Revision 1878522 of "Württembergische Oberamtsbeschreibungen/Gaildorf" on dewikisource
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Murr-Thales, und Frühlingsfrost und kalter Nebel häufig. Das Mineralreich liefert namentlich aus einem Bruche am Dappachthale treffliche feinkörnige Sandsteine von ölgrüner Farbe. Auch Sandmergel und eine Thongrube findet sich. Der Bezirk ist von der Roththal-Straße durchschnitten, in welcher hier die Stuttgart-Backnanger Landstraße über die jetzt in Umbau kommende Schanzsteige (S. 83) einmündet. Auf allen, großen Theils erst in neuerer Zeit angelegten Orten ruhten bis jüngst noch schwere Feudallasten. Die große Mehrzahl ist mit Schulden belastet und hat nur bei ärmlicher Kleidung und Nahrung ihr Auskommen. Ihren Haupterwerb ziehen die Einwohner aus Waldarbeiten; Viehzucht und Ackerbau sind meist untergeordnet. Die Gesammtmarkung ist 7220 {{Bruch|1|8}} M. groß, worunter 2696 {{Bruch|3|8}} M., also mehr als {{Bruch|1|3}} Waldungen, und 900 {{Bruch|3|8}} M. Waiden und Öden; der durchschnittliche Betreff an Baufeld ist 2 {{Bruch|1|4}} M. Der Zustand der Landwirthschaft ist mittelmäßig. Im Thale wird Dinkel, Haber und Einkorn, auf den Höhen Roggen und Kartoffeln, die früher sehr gut waren, gebaut. Der Dinkel, wovon der weißliche vorherrscht, wächst im Roththale in vorzüglicher Qualität. Doch befriedigt das Getreide-Erzeugniß den Bedarf der Gemeinde nicht immer; kaum 10 ihrer Angehörigen können Frucht verkaufen. Ein mittelguter M. Ackers erfordert an Aussaat gibt Ertrag Dinkel 1 Scheffel 4–4 {{Bruch|1|2}} Sch. Haber 6 Simri 4–4 {{Bruch|1|2}} Sch. Einkorn 5–5 {{Bruch|1|2}} Sr. 5 Sch. Roggen 4 Sr. 10–12 Sr. Außer dem dreiblättrigen Klee wird seit 10–12 Jahren auch ewiger Klee, Luzerne und Esparsette gebaut. Flachs wird auf den Höhen, Hanf hier und im Thale cultivirt; Reps wird nur in Waldeck, Hopfen aber mehr und mehr gebaut, da der unternehmende Gastgeber Schittenhelm in Vichberg mit einer Anlage von 7000 Stangen rühmlich und glücklich vorangegangen ist. Die Wiesen des Roththales und seiner Seitenthäler sind überaus ergiebig und bedürfen keiner künstlichen Wässerung. Sie gewähren bei dreimaligem Schnitt ein gutes Futter, wovon alljährlich bedeutende Mengen nach Außen verkauft werden. Die wenigen Bergwiesen sind weit geringer. Der M. Ackers wurde vor 1848 zu 80 bis 200 fl.. Wiesen zu 200–400 fl verkauft. Die seit 10 Jahren wieder aufgenommenen Versuche von Weinbau entsprechen der Erwartung nicht. Im Roththale will die Obstzucht schlechthin nicht gedeihen; die an der Straße gestandenen Obstbäume sind, weil der gute Boden nur 1′ tief geht, meist zu Grund gegangen. Auf den Bergen dagegen stehen viele und schöne Obstbäume. Es sind einige kleine Baumschulen vorhanden und die Obstcultur ist neuerlich im Zunehmen. Die Privatwaldungen
{{Seite|231 sind meist ausgehauen, daher fehlt es an Nadelstreu. Es findet etwas Köhlerei Statt; auch werden viele Pfähle gemacht und ausgeführt. Der Betrieb der Rindviehzucht ist im Allgemeinen auf das eigene Bedürfniß beschränkt. Einzelne haben zwar einen schönen Viehstand, im Allgemeinen aber ist er mittelmäßig und mit Bayerischem Schlag vermischt. Auch Stellvieh, von Juden und Christen, findet sich. Die Farrenhaltung ist 1838 von der Pfarrei auf die Gemeinde übergegangen. Mit der Schafzucht beschäftigen sich 3–4 Schäfer. Viele Schweine werden gemästet. Seit 20–25 Jahren hat die Ziegenzucht in demselben Verhältnisse zugenommen, in welchem der Wohlstand abnahm. Die Bienenzucht gedeiht in den Seitenthälern. Außer einigen Mahl- und mehreren Säg-Mühlen sind keine Gewerbe zu erwähnen. Viele Familien nähren sich mit Stroharbeiten, Korbflechten, Rechenmachen und anderen Holzarbeiten.
Dem Forstamte Lorch sind Kronmühle und Rauhenzainbach, dem Forstamte Comburg Buschhof, Diebach, Erlenbach, Gehrhof, Michelbächle und Mittelroth zugetheilt; Glattenzainbach ist zwischen Lorch und Reichenberg, Wörbelhöfle zwischen diesem und Comburg getheilt; die übrigen Orte gehören zum Forstamt Reichenberg. Schulen sind in Vichberg und Mittelroth. Pfarrer Wullen hat 1847 einen Local-Wohlthätigkeitsverein gegründet. Das Vermögen der Gemeinde- und Stiftungs-Pflege ist verhältnißmäßig nicht ungünstig. An besonderen Stiftungen sind 1940 fl. vorhanden, wovon 800 fl. von den Brüdern Weißensee, 425 fl. von der vorm. Leiningen'schen und 225 fl. von der vorm. Solms'schen Herrschaft herrühren. Zehentherr war überall der Staat, nur stand in Vichberg die Hälfte des großen Zehentens der Standesherrschaft Limpurg-Waldeck zu.
Bis 1806 waren Hornberg, Plapphof, Retzenhof und Rupphof dem O.-A. Murrhardt, Gehrhof, Michelbächle und Erlenbach, als Bestandtheile der Herrschaft Limpurg-Gaildorf-Wurmbrand, dem Landamte Gaildorf, die übrigen Orte, ausschließlich Vorderlangert, als Bestandtheile der Herrschaft Limpurg-Gaildorf-Assenheim dem Amte Oberroth zugetheilt.
Was zunächst
a) das ev. Pfarrdorf Vichberg (früher, und wohl richtiger Fiechtberg oder Fichtberg) betrifft, so liegt dasselbe 1 {{Bruch|1|2}} St. südwestlich von Gaildorf im Roth-Thal, an der mit der Backnanger Straße verbundenen Thalstraße, an dem südlichen Fuße des von Alters her mit Fichten besetzten Fichtberges. Das Dorf ist nördlich und südlich durch Berge geschützt; von Westen nach Osten aber fließt zunächst an ihm die Roth vorüber, die durch den das Dorf bewässernden Diebach und den gegenüber einfallenden
{{Seite|232 Glattenzainbach verstärkt wird. Es ist wohl gebaut und hat, zumal seit es durch Kandeln rein gehalten ist, ein freundliches Ansehen. Die an der Stelle der wegen Baufälligkeit abgebrochenen alten Kirche 1832 aus Gemeindemitteln und einem Beitrag von 300 fl. von Seiten der Patronatsherrschaft aufgeführte, neue sehr einfache Kirche stößt an die Landstraße und ist aus feinkörnigen ölgrünen Steinen (s. zuvor) erbaut. Ihr gegenüber liegt das freundliche Pfarrhaus und neben ihr das Gasthaus zur Krone, dessen Eigenthümer seit etwa 16 Jahren ein massives Gebäude nach dem andern aufführt und dadurch der östlichen Seite des Dorfes das Aussehen von Wohlhabenheit gewährt. Zu Vichberg gehören Viehhaus, {{Bruch|5|8}} St. südlich am Glattenzainbach und Stöckenhofer-Sägmühle, {{Bruch|3|8}} St. westlich an der Roth bei Waldeck liegend. In Vichberg wurde der 1767 gestorbene Prälat von Blaubeuren, Philipp Heinrich Weißensee, 6. Febr. 1673, geboren. Das Patronat steht der Standesherrschaft Limpurg-Waldeck zu. An der Schule stehen ein Schulmeister, ein Unterlehrer und ein Gehilfe. Schulfonds 62 fl. 9 kr., Schulstiftungen 9 fl.
Der Ort ist von hohem Alter. Wenn auch die Urkunde vom Jahr 817, wonach K. Ludwig dem Kloster Murrhardt die Pfarrei „Viheberc“ geschenkt haben soll, unächt ist (W. Urk.-Buch I, 87), so kann doch angenommen werden, daß diese Schenkung wirklich Statt hatte, da eine unbestrittene päpstliche Urkunde von 1225 dieselbe ausdrücklich bestätigt. Dafür sprechen auch die zwei alten Glocken, deren älteste die Umschrift „Marcus + lucas + mahteus + iohannes + maria“ in runden Majuskeln, ohne Jahreszahl, hat, daher vermutlich aus dem XI. oder XII. Jahrhundert stammt, und daß seit den ältesten Zeiten die Pfarrei dem gedachten Kloster gehörte. Die frühere Kirche, wie eine Burg mit hohen und starken Mauern umgeben, beschreibt Prescher II, 233. Auf dem Fichtberg stand das Schloß „Vypperg“, welches Engelhard von Weinsberg 1321 an Württemberg verpfändet hatte (Ludewig reliq. msc. XII. 605). Weitere Nachrichten fehlen darüber. Den größern Theil des Ortes hat Limpurg als Zugehör der Burg Röthenberg erworben. Insbesondere einen halben Hof und ein Gut der „Taupach“ (Dappach) genannt, kaufen die Schenken 1338 von Walther dem Hauken. Gefälle aus einigen Gütern hier und vom Stöckachhof verschaffen 1364 Hans von Yckingen und Agnes von Rot, seine eheliche Wirthin, dem Barfüßer-Kloster zu Gmünd, von dem sie später an Limpurg kommen, welches auch vor 1488 von den Herren von Weinsberg einen hiesigen Hof kaufte. Den von Murrhardt herrührenden halben großen Zehenten, dessen andere Hälfte der Ortspfarrei zustand, erwarben die Schenken 1607 von Württemberg. Eine Zeit lang war der Ort Sitz eines Limpurgischen Amtes. Bei der
{{Seite|233 Reformation kamen die bischöfl. Rechte an die Schenken, das Murrhardtisch gebliebene Patronat dagegen trat der Staat am 25. Aug. und 21. Nov. 1819 an die Grafen von Waldeck und Ysenburg ab und gelangte am 14. Nov. 1824 an die Standesherrschaft Limpurg-Waldeck ausschließlich.
b) Buschhof, {{Bruch|1|2}} St. nördlich von V. (Vichberg) auf dessen Markung, über dem Diepach-Thälchen; ein neueres Söldengut.
c) Duppach, {{Bruch|3|8}} St. südwestlich von V. auf dessen Markung; ein kleines Gut, 1338 Taubach genannt (s. zuvor).
d) Diebach, {{Bruch|3|8}} St. nördlich von V. auf dessen Markung, am Diebach; eine neuere Ansiedelung.
e) Erlenbach, {{Bruch|3|4}} St. nördlich von V. am Ursprung des Erlenbachs; gleichfalls neuere Ansiedelung.
f) Gehrhof, {{Bruch|5|8}} St. nordöstlich von V. am Erlenbach; eine um 1700 angelegte Sölde.
g) Glattenzainbach, {{Bruch|3|4}} St. südwestlich von B. am Glattenzainbach; scheint nach 1790 angelegt worden zu seyn.
h) Hinter-Langert, {{Bruch|3|4}} St. südwestlich von V. an der Oberamtsgrenze, um 1780 (auf Limpurgischem Boden) angelegt.
i) Hornberg, 1 St. südwestlich von V. auf dem Hornberg, an der Oberamtsgrenze. Wurde 1703 auf Waldboden des Klosters Murrhardt angelegt.
k) Kronmühle, {{Bruch|3|8}} St. östlich von V. auf dessen Markung, am Einflusse des Rauhenzainbachs in die Roth. Wurde mit Röthenberg erkauft.
l) Michelbächle, auch Michelbach, {{Bruch|5|8}} St. nordöstlich von V. auf der Höhe, am Einfluß des Schembachs in den Erlenbach. Zu dem ansehnlichen Örtchen gehört das um 1550 erbaute Kleehaus, eine ehemalige Fallmeisterei. Limpurg besaß bereits 1374 hier 5 Güter, wovon damals Volkrath von Enslingen 3 inne hatte. Kloster Murrhardt war schon 1338 hier begütert und besaß, nachdem 1607 der halbe große Zehente und drei Güter an Limpurg abgetreten worden, noch im vorigen Jahrhundert einen Hof mit Vogtei. Die übrigen Güter gelangten meistens mit Röthenberg an die Schenken und waren 1398 an Conrad von Hürlebach u. A. verliehen. Von Beatrix von Wiesenbronn kauften sie 1432 zwei Güter, davon eines nur ein Schirmhuhn reichte. Auch der Heilige zu Gaildorf besaß ein Gut.
m) Mittel-Roth, {{Bruch|1|2}} St. östlich von V. an der Roth, von der Straße durchschnitten. Dazu gehören Reute und Ölhaus. Interessant sind die Schätze des, auf einer westlichen Anhöhe liegenden, von der Gemeinde 1828 reparirten unscheinbaren, sehr alten Kirchleins, wo der Pfarrer von Vichberg 4mal jährlich zu predigen hat. Der halbrunde Thürsturz hat ein Kreuz in Relief. Das oberste Stockwerk des viereckigen
{{Seite|234 gen östlich gestellten Thurmes ist Riegelgemäuer; das Dach unverhältnißmäßig hoch, läuft spitzig aus. Der untere Thurmraum bildet den etwas erhöhten Chor, in welchem sich ein Aitar mit guten Bildern befindet. Der Schrein enthält die gut erhaltenen, reich vergoldeten, in Holz geschnitzten Bilder von Maria mit dem Jesuskinde, rechts „St. Jeorius“, links „St. Steffanus“; die Predella zeigt Christus und die Evangelisten auf Kreidegrund gemalt. Auf den Außenseiten der Altarflügel ist der englische Gruß dargestellt, mit der Jahreszahl 1499; auf den inneren Seiten, noch sehr gut erhalten, der bethlehemitische Kindermord. Die Bilder stammen ohne Zweifel aus der Zeitblom'schen Malerschule. (S. 4te Veröffentlichung des Ulmer Vereins S. 25 u. 29 etc.) Die eine der beiden Thurmglocken zeigt in theils römischen, theils gothischen Majuskeln die Namen der Evangelisten und scheint eine der ältesten Glocken der Umgegend zu seyn; die andere (abgebildet von F. Mauch in Heft 2 des hist. Vereins s. d. w. Franken) enthält, was sehr selten, eine Schrift auf der Haube, die jedoch nicht leicht zu entziffern ist; oben herum läuft in gothischen Minuskeln die Umschrift „Ave maria plena gracia dominus tecum benedicta tu in mulieribus“. – Die Baulast der Kirche hat der Heilige. Das 1840 neuerbaute hübsche Schulhaus hat einen Aufwand von 2830 fl. verursacht. Die Schule mit einem Schulmeister, zu deren Dotation die Standesherrschaft Limpurg-Waldeck 1845 einen Beitrag von 300 fl. gab, ist blos für Mittel-Roth bestimmt. Der Schulfonds ist nur 4 fl. 26 kr. – Der größte Theil des jedenfalls sehr alten Ortes (s. Ober-Roth) kam als eine Zugehör der Burg Röthenberg mit dieser an Limpurg. Einige andere Güter, die zuvor die Gregg und von Michelfeld zu Lehen hatten, verkaufte Weinsberg 1398 an Limpurg. Zwei Höfe, die vom Kloster Murrhardt herrührten, erwarb es 1607 von Württemberg mit Vogtei. Auch Comburg besaß 2 Lehen, doch ohne Vogtei.
n) Plapphof, auch Stockach an der Murr, {{Bruch|3|4}} St. südwestlich von V. an der Oberamtsgrenze und der Backnanger Straße. Dieser ursprüngliche Hof gehörte in das Gericht zu Murrhardt.
o) Rauhenzainbach, {{Bruch|1|2}} St. südöstlich von V. an dem Rauhenzainbach; scheint nach 1790 angelegt worden zu seyn.
p) Retzenhof, {{Bruch|3|4}} St. westlich von V. Ganz wie Plapphof.
q) Rupphof, {{Bruch|3|4}} St. westlich von V. bei Retzenhof. Hieß 1500 Rupprechtshöflen und gehörte gleichfalls in's Gericht Murrhardt.
r) Vorder-Langert, {{Bruch|5|8}} St. südwestlich von V. bei dem vorigen; wurde 1709 auf Kl. Murrhardt'schem Boden angelegt.
s) Waldeck, früher Stöckachhof, dann Stöckenhof, {{Bruch|3|8}} St. nordwestlich von V., ein sehr hübsch auf einer Waldecke über der Roth, wo sich die Straße nach Backnang und Mainhardt abzweigt, gelegenes
{{Seite|235 Schlößchen. Zu dem Schloßgute gehören neben Wohn- und Ökonomie-Gebäuden etwas mehr als 400 M., worunter 175 {{Bruch|1|4}} M. Wald und 66 Morgen Weiden. Es ist, ausschließlich der Waldungen, verpachtet. Die Vogtei kam mit Röthenberg an Limpurg, welches auch die Gefälle von dem Barfüßer-Kloster zu Gmünd erwarb. Im Jahr 1819 gelangte Graf Georg Friedrich von Waldeck in den alleinigen Besitz dieses zuvor schon gemeinherrschaftlichen Stöckenhofes, erbaute das Schlößchen, rundete das Gut ab und erhielt 1824 die Erlaubniß, demselben den sehr passenden Namen Waldeck geben zu dürfen.
t) Wörbelhöfle, {{Bruch|1|4}} St. südwestlich von V. auf dessen Markung, über dem rechten Rothufer. Scheint eine neuere Anlage zu seyn.
Gegenüber von Mittel-Roth ragen aus dem Walde, zwischen dem Rauhenzainbach und Eichelbach, die Reste des S. 113 beschriebenen Rötherthurmes hervor. Die Burg Röthenberg, welche Chroniken auch
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Hohenroth nennen, bestand aus drei von einander abgesonderten Theilen, wovon der mittlere 134′ lang und 92′ breit war. Die ursprünglichen Besitzer sind unbekannt. Im J. 1338, wo Rugger Väzzewin als „Vogt
{{Seite|236 zu Rötenberg“ genannt wird, verkaufte sie Albrecht Hauk oder Haug von Rosenstein mit vielen Zugehörungen in der Umgegend um 1400 Pfd. Heller an Schenk Albrecht von Limpurg. Nach Haller Chroniken wurde sie, weil Räuberei daraus getrieben worden, auf kaiserlichen Befehl um 1350 von demselben Engelhard von Lobenhausen, der Ober-Roth zerstörte, verbrannt. Ob sie nachmals wieder aufgebaut worden, ist unbekannt. Im Jahr 1406 machten sie die Schenken mit der Burg Cransberg der Kurpfalz zu Lehen, doch daß sie in Ermangelung von Söhnen auch Töchtern geliehen werden solle. Jetzt läßt die Volkssage in der Ruine ein Gespenst, „der Thurmjäger“ genannt, hausen.
Auf der Spitze des, Vichberg gegenüber zwischen dem Glattenzainbach und Rauhenzainbach sich erhebenden lang gestreckten Stauffenbergs stand einst über dem Rauhenzainbach die Burg Stauffenberg, von der jedoch alle Nachrichten mangeln. Der Platz mit dem noch sichtbaren Graben heißt „das alte Schlößle“.
Auf der Markung befindet sich die S. 111 erwähnte Schanze.
Vorder-Steinenberg,
Gemeinde III. Klasse mit 775 Einw. a. Vorder-Steinenberg, D. 128 Einw., wor. 9 Kath. b. Bruck- oder Heinlens-Hof, H. 18 Einw. c. Deschenhof, H. 10 Einw. d. Dornhalde, W. 21 Einw. e. Greuthöfle, H. 8 Einw. f. Heinlens-Mühle 2 Eine. g. Hellershof, 33 Einw. h. Hinter-Steinenberg, W. mit der Felgen-Sägmühle, 135 Einw., wor. 57 Kath. i. Hüttenbühl, W. 103 Einw. k. Kapf, W. 140 Einw. l. Nardenheim, W. 73 Einw. m. Neuwirthshaus, Hs. 24 Einw. n. Schotthof, H. 17 Einw., wor. 10 Kath. o. Steinhaus, H. 13 Einw. p. Stixenhof, H. 12 Einw. q, Vaihinghof, H. 6 Einw. r. Wahlenheim, W. 32 Einw. – Ev. Pfarr-Filiale von Welzheim: Parz. b, c, e–g, i, m, o, q, r; von Gschwend: Parz. p.; von Alfdorf: die übrigen; die Kath. in Parz. a., h. u. n. sind nach Spreitbach eingepfarrt.
Der gebirgige, wald- und schluchtenreiche Gemeindebezirk gehört dem Welzheimer Walde an und liegt auf einem an mehreren Stellen sehr schmalen, gegen die Lein abfallenden, Gebirgsgrath, welchen der Gellbach in eine Gabel spaltet. Er grenzt gegen Westen und Süden an das Oberamt Welzheim, gegen Osten an das Oberamt Gmünd. In die den beiden erwähnten Oberämtern angehörige Lein fallen nördlich die blinde und schwarze Roth, der Gellbach, Krettenbach und Reichenbach mit dem Schadbach, Steinbach und vielen namenlosen Bächen, so daß an Wasser kein Mangel ist. Hinsichtlich der übrigen natürlichen Verhältnisse und des landwirthschaftlichen Betriebes wird auf die angrenzenden Gemeinden, namentlich Gschwend und Frickenhofen, Bezug genommen. Die Landstraße von Gschwend nach Gaildorf berührt kaum die Gemeinde, und die
{{Seite|237 Verbindungswege sind schlecht. Die Nahrungsquellen bestehen in Ackerbau, Viehzucht und Waldwirthschaft. Das Getreide-Erzeugniß reicht für den eigenen Brodbedarf hin. Die Einwohner, deren Zahl der kleinen Sterblichkeit ungeachtet im Allgemeinen nur mäßig wächst, bestehen meist aus Bauern und zählen im Allgemeinen zu den wohlhabendsten des Bezirkes. Die Markung umfaßt 5100{{Bruch|7|8}} M. und es kommen durchschnittlich 3,6 Morgen Baufeldes auf den Kopf. Der Flachsbau ist namhaft, vorzüglich in Hüttenbühl. In Nardenheim verdient der Obstbau alle Anerkennung. Von Gewerben sind blos einige Mahl- und Säg-Mühlen zu erwähnen. Gegenstände der Ausfuhr sind Vieh, Stamm- und Brennholz, Pfähle, Schnittwaaren, Flachs, Leinsamen und Leinöl.
Der Bezirk ist dem Forstamt Lorch zugetheilt. Die Vermögensverhältnisse der Gemeindepflege sind nicht ungünstig; eine Stiftungspfleg ist nicht vorhanden. Schulen sind in Vorder-Steinenberg und Hellershof. Die Standesherrschaft Limpurg-Gschwend hatte in Stixenhof und Nardenheim, die Standesherrschaft Limpurg-Gaildorf in Bruckhof, Greuthöfle, Heinlensmühle, Hüttenbühl, Neuwirthshaus und theilweise in Wahlenheim, der Staat in den übrigen Orten den Zehenten, mit der Einschränkung, daß die Pfarrei Gschwend die kleinen Zehenten in Nardenheim bezog.
Bis 1806 gehörten zur Herrschaft Gaildorf-Wurmbrand, Amts Gschwend: Kapf, Nardenheim, Stixenhof und Antheil von Vorder-Steinenberg; zur Herrschaft Limpurg-Sontheim-Gaildorf, Landamts Gaildorf: Heinlenshof, Heinlensmühle, Greuthöfle, Hellershof, Hüttenbühl, Neuwirthshaus und Wahlenheim; zur Herrschaft Gaildorf-Assenheim, Amts Gschwend: (Ober-Roth) Deschenhof; zum Klosteroberamt Lorch: Vaihinghof und Steinhaus. Zwischen diesem und der Reichsstadt Gmünd war Hinter-Steinenberg getheilt; an Vorder-Steinenberg war die letztere mitbetheiligt. Im Jahr 1808 kamen die Siebenzehner in den nachgenannten Orten sowie in Hinter-Steinenberg und Schotthof vom Oberamt Welzheim zum Oberamt Gaildorf.
Einzelne Orte:
a) Vorder-Steinenberg, 3 {{Bruch|1|2}} St. südlich von Gaildorf auf dem zuvor erwähnten Gebirgsgrath gelegen. Das Dörfchen hat 20 Wohngebäude, davon {{Bruch|2|3}} Bauern und {{Bruch|1|3}} Taglöhnern und einigen Handwerkern gehören. Das Schulhaus wurde 1829 von der Gemeinde erbaut. An der Schule, die 58 fl. Fonds hat, steht ein Schulmeister.
Der Ort war seit den frühesten Zeiten nach Seelach gerichtbar, stand aber in grundherrlicher Hinsicht allermeist dem Kloster Lorch zu, welches 1575 hier 7 Höfe und 2 Sölden zu Gnaden verliehen hatte. Einen der Höfe kaufte es 1342 von einem Bauern um 16 fl. und verlieh ihn
{{Seite|238 demselben sofort gegen 30 Schillinge, 1 Malter Haber und 4 Hühner jährlicher Gülte ; einen andern erhielt es 1328 von dem Gmünder Bürger Conrad von Wallenzin; ein weiterer Hof war noch freies Eigen und dem Kloster Lorch wegen einer Stiftung an die Frühmesse Alfdorf unterwürfig gemacht worden. Fünf, nach Andern sechs, dieser Güter waren Siebenzehner (S. 114), d. h. sie waren Limpurg gerichtbar, in allen andern Dingen aber Lorch zugethan. Ein Lehen gehörte dem Kloster Gotteszell. Ein Gütlein kaufte Limpurg 1436 von Hans von Yberg und dessen Hausfrau Agnes von Rennhingen; ein Lehen trat Limpurg 1643 an Oberst vom Holtz, doch ohne Gerichtsbarkeit, ab. So war ein Condominat entstanden, in welchem jedoch Lorch später nicht mehr vorkommt. Im Jahr 1800 waren 85 Limpurgische (und Lorchische) und 17 Gmünd'sche Einwohner hier.
b) Bruckhof oder Heinlenshof, 1 St. nordwestlich von V. (Vorder-Steinenberg) an der Straße von Welzheim nach Gaildorf. Ein mittleres, nicht altes, Hofgut.
c) Deschenhof, auch Teschenhof, früher Teschenthal, {{Bruch|7|8}} St. nordwestlich von V. beim Krettenbach, neben welchem in älterer Zeit zwei Seen lagen. Dieser mittelgroße Hof gehörte schon im Mittelalter dem Kloster Lorch, war aber ein Siebenzehner-Gut.
d) Dornhalden, {{Bruch|1|4}} St. südlich von V. auf dessen Markung; war immer mit V. verbunden, aber wohl Lorchisch.
e) Greuthöfle, auch Kreuthöfle, {{Bruch|1|2}} St. nordwestlich von V. am Abhange des Gebirgsgrathes; eine nicht alte kleine Sölde.
f) Heinlensmühle, {{Bruch|7|8}} St. nordwestlich von V. bei Bruckhof, an der schwarzen Roth. Eine Mahl- und Säg-Mühle, 1557 von der Reichsstadt Gmünd eingetauscht.
g) Hellershof, früher Leybolds- oder Luttlensweiler, 1 St. nordwestlich von V. an der erwähnten Landstraße. An der hier befindlichen Schule steht ein Schulmeister mit einem Gehilfen. Kloster Adelberg besaß 1469 ein Lehen, das an die Stadt Gmünd gekommen zu seyn scheint, da Limpurg von dieser 1557 den schon damals zersplitterten Hof ertauschte. Dabei lag 1614 der Kautzen-See.
h) Hinter-Steinenberg, {{Bruch|3|8}} St. nördlich von V. auf dem Gebirgsgrath, mit der am Reichenbach liegenden Felgen-Sägmühle. Auch hier war ein Condominat. Es waren 4 Siebenzehner-Güter vorhanden. Anna Adelmännin, Wittwe Georg's Schenk von Schenkenstein zu Gmünd, verkauft 1446 an Martin Fürlay, Vogt zu Welzheim, 2 Güter für unvogtbar und ungerichtbar, doch daß sie Lehen von Weinsberg sind, das sie 1449 eignet; Fürlay verkaufte dieselben 1454 um 106 fl. als Limpurg gerichtbar, an die Kirche zu Gebenweiler, von welcher
{{Seite|239 Limpurg und Lorch die Patrone waren. Auch sonstige Rechte scheint Lorch gehabt zu haben. Limpurg tauschte 1557 von der Stadt Gmünd 3 Güter mit Vogtei und die Obrigkeit über die Lorch'schen Hintersaßen ein; darunter ein Gut mit einem Apfelbaum, „welcher der Herrschaft gefällig ist,“ d. h. weicher ihr einen Theil der Frucht gültete. Außerdem hatte der Hospital und eine Pfründe zu St. Catharina in Gmünd Güter hier. Der Gmündischen Unterthanen waren es 1803 42, der Lorchischen 57. Prescher nennt den Ort nicht.
i) Hüttenbühl, {{Bruch|3|4}} St. nordwestlich von V. auf der Oberamtsgrenze, beim Einfluß der blinden in die schwarze Roth. Ein kleines Gut, worauf 1785 schon 51 Einwohner waren. Es gehörte der Frühmesse zu Gebenweiler und fiel 1535 an Limpurg.
k) Kapf, {{Bruch|1|2}} St. südlich von V. auf einer Kuppe – „Kap“ – über dem Leinthal. Eine zu Ende des XV. Jahrhunderts von Peter von Kapf erbaute und begabte Capelle zur heil. Maria, wo der Frühmesser von Alfdorf gegen jährliche 2 {{Bruch|1|2}} Pfund Heller alle 14 Tage Messe zu lesen gehabt hatte, stand noch 1674. Von hier scheint das alte Schorndorfer Bürgergeschlecht Kapf zu stammen. Kloster Lorch besaß die Zehenten und ein Siebenzehner-Gut. Auch Limpurg hatte einen schon frühe getheilten Hof und 3 Sölden. Das Lorch'sche Lagerbuch von 1489 sagt: „4 Morgen Wiesen solle heuen N. zu Alchdorf“ (Alfdorf) „vnd dasselbig Heu wird geben für den Heuzehent von dem Hof vnd muß der vorgenannt N. dem Mayer vff dem Hof den Eber vnd den Hummel leihen wann er das nottürftig ist zu seinem Vieh.“ Die Einwohnerzahl betrug 1733 33, 1785 60.
l) Nardenheim, ehemals Nartenhayn, {{Bruch|7|8}} St. nördlich von V. auf dem Gebirgsgrath. Eine alte Capelle ist vor mehr als 100 Jahren abgegangen. Von den 5 Gütern, aus welchen der Ort früher bestanden, waren 2 oder 3 Siebenzehner. Den sog. „Maierhof“ kaufte Lorch 1381 von Ludwig von Hohenhart um 20 Pfd. Heller; ihn hatte der Conventherr zu genießen, welcher die Messe zu St. Egidien im Kloster versah. Ein Gut kaufte Kloster Adelberg 1382 von Friedrich Lutz, Bürger zu Gmünd. Ein weiteres Gut besaß Limpurg, das 1572 von Württemberg den dem Kloster Lorch gehörigen Zehenten erwarb. Der Ort zählte 1785 39 Einwohner. Eine Strecke bei dem Ort heißt noch der „Gerichtswasen.“ (S. 114.)
m) Neuwirthshaus, 1 St. nordwestlich von V. an der Landstraße; vor etwa 70–80 Jahren erbaut.
n) Schotthof, {{Bruch|3|8}} St. südöstlich von V. auf dessen Markung, auf der Oberamtsgrenze von Gmünd. War altwürttembergisch.
{{Seite|240 o) Steinhaus, {{Bruch|3|4}} St. nordwestlich von V. Wie zuvor. War Lorchisch.
p) Stixenhof, oder Krettenbach, {{Bruch|7|8}} St. nordwestlich von V. im Wald über dem Krettenbach, bei welchem früher der „untere See“ lag. Sigmund Schenk von Schenkenstein verlieh 1469 den Hof als Erblehen „zu einem Handroß“; 1516 vertauschte ihn Hans Schenk von Schenkenstein, Marschall des Cardinals und Bischofs von Gurk (bei Klagenfurth), an das Kloster Lorch gegen ein Gut zu Fach. Es war ein Siebenzehner-Gut.
q) Vaihinghof, {{Bruch|3|4}} St. nordwestlich von V. am Abhang des Waldes. Der Gmünder Bürger Heinrich Wolf tritt 1421 den Hof an das Kloster Lorch ab, in dessen Amt und Gericht Pfahlbronn derselbe nun gehörte.
r) Wahlenheim, früher Wahlenweiler, {{Bruch|3|8}} St. norstwestlich von V. auf dem Gebirgsgrath. Conrad und Johannes von Waldhausen verschaffen 1341 dem Kloster Lorch eine Gülte; 1356 haben Johann der Vetzer und Heinrich Hug, Bürger zu Gmünd, Wahlenweiler pfandweise im Besitz. Die Kirche Gebenweiler kauft 1425 von Hans von Lichtenstein die eine und von dem Gmünder Bürger Paul von Rinderbach die andere Hälfte. Durch die Reformation fiel der Ort 1535 an Limpurg.
Bei Kapf lag die Eisenmühle, deren schon in der Beschreibung eines Jagdbezirkes von 1251 gedacht wird. Dieß war, wofür auch das nicht entfernte Hüttenbühl sprechen möchte, ohne Zweifel ein Bergwerk, das also zu den ältesten Schwabens zählte.
Bei Hinter-Steinenberg, wo die oben angeführte Schanze 150 Schritte nördlich von dem Ort unter dem Namen Landgraben, und eine andere Schanze {{Bruch|1|8}} Stunde südlich vom Orte vorbeiführt, soll eine Burg gewesen seyn, von der die Felder noch jetzt „Burgäcker“ heißen.
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II. Flächenmaß.
Gemeinden. Zahl der Par-zellen. Areal der Ort- schaf-ten. Gärten und Länder. Äcker. Weinberge. Wiesen. Waldungen. Weiden. Öden. Stein- brüche. Erz-, Thon-, Sand- und Mer- gelgru- ben. Gewässer. Straßen ind Wege. Ge- sammt- betrag der Fläche. Es kommen Morgen auf einen Menschen.
Gemüse- u. Blumen- gärten. Gras- und Baum- gärten. Län-der. Hopfen- gärten. Lust- gärten, Anla- gen. Flürlich gebaute Willkürlich gebaute Wechselfelder Zum Wein- bau be- stimmt. Zu andern Cultu- ren ver- wendet. Zweimädige Einmädige Laub- waldungen. Nadel-waldungen. Ge- mischte. Unbe- stockte. Mit Obst- bäumen. Mit Holz be- wachsen. Blos mit Gras bewach-sen. Seen und Weiher. Flüsse und Bäche.
Ohle Bäume, mit Bäu- men. ohne Bäume. mit Bäu-- men. gebaute. unges baute. mit mit Obst- bäumen. ohne Bäume. mit Obst-bäumen. mit Wald- bäumen u. Gebüsch (Holzwie- sen). ohne Bäume.
Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen.
Gaildorf 1601 20 3/8 23 2/8 65 2/8 19 1/8 1 1/8 1 2/8 441 7/8 1 1/8 58 1/8 7 6/8 – – – 4/8 – 67 6/8 395 5/8 135 5/8 2 1/8 64 4/8 – 204 5/8 – – 7/8 28 44 4/8 12 5/8 7/8 3/8 2/8 21 6/8 50 7/8 1672 2/8 0,9
Altersberg 1463 17 6/8 2 3/8 48 7/8 16 – – 156 6/8 1013 7/8 2 1/8 – – – – – 3 1/8 41 7/8 38 3/8 4 1/8 563 6/8 – 1138 2/8 11 7/8 – – 229 6/8 55 6/8 4 1/8 1/8 4/8 8 3/8 4 2/8 86 2/8 3448 2/8 2,5
Eschach 3893 23 6/8 8 5/8 83 2/8 28 6/8 1 1/8 – 2664 5/8 1 5/8 114 6/8 1 4/8 58 3/8 – – – – 11 2/8 789 3/8 – 1 6/8 86 7/8 2/8 998 2/8 16 1/8 4/8 – 130 2/8 67 3/8 36 3/8 4/8 – – 7 3/8 151 6/8 5284 3/8 4,1
Eutendorf 3751 18 7/8 6 5/8 69 4/8 43 1/8 – – 1252 2 2/8 208 1/8 9 2/8 46 4/8 15 2/8 – – – 28 5/8 499 7/8 100 1/8 10 5/8 317 4/8 1 4/8 1766 5/8 202 1/8 – 3/8 892 4/8 123 7/8 75 1 5/8 6/8 9 1/8 38 6/8 129 5/8 5870 2/8 5,9
Frickenhofen 3150 26 3/8 8 2/8 85 3/8 17 6/8 1/8 – 1013 6/8 – 896 2 2/8 259 2/8 3 2/8 2 5/8 – – 25 4/8 574 6/8 1 118 3/8 472 5/8 – 2402 4/8 386 3/8 – 1/8 498 7/8 129 4/8 21 6/8 1 5/8 1 7/8 3 4/8 13 4/8 176 4/8 7143 4/8 4,7
Geifertshofen 1945 14 6/8 5 7/8 38 7/8 18 1/8 2/8 – 921 1/8 – 46 3/8 34 2/8 1 7/8 – – – 9 4/8 488 4/8 – – 37 5/8 – 2116 1/8 – – – 348 2/8 94 4/8 39 7/8 4/8 5/8 10 6/8 6 5/8 92 7/8 4327 1/8 5,9
Gschwend 1931 27 1/8 9 5/8 43 1/8 12 7/8 3/8 – – – 1458 7/8 205 5/8 – – – 21 7/8 605 7/8 11 2/8 26 3/8 193 4/8 – 2411 3/8 161 4/8 – – 264 5/8 90 7/8 75 5/8 1 6/8 5/8 6 4/8 7 7/8 104 1/8 5741 3/8 2,8
Hausen 1546 13 5/8 2 7/8 32 3/8 12 2/8 – – 298 6/8 7/8 521 6/8 13 5/8 7 1/8 – – – – 7 348 7/8 17 5/8 – 176 1/8 – 404 – – 1 235 1/8 87 6/8 5 5/8 4/8 – 3 5/8 6 4/8 65 7/8 2262 7/8 2,2
Hütten 1012 11 6/8 2 6/8 23 7/8 6 7/8 – – – – 560 – 5 1/8 – – – – 1 1/8 222 2/8 1/8 – 321 1/8 – 1209 1/8 99 2/8 – – 67 7/8 106 7/8 2 2/8 – – 4 6/8 8 2/8 66 2719 4/8 4,5
Laufen 1990 16 1/8 2 7/8 43 6/8 16 4/8 – – 183 2/8 2/8 449 1 3/8 989 3/8 – – – – 5 4/8 113 4/8 29 2/8 2 2/8 452 5/8 – 1484 6/8 398 5/8 – – 508 1/8 119 4/8 100 6/8 – – 5/8 56 3/8 117 7/8 5092 2/8 5,6
Michelbach 886 8 7/8 3 2/8 22 3/8 16 – – 428 7/8 4/8 49 1/8 3 6/8 3 3/8 1 6/8 – – – 6 2/8 188 5/8 64 68 6/8 106 355 4/8 774 1/8 71 7/8 – – 122 58 7/8 8 3/8 – – 2/8 18 6/8 56 4/8 2437 6/8 5,4
Rauhen-Bretzingen 566 4 6/8 1 6/8 22 5/8 7 6/8 – – 292 7/8 – 40 1 2/8 1 7/8 – – – – 7/8 104 6/8 39 6/8 – 141 1/8 – 35 6/8 – – 2/8 17 4/8 81 5/8 3 1/8 – – 6/8 4 4/8 22 6/8 825 2/8
Gschlachten-Bretzingen 764 5 5/8 7/8 22 6/8 8 3/8 4/8 – 643 2/8 – 9 3/8 – – 1 7/8 – – – 1 2/8 190 5/8 10 1/8 – 142 4/8 – – – – – 58 27 1/8 5 6/8 1 7/8 – – 10 4/8 29 7/8 1170 2/8
Hirschfelden *) 714 7 5/8 2 1/8 22 3/8 20 1/8 – – 327 5/8 – 149 2/8 4 4/8 12 6 6/8 – – – 13 7/8 113 1/8 9 2 2/8 239 7/8 – 173 2/8 52 2/8 – – 124 1/8 61 3/8 11 1/8 – – – 11 1/8 32 5/8 1396 2/8
Mittelfischach 1454 7 2/8 2 5/8 15 6/8 8 7/8 – – 577 1/8 – 125 3/8 6 4/8 16 6/8 – – – – 1/8 331 1/8 1/8 – 2 7/8 – 48 1/8 – – 26 11 4/8 37 2/8 – – – 5 46 3/8 1268 6/8 5,9
Engelhofen und Rothhof 1227 4 3/8 1 22 6 5/8 – – 416 7/8 47 5/8 – – 2 1/8 7/8 – – – 2/8 211 1/8 – – 15 4/8 – 1218 5/8 – – – 53 1/8 47 4/8 23 6/8 2/8 2/8 – 5 1/8 42 7/8 2119 7/8
Unter-Fischach 1856 6 3/8 1 2/8 13 6 3/8 – – 695 2/8 – 39 – 9 – – – – 2/8 344 6/8 – – 4 3/8 – 95 6/8 – – – 49 5/8 25 7/8 18 7/8 3/8 – – 5 6/8 53 3/8 1369 2/8
Weiler *) 264 1 7/8 4/8 6 1/8 1 4/8 – – 124 4/8 – 20 1/8 – 7/8 – – – – – 53 2/8 – – 8 4/8 – 343 2/8 – – – 57 1/8 26 3/8 6 4/8 – 1/8 1 3/8 7/8 18 4/8 671 3/8
Ober-Fischach 2567 18 1 5 5/8 65 1/8 33 1/8 – – 1569 6/8 – 256 7/8 4/8 6 6/8 5 7/8 – – – 2 5/8 564 7/8 21 6/8 352 2/8 – 1253 74 – 15 1/8 249 152 2/8 22 7/8 1/8 – 2 4/8 10 2/8 136 4818 3/8 6,7
Ober-Gröningen 1077 9 3/8 2 20 5/8 18 3/8 – – 411 – 345 2/8 – 5 6/8 – – – – 26 6/8 387 3/8 4 4/8 4 6/8 24 4/8 – 376 7/8 – – 2/8 118 2/8 15 5/8 15 5/8 – – 1/8 24 4/8 49 1860 4/8 4,3
Ober-Roth 4699 45 2/8 21 1/8 158 5/8 23 – – 652 6/8 – 1778 30 1/8 35 4/8 3 1/8 7/8 – – 9 705 1/8 32 2/8 12 2/8 1413 4/8 70 7/8 3744 4/8 166 1/8 – 3 2/8 712 3/8 232 1/8 7 2/8 4/8 2/8 4 1/8 51 6/8 272 7/8 10.186 4/8 4,3
Ober-Sontheim 3001 17 7/8 6 6/8 71 1/8 37 7/8 – 888 6/8 – 274 4/8 20 6/8 – – – – 2 7/8 683 3/8 – 6/8 26 – 582 60 6/8 – – 50 5/8 31 2/8 4 2/8 1 4/8 1/8 – 11 2/8 93 5/8 2865 7/8 2,1
Ödendorf 2833 18 7/8 2 1/8 45 22 5/8 – 1/8 957 4/8 – 227 2/8 15 1/8 10 7/8 – 1 6/8 – – 22 566 3/8 12 6/8 160 2/8 5 6/8 935 1/8 – – 2/8 329 5/8 66 6/8 57 6/8 2/8 1/8 – 41 6/8 131 6/8 3631 6/8 4,1
Ruppertshofen 4254 23 7/8 5 2/8 77 3/8 33 5/8 1/8 – 1734 3/8 – 616 6/8 1/8 119 9 1/8 – – – 12 5/8 705 7/8 4 1/8 45 6/8 420 4/8 – 1159 – – 1 2/8 356 2/8 179 4/8 3 1 1/8 1/8 2 18 4/8 124 4/8 5653 6/8 4,8
Sulzbach 2589 23 2/8 10 5/8 87 6/8 23 1 1/8 – 206 3/8 4/8 1132 6/8 8 2/8 306 2/8 – – – – 22 6/8 351 2/8 19 2/8 30 2/8 519 1 1/8 4024 7/8 636 7/8 – – 1029 6/8 107 6/8 110 6/8 1/8 – 1 6/8 81 7/8 141 8878 2/8 5,8
Unter-Gröningen 1732 16 1/8 11 2/8 49 6/8 8 6/8 7/8 – 1153 4/8 6 4/8 18 3/8 – – – – – – 19 6/8 389 3/8 10 6/8 4 3/8 50 5/8 – 1449 2/8 2/8 6/8 4 219 82 7/8 21 7/8 5/8 3/8 26 5/8 84 3629 5/8 2,5
Unter-Roth 3583 31 1/8 6 6/8 91 3/8 30 3/8 – – 1445 3/8 – 360 1/8 9 5/8 225 1/8 – 3/8 7/8 – 24 3/8 759 3/8 18 4 7/8 537 1 4963 136 4/8 – 3 7/8 679 6/8 357 5/8 66 6/8 1 5/8 2/8 4/8 80 4/8 194 6/8 10.030 4/8 7,4
Vichberg 3251 30 4/8 6 2/8 60 4/8 31 4/8 5 7/8 – 1217 2/8 5 6/8 581 4/8 56 6/8 84 – – – – 23 1/8 861 3/8 27 6 2/8 419 3/8 – 2696 6/8 – – – 600 5/8 270 3/8 29 3/8 5/8 – 4 3/8 38 6/8 162 4/8 7220 1/8 5,1
Vorder-Steinenberg 1602 22 5/8 1 6/8 56 1/8 20 1/8 – – 362 7/8 – 158 5/8 7/8 960 5/8 6 – – – 3 215 11 47 1/8 895 3/8 – 1474 2/8 – – 7/8 620 6/8 132 2 6/8 3/8 3/8 2 1/8 14 92 2/8 5100 7/8 6,5
Im Ganzen: 61.471 494 3/8 166 1464 6/8 548 6/8 12 3/8 1 3/8 21.037 4/8 67 6/8 11.508 2/8 196 6/8 3404 6/8 56 2/8 5 5/8 1 3/8 – 373 2/8 11.806 5/8 595 6/8 415 3/8 8165 6/8 436 39.482 7/8 2474 4/8 1 2/8 57 7/8 8651 1/8 2888 5/8 829 7/8 17 5/8 7 66 7/8 632 5/8 2827 118.695 3/8 = 6,795 □ -M. 4,3
*) Diese Orte haben je ein eigenes Kataster.
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III. Staatssteuern, Gemeinde- und Stiftungshaushalt.
Namen der Gemeinden. Staatssteuern. Der Gemeindepflegen Der Stiftungspflegen
Grundsteuer. Gefällsteuer. Gebäudesteuer. Gewerbesteuer. Vermögen. Schulden. Ein- künfte. Aus- gaben. Umlagen. Vermögen. Schul- den. Ein- künfte. Aus- gaben.
Kataster-Anschlag. Steuerbetrag. Kataster- Anschlag. Steuerbetrag. Kataster- Anschlag. Steuerbetrag. Kataster- Ansatz. Steuerbetrag. Grund- Eigen- thum. Verzins- liches Kapital. Sonstige Forde- rungen. Verzins- liche. Sonstige. Amts- Gr- meinde- Grund- Eigen-thum. Kapital.
voller Betrag. Grundlasten aus schließlich der Zehnten.
fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Morgen. fl. fl. fl. fl. fl. fl. fl. fl. Morgen. fl. fl. fl. fl.
Gaildorf 6999 59 44 56 579 41 – – – – 171.268 310 39 593 10 365 14 106 – 5857 3700 1258 2234 4189 962 2000 1 2/8 3703 3699 329 389
Altersberg *) 4420 26 15 3 367 11 – – – – 45.625 82 45 57 35 6 – 1486 2342 1142 776 287 1083 372 800 – – – – –
Eschach 11.103 34 379 58 893 47 – – – – 72.275 131 6 144 88 40 – 60 1966 – 1313 310 910 853 600 – 1657 229 329 274
Eutendorf 11.759 2 21 57 978 16 – – – – 59.450 107 51 145 22 89 30 – 800 1614 – 6 363 654 900 300 38 6/8 2852 2042 575 1253
Frickenhofen 7681 15 57 52 635 24 – – – – 53.475 96 59 98 36 60 42 – 30 3381 550 373 385 877 607 500 4/8 1038 10 241 233
Geifertshofen 4779 17 294 33 373 47 – – – – 30.300 54 58 56 30 34 47 3 3/8 790 1635 – 407 358 859 355 500 4/8 10.143 456 366
Gschmend 6657 44 48 44 550 51 – – – – 51.000 92 30 132 46 81 44 3 1533 17.190 15.000 993 538 2204 555 1500 6 5412 4574 678 1497
Hausen 5860 23 90 51 480 53 – – – – 27.975 50 45 46 45 28 47 – – 1437 – 381 286 824 454 600 – 3566 85 352 358
Hütten*) 2860 12 25 56 236 14 – – – – 28.400 51 31 62 18 38 22 – 655 1639 – 423 350 980 250 625 – – – – –
Laufen 5339 49 356 9 415 23 – – – – 31.975 58 – 68 58 42 27 – 3800 10.305 11.274 414 278 1562 395 1200 2/8 1320 250 280 668
Michelbach 17.644 36 268 9 1448 17 – – – – 97.375 176 38 112 12 69 4 – 2665 1320 – 384 476 1035 1298 560 31 2/8 3782 171 228 177
Mittel-Fischach 11.003 31 24 17 915 6 – – – – 58.475 106 5 62 36 38 32 – 430 1141 – 361 449 791 811 370 37 561 – 257 258
Ober-Fischach 12.727 44 17 17 1059 23 – – – – 58.225 105 37 52 – 32 1 – 1150 1212 – 2 332 830 917 500 148 6/8 11.271 57 814 415
Ober-Gröningen 3467 16 331 54 261 20 7 15 – 36 25.275 45 51 59 26 36 35 – 108 1195 350 345 92 651 263 500 6 1378 580 386 428
Ober-Roth 21.689 44 31 33 1805 10 – – – – 112.225 203 33 291 2 179 12 – 150 3588 – 1260 941 2525 1771 1600 1 3/8 4745 16 440 311
Ober-Sontheim 8357 29 156 9 683 34 – – – – 85.250 154 38 271 24 167 7 149 2/8 448 2747 250 – 1529 1921 793 375 2 2/8 2296 79 593 417
Ödendorf 10.638 55 15 36 885 26 – – – – 58.525 106 10 199 18 122 42 – 300 1790 – 16 521 921 853 500 2 3/8 821 173 194 203
Ruppertshofen 10.399 10 216 15 848 43 – – – – 56.575 102 37 92 6 56 42 – 702 4716 2800 4 265 976 772 600 5/8 2021 254 272 471
Sulzbach 9042 17 381 27 721 52 – – – – 52.400 95 3 142 12 87 33 4 6/8 1100 4195 4220 506 570 2196 693 1825 12 3/8 1586 1201 244 662
Unter-Gröningen **) 3364 29 385 35 248 17 23 26 1 57 40.225 72 57 134 24 82 44 – 975 1613 – 635 450 954 311 450 – – – – –
Unter-Roth 17.332 58 64 4 1439 19 – – – – 55.465 100 37 124 48 76 50 – 2714 1656 – 1276 622 1158 1291 500 4 6/8 4010 – 312 658
Vichberg 15.822 55 74 17 1312 36 – – – – 65.650 119 4 130 56 80 36 – 970 1729 – 749 409 705 1159 400 1 2120 100 358 387
Vorder-Steinenberg *) 7637 36 38 59 633 19 – – – – 37.950 68 50 47 12 29 3 – 1525 4850 4396 39 280 774 560 475 – – – – –
Die Standes-Herrschaften 8211 11 26 21 682 11 2890 34 240 27 7313 13 16 – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Im Ganzen 224.801 32 3367 52 18.456 – 2921 15 243 – 1.382.671 2508 – 3125 1 1924 – 266 3/8 22.391 79.118 43.682 11.921 12.325 29.679 17.195 17.280 295 5/8 64.282 13.520 7338 9425
*) Die mit * bezeichneten Gemeinden haben keine Stiftungspflegen.
**) Unter-Gröningen hat die Stiftungspflege gemeinschaftlich mit Ober-Gröningen.
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