Difference between revisions 1887467 and 1887731 on dewikisource== OCR durchgesehen == (fehlende Anfangsseiten bereits für Einstellung aufbereitet durch Pfaerrich) {{Seite|55}} <tt>alternifolium ''L.''</tt> im Walde zwischen Goldbach und Waldthann; die Waldkresse Cardamine sylvatica ''L.'', das gemeine Helmkraut Scutellaria galericulata ''L.'', der schildfrüchtige Ehrenpreis Veronica scutellata ''L.'' bei Weipertshofen und Markertshofen, das grünblüthige Wintergrün Pyrola chlorantha Sw bei Bergbronn und das einseitsblüthige Wintergrün Pyrola secunda ''L.'' bei Vorderuhlberg. Von Interesse ist das massenhafte Erscheinen einer insektenfressenden Pflanze, des rundblättrigen Sonnenthaus Drosera rotundifolia ''L.'' auf einer kleinen Strecke an einem Waldweg zwischen Hinter- und Vorder-Uhlberg. Dort war noch voriges Jahr die Wegböschung rechts und links förmlich damit berast; durch Trockenlegung des Weges ist er aber heute fast ganz vom Wege verschwunden und findet sich nur noch zu beiden Seiten desselben in dem mit Torfmoos bebeckten moorigen Waldboden. Oberförster Riegel in Gründelhard hat ihn zuerst entdeckt. Dieses unscheinbare Pflänzchen hat mit langen sehr reizbaren Drüsenhaaren besetzte Blätter, womit die sich darauf niederlassenden Insekten gefangen und nach und nach vollständig verdaut werden. Es findet sich auch auf Torfboden im Walde zwischen Wäldershub und Wildenstein ganz in der Nähe der Vaccinium Vitia idaea ''L.''; hier ist dann auch Eriophorum vaginatum ''L.'', das scheidige Wollgras, zu treffen. An Waldgräsern wäre zu erwähnen: das weiche Honiggras Holcus mollis ''L.'' bei Bergbronn, die geschlängelte Schmiele Aira Hexuosa ''L.'' bei Markertshofen, das Wald-Reithgras Calamagrostis arundinacea Roth bei Bergbronn, das Hundsstraußgras Agrostis canina ''L.'' bei Vorderuhlberg, das blaue Pfeifengras Molinia coerulea Mönch. und das Laub=Reithgras Calamagrostis epigeos Roth. Der besondere Reiz, welchen die Farnkräuter immer dem Walde verleihen, fehlt auch den Waldungen unseres Oberlandes nicht. Mächtig entfaltet sich überall im Schatten derselben der männliche und der weibliche Schildfarn Aspidium Filix mas Sw. und A. Filix femina Sw., auch die selteneren Farren stellen sich ein, so der Rippenfarn Blechnum boreale Sw. ganz in der Nähe der Drosera und bei Weipertshofen, der Tüpfelfarn Polypodium vulgare ''L.'' beim Birkhof und bei Westgartshausen, der Blasenfarn Cystopteris fragilis Bernh. neben dem Eichenfarn Phegopteris Dryopteris Sw. an schattigen Sandfelsen auf dem Burgberg, der dornige Schildfarn Aspidium spinulosum Sw. bei Waldthann und Goldbach, der Bergschildfarn Aspidium Oreopteris Sw. bei Weipertshofen, der kleine Strichfarn Asplenium septentrionale Sw. bei Ellrichshausen und der Adlerfarn Pteris aquilina ''L.'' hei Wildenstein. In den das Ellwanger Gebiet angrenzenden Waldungen schlängelt sich nicht selten der ächte Bärlapp Lycopodium clavatum ''L.'', bei Bergbronn der sprossende Bärlapp Lycopodium annotinum ''L.'' und bei Weipertshofen der Tannen-Bärlapp Lycopodium Selago ''L.'' auf dem Boden hin, und auf den Weißtannen unseres Oberlandes ist manchmal ein ächter Schmarotzer die weiße Mistel Viscum album ''L.'' zu entdecken. Von den vielen Sumpf- und Wasserpflanzen, welche das Jagstbeet besetzt halten, kommen in den zahlreichen Weihern unseres Keuper-Plateaus wieder viele zum Vorschein, wie das Pfeilkraut, die Wasserschwertlilie, die Seebinse, das Froschkraut, das schwimmende Laichkraut, der Igelkolben und die gelbe Nixenblume. Dieser gesellt sich aber in den meisten dieser Weiher ihre weitaus lieblichere Schwester, die weiße {{Seite|56}} Seerose, Nymphaea alba ''L.'' zu, welche verschmäht in die auch noch so langsam fließende Jagst hinabzusteigen. Eine neue Erscheinung sind hier auch die verschiedenen Arten von Wasserlinsen, Lemna gibba ''L.'', mi- nor ''L.'', trisulea ''L.'' und polyrhyza ''L.'', welche in Gemeinschaft mit dem Wasserstern Callitriche verna ''L.'' kleinere Pfützen häufig mit einem grünen Teppich überziehen. Ein in der Jagst nur wenig vorkommendes Laichkraut, das spiegelnde Potamogeton lucens ''L.'' ist im Fleckenbach-Weiher und im Mühlweiher bei Markertshofen zu finden, und an versumpften Stellen einige seltenere Umbelliferen: im Rechenberger Weiher und bei Bernhardsweiler der Wasserschierling Cicuta virosa ''L.'', bei Matzenbach der Wasserfenchel Önanthe Phellandriurn ''L.'', und im Neumühlen-Weiher bei Marktlustenau die röhrige Rebendolde Önanthe tistulosa ''L.'', beim Fleckenbach-Weiher der Bergkörbel Chaerophyllum hirsutum ''L.'' Der Kalmus Acorus Calarnus ''L.'' bildet die Einfassung mancher dieser Weiher, namentlich jenes bei Rechenberg; der breitblättrige Rohrkolben Typha latifolia ''L.'' steht aber mit seinen mannshohen Blättern und seinen walzenförmigen, sammtartigen Kolbenähren nur im Hirschhof-Weiher und in einem noch in Keupermergel liegenden See beim Ölhaus; der Sumpf-Dreizack Triglochin palustre ''L.'' bei Gröningen und zwischen Leukershausen und Bergertshofen; der Wasserpfeffer Polygonum Hydropiper ''L.'' bei Vorderuhlberg. Das kleine Speerkraut Ranunculus Flammula ''L.'' findet sich hier überall, dagegen das große Speerkraut Ranunculus Lingua ''L.'' nur im Fleckenbach-Weiher und bei Bernhardsweiler; das Sumpf-Läusekraut Pedicularis palustris ''L.'' und das Sumpf-Fünfblatt Comarum palustre ''L.'', das rasenartige Vergißmeinnicht Myosotis caespitosa Sch., sowie der dreiblättrige Fieberklee Menyanthes trifoliata ''L.'' mit seinen wunderschönen, weißbebarteten Blüthen im Fleckenbach-Weiher; letzterer auch im Rechenberger-, Bernhardsweiler- und namentlich Eulenmühlen-See. Die zu diesen Weihern führenden Gräben besetzt hie und da die officinelle Beinwelle Symphitum offici- nale ''L.'' und, wie bei Rechenberg, ihre Varietät mit purpurnen Blüthen Symphitum patens Sibth. Bei Bernhardsweiler noch besonders zu erwähnen das gemeine Fettkraut Pinguicula vulgaris ''L.'' Von Interesse sind noch auf diesem hochgelegenen sumpfigen Terrain einige Simsen und Cypergräser: die zurückliegende und die sperrige Simse Juncus supinus Moench. und Juncus squarrosus ''L.'', die weißgraue Segge Carex canescens ''L.'' bei Vorderuhlberg, die flohsamige Segge C. pulicaris ''L.'' bei Bergbronn, die pillentragende Segge Carex pilulifera ''L.'' bei Hinteruhlberg, die verlängerte Segge C elongata ''L.'', die nadelförmige Sumpfbinse Heleocharis aciculans R. Br. beim Hirschhof und das fruchtbare Rispengras Poa fertilis ''L.'' beim Fleckenbach-Weiher. Von niederen Kryptogamen, welche wie überall so auch hier in großer Menge theils das Erdreich und namentlich den Waldboden bedecken, theils die Rinden der Bäume, die alten Zäune und Mauern besetzen, sind bis jetzt hier noch sehr wenige bestimmt. Unter den Laubmoosen lieben das Dickicht unserer Wälder und bilden darin ganze Moosbecken verschiedene Astmoose: das glänzende Hypnum splendens Hedw., das sparrige Hypnum squarrosum ''L.'', das myrthenblättrige H. russiforme ''L.'' und das Kranzastmoos H. trigustrum Hedw.; an feuchten moorigen Stellen: das Sumpffarnmoos Fissidens adianthioides Hedw. in der Teufelsklinge, der gemeine und {{Seite|57}} der schöne Wiederthon Polytrichum commune ''L.'' und P. formosum Hedw., das spitzblättrige Torfmoos Sphagnum Sacutifolium ''L.'' bei Uhlberg, das Drehmoos Funaria hyprometica Hedw., und das wellige Gabelzahnmoos Dicranum undulatum Ehrh.; an Waldbäumen, namentlich am Fuße der Fichtenstämme, die warzigblättrige Neckerie Neckeria crispa Hedw., das Weißzahnmoos Leucodon sciuroides Schw. und auf Gemäuer das haarige und das Silberbirnmoos Bryum capillare ''L.'' und Bryum argenteum ''L.''; in Bächen, z. B. der Teufelsklinge, das Brunnenmoos Fontinalis antipyretica; dieses auch aus dem Gyps-Wasser des Lammbrunnens in Crailsheim nicht zu vertreiben. An Lebermoosen ist die Gegend ärmer; nur selten trifft man größere Jungermannien und nur bei Vorderuhlberg und in den zum Fleckenbach-Weiher führenden Wassergräben das vielgestaltige Leberkraut Marchantia polymorpha ''L.'', im Fleckenbach-Weiher die schwimmende Riccie Riccia natans ''L.'' Um so mehr sitzen und hängen an den Bäumen und alten Zäunen die verschiedensten, zum Theil unscheinbarsten Flechten: die Bartflechte Usnea barbata ''L.'' überzieht auf dem Burgberge eine ganze Reihe Lärchen und hängt in langen grauen Bärten an ihnen herunter; die kleeige und die Pflaumen-Evernie Evernia furfuracea ''L.'' und E. Prunastris ''L.'', die Eschenflechte Ramalina fraxinea ''L.'', die durch ihre gelbe Farbe an jeder Mauer und an jedem alten Zaune auffallende gelbe Wandflechte Xanthoria parietina Th., die Lindenflechte Parmelia tiliacea Ach., die Runzelflechte Parmelia caperata ''L.'', die Felsenflechte Parmelia saxatilis Ach., die gemeine Porenflechte Pertusaria commu- nis Dec., und die Wimper-Hagenie Anapsychia ciliaria Rsch. Auf humusreichem Boden und alten verfaulten Baumstämmen die Hundsflechte Peltigera canina ''L.'' Säulchenflechten überziehen auf lichten Waldstellen des Keupers oft massenhaft den Boden; so die Formen der Rennthierflechte Cladonia rangiferina Hoffm., ferner Clad. stellata Sm., pungens Sm., furcata Hoffm., squamosa Hoffm., uncinata Hoffm., fimbriata F., degenerans Sm. und gracilis ''L.'' Zwischen diesen braunfrüchtigen Arten ergötzen das Auge verschiedene Arten mit scharlachrothen Früchten. Bei Hinteruhlberg findet sich am Waldesrand auch die seltene Cladonia carneola Fr. mit gelber Frucht. An größeren Algen wäre zu erwähnen der gemeine Armleuchter Chara vulgaris ''L.'', bei Gröningen. Eine anomale Flechte, die grüne Stielflechte Coniocybe furfuracea Fr., überzieht grünspanfarbig die Sandsteinfelsen hinter Westgartshausen. An höher entwickelten Pilzen hat der feuchte Spätsommer von 1881 eine Menge der verschiedensten Arten aus dem Boden herausgezaubert. Namentlich im Halbdunkel der Nadelwaldungen, in welchen sonst nur kümmerliches Moos den Erdboden bedeckt, war durch sie, besonders im Keuper unseres Oberlandes, eine oft staunenerregende Farbenpracht entfaltet. In allen Farben und Mißfarben, vom reinsten Weiß bis zum dunkelsten Violett, vom hellsten Gelb bis zum feurigsten Roth stehen sie da diese Tausende von Schwämmen, und nur schade ist es, daß sie in den meisten Fällen unbemerkt bleiben oder höchstens aus Furcht vor ihrer Schädlichkeit mit dem Fuße umgestoßen werden. Wenn auch freilich eine Menge giftiger Schwämme darunter sind, so sind unter ihnen auch eine große Anzahl genießbarer, ja sogar sehr schmackhafter Arten, und es ist zu bedauern, daß mit ihnen eine große Menge eines durch seinen Gehalt {{Seite|58}} an Stickstoff unseren stickstoffhaltigsten vegetabilischen Nahrungsmitteln wie Bohnen, Erbsen und Linsen, und durch seinen Reichthum an phosphorsauren Salzen auch noch dem Fleisch mindestens gleichkommenden Nahrungsstoffes meistens unbenutzt wieder zu Grunde geht. Die Gattung der Butterpilze ist weitaus die reichhaltigste, und zu ihr gehören alle jene mit Recht gefürchteten Giftschwämme. Unter ihnen sind die häufigsten, zum Theil schon durch ihre grellen Farben ausfallend: der Fliegenschwamm Agaricus muscarius ''L.'', der Pantherschwamm Ag. pantherinus Db. bei Waldthann, der Schwefelkopf Ag. fascicularis Huds., der amethystfarbige Blatterschwamm Ag. amethystinus Sch., der Speiteufel ober Täubling Ag. emeticus Fr. mit seinen verschiedenen Varietäten, der Birken-Reizker Ag. torminosus Sch. bei Goldbach, Mariäkappel, Wildenstein, der Perlschwamm Ag. rubescens Fr. bei Ellrichshausen, der Pfefferschwamm Ag. piperatus ''L.'' bei Leukershausen und im Eichwald, der hohe Blätterschwamm Ag. excelsus Fr. im städtischen Eichwalde, der Knollenblätterschwamm Ag. phalloides Fr., der Eckelschwamm Ag. fistibilis Pers., der Thränen-Eckelschwamm Ag. crustuliformis B. und der falsche Eierschwamm Ag. aurantiacus Wulf. auf dem Burgberg. Wenn auch nicht giftig, so doch ungenießbar sind folgende: der Schopf-Tintenschwamm Ag. commatus Müller, der Schleimschwamm Ag. glutinosus ''L.'', der gelbbraune Blätterschwamm Ag. spadicus Sch., der Glöckchenblätterschwamm Ag. campanella B., der Birkenlanzblätterschwamm Ag. betulinus ''L.'' auf dem Burgberg, der Zaunlenzblätterschwamm Ag. sepiarius ''L.'', der violettgraue Blätterschwamm Ag. violaceo-cinereus Pers., der röthliche Blätterschwamm Ag. rutilans Sch., der Erdschieber Ag. scorbiculatus Scop., der schuppige Blätterschwamm Ag. squarrosus Müller bei Ellrichshausen und Rechenberg, der gelbe Blätterschwamm Ag. flavidus Sch., der nebelgraue Blätter- schwamm Ag. nebularis Batsch, der Schildblätterschwamm Ag, clypeolarius Bull; der Sammetfuß Ag. atrotomentosus Batsch; der zusammenziehende Blätterschwamm Ag. stypticus Bull, bei Crailsheim, der reinweiße Blätterschwamm Ag. Columella Fr., der Bläuling Ag. violaceus auf dem Burgberg, der mennigrothe Blätterschwamm Ag. miniatus Fr., der glänzende Blätterschwamm Ag. fulgens Alb., der gemeine Milchblätterschwamm Ag. trivialis Fr., der wurzelnde Blätterschwamm Ag. radicatus R., der Seifenschwamm Ag. saponaceus Fr., der gesäte Blätterschwamm Ag. disseminatus Pers. auf dem Burgberg, der helmförmige Blätterschwamm Ag. galericulatus Scop., und der Mäuseschwamm Ag. Myomyces Alb. beim Neuhaus. Von genießbaren Blätterpilzen ist allerdings selten der Champignon Ag. campestris ''L.'' im Eichwald und bei Gründelhardt; dagegen sehr häufig sind in allen unseren Nadelwäldern: der Eierschwamm, auch Pfifferling oder Röthling genannt, Ag. Cantharellus ''L.'', der ächte Reizker Ag. deliciosus ''L.'', der Regenschirmschwamm Ag. procerus Scop., der Elfenbeinschwamm Ag. eburneus Bull., der Stockschwamm Ag. mutabilis Sch., der mildeste Milchblätterschwamm Ag. mitissimus Fr., der Hallimasch Ag. melleus Vahl, dessen holzige zu einem dichten Geflechte verwachsenen Mycel-Zweige als Brunnenzopf Rhizomorpha fragilis Roth hie und da in alten Brunnenteicheln gefunden werden. Die weniger zahlreiche Gattung der Löcherpilze liefert uns folgende {{Seite|59}} eßbare Arten: der Steinpilz Boletus edulis Bull, bei Neuhaus, der Sandpilz Boletus variegatus Schwarz bei Wäldershub, der Kapuzinerpilz Boletus scaber Bull, bei Mariäkappel, der filzige Röhrenpilz Boletus subtomentosus ''L.'', der roßschuppige Löcherpilz Polyporus subsquammosus ''L.'', der Sammelpilz Polyporus confluens Fr. und der Schaflöcherpilz Polyporus ovinus Sch. Ungenießbar von ihnen sind: der Hexenpilz Boletus luridus Sch., der schwefelgelbe Löcherpilz Polyporus sulfureus Bull, bei Crailsheim, der unächte Feuerschwamm Polyporus igniarius ''L.'', der gelbbraune Löcherpilz Polyporus fulvus Sco[p]., der verbrannte Löcherpilz Polyporus adustus Willd., der Zimmerpilz Po- lyp. destructor Schr., der gemeine Löcherpilz Polyp. vulgaris Fr., die Todtentrompete Merulius cornucopoides Pers. bei Wäldershub. Zu dieser Gattung gehört auch der in unseren Wohnungen leider nur zu häufige Hausschwamm Merulius lacrymans Sch. Von den Stachelschwämmen sind der Stoppelpilz Hydnum repandum ''L.'' und der Hirschschwamm oder Habichtspilz Hydnum imbricatum ''L.'' bei Waldthann genießbar; während der rostbraune Stachelpilz Hydnum ferrugineum Fr. bei Rechenberg für die Küche werthlos ist. Auch an genießbaren Keulenschwämmen fehlt es nicht. Der gelbe Keulenschwamm Clavaria flava Pers. kommt schon im Eichwald massenhaft vor und hie und da auch bei Steinbach am Wald der moosbewohnende Clavaria muscoides ''L.'' Ebenso einladend sehen noch folgende Arten aus, sind aber nicht eßbar: der röthliche Keulenschwamm Clav. rubella Pers. bei Mariäkappel, der safrangelbe Keulenschwamm Clav. crocea Pers., der Zungen-Keulenschwamm Clav. Ligula Sch. auf dem Burgberg, der steife Keulenschwamm Clav. stricta Pers. bei Rudolfsberg und der schimmelige Keulenschwamm Clav. mucida Pers. auf der Schönebürg. An Warzenpilzen ist der schwefelgelbe Corticium sulfureum Fr. im Walde bei Wäldershub; an Gallertpilzen der gekröste Tremella mesenterica Retz, bei Ellrichshausen; an Lappenpilzen das Judasohr Exidia Auricula Judae Fr. auf der Schönebürg, und an Becherpilzen der Topfbecherpilz Ciathus olla Pers. und der gestreifte Becherpilz Ciathus striatus Hoff. beide bei Crailsheim zu verzeichnen. Stäublinge gibt es wieder verschiedene Arten: der flaschenförmige Stäubling Lycoperdon excipuliforme Fr., ber kleine Stäubling Lyc. pusillum Batsch., der gemeine Bovist Lyc, gemmatum Batsch., der schwärzliche Bovist Lyc. nigricans Pers. und der Riesen-Bovist Lyc. giganteum Batsch., bei Weipertshofen und Neuhaus. Auch die Morcheln sind mit einer Species, der gemeinen eßbaren Morchel Morchella esculenta ''L.'', auf einer kleinen Stelle beim Neuhaus vertreten. Von Schlauchpilzen wäre noch zu erwähnen die gemeine Holz-Sphärie Hypoxylon vulgare Link. auf faulen Buchenstämmen, das Mutterkorn Claviceps purpurea F. auf Roggen und anderen Gramineen, und von Schleimpilzen die Lohblüthe Äthalium septicum Fr. auf Lohhausen. {{Anker|A2_62}}{{Headline|120|0.2|2. Thiere.}} Hiefür ist, da nichts Besonderes vorliegt, auf den betreffenden Abschnitt der Beschreibung des Oberamts Mergentheim zu verweisen. (Siehe auch die Ortsbeschreibung.) {{Seite|60}} {{Anker|A3}}{{Headline|140|0.2|Einwohner.}} {{Anker|A3_1}}{{Headline|120|0.2|A. Bevölkerungsstatistik 1).}} {{Anker|A3_11}}{{Headline|110||1. Stand und Bewegung der Bevölkerung im Allgemeinen.}} Nachdem im Jahr 1802 der südwestliche Theil des Bezirks: Gründelhardt, Honhardt, Jagstheim und Oberspeltach, vorher zum Gebiet der Reichsstadt Hall gehörig, an Württemberg gefallen ist, folgte 1803 Stimpfach, welches zum Fürstenthum Ellwangen gehörte, 1806 Matzenbach, vorher im Deutschordensbesitz, 1810 die Stadt Crailsheim, vorher unter Preußen, zuletzt Bayern, und der ganze übrige Theil des Bezirks, welcher theils in ritterschaftlichem, theils in demselben Besitz wie Crailsheim war. Der Oberamtsbezirk Crailsheim besteht somit durchweg aus neuwürttembergischen Landestheilen und die Aufnahme der Bevölkerung am 1. November 1812 umfaßt im Wesentlichen sämmtliche Ortschaften, wie die Aufnahme vom 1. Dezember 1880, s. Tabelle S. 62. Die unbedeutende Änderung im Bestand des ganzen Bezirks, sowie die Änderungen in der Eintheilung der politischen Gemeinden in der Periode 1812 bis 1880 lassen sich folgendermaßen darlegen: 1. Zu Gemeinde Nr. 5. Gründelhardt: a) Parzelle Birkhof und Hellmannshofen waren 1812 der Gemeinde Honhardt zugetheilt, b) die Parzelle Mettelmühl ist nach 1834 an Untersontheim, OA. Hall, gefallen; s, St.Hdb. von 1839, daher sie von 1812 an nicht mitgezählt ist. 2. Zu Gemeinde Nr. 6 Honhardt: Parzelle Appensee und Steinbach an der Jagst sind 1812 noch zu Gemeinde Stimpfach gehörig. 3. Zu Gemeinde Nr. 8: Ingersheim mit Parzelle Altenmünster und Rothmühle ist im St.Hdb. von 1812 nach der Parzelle „Altenmünster“ benannt aufgeführt. 1) Von Revisor Jetter. {{Seite|61}} 4. Zu Gemeinde Nr. 10: Leukershausen mit den 4 Parzellen Bergertshoven, Haselhof, Seelgenstadt und Waidmannsberg ist laut Bekanntmachung der Regierung des Jagstkreises vom 1. September 1848, s. Reg.Bl. S. 430, von Mariäkappel getrennt und zur selbständigen Gemeinde erhoben worden. 5. Gemeinde Nr. 14. Oberspeltach mit den Parzellen Bonolzhof, Hilpert, Neuberg, Steinehaig und Waldbuch war 1812 der Gemeinde Gründelhardt zugetheilt, ist aber im St.Hdb. von 1823 schon als selbständige Gemeinde verzeichnet; Parzelle Burgberg gehörte 1812 noch zu der Gemeinde Roßfeld, ist aber im St.Hdb. von 1828 als zu Oberspeltach gehörig verzeichnet. 6. Zu Gemeinde Nr. 24: Weipertshofen mit den Parzellen Gerbertshofen, Hochbronn, Käsbach, Klingleshof, Lixhof, Nestleinsberg, Sixenmühle und Steinbach am Wald gehörte 1812 noch zu Gemeinde Rechenberg. Im St.Hdb. von 1823 ist bei Gemeinde Weipertshofen Rechenberg als dazu gehörige Parzelle, von 1828 an beide als selbständige Gemeinden aufgeführt. 7. Zu Gemeinde Nr. 25 Westgartshausen: die Parzelle Mittelmühle war 1812 Parzelle von Rechenberg. 8. Zur Summe vom ganzen Bezirk: der Oberamtsbezirk zählte nach der Bevölkerungstabelle in den Jahren Orts-Angehörige Orts-Anwesende Orts-Angehörige Orts-Anwesende 19.877 20.013 23.032 22.264 hiezu kam bei Lustenau lt. Berichtigung in der Tabelle von 1835 – – 1 – zus. 19.877 20.013 23.033 22.264 hievon geht ab lt. Pkt. 1b der Änderungen bei Gründelhardt 7 7 6 7 somit ist das Ergebnis in der Übersicht S. 62 19.870 20.006 23.027 22.257 Nach der Übersicht auf S. 62 über den Stand der Bevölkerung des Bezirks Crailsheim betrug die Zahl der Ortsanwesenden auf 1. November 1812: 20.006; sie stieg bis (Fortsetzung S. 64.) {{Seite|62}} Übersicht über den Stand der Bevölkerung in und zwar in 1812 1834 1834 am 1. November Ortsangehörige nach der Zählung am Ortsanwesende Gemeinden nach der Orts- Orts- Zollvereins- angehörige anwesende 15. Dezbr. Zählung a. 15.Dezbr. 1 Crailsheim 2733 2770 3020 3134 2 Ellrichshausen 797 784 952 880 3 Goldbach 439 437 476 420 4 Gröningen 943 971 978 986 5 Gründelhardt 1366 1378 1173 1163 6 Honhardt 1258 1258 1516 1468 7 Jagstheim 915 924 1016 1017 8 Ingersheim 717 723 802 744 9 Lautenbach 1040 1043 1177 1072 10 Leukershausen – – – – 11 Lustenau 887 890 949 904 12 Mariä-Kappel 890 883 1104 1045 13 Matzenbach 523 522 920 811 14 Ober-Speltach – – 546 541 15 Onolzheim 518 516 667 600 16 Rechenberg 806 821 446 409 17 Roßfeld 427 425 477 484 18 Satteldorf 1026 1036 1251 1152 19 Stimpfach 814 828 616 639 20 Tiefenbach 529 532 568 572 21 Triensbach 455 441 516 523 22 Unter-Deufstetten 1011 1015 1271 1184 23 Waldthann 552 559 706 755 24 Weipertshofen – – 495 495 25 Westgartshausen 483 521 498 514 26 Wildenstein 741 729 887 745 Summe des ganzen Bezirks 19.870 20.006 23.027 22.257 {{Seite|63}} den 26 Gemeinden des Oberamts Crailsheim den Jahren 1846 1852 1855 1871 1875 1880 Zugangs- Flächen- Ortsanwesende Ortsanwesende und Abgangs- maß der Markungen nach den nach den Zählungen Ziffern für in ha nach der Aufnahme Zollvereinszählungen des Deutschen Reichs die Periode am 3. Dezember am 1. Dezember 1812/80 von 1835. 3157 2999 2854 3688 4482 4642 + 67,58 1024,59 815 854 873 844 879 879 + 12,12 1060,61 440 469 461 453 461 481 + 10,07 611,41 1073 1078 1050 1139 1151 1198 + 23,38 2247,55 1481 1428 1362 1500 1516 1591 + 15,46 2076,76 1656 1652 1682 1775 1770 1865 + 48,25 3516,99 1179 1327 1160 1179 1231 1273 + 37,77 1567,79 790 764 741 790 977 1165 + 61,13 913,96 1185 1006 1053 1134 1146 1131 + 8,44 960,61 – 501 510 562 591 613 – 844,98 1032 1053 1058 1083 1069 1117 + 25,51 1631,26 1055 549 533 565 572 584 - 33,86 743,06 1024 1106 908 841 800 803 + 53,83 778,09 558 677 598 684 631 681 – 1354,59 765 695 694 725 781 820 + 58,91 1319,48 473 468 461 477 486 509 + 38,00 758,58 523 536 531 567 552 599 + 40,91 1626,69 1234 1235 1214 1176 1207 1271 + 22,68 1718,22 700 710 700 817 787 835 + 0,85 1429,88 614 620 587 612 619 634 + 19,17 1008,87 592 579 587 562 549 604 + 36,96 998,12 1329 1200 1300 842 984 1013 0,20 434,31 740 750 746 798 770 786 + 40,61 1601,64 561 561 581 608 565 559 – 1070,76 579 561 571 565 575 604 + 15,93 1539,79 870 766 772 751 776 841 + 15,36 955,17 24.425 24.144 23.587 24.732 25.927 27.098 + 35,45 33.793,76 {{Seite|64}} (Fortsetzung von S. 61.) 1834 auf 22.257 und bis 3. Dezember 1846 auf 24.425 Einwohner oder um 22,09% in 34 Jahren und 0,65% per Jahr; in den darauf folgenden 9 Jahren bis 1855 gieng sie zurück und zwar bis 3. Dezember 1852 auf 24.144 oder um 1,15 und bis 3. Dezember 1855 auf 23.587 oder weitere 2,28% und für diese ganze 9jährige Periode um 3,43% und jährlich um 0,38 zurück – eine Folge des durch mehrere ungünstige Ernten über das Land hereingebrochenen Nothstandes. Diese Abnahmeziffer ist beim Bezirk Crailsheim im Vergleich mit anderen Bezirken des Landes noch eine mäßige zu nennen (vgl. hierüber die Karte im Jahrgang 1874 der Württ. Jahrbücher S. 26/27 und insbesondere das Gebiet der Oberamtsbezirke mit bedeutenderer Bevölkerungsabnahme, nemlich von 3,68 bis 9,18% in der Periode 1852/55). Auch die Zahl der Gante in dieser Periode ist eine mäßige mit 1 Fall auf 493 Einwohner; ebenso die Auswanderungziffer mit 1 Auswanderer auf 427 Einwohner nach dem Durchschnitt der Jahre 1842/52 O.Z. 42. Für das gelindere Auftreten dieser wirthschaftlichen Krisis zu Anfang der 1850er Jahre wird bei diesem Bezirk als Hauptursache hevorzuheben sein, daß er zu den Bezirken mit größerem landwirthschaftlichen Grundbesitz, nemlich 13,17 Morgen auf den Besitzer, O.Z. 22, gehört. Nach den Ergebnissen des Gangs der Bevölkerung in der Periode 1812–66 hatte Crailsheim bei einer niederen Geburtenzahl und mittelmäßigen Sterblichkeit überhaupt, und mittelmäßiger Kindersterblichkeit insbesondere einen kleinen Geburtenüberschuß O.Z. 47; doch ist dieses Verhältnis etwas besser, als bei den Nachbarbezirken Ellwangen mit O.Z. 53 und Gerabronn mit O.Z. 51. Die erwähnte Bevölkerungsabnahme von 1846–55 hat sich durch die Zunahme bis 1871 mehr als ausgeglichen. Wenn man absieht von dem zeitweilig höheren Stand von 1867 mit 24.856 gegenüber 1871 mit 24.732, welcher seine Erklärung in dem Anschwellen der Bevölkerung während des Eisenbahnbaus und ihrer Abnahme mit der Eröffnung der Bahn Crailsheim-Mergentheim vom 23. Oktober 1869 findet, hatte der Bezirk von 1855–1880 eine Zunahme von 14,89%, nemlich bis 1871 um 4,85 % " 1875 " 5,07 " " 1880 " 4,97 " des Standes von 1855 und in der ganzen Periode von 1812 {{Seite|65}} bis 1880 in 68 Jahren eine solche von 7092 Personen = 35,45% oder per Jahr um 0,52% aufzuweisen. Eine gleichmäßige Zunahme für künftig vorausgesetzt, würde sich die Bevölkerung in 134 Jahren verdoppeln; für die Zunahme 1813–1867 stellte sich die Verdoppelungsperiode auf 172 Jahre. Die Vergleichung dieser 2 Verdoppelungsperioden dürfte ein nicht ungünstiges Licht auf die Grundlagen der neueren Bevölkerungsbewegung im Ganzen vorauswerfen. Was die Zunahme bei den einzelnen Gemeinden anbelangt, so wird bemerkt, daß die Zunahme- beziehungsweise Abnahmeziffern bei Gründelhardt, Honhardt, Mariäkappel, Rechenberg und Stimpfach nicht in Betracht zu ziehen sind, weil sie von den Veränderungen in der Gemeindebezirkseintheilung herrühren; die Gemeinden Leukershausen, Oberspeltach und Weipertshofen sind erst nach 1812 gebildet worden, daher die Berechnung der Zunahme oder Abnahme in der Periode 1812–1880 wegfiel. Von den übrigen 18 Gemeinden hat blos Unter-Deufstetten eine kleine Abnahme erfahren, die übrigen eine Zunahme von 8,44–67,58%. Einen bedeutenderen Zuwachs von 30% und mehr weisen auf: 1. Crailsheim von 67,58, 5. Roßfeld von 40,94, 2. Ingersheim " 61,13, 6. Waldthann " 40,61, 3. Onolzheim " 58,91, 7. Triensbach " 36,96. 4. Matzenbach " 53,83, Die Oberamtsstadt zeigt also die größte Zunahmeziffer von 1812–1880 mit 67,58% oder jährlich nahezu 1%, die übrigen Gemeinden zusammen für die ganze Periode 30,29% und jährlich 0,45%. Nach der Bevölkerungszahl der jüngsten Zählung vom 1. Dezember 1880 zerfallen die 26 Gemeinden des Bezirks in folgende 4 Klassen: 1. Die Oberamtsstadt Crailsheim, die einzige Stadt des Bezirks mit 4642 Einw. = 17,13% 2. die 9 Gemeinden von 1000 bis 2000 Einwohner 11.624 " = 42,90 " 3. die 15 Gemeinden von 500 bis 1000 Einwohner 10.351 " = 38,20 " 4. 1 Gemeinde von weniger als 500 Einwohner 481 " = 1,77 " Gesammt-Einwohnerzahl 27.098 Einw. = 100 % {{Seite|66}} Die Bevölkerung der Oberamtsstadt und der größeren oder mittleren Gemeinden von mehr als 1000 Einwohnern ist also beinahe 2/3tel oder 60,03%, die Volkszahl der Gemeinden von unter 1000 Einwohnern etwa {{Bruch|1|3}}tel der Gesammtbevölkerung. Beim Nachbarbezirk Ellwangen überwiegen die größeren oder mittleren Gemeinden mit ca 78% noch entschiedener, wogegen im Oberamt Gerabronn die kleineren Gemeinden mit 58 % im Vordergrund stehen; dabei übertrifft die auf 1 Gemeinde kommende Parzellenzahl in sämmtlichen 3 Bezirken den Landesdurchschnitt von 4,30 im ähnlichen Verhältnis, denn auf 1 Gemeinde kommen Parzellen im Oberamt Crailsheim 7,00, " " Ellwangen 10,30, " " Gerabronn 4,31; letzteres erhebt sich somit kaum über das Landesmittel, während bei Crailsheim und noch mehr bei Ellwangen die Parzellirung etwas vorgeschritten ist; ferner hat nach dem Staatshandbuch von 1881 der Bezirk Crailsheim bei 26 Gemeinden 157 Weiler, Höfe, einzelne Wohnsitze, Gerabronn " 35 " 164 " " " " Ellwangen " 27 " 283 " " " " Nach dem Staatshandbuch von 1881 und dem Jahrgang 1881 der Württ. Jahrbücher S. 546, 589 und S. 590 ist die Bevölkerungsdichtigkeit nach der Zählung vom 1. Dezember 1880: pro Quadratmeile pro Quadratkilometer in Württemberg 5564 101 im Oberamt Crailsheim 4414 80 " " Ellwangen 3216 58 " " Gerabronn 3559 65. Im östlichen Theile des Landes sind nur wenige Oberamtsbezirke, welche über den Durchschnitt des Landes sich hierin stellen; Crailsheim bleibt mit dem Vorwiegen der blos mittleren Gemeinden auch hinter demselben zurück und noch mehr seine Nachbarbezirke Ellwangen und Gerabronn. Wenn, analog mit der Darstellung in den Württ. Jahrbüchern von 1881 S. 589, die Bevölkerung in der Art in Stadt- und Landbevölkerung unterschieden wird, daß zu ersterer die Gemeinden mit über 2000 Einwohnern gerechnet werden, {{Seite|67}} so ist die sog. Stadtbevölkerung bei Crailsheim mit 17,13, bei Ellwangen mit 21,16% und bei Gerabronn mit blos 6,93% schwach besetzt; die mittleren Gemeinden mit 1000–2000 Einwohnern sind dagegen bei ersteren 2 Bezirken mit 42,90 und 57,16% die überwiegenden, während die kleineren Orte mit 500 bis 1000 Einwohnern durch 54,24% beim Bezirk Gerabronn vorherrschen. Daß übrigens beim Vorwiegen der mittleren Gemeinden beim Bezirk Crailsheim neben der Landwirthschaft auch Gewerbe mit Handel einen bedeutenden Theil der erwerbsthätigen Bevölkerung in Anspruch nehmen, zeigt uns die auf Seite 68 folgende Tabelle über die Berufsklassen nach der Zählung von 1871, den 38,93% in Rubrik A. Landwirthschaft stehen gegenüber in B. und C. Industrie und Handel zusammengenommen 40,7567}} so ist die sog. Stadtbevölkerung bei Crailsheim mit 17,13, bei Ellwangen mit 21,16 % und bei Gerabronn mit blos 6,93 % schwach besetzt; die mittleren Gemeinden mit 1000–2000 Einwohnern sind dagegen bei ersteren 2 Bezirken mit 42,90 und 57,16 % die überwiegenden, während die kleineren Orte mit 500 bis 1000 Einwohnern durch 54,24 % beim Bezirk Gerabronn vorherrschen. Daß übrigens beim Vorwiegen der mittleren Gemeinden beim Bezirk Crailsheim neben der Landwirthschaft auch Gewerbe mit Handel einen bedeutenden Theil der erwerbsthätigen Bevölkerung in Anspruch nehmen, zeigt uns die auf Seite 68 folgende Tabelle über die Berufsklassen nach der Zählung von 1871, den 38,93 % in Rubrik A. Landwirthschaft stehen gegenüber in B. und C. Industrie und Handel zusammengenommen 40,75 %. Ähnlich ist dieses Verhältnis bei Ellwangen; dagegen zeigt der Bezirk Gerabronn bei seiner Mehrzahl kleinerer Gemeinden einen höheren Prozentsatz der im landwirthschaftlichen Erwerb thätigen Bevölkerung. (contracted; show full) Pachtgüter sind unter dem landwirthschaftlichen Areal des Bezirks in geringem Prozentsatz vorhanden, denn es kommen auf 100 ha im Oberamt Crailsheim 4,00 O.Z. 8, " " Ellwangen 4,81 " 15, dagegen etwas mehr im Oberamt Gerabronn 7,01 O.Z. 31. Da die großen Wirthschaften von mehr als 10 ha in diesen 3 Bezirken schon 62–74 % und, die mittleren Wirthschaften von 5–10 ha eingerechnet, 81–87 % des landwirthschaftlichen Areals einnehmen, so ist es natürlich, daß im Bezirk Crailsheim und seinen Nachbarbezirken, wenn die Zusammensetzung des Haushalts dieser mittleren und großen Grundbesitzer ins Auge gefaßt wird, eine entsprechende Zahl von größeren Haushaltungen mit dem nöthigen Bestand an Dienstboten etc. {{Seite|70}} (contracted; show full) 3. Geburten. Das Verhältnis der Geborenen, einschließlich Todtgeborenen, zur Bevölkerung berechnet sich auf: in der Periode in Württemberg In den Oberamtsbezirken Crailsheim Ellwangen Gerabronn 1812/66 1:25,18 = 3,97 % 1:27,63 = 3,62% 1:28,57 = 3,50% 1:29,44 = 3,40% 1867/70 4,35% 4,52% 4,08 % 1:27,63 = 3,62 % 1:28,57 = 3,50 % 1:29,44 = 3,40 % 1867/70 4,35 % 4,52 % 4,08 % 3,50% 1871/80 4,47% 4,68% 4,17% 3,92% Hienach hat die Geburtenzahl sowohl bei Crailsheim als bei seinen Nachbarbezirken zugenommen; in ersterem Bezirk stellt sie sich in den 2 neueren Perioden etwas über das Landesmittel, in den Nachbarbezirken blieb sie, wie vorher, unter demselben. (contracted; show full) {{Seite|552}} Wollmershausen 3. 36. 156. 170. 171. 175. 233. 454. 457. 459. Wolpertshausen 228. 245. Worms 240. Wössingen 258. Würzburg 231. 238. Wüstenau s. auch Wüstenhof 4. 37. 131. 152. 155. 171. 174. 189. 233. 375 f. 379. 455. 457. Wüstenhof 190. 239. 242. 416. 422. Zagelbach 290. Zankhof 4. 157. 174. 517. Zeuzleben 239. Zischendorf 239. 242. 505. Znaim 236. Zöbingen 258. Zottishofen 417. Zumhaus 239. 242. Zwerenberg 239. 386. <references/> All content in the above text box is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike license Version 4 and was originally sourced from https://de.wikisource.org/w/index.php?diff=prev&oldid=1887731.
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