Difference between revisions 1892729 and 1894660 on dewikisource== OCR durchgesehen == (fehlende Anfangsseiten bereits für Einstellung aufbereitet durch Pfaerrich) {{Seite|131}} Auf der Höhe am Ursprung des Zobach und Henkenbach: Mainkling, am Steinbach Honhardt; beim Einfluß des Lanzenbachs in die Speltach liegt Oberspeltach, auf der Höhe: Waldbuch. Daselbst zwischen Bezen- und Maderbach das hochgelegene Gründelhardt, an dem in die Speltach fließenden Stettbach liegt oben Hellmannshofen, weiter unten Stetten und Unterspeltach. An der Maulach liegt der Weiler gleichen Namens und Onolzheim. Am Ursprung des Sauerbrunnenbachs auf der Höhe liegt Roßfeld, am Schmidtebach Tiefenbach; am Grund liegen Triensbach und Erkenbrechtshausen. In der Südwestecke des Bezirks liegen Markertshofen und Hinteruhlberg, welche durch den in die Bühler mündenden Nesselbach mit dem Kocher in Verbindung stehen. Der östliche Theil des Bezirks, dem Stromgebiet der Donau angehörend, begreift folgende Orte: Am Zusammenfluß des Kesselbachs (auf der Höhe Seelgenstadt) und Haselklinge, Leukershausen, sodann am Langenbach Bergertshofen, Unterstelzhausen, Marktlustenau, Riegelbach. Westlich von Leukershausen, Mariä-Kappel und Haselhof, südöstlich am Asbach Wüstenau, am Brühlbach in den Wäldern Waldthann, beim Einfluß des Rothbachs Tempelhof. Südlich davon liegen am Ursprung der Roth Neustädtlein, Röthlein und Bernhardsweiler, weiter abwärts Lautenbach, Ober- und Unter-Deuffstetten. Die größten Gemeinden sind der Einwohnerzahl nach Crailsheim, Jagstheim, Unter-Deufstetten, die kleinsten Westgartshausen, Rechenberg und Leukershausen, dem Areal der Ortschaften nach die größten sind Honhardt aus 23, Crailsheim (eine Parzelle) und Gröningen aus 10 Parzellen bestehend, die kleinsten Unter-Deufstetten mit 2, Rechenberg mit 7 und Goldbach mit 1 Parzelle. {{Anker|A4_2}}{{Headline|120|0.2|Gebäude.}} {{Anker|A4_21}}{{Headline|110|0.2|A. Anzahl und Gattung.}} Das Brandversicherungskataster von 1883 weist 4190 Haupt- oder Wohngebäude und 4327 Nebengebäude, zus. 8517 Gebäude auf im Brandversicherungsanschlag von 17.953.580 M. Zu öffentlichen Zwecken dienen 278 Gebäude, worunter 27 Kirchen, 2 Synagogen, 9 Kapellen, 56 Rath- und Schulhäuser, 90 Spital-, Kranken- und Armenhäuser, 6 Stationsgebäude, {{Seite|132}} 21 Bahnwärterhäuser und 67 sonstige Gebäude. Unter den Wohngebäuden befinden sich 12 Schlösser und Amtswohnungen für Staats- und Gemeindediener, darunter 41 für Lehrer und 26 Pfarrhäuser. Auf 1 Wohnhaus kommen durchschnittlich 6,46 Bewohner; die meisten mit 9,8 in Crailsheim, die wenigsten in Matzenbach mit 4,7 (s. u. Tab. I). {{Anker|A4_22}}{{Headline|110|0.2|B. Bauart und -Material.}} Der Mangel an geeignetem Steinmaterial und der Reichthum an Holz in einem großen Theil des Bezirks sind die Ursachen, daß derselbe an Holzbauten reicher ist als die benachbarten Oberämter. Zwar sind die neueren Wohnungen meist auf steinernem Untergrund mit Riegelfachwerk aufgebaut, besonders in der bäuerlichen Nordhälfte, aber die Wetterseiten sind meist mit Brettern verschalt. Die Seitenwände der Scheunen bilden vielfach große Bretter. Ziegeldächer sind allgemein. Die Wände sind meist ganz verputzt, wie in Crailsheim und wie die kleinen saubern Häuschen in Unter-Deufstetten; in den reicheren Bauernorten ist das Balkenwerk sichtbar und bemalt, was einen guten Eindruck macht. Die eichenen Eckbalken sind vielfach geschnitzt und mit Jahreszahlen versehen. Besonders reich an schönen großen und alten Holzhäusern ist Tiefenbach. Die Bausteine kommen theils aus dem Jura, theils aus dem Keuper, für Innenwände gewinnen die aus Schlacken hergestellten hohlen Backsteine Eingang. Die architektonisch werthvolleren Gebäude im Bezirk stammen meist aus älterer Zeit. Der größte Theil der Kirchen auf dem Lande ist im 18. Jahrhundert stillos umgebaut, der Chor zugemauert und Altar, Kanzel und Orgel über einander an die Ostwand des Schiffes gesetzt. Hervorragend an architektonischem Werth sind die Stadtkirche in Crailsheim und der Chor der Kirche zu Mariä-Kappel, sowie das alte Schloß zu Rechenberg, ein mächtiger Holzbau, auch Schloß Burleswagen. Weiterhin sind zu nennen: das Schloß und die Kapelle zu Crailsheim, die Kirche in Gröningen (Chor), Gründelhardt (Chor), Ingersheim (Chor), der große Chor der nicht vollendeten Kirche zu Bernhardsweiler, die Kirche zu Lustenau (mit romanischen Spuren), das Schloß im Tempelhof und das neue Schloß in Rechenberg (beide Renaissance), sowie die Kirche daselbst, die Kirche in Stimpfach (Rokokko), Triensbach, Waldthann {{Seite|133}} (Chor) und Westgartshausen. Würdig restaurirt ist, soweit es der stilverderbende Umbau im 18. Jahrhundert zuließ, die Kirche zu Onolzheim. Von neueren Gebäuden sind besonders der große Bahnhof in Crailsheim, einige Häuser in der Wilhelmsstraße daselbst, sowie die Kirche in Unter-Deufstetten und die Kapelle in Hinteruhlberg hervorzuheben. {{Anker|A4_23}}{{Headline|110|0.2|C. Werths- und Eigenthumsverhältnisse.}} Der Werth sämmtlicher Gebäude beträgt nach dem Gebäudekataster von 1883 bei 3877 Haupt- und 4319 Nebengebäuden, zus. bei 8196 Gebäuden 19.350.250 M., worunter 25 Haupt- und 29 Neben- zus. 54 Gebäude mit einem Katasteranschlag von 567.200 M. nur zu Amts- und Gemeindeumlagen pflichtig sind. Nach dem Brandversicherungskataster vom Jahr 1883 dagegen zählt der Bezirk 4190 Haupt- und 4327 Neben- also zus. 8517 Gebäude im Versicherungswerth von 17.953.580 M., so daß der durchschnittliche Werth eines Gebäudes nach dem Steuerkataster auf ca. 2361 M., nach dem Brandversicherungskataster auf 2108 M., sich berechnet. Von sämmtlichen vorhandenen Gebäuden befinden sich im Eigenthum des Staats 61 Gebäude, der Amtskörperschaft oder der Gemeinde gehören: 149, den Stiftungen 81 Gebäude. {{Anker|A5}}{{Headline|140|0.2|Nahrungsstand.}} {{Anker|A5_1}}{{Headline|120|0.2|Hauptnahrungsquellen.}} Wie der Bezirk landschaftlich und nach dem Charakter seiner Einwohner in vier Gruppen zerfällt, so auch in Bezug auf die Haupterwerbsquellen. In der Nordhälfte des Bezirks, wie im Jagstgrund der Südhälfte finden wir ausgedehnten Grundbesitz mit Feldbau und Viehzucht. Die Armenkolonien mit beschränktem Handwerksbetrieb und nahezu ohne Grundbesitz, wie Beeghof und Neidenfels, sind Gründungen des 17. Jahrhunderts, die mitten zwischen rein bäuerliche Gemeinden hineingesprengt den Charakter dieser Gruppe nicht verwischen. Dieser Gruppe kommen die bäuerlichen Gemeinden Gründelhardt, Honhardt {{Seite|134}} Oberspeltach, Westgartshausen nahe. Holzarbeit, Fabrikation von Rechen und Holzgeschirr, neben beschränkterem Feldbau, herrscht auf den waldreichen Höhenzügen rechts und links von der Jagst vor. Hausirhandel mit theilweise weit ausgedehntem Betrieb und einem Absatzgebiet, das sich über ganz Mitteleuropa erstreckt, findet sich in Lautenbach, Matzenbach, Unter-Deufstetten und Wildenstein. Gehandelt wird mit Bürstenwaaren, Steingut, Porzellan, Hadern, Selterswasser und Anderem. Gewerbe, theilweise in Verbindung mit Ackerbau, herrscht in Crailsheim vor. Hervorzuheben sind: Gipsfabriken in Crailsheim, Altenmünster, Jagstheim und Satteldorf, die Kunstmühlen in Crailsheim, Ingersheim und Satteldorf, Malzfabrik in Crailsheim und Fabrik landwirthschaftlicher Maschinen in Altenmünster. (s. auch den Anhang.) {{Headline|120|0.2|Vermögen}}. {{Headline|110|0.2|A. Geldwerth des steuerbaren Grundeigenthums.}} Derselbe berechnet sich nach den bei der provisorischen Steueraufnahme vom Jahr 1823 zu Grund gelegten Schätzungen des Reinertrags wie folgt: Stand vom 1. April 1883. Morgen Viertel Kapitalwerth Reinertrag im 25 fachen Betrag fl. kr. fl. kr. Zelglich gebaute Äcker 33.249 104.974 48 2.624.370 – Nicht zelglich gebaute Äcker – – – – – – Einmähdige Wiesen 511 3/4 849 52 21.250 – Zweimähdige Wiesen 15.709 2 {{Bruch|1|2}} 86.106 3 2.152.650 – Baumäcker, Küchengärten und Länder 353 3/4 2426 57 60.675 – Gras- und Baumgärten, Baumwiesen 1003 – 8820 20 220.500 – Weinberge – – – – – – Waldungen 11.840 – 11.611 56 290.300 – Weiden m. bestimmter Fläche 6916 3/4 4237 24 105.935 – Schafweiden mit unbestimmter Fläche bei geschätzten 7330 Stück – – 963 18 24.082 – Steinbrüche, Fischwasser, Lehmgruben 30 – 389 18 9732 – Gesammtfläche 70.614 1/4 220.379 56 5.509.494 = 9.444.847 M. – {{Seite|135}} Unter dieser Summe ist jedoch der Grundbesitz des Staats und anderer steuerfreier Institute nicht begriffen. Ersterer besteht nach der im Jahr 1835 gefertigten Übersicht in nachstehenden nutzbaren Flächen: Gemüse und Blumengärten Morgen 1 {{Bruch|1|8}} Ruthen 47,0 Gras- und Baumgärten 1 6/8 0,1 Länder 3/8 45,7 Flürlich gebaute Äcker ohne Bäume 29 5/8 20,4 Willkürlich gebaute 4 25,7 Zweimähdige Wiesen ohne Bäume 44 3/8 20,3 Einmähdige mit Waldbäumen und Gebüsch 33 {{Bruch|1|8}} 28,8 " ohne Bäume 1/8 10,8 Laubwaldungen 329 6/8 24,4 Nadelwaldungen 6550 3/8 34,2 Gemischte Waldungen 2596 7/8 10,5 Unbestockte " 27 {{Bruch|1|8}} 27,6 9504 4/8 0,7 Weiden mit Holz bewachsen 9 3/8 43,1 " blos mit Gras bewachsen 62 5/8 46,2 Öden 23 2/8 5,8 Seen und Weiher 2 7/8 36,8 Flüsse und Bäche {{Bruch|1|8}} 34,9 3 {{Bruch|1|8}} 23,7 Straßen und Wege 231 4/8 36,0 Zusammen 9949 7/8 18,3⏎ {{Seite|135}} Unter dieser Summe ist jedoch der Grundbesitz des Staats und anderer steuerfreier Institute nicht begriffen. Ersterer besteht nach der im Jahr 1835 gefertigten Übersicht in nachstehenden nutzbaren Flächen: {|align="center" |- align="right" |align="left" colspan="3"| ||Morgen||Ruthen |- align="right" |align="left" colspan="3"|Gemüse- und Blumengärten||1{{Bruch|1|8}}||47,0 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Gras- und Baumgärten || 1{{Bruch|6|8}}|| 0,1 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Länder || {{Bruch|3|8}} || 45,7 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Flürlich gebaute Äcker ohne Bäume || 29{{Bruch|5|8}} || 20,4 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Willkürlich gebaute || 4{{0B}} || 25,7 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Zweimähdige Wiesen ohne Bäume || 44{{Bruch|3|8}} || 20,3 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Einmähdige mit Waldbäumen und Gebüsch || 33{{Bruch|1|8}} || {{idt}}28,8 |- align="right" |align="left" colspan="3"|{{0|Einmä}}„{{0|hdige }}ohne Bäume || {{Bruch|1|8}} || 10,8 |- align="right" |align="left" |Laubwaldungen || 329{{Bruch|6|8}}|| {{idt}}24,4 |- align="right" |align="left" |Nadelwaldungen || 6550{{Bruch|3|8}}|| 34,2 |- align="right" |align="left" |Gemischte Waldungen || 2596{{Bruch|7|8}}|| 10,5 |- align="right" |align="left" |Unbestockte {{idt2|20}}„ || style="border-bottom:1px solid black"|27{{Bruch|1|8}}||style="border-bottom:1px solid black"| 27,6|| 9504{{Bruch|4|8}}|| 0,7 |- align="right" |align="left" colspan="3"| Weiden mit Holz bewachsen || 9{{Bruch|3|8}} || 43,1 |- align="right" |align="left" colspan="3"|{{idt}}„{{idt}}blos mit Gras bewachsen || 62{{Bruch|5|8}} || 46,2 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Öden || 23{{Bruch|2|8}} || 5,8 |- align="right" |align="left" |Seen und Weiher || 2{{Bruch|7|8}} || 36,8 |- align="right" |align="left" |Flüsse und Bäche || style="border-bottom:1px solid black"|{{Bruch|1|8}} ||style="border-bottom:1px solid black"| 34,9 || 3{{Bruch|1|8}} || 23,7 |- align="right" |align="left" colspan="3"|Straßen und Wege || 231{{Bruch|4|8}} || 36,0 |- align="right" |colspan="3"|Zusammen{{idt}} || style="border-top:1px solid black"|{{idt}}9949{{Bruch|7|8}} ||style="border-top:1px solid black"|18,3 |}⏎ {{Headline|110|0.2|B. Geldwerth des Viehstands.}} Nach der neuesten Aufnahme des Viehstands vom 10. Januar 1883 und den derselben zu Grunde liegenden Schätzungsurkunden beträgt der Verkaufswerth der verschiedenen Viehgattungen und zwar: Pferde 3 Jahren und darüber 1248 à 250 M. = 312.000 M. unter 3 Jahren 79, und zwar Fohlen unter 1 Jahr 32 à 130 M. = 4160 M. bis 2 " 27 à 300 M. = 8100 M. (contracted; show full) {{Seite|552}} Wollmershausen 3. 36. 156. 170. 171. 175. 233. 454. 457. 459. Wolpertshausen 228. 245. Worms 240. Wössingen 258. Würzburg 231. 238. Wüstenau s. auch Wüstenhof 4. 37. 131. 152. 155. 171. 174. 189. 233. 375 f. 379. 455. 457. Wüstenhof 190. 239. 242. 416. 422. Zagelbach 290. Zankhof 4. 157. 174. 517. Zeuzleben 239. Zischendorf 239. 242. 505. Znaim 236. Zöbingen 258. Zottishofen 417. Zumhaus 239. 242. Zwerenberg 239. 386. <references/> All content in the above text box is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike license Version 4 and was originally sourced from https://de.wikisource.org/w/index.php?diff=prev&oldid=1894660.
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