Difference between revisions 1891847 and 1892729 on dewikisource== OCR durchgesehen == (fehlende Anfangsseiten bereits für Einstellung aufbereitet durch Pfaerrich) ⏎ {{Seite|123}} kneten, zerdrücken z. B. eine Raupe. brünzlə nach Urin riechen. strampfə stampfen, streng = rasch laufen. ''Seelische Eigenschaften und Regungen'': <tt>gschmitzt, gsund und gråd</tt> körperlich und geistig gesund, <tt>hirədipplə</tt> hirnverrückt, <tt>g’schossə</tt> unbesonnen. <tt>wampələ</tt> beklommen, ängstlich. <tt>wisele wohl. gneissen</tt> ahnen. <tt>es is mer wie vor</tt> ich ahne. <tt>es greuselt am</tt> Grauen haben. <tt>se trauə</tt>, auch einfach <tt>trauə</tt> wagen. <tt>and thun</tt> Heimweh haben. <tt>gheiə<sub>n</sub>t</tt> reuen. <tt>lass me ungheit</tt> ungeschoren. <tt>es geht mer wider də mann, wider d’hor</tt> widersteht mir. ''Sittliche Eigenschaften, Untugenden und Thätigkeiten'': <tt>acheltə</tt> pedantisch, pünktlich, <tt>net endlich</tt> nicht gefällig, <tt>gamelig</tt> wollüstig, <tt>gmein</tt> umgänglich. <tt>handig</tt> eifrig bei der Hand. <tt>es handi howə. verschmächelə</tt> empfindlich, weich. <tt>(sensu bono</tt> Gröningen.) <tt>hinterscheghörnt</tt> verdreht, verkehrt, wie ein Ochse mit hinterwärts gehenden Hörnern, <tt>kisig</tt> wählerisch, <tt>liddelig</tt> umgänglich, <tt>pfotig</tt> unnöthig geschäftig, verwegen, <tt>schnärzig</tt> unfreundlich, abstoßend. <tt>an anschnerzə. unmüssig</tt> unruhig, <tt>unsellig</tt> ungeschickt, unbrauchbar, <tt>verdächtig</tt> ein wüster, grober Mensch, <tt>verzwickt</tt> dumm affektirt, <tt>a drückser. des is a hërzel</tt> ein Geizhals. <tt>der hat schneid.</tt> <tt>gutdenkend. verdilzt</tt> erbost, <tt>grattel. an stolz führen</tt> stolz sein. <tt>gast</tt> z. B. <tt>a wüster gast, a letzer. kritle.</tt> ''Schimpfwörter'': <tt>du gölopp</tt> einfältiger Mensch. <tt>holzkatz</tt> eine Frau, die aus Geiz nicht genug kriegen kann und immer „nothwendig hat“, aber auch Schimpfwort für Frauen aus der rauheren Waldgegend, <tt>hungermuck. klamhok</tt> Geizhals. <tt>alte krustel</tt> altes Weib. <tt>spavogel</tt> Spaßvogel, Spottvogel. <tt>schussbartel. drallewatsch, dallawulli. – a weltsdiere, schaffige diere</tt> starke, fleißige Dirne (<tt>sensu bono). grawə</tt> inständig bitten, <tt>nëtə</tt> nöthigen (durch Bitten) <tt>klotzə</tt> trutzig dreinsehen, <tt>mockə</tt> trutzen, <tt>zipperə</tt> peinigen. <tt>anmachə, versuhlə</tt> anführen, belügen. <tt>utzə</tt> foppen, <tt>zerrə</tt> necken. <tt>auslassə</tt> nachgeben. <tt>lamplə, er hat sein sach verlampelt</tt> mit Prassen durchgebracht. <tt>strandlə</tt> zweifeln, nicht sicher sein. <tt>gerə sechə</tt> gerne haben. <tt>a ibriger kon net sterbə vor gerə sêchə</tt> ironisch von dem, dessen man überdrüssig ist. ''Reden:'' <tt>plauderə. er ko<sup>u</sup>n mit der red net fort, âm in d’red fallə</tt> größte Ehrenkränkung. <tt>vergesses ihr red net. dem howi s’maul rågschlåchə</tt> abkanzeln, daß er nicht zu antworten weiß. <tt>der is net ufs maul gfallə. ankohlə, aufleixə</tt> belügen. <tt>bäfferə</tt> belfern, <tt>preigə</tt> wild, unartikulirt schreien. <tt>brisslə</tt> leis ins Ohr reden, <tt>pipperə</tt> vorlaut, <tt>popperə</tt> tadelnd reden, <tt>prudlə. schammlə</tt> geschäftig schnell reden. <tt>schmalgə, schmalger, gschmalg</tt> einfältig reden. <tt>se verredə, verwortə</tt> betheuern, ein Gelübde thun. <tt>ausschreien, batschen, vermassern</tt> verläumden, <tt>schänden</tt> schimpfen, <tt>zâchnen</tt> auch plagen. <tt>an närrsch hinstellen</tt> abkanzeln. ''Kleidung:'' der Mann trägt <tt>də mutzə</tt> und <tt>a haubə</tt>, die Frau <tt>ən kittel, ən papperlisrock</tt> (wollener selbstgemachter Rock) und <tt>ə kappə. s schneuzfleckli. hendsche. stümpf. schlappə</tt> Pantoffel. <tt>storhaubə. d’klader sporə. äwig</tt> letzte Seite. <tt>rum dreht is äwi. knerklə, zamma grümplə</tt> zerknittern z. B. den Schurz. <tt>a ruəsiger schorz</tt> eine schmutzige Schürze. <tt>ficklə, durchficklə</tt> durchreißen. <tt>d’schuch rifflə</tt> reiben am Knöchel. {{Seite|124}} ''Haus und Hof.'' <tt>d’hoffert</tt> Hofreite. <tt>der dennə Öhrn, stubə, benk, dischkastə, stiəle</tt> Schemel <tt>hellhåfə, d’ spon assel</tt> Stange um den Ofen, <tt>s schmeckəbridd</tt> Blumenbrett. <tt>d’kammer, d’bettstat, der b’helter, druchə. scherbə</tt> Nachtgeschirr. <tt>kiche. brôtes-scherbə</tt> Bratpfanne, <tt>scholeck</tt> Schalk, aufrecht stehender Eisenkamm am Herd zum Einhängen der Pfanne. <tt>schaff</tt> Waschgelte. <tt>stütze</tt> hölzernes Wassergefäß, <tt>stürzle</tt> irdener Deckel auf einen Topf. <tt>kollöffel</tt> Holzkochlöffel. <tt>zôchə</tt> Docht. <tt>golliecht</tt> Unschlittlicht. <tt>guckə</tt> Düte. <tt>blåtz</tt> Fladen, Kuchen. <tt>ein kuəch und ein blåtz</tt> ein Kuchen und ein Mus. <tt>bërgele</tt> kleiner Laib aus dem letzten Taigrest, der verschenkt wird. <tt>knërwle</tt> Stück Brotrinde, auch zahnloses mageres Frauenzimmer, <tt>åschnadle</tt> Abschnitt, Abfall von Eßwaaren, <tt>önråsə</tt> Überbleibsel. <tt>iohəbrot</tt> oder <tt>onəbrot</tt> Vesperbrot. <tt>gölopp</tt> Gugelhopfen, <tt>hawerschedel</tt> Gebäck aus Habermehl, <tt>hôraffə</tt> Crailsheimer Gebäck am Stadtfeiertag. <tt>maultasche</tt> gefüllte Nudeln, <tt>nudel, flâsch, greə</tt> oder <tt>gsalzen</tt> und <tt>greə</tt> Meerettig ist Sonntagsessen. <tt>gmockelts, êbirəgmockelts</tt> oder <tt>eier gm</tt>. Eierhaber. Ähnlich <tt>stopfer</tt> und <tt>gschmorgel. zwërla</tt> Mehlbrei aus Sauerkraut. <tt>ëchetlə</tt> eßbarer Pilz- <tt>die worst riecht noch dr hamət</tt> der schlecht ausgewaschene Darm riecht nach dem Bauch des Thieres. <tt>da<sup>n</sup>dschə</tt> unnöthig backen. <tt>knadschə</tt> kneten. Das Brot <tt>schimpert</tt> schimmelt, <tt>schimperig. schimper</tt> Schimmel. Das Wasser ist <tt>matt</tt>, schwäb. <tt>lack</tt>, d. h. abgestanden. <tt>fêgə</tt> mit dem Besen, <tt>suddlə</tt> mit Wasser aufwaschen. <tt>bêtzi</tt> Kehricht. <tt>molgig</tt> teigig. <tt>knatschi</tt> weich zum kneten z. B. der Boden. <tt>rasoli</tt> Branntwein, Liqueur. ''Vieh'': <tt>ə raup</tt> junges Stück, <tt>knetzel</tt> im Wachsthum zurückgebliebenes Stück Vieh. <tt>dr handochs und bêtochs. gelt stehnə</tt> nicht trächtig werden. <tt>wist, hott, herja! schunk</tt> altes, werthloses Stück, alter Gaul. <tt>knopplə, knopperə</tt> langsam fressen. <tt>heinzerlə</tt> Füllen. <tt>hanseln</tt> wiehern wie ein Füllen. <tt>moggelə. bezelə, hamperlə</tt> Lamm. <tt>d’schåf bëpfə</tt> stoßen mit dem Kopf zusammen. <tt>bëpfə</tt>. auch von 2 Eiern, die zusammenstoßen. <tt>zickeln. fackel</tt> Schwein. <tt>fackellich</tt> Milchschweine. <tt>betz</tt> männliches, <tt>nunnə</tt> weibliches kastrirtes Schwein. <tt>beiss</tt> Eber, <tt>tauschə</tt> Mutterschwein. <tt>kerrə</tt> Schreien des Schweins. <tt>rumsə</tt> brünstig sein von Schwein. <tt>geckerich</tt> Eichelernte für die Schweine, <tt>gîgen</tt> Schweinstechen. <tt>docherle</tt> Hund. <tt>wurrli</tt> Kätzchen. <tt>randel</tt> läufige Katze, auch männersüchtiges Weib. <tt>kitzele</tt> Junge werfen. <tt>s’ zifer, ziferle</tt> Geflügel, <tt>herrlə</tt> Gänse. <tt>d’hëar, der geiker</tt>. <tt>buddelich, pippelich, ziwelich</tt> junge Hühner. <tt>bërzel</tt> schwanzloses Huhn, aber auch Erhöhung in Wald und Wiese. <tt>emesbërzel</tt> Ameisenhaufe, <tt>fuchsbërzel</tt> Fuchsbau. <tt>gackelich. ufpflusterə</tt> aufblähen, <tt>herrschlə</tt> zur Ruhe beisammensitzen oder liegen, von Geflügel und Schafen, daher Flurname <tt>herschel, herschelsee. gazen</tt> gackern, auch bellen vom Hund. <tt>rucksə</tt> girren der Tauben, <tt>fâst</tt> fett. <tt>dr imm</tt> die Biene. <tt>schepfə</tt> Wasser pumpen aus dem Brunnen. ''Scheuer'': <tt>dreschə. rëdə</tt> sieben. <tt>a schober</tt> 60 Garben, <tt>gër</tt> Schürze voll, <tt>hampfel</tt> Handvoll. <tt>im ärvele</tt> in den Armen getragen, Armvoll. ''Landbau'': dr aggr hat bêter wird zu Beeten gepflügt. <tt>summer</tt> und <tt>winterflur</tt>. <tt>da hawer ins klaw</tt> (feuchter, klebriger {{Seite|125}} Thonboden), <tt>s kårəin staw</tt> (Staub), <tt>da dinkel in schrollə</tt> (Schollen), <tt>so gräth alles im vollə</tt>. <poem>Der Strohmist sagt: Wachs, i hilf derzuə. Der Schafmist sagt: Wenn d’net willt, no muast. Der Laubmist sagt: Mach, was du willt, i flieg dervon.</poem> <tt>z’agger forə, mê<sup>i</sup>nə, reissə</tt> stürzen. <tt>hëwerə</tt> Haber säen, <tt>s’ha machə, im hâ machə</tt> Heuet, <tt>oməd</tt> Öhmd, <tt>d’ërə</tt> Ernte. <tt>wîschə fêchə</tt> Wiesen säubern, <tt>êchə</tt> eggen. <tt>schletterle</tt> eine kleine Fuhr. <tt>ratteln</tt> den Wagen binden. <tt>spotə</tt> Schore. <tt>krêwə</tt> Korb, <tt>ränzlə</tt> das Gras am Rand der Wiese abmähen. ''Gewächse'': <tt>s korə</tt> Roggen. <tt>s traad</tt> Getreide, <tt>ranschə</tt> Angersen. <tt>zwiffel</tt> Zwiebel. <tt>keid</tt> Krautsetzlinge. <tt>krautrüwə</tt> Bodenrüben. <tt>kripsi</tt> Obst, <tt>kripsen</tt> entwenden. <tt>obes</tt> Pflaumen (Westg.) <tt>schmeckə</tt> kindlich für Blumen. <tt>maserò</tt> <tt>majoran</tt> Lein- Flachssamen <tt>êschwingan</tt> Rauhwerg, <tt>achel</tt> Abfall von Hanf. <tt>kimmerling</tt> Gurken <tt>zirrädle</tt> (Grön.), <tt>josephlich</tt> (Hörbühl) Bohnenkraut, <tt>lummelə</tt>, halbverwelkt. ''Wald'': <tt>holz</tt> Wald. <tt>braubêr</tt> Brombeer, <tt>hoolbeer</tt> Himbeere. <tt>rothbêr</tt> Erdbeere. <tt>schwarzbêr</tt> Heidelbeere. <tt>mêsi</tt> Moos. <tt>drudennest</tt> Mistel, <tt>masselter</tt> oder <tt>messelter</tt> Maßholder, <tt>wéchelter</tt> Wachholder, <tt>hieffelter</tt> Hagenbutten. <tt>lauweri</tt> Laub, <tt>fîchtküə, ochsenmotschel</tt> Tannenzapfen. <tt>brausch</tt> vom Holz spröde, brüchig. <tt>drêmel</tt> Prügel. Im Wald <tt>hüllerts</tt> hallt es wieder. ''Thiere'': <tt>emes</tt> Ameise, <tt>katholische e</tt>. rothe Ameisen, <tt>wefzgə</tt> Wespen, <tt>schrötel</tt> Hirschhornkäfer. <tt>morchəstehler</tt> Schmetterling. Der Holzkäfer „die Todtenuhr", <tt>Anobium pertinax</tt>, heißt auch Erzschmidle oder Dengelschmidle. Zeit: bichenëttle (bigenot) kaum z. B. hats gereicht, inemol hie und da. nou né noch nicht. a nîtle kurze Zeit. vor ama klanə weng soeben, allbot alle Augenblicke. alləwail eben jetzt. aber allemol allerdings. uf bêtleitə bis zum Morgen- und Abendgeläute owed nach Mittagessen, heind heute Nacht, z halwer owed um die Mitte des Nachmittags, nechde gestern Nacht, vornechde vorgestern. vorder wuche, hinter uff d’wuche. in de erstə dåch. im dusel im Finstern. s langt se no. so lang mer singt, is d’kerch net aus. Witterung: s niwelt Nebelregen. s kisselt. des is a mol a butzə ein Regen- oder Schneeschauer, do kummd a gûs ein starker Platzregen, das gîs Überschwemmung. d’ keld stosst se. s gschlafft thaut auf. s baurəneck Nordwest, wo’s hell werden muß, wenn beständige Witterung kommen soll, dr bairisch wind der kalte Ostwind. Wetterregeln: Vorzeichen des Regens, wenn die Flöhe rührig sind, der Ruß an der Pfanne glänzt, die Hennen krähen, die Raben ins Dorf fliegen. Wenns am Sonntag regnet, dauerts die ganze Woche. Wenn die Gänse steigen (auf Holz oder Steinhaufen) wirds kalt. Urschele thu s kraut heim, sonst kommt der Simmele und schneit nein (zwischen 21. und 28. Oktober muß das Kraut heimgebracht werden. Bürgerliches und kirchliches Gemeinwesen: s oord, s is nor so a drecknest, a saubers êrtle mit starkə baurə (reiche {{Seite|126}} Bauern) und weng gringe lait. dr schulz. dr baurəmaster, klenkə mit einer Glocke zur Gemeindeversammlung oder zur Schule läuten. ganke die Glocke nur auf einer Seite anschlagen lassen. der gëhweg Fußweg, s kummt weider wird prozessirt. sein sach dem affekatə iwergeben einen Anwalt nehmen. zum papier gehnə aufs Rathhaus gehen. mir is mein herberi geschriwə der Wohnsitz ist mir urkundlich gesichert. wie mer bricht, so richt mer. er lässt se net brichtə beschwichtigen. er git se gibt nach, willigt ein. er hat am beide hend gnummə sich mit ihm versöhnt. d’borkerch, dr pfarr. der kaunns wie noch a mol a pfarr. zum nachtmål gehen. für gstellt werrə konfirmirt werden. anführen zum Konfirm.-Unterricht anmelden, der Konfirm.-Unterricht heißt die Kinderlehre. er lert hart lernt schwer. vorstand howə vor eine Behörde geladen sein, aber vorstand leistə, vorstehə einer Sache, Aufgabe, Amt gewachsen sein. Berufsarten: dr båder, dr blichner Flaschner, fuggerə Tauschhandel treiben. de markt bauə befahren mit Vieh. um des kon mers brauchə. lumpəsemmler. Umgang: einkehr howə Besuch haben. übernächtig werrə übernachten. goddə morgə, goddə owed Gruß. Gruß an den Eintretenden: Gsundheit is mer liəb. Willkumm’s. s is mer en ër, s is dankswert, a guts gsprëch? verrasə se? i will net liəchə, i sag, wiə s’is. des deffst keck glawə. geltə’s nicht wahr? i mogs net hawə. s braucht se net ist unnöthig (besonders beim Empfang des Trinkgelds). des wer z’gar unverschämt (wenn man eine Einladung anzunehmen sich genirt). jetz mach əs mer d’zech! Abschied eines Bewirtheten. kehr bal wieder ein Abschiedsformel. gros dank, bis is widder ebi machə oder vergleichə kon. s schickt se, schickt se net: Zeit und Umstände erlauben es. s is mer net gättli oder ongättli unbequem. Neujahrswunsch: i wenscht dr â ə glickseligs neujåhr, ə gsunds, ə friedles, ə langs lêwə und alles, was dr an leib und sel nutz und guəd is. Fremdwörter: dischkerirə, dischpetirə. dischpetirle widerspenstig. nex extras nichts besonderes. obsenat statt obstinat. salvene = salva venia. stante bene statt pede. stiblirə stipuliren. traktirə belästigen. triwlirə plagen. vichelant lebhaft. buxirə. därmeli schwindlig. kanduttenirle tout ne rien. meschant häßlich. parbleu: parapluie, parasol. er is praforsch (par force) er ist frech. rawellisch rebell. repetirlich anständig. reperme reprimande Tadel. schuk schuk = toujours (Honh.). straplizirə stark benützen. trawallə schwerfällig gehen. salvent (solvent) aufgelegt, auf dem Schick sein, es geit glei so ə laborand macht gleich Aufsehen. Hebraismen: achlə essen, balanschə schwätzen, oberbarnass Rädelsführer. bschummlə betrügen, betuch reich, betucht sein verdutzt. broches zornig. ganfə stehlen. kuchem verständig. kufferə prüfen. lusem freie Zeit. mobäres schwanger. (?) schmarakə schimpfen. vermosselt schläfrig mit ungeordnetem Haar. Redensarten: gräuseli viel. s’ is an handel. s hat kan sach – es hat nichts zu sagen oder keine Gefahr – z. B. bei Kranken: jetzt hat s’ kan sach mehr. s is an thuə es ist eins, wie mans macht. des kaf i daier halte nicht viel davon. steckə und staudə {{Seite|127}} Alles. schaffə und schanzə fleißig arbeiten. s bart net. s ia net schützi gibt nicht aus. s faselt se net gedeiht nicht. s gackelt se glückt. verdeikert verzweifelt. strutsauer sehr sauer. ə årtliche diere ein eigenartiges Mädchen. i hows unmüssi habe viel zu arbeiten. der hat s grüwli ruhig. der hat sein beet naus gschnîdə hat sein Schäfchen im Trockenen. des hat me åbänkert die Last hat mich schwer gedrückt. 8 verzeffert se geht leicht verloren. wenzeln wandern, daher wenzellaib den die abgehenden Dienstboten erhalten, aber auch faullenzen. gottwolkeit [i tuXoi]gebräuchlich in Goldbach, Westgartshausen, Waldthann, setzt den möglichen Fall. gottwolkeit s regnet es wird wohl regnen. jetzt fasst ers buəch an fängt zu beten, religiös zu werden. i ben schon lang mit unserem herrgott ummegâlfə bin längst religiös. ə gotslə donə sich Gottes Lohn, durch Gutesthun ein Verdienst erwerben. Besonders hoch gehaltene Äußerungen der Frömmigkeit: drei vaterunser bêdə, in drei kerchə opferə, dreimol unterm freiə himmel naknieben. o du liebs himmelsvadderle im himmel dobberə. widervergoltə is a kan sind. er sagt net gik und net gack, gickert und gackert net spricht sich nicht aus. er is net z schätzə man kann nicht wissen, was er will. der is aungmacht wie salåt angelogen. er is net neugierig, er mecht nor alles wissə. der kon s lobə leidə d. h. brauchen. er hat s g’lob (man lobt ihn). hat a guəds gmerch guten Verstand, hat a leichte seit Neigung zum Leichtsinn. hat d’lëwer uf der summerseitə ist stets durstig, is net nebe draussə steht gut. der hat se putzt viel gegessen, der hat ’s loch gfäddelt ist einer Verlegenheit rechtzeitig entgangen. dem muas mer d’hosə mit der beisszangə anziehə ist nur mit Gewalt zu bewegen. dem kälwert dr holzschlegel uf dr achsel ist ein Glückskind, dem unversehens ein Glück wird, als ob selbst der Holzschlegel Junge bekäme. vörthlə Vortheile zuwenden. Die Mutter vörthelt ein krankes Kind, wendet glückliche Mittel an. Der Geizhals ist net von Gebəhausə, awer von Holləbach. der singt s blab (das Blaue) vom himmel ro singt lustig in den Tag hinein, i wâs, worum mi d lait net mêigə, i ben halt der noch. i ho s ausgangə beobachtet, in Erfahrung gebracht. es is mer verrådə worra ich habe von Andern erfahren. i ho 30 Jår mit əm suppə gessə bin vertraut mit ihm. du sollst versaurə in der süsse brüəh. bis du kommst, is katz da bâm nuff. du bis a glei owə dauss bald beleidigt. Bei neuem Zorn des Empfindlichen heißts: jetz is schon widder s kätzle da bâm nuff. du bis wia 9 dåg rêchəwêder. du lachst mit am ganzə gsîcht wie dr maiəkäfer. zu dir soll mer immer „wurrli wurrli“ sågə sagt man zum Empfindlichen. leck mi in Krakau, no hast net weit noch Bolə. Es is mer ums gwärg um das Ausstehen und die Umstände. i spürs, wenn me a ochs trît. er is net von der dischlåd wegkummə nicht aus des Vaters Haus in die Fremde gekommen, versteht auch keine fremden Sitten. zur mussich gehn d. h. zum Tanz. heng mer dein ehrlichanama net an sagt man zu dem Lästerer. Die vorlauten Kinder bekommen zu hören: du mußt schweigen, bis die alte Kuh die Leiter hinauf will, dann darfst aber schreien: Alte, bleib unten. do hangt dr werti iwer də sunnti no unter dem schönen Oberkleid sieht das schlechte Unterkleid hervor. es is halt {{Seite|128}} iweråll ebbes d. h. es ist nichts vollkommen unter der Sonne. des is ə rechter dumm und dumm rechter Lärm. es brennt uf allə decher oder in allə gassə allgemeine Aufregung im Ort. Sprichwörter: do gehts iwerhabt wie der Teufel d’baurə holt. Ume dreizehne gehnə d’Schneider ham. zêiti (zottige) fillə und rotzige buewə sann net z schätə. was gessə und trunkə is, is verzehrt. klane heffellich laafə bald iwer. jeds heffelə kriəcht ə stärzlə (Deckel), nor ’s sauheffelə net (wüste Personen müssen ledig bleiben). stolze madlich, schlampfige weiber. aussə fix, innə nix. nebərum geht aa ə wêg. eins verbricht s heffelə und der anner s schüsselə. plauderə macht liəchə. da reichə iait ir madlich sann ball gross und də armə lait ire sei ball fett. morchərechə und altweibertanz dauern net lang. vil brüəder, schmålə güəder. wenns nor all dåch sunnti wär und all sunti kërwə! an der kërwə werd s a nåcht. wenn Gott nicht will, steht alles still. wo net mistes ist, ist a net Christes: Dem Acker, welcher keinen Dung bekommt, hilft auch nicht göttlicher Segen. də ausgang wâs mer, awer net da eingang. dem klagenden ist zu helfen, dem prangenden nicht. mit nachbarn kann man häuser bauen. wer närrsch glaabt, dem gehts närrsch. a bissle regt an äderle. z’ guəd is aa a stick liederlichkeit. rumdreht is äwi umgekehrt ist auch gefahren. was d’frâ im schorz ausdrêcht, kon dr maun mit am wåcha net einfihrə: bei einer nicht haushälterischen Frau kann der Mann nicht genug erwerben. der reu is a schelm, er reit hinda nåch. I ben von Belchədål Mi kennt mer äwerål Dass i a lustiger baurəbuə ben. In der mühle is wacker, Wos klingelt und klappert, Im werthshaus is guəd, Wo mer einschenkə duəd. Behüat es Gott vor dairer zeit, Vor mairer und vor zimmerlait. Mairer und zimmerlait Könən sehen danzə, Aber zu ihrəm geld Brauchə’s kan ranzə. Wenn d’ bettellait danzə, No wacklə die franzə, No schüttelt se s’brot In der këzə (Tragkorb) schier z’dodt. {{Seite|129}} Alle lait, wo bucklig sind, Die danzə uf der seidə, Bruder nimm ka bucklichs weib, Schäm de vor de laidə. Gelt, schätzle, du bist mein, Du hast me 13 kraizer kost’, Jetz geb i di um 9, An batzən büəss i ein. Wenn dr Schneider gstohlən hat, No wass er net wo naus. No schlupft er nei in sein nådelbüchs Und mäckelt obən raus. A schüsselə und a häffelə Is all ma heiretguəd, Des låd i uf ə wächelə, No is e ganze fuəhr. {{Anker|A4}}{{Headline|140|0.2|Wohnorte.}} {{Anker|A4_1}}{{Headline|120|0.2|Orte.}} {{Anker|A4_11}}{{Headline|110|0.2|A. Zahl, Gattung und Areal.}} Der Oberamtsbezirk zählt im Ganzen 184 Wohnplätze, worunter 1 Stadt, 21 Pfarrdörfer (3 davon mit Marktgerechtigkeit), 4 Dörfer, 1 Pfarrweiler, 104 Weiler, 22 Höfe und 31 einzelne Wohnsitze; dieselben vertheilen sich auf 26 politische Gemeinden, wovon 10 II. Klasse 1) und 16 III. Klasse mit 150 Markungen. Das Areal der Ortschaften umfaßt nach den Ergebnissen der Landesvermessung vom Jahr 1835 –:. 476 2/8 Morgen = 150,10 ha. 1) Gemeinde II. Klasse sind die Gemeinden von 1000–5000 Einwohner, III. Klasse Gemeinden bis 1000 Einwohner, I. Klasse haben über 5000 Einwohner. {{Seite|130}} {{Anker|A4_12}}{{Headline|110|0.2|B. Lage, Größe und Beschaffenheit.}} Die zahlreichen, aber meist kleinen Ortschaften des Bezirks liegen theils im Jagstthal und den Abhängen der Seitenthäler, theils auf der Hochfläche ob dem Jagstthal und in dem stark bewaldeten Hügelland zwischen der Bühler und Wörnitz. Fast im Mittelpunkt des Oberamts auf dem rechten Ufer der Jagst, jenseits welcher in neuster Zeit durch die Bahnhofanlage der Grund zu einem neuen Stadttheil gelegt ist, liegt die Oberamtsstadt Crailsheim an der Einmündung des Truiden- und Lohbachs; nicht weit davon in südwestlicher Richtung der Pfarrweiler Altenmünster; ferner liegen im Jagstthal von Süd nach Nord: links Randenweiler, der Mündung des Seegrabens gegenüber, rechts an der Mündung des Reiglerbachs Stimpfach, weiter unten links an der Mündung des Klingen- und Steinbachs Steinbach, sodann Jagstheim, der größte Ort nach der Oberamtsstadt bei der Einmündung der Speltach; beim Einfluß des Flachbachs liegt auf dem rechten Jagstufer Ingersheim. In den rechten Seitenthälern liegen von Süd nach Nord: Im Thal des südlich außerhalb des Bezirks einmündenden Rothbachs: Rechenberg mit Connenweiler, dahinter in den Wäldern Krettenbach, Wildenstein (Wasserscheide zwischen Donau und Rhein), Wäldershub, Matzenbach, auf der Höhe zwischen Rothbach und Seegraben: Hörbühl. Im Reiglersbachthal liegen: Gerbertshofen, Weipertshofen und Siglershofen; oben auf der Höhe: Schüttberg und Bergbronn. Am Degenbach: Alexandersreut. An dem in den Truidenbach mündenden Hummersbach liegt in den Wäldern Westgartshausen und am Mühlbach, der weiter oben in den Truidenbach fließt, Goldbach. An dem durch die Teufelsklinge der Jagst zufließenden Kreuzbach Beuerlbach und oben auf der Höhe Rudolfsberg. Auf der Höhe ob der Jagst zwischen dem Kreuz- und Entenbach liegt Satteldorf, an letzterem Sattelweiler, Neidenfels und Burleswagen. Im Thal der Gronach, welche unterhalb Beeghof entspringt, folgen sich Ellrichshausen, Bronnholzheim, Gröningen, oberhalb der Jagst bei ihrem Ausfluß aus dem Bezirk: Bölgenthal. Endlich an der Brettach: Triftshausen. In den linken Seitenthälern liegen:⏎ ⏎ {{Seite|131}} Auf der Höhe am Ursprung des Zobach und Henkenbach: Mainkling, am Steinbach Honhardt; beim Einfluß des Lanzenbachs in die Speltach liegt Oberspeltach, auf der Höhe: Waldbuch. Daselbst zwischen Bezen- und Maderbach das hochgelegene Gründelhardt, an dem in die Speltach fließenden Stettbach liegt oben Hellmannshofen, weiter unten Stetten und Unterspeltach. An der Maulach liegt der Weiler gleichen Namens und Onolzheim. (contracted; show full) {{Seite|552}} Wollmershausen 3. 36. 156. 170. 171. 175. 233. 454. 457. 459. Wolpertshausen 228. 245. Worms 240. Wössingen 258. Würzburg 231. 238. Wüstenau s. auch Wüstenhof 4. 37. 131. 152. 155. 171. 174. 189. 233. 375 f. 379. 455. 457. Wüstenhof 190. 239. 242. 416. 422. Zagelbach 290. Zankhof 4. 157. 174. 517. Zeuzleben 239. Zischendorf 239. 242. 505. Znaim 236. Zöbingen 258. Zottishofen 417. Zumhaus 239. 242. Zwerenberg 239. 386. <references/> All content in the above text box is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike license Version 4 and was originally sourced from https://de.wikisource.org/w/index.php?diff=prev&oldid=1892729.
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