Deufstetter-Roth), die gerade oberhalb Mönchsroth mit einer mittleren Wassermenge von 0,14 cbm per Sekunde das Land verläßt und bei Willburgstetten in die Wörnitz fällt. Der Schwarzenbach (Asbach) hat ein Regengebiet von 23,25 qkm, während das Gebiet des Schönbachs 15,71 qkm umfaßt. Das Einzugsgebiet der Zwerg-Wörnitz bei Riegelbach beträgt daher 38,96 qkm. Von den Thälern ist eigentlich nur das Jagstthal von einiger Bedeutung, das, bis unterhalb Crailsheim weit und auf beiden Seiten von waldigen Keuperhöhen begleitet, eine Stunde unterhalb der Oberamtsstadt tief und eng in vielen Schleifen in die Muschelkalkebene sich eingenagt hat. Die übrigen Thäler sind bescheiden und still und endigen oft in vielfach sich verzweigenden Waldschluchten. Stehende Gewässer. Namhafte Seen und Weiher befinden sich außer dem 5 Morgen großen Fleckenbachsee bei Honhardt sonst nur im östlichen Theil des Bezirks, in den Keuperthälchen der Crailsheimer Hardt, so bei Goldbach, Mariäkappel, Marktlustenau, Matzenbach, darunter der 7 Morgen große Ratzenweiher, und bei Rechenberg, Unter-Deufstetten, Waldthann, Westgartshausen, Wildenstein. S. auch die Ortsbeschreibungen. Ein württemb. Morgen = 0,31517 Hektar. Landschaftlicher Charakter und Naturschönheiten. Der wohlabgerundete Bezirk ist auch im landschaftlichen Eindruck ziemlich einheitlich, ist zum größten Theil vielgehügeltes, weichgebuchtetes, von zahlreichen Bächen und Bächlein durchfurchtes Keuperland, das in der Mitte getheilt wird durch das Hauptthal des Bezirks, das Jagstthal. Zu beiden Seiten, im Osten und Westen stehen hochauschwellend die starken Keuperhöhenzüge, im Ganzen und Großen sich gleichend, und zwar erfreuen die östlichen Höhen, die der Crailsheimer Hardt, durch den Blick auf die vielgethürmte ehemalige deutsche Reichsstadt Dinkelsbühl, während nördlich vor den westlichen Waldbergen gebieterisch der Burgberg aufsteigt. {{Seite|34}} Auch im Einzelnen sind es der schönen Landschaftsbilder gar viele; sei es, daß wir wandern auf den lichten sandigen Höhen der Crailsheimer Hardt, wo zwischen durchsichtigen Kieserwäldern flache Seen sich ausbreiten, wo in der sonnigen Einsamkeit die herrlich frische Bergluft zitternd aufsteigt aus den vom rothblühenden Heidekraut weithin bedeckten Sandstrecken. Über uns singen die Lerchen, an den Blüten summen die Bienen, und fein erklingt von Dinkelsbühl herauf der melodische Schall der Domglocken. Oder man begeht im Westen des Bezirks jene tiefen halbfelsigen Keuperschluchten, deren Quellbäche meist aus kleinen waldumschatteten Seen hervorkommen; den muntern Wassern folgend, tritt man heraus in flachgeränderte Wiesenthäler, die sachte der Jagst zuziehen. Von ihrem Thal treten unterhalb Jagstheim die Keuperberge auseinander, so daß die Oberamtsstadt in einer schönen von Bergen in mehr als im Halbkreis umfangenen ebenen Weitung liegt. Eine Stunde unterhalb Crailsheim schneidet dann das Jagstthal schnell und schroff in scharfen Bögen in die Muschelkalkfläche. Der Bezirk bildet so recht das Grenzgebiet zwischen dem Keuperland, das von West nach Ost den südlichen Theil des württembergischen Franken beherrscht und von den Löwensteiner und Mainhardter Höhen bis tief ins bayrische Frankenland hineingreift, und dem Muschelkalkland, welches vom Main herauf dem nördlichen Theil Frankens an Tauber, Jagst und Kocher seinen Ausdruck gibt. Steigert sich die Natur nirgends zur Großartigkeit und wilden Romantik, fehlen der Landschaft Rebenhalden und Obstwälder, so liegt reiche Abwechslung in wiesengrünen Thälern, dunklen Wäldern, fleißig gebauten Ackerflächen, Bergkuppen mit weithin von blauen Bergreihen umgrenzten Fernsichten, und vom Geräusch der verkehrsreichen Bezirksstadt mit ihren nach allen vier Himmelsgegenden ziehenden Eisenbahnsträngen flüchtet man leicht zum tiefen, nur vom Murmeln der Bäche durchbrochenen Waldfrieden. Näher betrachtet gliedern sich vier Theile heraus: das Jagstthal mit der Ebene um Crailsheim, die Bergzüge zwischen den Zuflüssen der Wörnitz und der Jagst, die Bergzüge zwischen Jagst und Bühler und die von Crailsheim an sanft ansteigende Muschelkalkebene. Nach seinem Eintritt in den Bezirk oberhalb Randenweiler (hart beim Bahnhof Stimpfach) bildet das Jagstthal, wie um Ellwangen, ein stilles, von Höhen beengtes, mäßig gewundenes {{Seite|35}} Wiesenthal, neben dem Fluß kaum der Landstraße und der Bahn und kleinen Weilern und Höfen Raum gestattend. Steiler und kräftiger steigen rechts die bewaldeten Berghöhen auf, während zur Linken die Thalwände sanfter zum Flusse sich neigen. Von der Höhe des Baanhofs Stimpfach werfen wir einen Blick auf das freundliche Dorf Stimpfach jenseits der Jagst mit seiner schönen Rokokokirche und seinem altersgrauen Kirchthurm, und dem dahinter sich öffnenden Thal des Reiglersbachs, das, im Herzen der Crailsheimer Hardt bei Mistlau beginnend, mit seinen saftigen Wiesengründen, einsamen Höfen, fleißigen Mühlen und friedlichen Weilern an oberschwäbische Landschaften erinnert und in seiner untern Hälfte zugleich die Grenze des alten Virgundawaldes bildet. Bald reiht sich der lange Bergrücken des Pfannenbergs mit seinen deutlichen Spuren großartiger Burganlage an, als wollte er heute noch das Thal und die nahe gelegenen Weiler Eichelberg, Kaihof und Alexandersreut, die Schöpfung des letzten Markgrafen, schirmen. Auf dem linken Ufer führt Bahn und Landstraße rasch über die sauberen und wohlhabenden Weiler Appensee und Steinbach und das nun sich weitende Jagstthal, das von Jagstheim an zur fruchtbaren, Acker- und Wiesenbau reichlich lohnenden Ebene wird, belebt durch die beiden muntern Bäche Speltach und Maulach. Freundliche Dorfschaften, auf dem linken Ufer das stattliche Jagstheim mit seinen hochgiebligen Scheunen und seinen großgehörnten Viehherden, dort Onolzheim mit schöner Kirche und das alterthümliche Altenmünster mit seinem schlanken spitzen Kirchthurm, auf dem rechten Ufer Ingersheim mit gewaltiger Mühle; dann wie in zwei alten Seebuchten geborgen, nur durch einen niedern Bergrücken geschieden, Westgartshausen und Goldbach, beherrscht von der sagenumwobenen Schönebürg, dem vielbesuchten Luginsland der Städter, die hier den Blick auf ihr hübsches Crailsheim, auf die mit Dörfern, Weilern und Höfen besäete Ebene und die fernen Bergzüge bei Hall, Waldenburg, Löwenstein bis zum Katzenbuckel genießen. Als eigentliche Grenzmarke zwischen Keuper und Muschelkalk, zwischen dem obern Jagstlauf im sanften Wiesengrund und dem nun beginnenden mittleren Jagstlauf mit seinen steilen engen Kalkwänden, steht Crailsheim – eine Seltenheit im Frankenland – die einzige Stadt im Bezirk. Mittelalter und Neuzeit reichen sich hier die Hand. Auf dem rechten Jagstufer in mäßiger Höhe über dem Jagstgrund liegt die vielthürmige, mit Mauern und Gräben größtentheils noch {{Seite|36}} wohlbewehrte Altstadt, beherrscht von ihrem hohen Stadtthurm und ihrer schönen Johanniskirche, von gewerbefleißigen Vorstädten umgeben. Auf der Höhe des linken Jagstufers das Bahnhofgebäude mit seinen Anlagen, der Durchgang des Weltverkehrs, nach Norden sich anschließend die schöne hochgesprengte Eisenbahnbrücke, nach Süden und Westen die durch den Eisenbahnverkehr geschaffene Siedelung von Neumünster. Nach einer kurzen Wendung beginnt nun die Jagst den Kampf mit dem Kalkgestein, Schritt für Schritt durch ein enges, tief gegrabenes Bett, durch schroffe, zerrissene Felswände, nur spärlich bewachsen, in stets und rasch auf einander folgenden Schlangenwindungen. Die Thalsohle gewährt nur stillverborgenen Mühlen, aber keiner Thalstraße, keinem Weiler oder Dorf Raum, und das Thal beherrschen alte Herrenburgen, wie Burleswagen mit dem an den Felsen hängenden Weiler Neidenfels, die abgegangene Burg Wollmershausen und das vom Thalrand etwas entfernter liegende Schloß Erkenbrechtshausen, bis dann an der Grenze das Thal sich weitet für die alte Herrenburg Lobenhausen auf ihrem kleinen Hügel und den gleichnamigen Weiler (OA. Gerabronn). Steigen wir hinan am steilen Bernstein, wo der gefürchtete „Appele v. Galen“ seinen verzweifelten Felssprung gewagt (s. unter Sagen), und werfen einen Blick auf den nahen Reiherhorst, so gelangen wir bald zu dem hochgelegenen, stolz zum Thal herabschauenden, wohlhabenden Weiler Bölgenthal und den unweit davon gelegenen Resten der Klosterkirche Anhausen. Fremdartig und kühn steigt das schmale, aber gegen 70 Fuß hohe Mauerstück, an der Innenseite noch geschmückt mit schönen gothischen Grabmälern der Bebenburger, über der wohlbebauten flachen grünen Thalmulde auf; zu seinen Füßen Steinbrocken, dürres Gras und ein wilder verwetterter Rosenbusch. Hier mit einem Mal ein Überblick über das Muschelkalkland des Bezirks. Kaum ahnt man, daß es durch das Jagstthal jäh zertheilt ist. Noch einmal stellt der Keuper als Grenzsteine seiner Herrschaft zwei Hügel nördlich von Crailsheim auf, den Kreckelberg und Karlsberg (Galgenberg). Ganz stetig steigt die Hochebene an zu jener Hochfläche bei Blaufelden und Schrozberg, OA. Gerabronn. Rechts und links von der Jagst schöne Ackerfluren mit hochgewölbten Beeten und tiefen Furchen, spärlicher Wuchs von Obstbäumen und diese auf der sturmdurchbrausten Ebene häufig windschief, schmucke Kirchdörfer mit sauberen Kirchen, umgeben {{Seite|37}} von Weilern, so jenseits der Jagst Tiefenbach und Triensbach, diesseits Gröningen, Satteldorf, Ellrichshausen, dazwischen größere und kleinere Waldstreifen von Laubholz, auch wohl vereinzelt ein langgestreckter niederer Hügelrücken, wie der Hornberg und die Thierlesburg zwischen Satteldorf und Ellrichshausen; – so ist diese Hochebene vollständig der Übergang ins Hohenloher Land. Doch macht die östliche Hälfte, südlich von der Hardt und deren Ausläufern, dem Fuchsberg und Rudolfsberg, und östlich von ihrer Fortsetzung, dem fränkischen Landrücken, umsäumt, von der Anhäuser Mauer aus gesehen, den Eindruck eines alten Seebeckens, an dessen Ufern die jetzt hoch am Bergrand hängenden Weiler Volkertshausen und Beeghof zu liegen scheinen. Folgen wir dem muntern Gronachbächlein, aufwärts nach Ellrichshausen, dem alten Stammsitz des bekannten Rittergeschlechts. Auf hohem Damm sucht die bayrische Bahn nach Nürnberg die Höhe des fränkischen Landrückens zu gewinnen. Durch ein kleines Thälchen vorbei an Gersbach und Rockhalden ziehen wir eine kahle Berghöhe hinan, um nun auf einmal auf der Crailsheimer Hardt und zwar unweit ihres höchsten Punktes, dem Ochsengreut bei Mariä-Kappel, Umschau zu halten. Die östliche Hälfte des Keuperlandes wird nahezu durchbrochen durch das Goldbacher und Waldthanner Thal, nur ein schmaler Rücken unterhält wie eine Brücke den Zusammenhang. Die Hochflächen zeigen mitten in den Wäldern Ackerfelder mit magerem Sandboden, für Roggen, Haber und Kartoffeln geeignet, während jenseits der Jagst die Kirchdörfer im grünen Thal liegen und zwischen den großen Wäldern meist nur Weiler und Höfe sich finden. Sendet die westliche Hälfte die ansehnliche Speltach und Maulach zur Jagst und wenige kleine Bächlein zur Bühler, so bildet der Landrücken zwischen Goldbach und Waldthann eine Wasserscheide, welche der Jagst nur den Degenbach, Reiglersbach und die Rechenberger Roth läßt, während alle übrigen Gewässer der Wörnitz im Donaugebiet zufließen. Einzeln trifft man hier, besonders auf dem angrenzenden bayrischen Gebiet, geheimnisvolle Waldseen. Von Mariä-Kappel mit dem schönen gothischen Chor seiner Kirche werfen wir einen Blick ins stille Thälchen von Wüstenau, einst beherrscht von einer Burg auf einem runden Bergkegel, um auf der schönen Feuchtwanger Landstraße durch Wald und Feld vorbei an kleinen Weilern und Höfen, wie Haselhof, Seelgenstadt und dem Pfarrdörfchen Leukershausen und dem ins {{Seite|38}} württembergische Gebiet eingesprengten Gumpenweiler, ins Thal der Zwergwörnitz oder des Schönbachs herabzusteigen. Vor uns liegt die Nikolauskapelle von Bergertshofen mit ihrem stumpfen Thurm und ihren dicken Mauern, dort auf dem Kreßberg die Ruinen der das Thal lange und schwer beherrschenden Burg, hier eine Wallfahrtskapelle, ein Denkmal der siegreichen Gegenreformation. Ein reizender Blick: vor uns drei Thäler, das obere Zwerg-Wörnitzthal mit Bergertshofen, Ober- und Unter-Stelzhausen, zu unsern Füßen das stattliche Markt-Lustenau, gegen Westen das Waldthanner Thal, mit dem sich das Wüstenauer vereinigt, im Frühling erst grün, dann gelb von Wiesenblumen, dann roth vom Klee gefärbt. Dort die saubere Kirche von Waldthann im Hintergrund, hier der stattliche Tempelhof, einst Schloß der Herren von Knöringen. Nach Süden weitet sich das Thal der Zwergwörnitz bei Riegelbach und dem nahen bayerischen Pfarrdorf Weidelbach. Hochgelegene Dörfer und Höfe blicken herüber aus dem nahen Bayern, Sinnbrunn, das alte Siebenbrunn, Waldeck u. s. w., von Süden Wildenstein mit Kirche und Schloß; in der Ferne steigt bläulich gefärbt die Pyramide des Hesselbergs, dann Baldern, der Ipf und daran sich schließend die Albkette auf. Nach Osten aber erschließt sich uns die Aussicht auf den grünen Wörnitzgrund mit seinen zahllosen Dörfern, im Hintergrund das stolze Schillingsfürst im Schimmer seiner sonnenbeglänzten Fenster. Wir ziehen an Marktlustenau vorbei und die mit dünnem Nadelholz bewachsenen jenseitigen Halden hinan, dann auf einsamem Pfad durch Wald und Feld mit sandig-magerem Boden über die bäuerlich-stattlichen Weiler Bräunersberg, Schönbronn und Gaisbühl bis unterhalb des hochgelegenen Bergbronn auf die schöne Dinkelsbühler Landstraße. Ab und zu schauen die ragenden Thürme der alten Reichsstadt Dinkelsbühl zwischen Obstbäumen und langaufblitzenden Seespiegeln lockend herüber. Zur Rechten liegt von Tannenwald umgeben Wäldershub mit seinem einstigen Schlößchen, weiterhin, wie aus dem Boden gezaubert, der hohe gothische Chor von Bernhardsweiler. Schon dehnt sich die lange Häuserreihe mit Kirche und Freiherrnschloß von Wildenstein und Lautenbach, aus grünen Wiesenthälchen winkt der Thurm der Kirche des freundlichen Unterdeufstetten mit dem Schloß der Freiherren v. Seckendorf, während Matzenbach in seiner Thalsenkung verborgen bleibt. Immer wieder begegnen uns hier schwer beladene Wagen, klirrend von Steingut, von {{Seite|39}} müdem Gaul gezogen; voraus schreitet der Mann, hinter drein die Frau, zur „Bläue“ heraus lugen muntere Kindergesichter, mit hellen aufgeweckten Augen, wetterharte, weltgewandte, zungenfertige Gestalten. Wir sind im Reich des vielgetheilten spärlichen Grundbesitzes mit magerem Boden, des rührigen Hausirhandels, im Gebiet der durch die Geschichte und die Verfassung des alten heil. römischen Reichs deutscher Nation einst schwer mitgenommenen Ritterschaft. Ein Blick in die saubern Dörfer mit ihren kleinen freundlichen Häuslein und ihren Gärtchen oder gutgepflegten Blumenbrettern zerstreut manches Vorurtheil gegen eine Bevölkerung, die man überall nur als „Matzenbacher“ kennt. Auf Waldpfaden ziehen wir nach Westen auf dem Kamm zwischen dem sogenannten Frukenthal (Reiglersbach) und dem Thal der Rechenberger Roth (Buchbach). Kleine Weiler, einsame Höfe, an jedem Bächlein oder See eine Sägmühle oder Mahlmühle, vereinzelt auch eine Hammerschmiede. Auf dem langgestreckten Höhenzug, der zum alten Virgundawald gehörte, herrscht feierliche Stille bis Rechenberg, dessen altes Schloß mit seinem hochgiebeligen Holzbau nebst der Kirche reizend über dem mit Seerosen bewachsenen Teiche und dem Thälchen liegt, schon hart an der Grenze des Oberamts Ellwangen. Schindeln, Rechen, Holzgefässe neben dem Bau der mageren Sandfelder nähren die Einwohner. Rechenberg ist die letzte der Gemeinden, welche die Thalleute mit besonderer Betonung neben Waldthann, Wildenstein, Lautenbach, Matzenbach, Deufstetten „die Wälder“ nennen. Über jene altgermanische Befestigung „das alte Schloß“ steigen wir hinab nach Stimpfach zur Jagst, um auf der andern Seite das westliche Keuperland des Bezirks zu durchwandern. Der südliche und westliche Rand, ein waldiger Höherücken mit einzelnen Kuppen, ist die unmittelbare Fortsetzung der Ellwanger Berge, aber durch den Grunbach, Zobach und die Quellbäche der blinden Roth und des Nesselbachs von ihnen getrennt. Im westlichen Theil der Markung Ober-Speltach erscheint dieser Rücken am festesten gefügt, wendet sich nun aber nach Nordosten, um beim Burgberg zu schließen und in das Flachland sich zu senken. Wie eine Sichel umspannt die mäßig hohe Bergreihe die Dörfer Honhardt, Gründelhardt, Ober-Speltach. Auf der Höhe, wie jenseits der Jagst, kleine Weiler und Höfe, auch viele abgegangene – gewaltige, sorgsam geschonte Wälder, dazwischen idyllische Thäler, vor allem in der Quellgegend der blinden Roth mit ihrem wenig gekannten Thale am Fleckenbacher See. Ab {{Seite|40}} und zu ein Blick auf die stolze Ruine von Tannenburg oder ins liebliche Bühlerthal nach Obersontheim, Vellberg und die mit Dörfern besäte hällische Ebene. Wir wandern über die Höhe von Streitberg in das freundliche Thal von Honhardt, dem Mittelpunkt der ausgedehntesten Gemeinde des Bezirks, mit seinem Schlößchen, ansehnlicher Kirche und holzgetäfelten Häusern und Scheunen. Von der südlichen Höhe grüßt uns der Sandhof und Mainkling, von Norden am Fuße der stattlichen Waldkuppe „Forst“ der Bechhof. Über eine mäßige Anhöhe gehen wir, zur Linken Hellmannshofen mit seiner alten Kapelle und seinen schönen großen Holzhäusern lassend, nach Gründelhardt am Fuß der langgestreckten bewaldeten Nonnenkappel, umgeben von Hügeln mit Höfen und Weilern, und dann zur langen Wanderung durch ein großes tief einsames Waldgebiet, wo selten ein Hof, selten ein Mensch zu treffen. Wir steigen empor zur alterthümlichen Kapelle von Spaichbühl, dann vorbei an Steinehaig, beides Orte, die einst durch Steinwall und Flechtwerk (speck) geschützt waren, nach Hof Neuberg mitten im Oberamt Hall. Kaum noch ein Stein zeugt von der alten Ritterburg, aber lieblich und weit ist die Aussicht ins schöne Thal der Bühler, ins reiche hällische Land und hinüber in den Rosengarten und nach Waldenburg, um nun bergab bergauf die Thäler des Buchbachs und Langenbachs schneidend immer ostwärts bis zum schönsten Punkt des Bezirks, ja des ganzen Frankenlands, zum Burgberg aufzusteigen. Auf der Nordseite steiler und dichter bewaldet, nach Süden sanfter über Waiden, Waldstreifen und Wiesen zur Speltach sich senkend, steht der Burgberg als eine gewaltige Landmarke mitten zwischen Hesselberg und Katzenbuckel. Offenbar eine uralte, wohlbefestigte, künstlich terrassirte Volksburg sammt Opferstätte, gewährt er den weitesten Umblick. Zunächst nach Süden wechseln grüne Wiesenthäler mit bewaldeten Hügelketten, dazwischen fleißige Ortschaften bis an die Ellwanger Berge, nach Westen unendliches Waldgewirr bis zum Einkorn hin, nach Norden die hällische und hohenlohische Ebene bis Langenburg, der langen Häuserreihe von Gerabronn, dem Kirchthurm von Blaufelden und dem vielthürmigen Rothenburg a. d. T., nach Nordosten Roßfeld mit der alten Grafenburg Flügelau, nach Osten Crailsheim, dahinter die Schönebürg und die Hardt. Weiter aber in blauer Ferne stehen groß und schön die Pyramide des Hesselbergs bei Wassertrüdingen, Schloß Baldern, davor die Wallfahrtskirche vom Schönenberg, nach {{Seite|41}} Süden der Ipf, die Kapfenburg, die Höhen des Ellwanger und Welzheimer Waldes, dahinter der Schurwald und die stolzen, erinnerungsreichen Berge Rechberg, Staufen, Stuifen und andere Höhen der schwäbischen Alb, nach Westen hinter dem Limpurger und Mainhardter Wald die Höhen des Strom- und Heuchelbergs und endlich im Nordwesten der Odenwald mit dem beherrschenden Katzenbuckel. Obgleich vom Bahnhof Maulach in dreiviertel Stunden auf schattigem Waldweg erreichbar, ist der Burgberg wenig gekannt, und doch ist kein anderer Berg so geeignet zur Umschau über das schöne württembergische Franken und weit, weit darüber hinaus. Wohl erblickt man keine schneeglänzenden Alpenketten, aber doch ist ringsum der Gesichtskreis begrenzt von bedeutenden echten Gebirgen, deren reiche Formen in das Blau des Himmels im fernsten Dufte verschwimmen. {{Headline|110|0.2|Witterungsverhältnisse 1).}} Meteorologische Beobachtungen wurden sehr frühzeitig in dem Bezirke angestellt; es beobachteten Präceptor M. Römer zu Crailsheim 1825–1828, Pfarrer Bürger in Wildenstein 1825 bis 1830, in Roßfeld 1831–1846, Pfarrer Bürger in Rechenberg 1836–1837. Der Letztgenannte beobachtete von 1838 bis 1867 in Oberstetten OA. Gerabronn, sodann seit 1867 an seinem gegenwärtigen Pfarrsitz in Kochersteinsfeld. Aus den älteren Beobachtungen, deren Resultate in Plieningers 30jährigen Resultaten zusammengestellt sind, würden die 50jährigen Wärmemittel für 1826–1875 sich ergeben: Winter Frühling Sommer Herbst Jahr Roßfeld - 2,0 7,3 17,5 7,9 7,7° C. Amlishagen - 0,2 8,5 18,2 8,7 8,8 Großaltdorf - 1,5 7,3 16,6 8,0 7,6 Crailsheim - 0,8 7,9 17,1 8,2 8,2. Diese Zahlen weisen darauf hin, daß der Nullpunkt in Amlishagen und Crailsheim jedenfalls zu hoch lag. Von den neueren Stationen liegt dem Bezirk Crailsheim am nächsten Großaltdorf, wo seit 1867 Pfarrer Halm beobachtet. Die Station (413 m Meereshöhe) befindet sich im Pfarrhaus; die Beobachtungen erstrecken sich namentlich auch auf den Niederschlag; 1) Von Professor Dr. v. Schoder. {{Seite|42}} die 10jährigen bezw. 50jährigen Resultate sind in den Württ. Jahrbüchern 1879 veröffentlicht. Wärme. Regenhöhe. 10jähr. 50jähr. 10jähr. Mittel Mittel Mittel 1866/1875 1826/1875 Januar - 0,5 - 2,2 37 Februar 0,8 - 0,5 33 März 2,8 2,4 54 April 8,0 7,2 46 Mai 11,9 12,3 64 Juni 15,3 15,8 84 Juli 17,7 17,3 70 August 16,5 16,7 67 September 14,0 13,2 46 Oktober 7,7 8,2 60 November 2,4 2,5 86 Dezember - 1,1 - 0,8 51 Jahr 7,9 7,7 698 (Stuttgart: 9,8 622). Größte Regenhöhe innerhalb 24 Stunden = 93,4 mm 1870 Aug. 11. Der jährliche Niederschlag vertheilt sich folgendermaßen auf die einzelnen Monate: Ist die jährliche Regenmenge = 100, so fallen auf Januar 5 April 7 Juli 10 Okt. 9 Febr. 5 Mai 10 Aug. 10 Nov. 10 März 8 Juni 12 Sept. 7 Dez. 7 oder Winter 17 Frühling 25 Sommer 32 Herbst 26. Die mittlere Zahl der Tage mit Niederschlag Schnee Gewitter Hagel beträgt im Januar 9 6 – – Februar 8 5 – – März 10 6 0,1 – April 10 2 1,0 – {{Seite|43 Niederschlag Schnee Gewitter Hagel Mai 11 1 2,2 – Juni 10 – 2,3 0,2 Juli 9 – 5,2 0,4 August 9 – 1,2 0,1 September 7 – 0,2 0,1 Oktober 9 1 0,2 – November 10 5 – – Dezember 11 7 0,1 – Jahr 113 33 12,5 0,8. Das 10jährige Mittel der Sommertage Frosttage Wintertage beträgt für Großaltdorf im Januar – 23,0 10,4 Februar – 18,9 7,2 März 0,1 17,6 1,0 April 0,2 6,6 – Mai 4,1 1,3 – Juni 7,6 0,1 – Juli 17,4 – – August 8,8 – – September 7,3 – – Oktober 0,4 4,4 – November – 16,1 4,5 Dezember – 21,4 12,6 Jahr 45,9 109,4 35,7 (Stuttgart: 56 96 21). In dem Zeitraum 1866/75 kamen von 100 beobachteten Windrichtungen in Großaltdorf N. 13 S. 10 NO. 7 SW. 10 O. 14 W. 23 SO. 5 NW. 18 {{Headline|120|0.2|Pflanzen- und Tierreich.}} {{Headline|110||1. Pflanzen 1)Anker|A2_6}}{{Headline|120|0.2|'''Pflanzen- und Tierreich.'''}} {{Anker|A2_61}}{{Headline|110||1. Pflanzen <ref>Von Richard ''Blezinger'', Apotheker in Crailsheim.</ref>.}} Wenn auch die Flora des Oberamtsbezirks Crailsheim sich nicht rühmen kann, eine der reichhaltigsten Württembergs zu sein, 1) Von Richard Blezinger, Apotheker in Crailsheim.⏎ ⏎ {{Seite|44}} so darf sie doch keineswegs arm und einförmig genannt werden. Sie ist die ausgesprochene Flora zweier verschiedener Gebirgsformationen, des Keupers und des Muschelkalkes und ihrer Glieder. (contracted; show full) Was den Einfluß der Temperatur- und Witterungsverhältnisse auf die Vegetation anbelangt, so mag hier nur erwähnt werden, daß unser Bezirk bei einer mittleren Jahrestemperatur {{Seite|45}} von ca. 8 ° C., seinem späten Frühjahre und seinen frühen Herbstfrösten auf den Besitz mancher zarten Gewächse verzichten muß. Ein für uns günstiger Umstand ist der, daß unsere Nadelholzwaldungen sehr häufig mit Laubholz durchsetzt sind. Hiedurch wird nicht nur dem Auge manch prächtiger Anblick gewährt, sondern es übt dies auch ganz entschieden auf die Reichhaltigkeit unserer Flora einen günstigen Einfluß aus. (contracted; show full) {{Seite|552}} Wollmershausen 3. 36. 156. 170. 171. 175. 233. 454. 457. 459. Wolpertshausen 228. 245. Worms 240. Wössingen 258. Würzburg 231. 238. Wüstenau s. auch Wüstenhof 4. 37. 131. 152. 155. 171. 174. 189. 233. 375 f. 379. 455. 457. Wüstenhof 190. 239. 242. 416. 422. Zagelbach 290. Zankhof 4. 157. 174. 517. Zeuzleben 239. Zischendorf 239. 242. 505. Znaim 236. Zöbingen 258. Zottishofen 417. Zumhaus 239. 242. Zwerenberg 239. 386. <references/> All content in the above text box is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike license Version 4 and was originally sourced from https://de.wikisource.org/w/index.php?diff=prev&oldid=1887135.
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