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{{Begriffsklärungshinweis}}

{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Wappen            = Wappen Loecknitz.png
|Breitengrad       = 53/27/10/N
|Längengrad        = 14/12/55/E
|Lageplan          = Löcknitz in UER.png
|Bundesland        = Mecklenburg-Vorpommern
(contracted; show full)eht eine turmlose [[Feldsteinkirche]], die aus dem Mittelalter stammte und später [[Barock|barockisiert]] wurde. Neben einer Kassettendecke sind die Wände mit einer [[Pilaster]]gliederung ausgemalt. In den 1990er Jahren musste die Kirche wegen des desolaten Zustandes gesperrt werden. Inzwischen sind die Schäden behoben, die kleine Orgel aus dem Jahr 1908 ist funktionstüchtig und Besucher können die Kirche wieder besichtigen.

== Geschichte ==
=== Name ===
Im Jahre 1212 unterschrieb ein „Thomas de Lokenitz“
, wahrscheinlich als Kastellan der Burg, eine Schenkungsurkunde, damit wurde der Ort zum ersten Mal indirekt erwähnt. In einer Urkunde die der [[Bischof von Cammin]] im Jahr 1267 in Stettin ausstellte, wird der Ort „Lokenitz“ (''slawisch für Sumpfloch''), der zu den Tafelgütern des Bistums Cammin gehörte, dann das erste Mal urkundlich genannt. Bis etwa 1700 wurde auch die Randow überwiegend „Lochnitza“ genannt.

=== Frühe Geschichte ===
Grabfunde belegen die Besiedlung des Gebietes bereits in der Steinzeit. Um 600 vor der Zeitrechnung siedelten [[Slawen|slawische]] [[Ukranen]] in der Gegend.
Die Slawenburg ''Lokenitza'' war um 1400 eine deutsche [[Burg Löcknitz|Burg]] aus Mauerwerk. Die Dörfer [[Plöwen]], [[Bergholz]] und Bismark (heute Ortsteil von [[Ramin]]) gehörten zur Burg. 

=== Mittelalter ===
Löcknitz war wegen seiner Lage am Randowübergangn einer [[Furt]] am Fluss Randow und an der Grenze zwischen Pommern und Brandenburg oft umkämpft. Es gehörte bis 1390 zu Brandenburg, ab 1390danach zu Pommern und seit 1468 wieder zu Brandenburg. Burg und Ansiedlungen wurden durch Kämpfe mehrfach zerstört.. 1416 war das Burglehen von Löcknitz im Besitz der Familie [[Heydebreck|von Heydebrek]]. Im Jahr 1468 wurde Löcknitz von Brandenburg zurückerobert und 1472 und 1479 wird den Kurfürsten von Brandenburg im Prenzlauer Vertrag der Besitz von Löcknitz bestätigt. Löcknitz gehörte seitdem als eigenständiges Amt bis 1818 zur Region Uckermark in Brandenburg. [[Albrecht Achilles|Kurfürst Albrecht III. Achilles von Brandenburg]] belehnt noch 1479 [[Werner von der Schulenburg]] mit der erblichen Hauptmannschaft des Schlosses Löcknitz, das bis 1688 im Besitz der Familie von der Schulenburg blieb.   

=== Neuzeit ===

Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) wurde Pommern wechselseitig von kaiserlichen und schwedischen Truppen besetzt und geplündert. Pommern verlor etwa zweidrittel seiner Bevölkerung. In Löcknitz blieben während dieser Zeit von 197 Domänen-Bauern nur 48 übrig, von 80 [[Kossat|Kossätenstellen]] nur noch eine. Im Juni 1630 waren schwedischen Truppen auf der Insel Usedom gelandet. 1637, nach dem Tod [[Bogislaw XIV. (Pommern)|Bogislaw XIV.]], des letzten Pommernherzogs wurde Pommern mit Löcknitz ab 1638 von schwedischen Truppen besetzt. Im [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] 1648 wurde Pommern aufgeteilt. [[Hinterpommern]] fiel an das [[Kurfürstentum Brandenburg]], Schweden erhielt Vorpommern mit Löcknitz. 

Im [[Schwedisch-Brandenburgischer Krieg|Schwedisch-Brandenburgischen Krieg]] wurde Löcknitz am 15. Mai 1675, nach eintägiger Beschießung durch die schwedische Armee von Oberwachtmeister Jobst Sigismund gegen Zusicherung freien Abzugs für die Besatzung, übergeben. Hierfür wurde er von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 24. März 1676 hingerichtet.<ref>Jany, Curt:Seite 238</ref>

Nach Ende des [[Großer Nordischer Krieg|Großen Nordischen Krieges]], erhielt Preußen im [[Frieden von Stockholm]] im Januar 1720 das südliche Vorpommern bis zur [[Peene]] ([[Altvorpommern]]) von Schweden. Löcknitz und seine Festung lagen nun nicht mehr an der Grenze sondern im Hinterland. Dadurch war die seit Jahrhunderten strategisch wichtige Lage von Löcknitz an einder Furt durch die Randow sowie die Festung militärisch bedeutungslos geworden. Noch im selben Jahr wurde die Festung aufgegeben.

===  1800 – 1990 ===
1807 wurde das Gebiet durch Truppen [[Napoléon Bonaparte|Napoleons I.]] verwüstet.
(contracted; show full)[[eo:Löcknitz]]
[[it:Löcknitz]]
[[nl:Löcknitz]]
[[pl:Löcknitz]]
[[ru:Лёкниц]]
[[vi:Löcknitz]]
[[vo:Löcknitz]]
[[war:Löcknitz]]