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== Ein Indianer kennt keinen Schmerz. ==
[[Datei:Sundance.jpg|miniatur|[[George Catlin]]: [[Sonnentanz]]]]
Die erste Erwähnung und [[Etymologie]] dieser Redensart ist nicht bekannt. Das [[Stereotyp]] vom Indianer, der den Schmerz nicht kenne, findet sich in der Literatur bei ... und auch bei dem Schriftsteller [[Karl May]]<ref>[http://www.karl-may-werke.de/auf_tod_und_leben_m9075.html karl-may-werke.de Der Schatz im Silbersee (von dort zitiert)]: „''Ein Indianer wird von frühester Kindheit an in dem Ertragen körperlicher Schmerzen geübt. Er gelangt dadurch so weit, daß er die größten Qualen ertragen kann, ohne mit der Wimper zu zucken. Vielleicht sind die Nerven des Roten auch weniger empfindlich als diejenigen des Weißen. Wenn der Indianer gefangen wird und am Marterpfahle stirbt, so erträgt er die ihm zugefügten Schmerzen mit lächelndem Munde, singt mit lauter Stimme sein Todeslied und unterbricht dasselbe nur hie und da, um seine Peiniger zu schmähen und zu verlachen. Ein jammernder Mann am Marterpfahle ist bei den Roten eine Unmöglichkeit.''“</ref>

Frühe Erwähnungen dieser und daran angelehnter Redensarten im Deutschen finden sich in der Literatur:
* (1872) ''Die Indianer sind unermüdlich und kennen keinen Schmerz.''<ref>[http://books.google.de/books?id=tF5qAAAAMAAJ&q=keinen+schmerz Arthur Morelet: ''Reisen in Central-Amerika (1872) S. 353]</ref>
* (1928) ''Indianerherz kennt keinen Smerz.<!-- sic -->''<ref>[http://books.google.de/books?id=wzbtAAAAMAAJ&q=indianerherz Velhagen & Klasings Monatshefte: Band 42, Ausgaben 7-12 (1928), S. 554]</ref>
* (1962) ''Indianer kennen keine Schmerzen.''<ref>[http://books.google.fr/books?id=WlARAQAAIAAJ&q=%22Indianer+kennen+keine+Schmerzen%22&dq=%22Indianer+kennen+keine+Schmerzen%22&hl=fr&sa=X&ei=qvHZT473MIHBhAegxrnEAw&redir_esc=y Hans Leip: ''Jan Himp und die kleine Brise'', Fischer (1962)]</ref>
* (1965) ''Der Indianer kennt keinen Schmerz.''<ref>[http://books.google.fr/books?id=yADcAAAAMAAJ&q=%22Indianer+kennt+keinen+Schmerz%22&dq=%22Indianer+kennt+keinen+Schmerz%22&hl=fr&sa=X&ei=ofXaT5qVAYm3hQeOreCbCg&redir_esc=y Jürgen Brinkmann: ''Frank Mellenthin: Roman einer Wandlung'', buchclub 65 (1965)]</ref>




 keinen

, doch kann der Schriftsteller [[Karl May]] zu der Verbreitung dieses Klischees beigetragen haben. In seinem viel gelesenen Roman [[Der Schatz im Silbersee]] schreibt May:
: „''Ein Indianer wird von frühester Kindheit an in dem Ertragen körperlicher Schmerzen geübt. Er gelangt dadurch so weit, daß er die größten Qualen ertragen kann, ohne mit der Wimper zu zucken. Vielleicht sind die Nerven des Roten auch weniger empfindlich als diejenigen des Weißen. Wenn der Indianer gefangen wird und am Marterpfahle stirbt, so erträgt er die ihm zugefügten Schmerzen mit lächelndem Munde, singt mit lauter Stimme sein Todeslied und unterbricht dasselbe nur hie und da, um seine Peiniger zu schmähen und zu verlachen. Ein jammernder Mann am Marterpfahle ist bei den Roten eine Unmöglichkeit.''“<ref>[[Karl May]]: [[Der Schatz im Silbersee]]. Zitiert nach [http://www.karl-may-werke.de/auf_tod_und_leben_m9075.html karl-may-werke.de]</ref>

Außerdem wurden Bilder über den [[Sonnentanz]] verbreitet, einer Zeremonie, bei der Haut und Muskeln durchbohrt wurden, damit der Tänzer den Schmerz einer Frau bei der Geburt eines Kindes zu verstehen lernt, ohne Krieg führen zu müssen.

In der Filmkomödie [[Der Schuh des Manitu]] heißt es dazu:
: „''Ein Indianer kennt keinen Schmerz, uns fehlen die Enzyme!''“

=== WORKUP ===

== Ein Indianer kennt  keinen  Schmerz ... seit 1965 ? ==
(contracted; show full)=== Einzelnachweise ===
<references />

<nowiki>
[[Kategorie:Feudalismus| ]]
[[Kategorie:Historischer Materialismus]]

</nowiki>