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Landesmittel, während Ellwangen und Gerabronn unter demselben blieben.

Die Zahl der Bräutigame unter 30 Jahren bleibt sowohl im Bezirk Crailsheim als in den genannten 2 Nachbarbezirken hinter dem Landesmittel zurück, während die Zahl der älteren dasselbe übertrifft und zwar in höherem Grade bei Ellwangen und Gerabronn. Ähnlich ist das Verhältnis bei den Bräuten; doch entfernen sich die Ziffern nicht so weit vom Landesmittel, wie bei den Bräutigamen.


{{Headline|120||3. Geburten.}}

Das Verhältnis der Geborenen, einschließlich Todtgeborenen, zur Bevölkerung berechnet sich auf: 

{| align="center" rules="all" style="border:solid 1px #000; text-indent:0.5em;"
|- align="center"
|rowspan="2"|in der<br />Periode||rowspan="2"|in Württemberg||colspan="3"|In den Oberamtsbezirken
|- align="center"
|Crailsheim||Ellwangen||Gerabronn 
|- align="right"|
|align="center"|1812/66||1:25,18 = 3,97&nbsp;%	||1:27,63 = 3,62&nbsp;%	||1:28,57 = 3,50&nbsp;%	||1:29,44 = 3,40&nbsp;% 
|- align="right" style="border-top:hidden" 
|align="center"|1867/70||4,35&nbsp;%||4,52&nbsp;%||4,08&nbsp;%||3,50&nbsp;% 
|- align="right" style="border-top:hidden" 
|align="center"|1871/80||4,47&nbsp;%||4,68&nbsp;%||4,17&nbsp;%||3,92&nbsp;%
|}

Hienach hat die Geburtenzahl sowohl bei Crailsheim als bei seinen Nachbarbezirken zugenommen; in ersterem Bezirk stellt sie sich in den 2 neueren Perioden etwas über das Landesmittel, in den Nachbarbezirken blieb sie, wie vorher, unter demselben.

Die Verhältniszahlen der Geborenen berechnen sich ferner bei dem Oberamt Crailsheim für die einzelnen Abschnitte der Periode 1812/66 folgendermaßen <ref>Vgl. Jahrgang 1874 der Württ. Jahrbücher Heft I S. 6 und 12.</ref>: 

{| align="center" rules="all" style="border:solid 1px #000; text-indent:0.5em;"
|- align="center" 
|width="110"|für die Periode||width="110"|bei <br />Ordnungsziffer||width="110"|bei 1 Geborenen<br />auf Einwohner||width="110"|in <br />Prozenten 
|- align="center"
|1812/22||59||30,70 || 3,26 
|- align="center"  style="border-top:hidden" 
|1822/32 || 52 || 28,40 || 3,52 
|- align="center"  style="border-top:hidden" 
|1832/42 || 53 || 25.00 || 4,00 
|- align="center"  style="border-top:hidden" 
|1842/52 || 52 || 27,12 || 3,69 
|- align="center"  style="border-top:hidden" 
|1812/52 || 54 || 27,80 || 3,60 
|- align="center"  style="border-top:hidden" 
|1846/56 || 43 || 28,08 || 3,56 
|- align="center"  style="border-top:hidden" 
|1858/66 || 52 || 26,20 || 3,82
|}

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Hienach stieg die Geburtsziffer 1832/42 auf 4,00, ging aber 1842/52 auf 3,69&nbsp;% herab, so daß der Durchschnitt 1812/52 auf 3,60 sich stellt; eine ziemliche Steigerung erfolgte wieder 1858/66, besonders aber 1867/70 und 1871/80, in welchen 2 Perioden sie sich im Bezirk Crailsheim über das Landesmittel erhob.


Die Verhältniszahl der unehelich Geborenen war im Zeitraum 1812/52:

{| style="width:440px"
|-
| colspan="3" |in Württemberg ||align="center"|11,70 ||align="center"|O.Z.
|-
|im||Oberamt||Crailsheim ||align="center"|18,52||align="center"|{{0}}2 
|-
|{{Center|„}}||{{Center|„}}|| Ellwangen ||align="center"|12,95||align="center"|19 
|-
|{{Center|„}}||{{Center|„}}||Gerabronn ||align="center"|14,68||align="center"|{{0}}8.
|}

In der Zahl der unehelich Geborenen weist der Bezirk Crailsheim nach Gaildorf die ungünstigste Ziffer im Lande für diesen Zeitraum auf; seine 2 Nachbarbezirke erheben sich ebenfalls über das Landesmittel, und Gerabronn hat auch eine hohe Ordnungszahl; noch weitere Bezirke des Jagstkreises zeigen ebenfalls ungünstige Ziffern. Nach der Beschreibung des Königreichs Württemberg S. 322 ff. soll dies hauptsächlich mit dem Umzug der reiferen Jugend in die fruchtbareren Bezirke zur Zeit der Ernte zusammenhängen. Im folgenden Jahrzehnt war die Ordnungsziffer hierin bei Crailsheim etwas günstiger (O.Z. 4–7).

In dem Jahrzehnt 1871/80 kommen auf 100 Geborene unehelich Geborene 

{| style="width:300px"
|-
| colspan="3" |in Württemberg ||align="center"|{{8,97 
|-
|im||Oberamt||Crailsheim ||align="center"|13,08
|-
|{{Center|„}}||{{Center|„}}|| Ellwangen ||align="center"|{{0}}8,42
|-
|{{Center|„}}||{{Center|„}}||Gerabronn ||align="center"|12,69
|}
 

Das Verhältnis der unehelich Geborenen zur Gesammtzahl der Geborenen hat sich daher erheblich gebessert, indem sowohl das Landesmittel als die Ziffern der 3 Bezirke wesentlich niedriger sind; Ellwangen stellt sich nunmehr unter das Landesmittel, während Crailsheim und Gerabronn dasselbe übertreffen.

Einen weiteren Beitrag zur Erklärung: s. die Ausführung auf S. 91 hinten.

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Nach dem ''Geschlecht'' der Geborenen kommen auf 100 weiblich Geborene männlich Geborene

{| align="center" rules="all" style="border:solid 1px #000; text-indent:0.5em;"
|- align="center" 
|rowspan="2"|in der Periode||rowspan="2"|in Württemberg||colspan="6"|in den Oberamtsbezirken
|- align="center"
|Crailsheim||O.Z.||Ellwangen||O.Z.||Gerabronn||O.Z. 
|- align="center"  
|1842/52 || 106,28 || 107,31 || 21 || 104,91 || 50 || 106,62 || 29  
|- align="center"  style="border-top:hidden"
|1846/56 || 106,31 || 105,55 || 42 || 104,03 || 55 || 105,75 || 41  
|- align="center" style="border-top:hidden"
|1871/80 || 105,17 || 109,20 || – || 109,25 || – || 105,91 || –
|}

Während der Knabenüberschuß im Landesdurchschnitt in der jüngsten Periode zurückgegangen ist, stieg er in diesen 3 Bezirken und zwar bei Crailsheim und Ellwangen erheblich, und übertrifft in den 3 Bezirken das Landesmittel; den Knabenüberschuß bei den ehelichen und unehelichen Geburten stellen die Übersichten 1 und 2 dar.

1. Auf 100 ehelich weibl. Geborene kommen ehelich männl. Geborene							 in der Periode	in Württemberg	im Oberamt Crailsheim	O.Z.	im Oberamt Ellwangen	O.Z.	im Oberamt Gerabronn	O.Z. 1842/52	106,51	107,08	29	104,37	52	106,47	33 1871/80	105,34	110,82	–	109,20	–	104,60	– 2. Auf 100 unehel. weibl. Geborene kommen unehel. männl. Geborene							 in der Periode	in Württemberg	im Oberamt Crailsheim	O.Z.	im Oberamt Ellwangen	O.Z.	im Oberamt Gerabronn	O.Z. 1842/52	104,57	108,33	20	108,85	16	107,51	25 1871/80	103,46	102,04	–	109,77	–	115,35	–

Hienach hat beim Bezirk Crailsheim der Knabenüberschuß bei den ehelichen Geburten zugenommen, bei den unehelichen abgenommen, bei diesen sank er unter den Landesdurchschnitt; im Bezirk Ellwangen ist er in beiden Fällen gestiegen; im Oberamt Gerabronn ist der Knabenüberschuß bei den ehelichen heruntergegangen, bei den unehelichen ist er auch gegenüber den 2 andern Bezirken erheblich gestiegen.

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Das Verhältnis der Geborenen zu der Zahl der über 14 Jahre alten weiblichen Personen ist folgendes:

	in	in	den Oberamtsbezirken				 	Württemberg	Crailsheim	O.Z.	Ellwangen	O.Z.	Gerabronn	O.Z. a) in der Periode							 1846/56 wie	1:9,39	1:10,16	47	1:10,95	57	1:11,12	58 b) in der Periode 1871/80 wie	1:7,85	1:7,57	–	1:8,45	–	1:9,02	–

Die Fruchtbarkeit des weiblichen Geschlechts hat sich im letzten Jahrzehnt, sowohl im Landesmittel, als auch in diesen 3 Bezirken ziemlich gehoben; die Ziffer von Crailsheim geht nun etwas über das Landesmittel, während Ellwangen und Gerabronn wie früher hinter demselben zurückstehen.

Hier wird eine Übersicht beigefügt über das Verhältnis der Mehrgeburten beziehungsweise der Mehrgeborenen und Todtgeborenen zu den Geborenen im Ganzen:

	in	in den Oberamtsbezirken		 Es berechnete sich	Württemberg	Crailsheim	Ellwangen	Gerabronn 				 1. die Zahl der Mehrgeborenen				 und Mehrgeburten,				 wie folgt:				 im Durchschnitt des Dezenniums				 1871/80 waren unter				 100 Geborenen Mehrgeborene				 	2,67	3,10	2,94	3,15 in der Periode 1846/56				 waren unter 100 Geburten				 Mehrlingsgeburten	1,29	1,57	1,15	1,76 2. die Zahl d. Todtgeborenen:				 in der Periode 1871/80 von				 je 100 Geborenen	3,76	4,06	2,41	4,21 in der Periode 1846/56	4,07	3,98	2,43	4,11

In der Periode 1871/80 stellen sich hinsichtlich der Mehrgeborenen sämmtliche 3 Bezirke über das Landesmittel, in der früheren Periode steht blos Ellwangen hinter demselben zurück; Crailsheim nimmt hiebei eine mittlere Stellung zwischen seinen

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Nachbarbezirken ein, indem es sich über die Ziffer von Ellwangen erhebt und hinter Gerabronn zurückbleibt.

Die Zahl der Todtgeborenen hat im Landesmittel gegen früher abgenommen, ebenso im Bezirk Ellwangen; Crailsheim erhebt sich, im Gegensatz gegen früher, wenn auch unbedeutend, über das Landesmittel; Gerabronn stellt sich, wie früher, etwas über das Landesmittel.

4. Todesfälle.

Das Verhältnis der Gestorbenen zur Bevölkerung läßt sich in folgenden Ziffern darstellen:

	in	in den Oberamtsbezirken		 	Württemberg	Crailsheim	Ellwangen	Gerabronn für die Periode 1812/66 wie	1:31,52 = 3,17%	1:33,75 = 2,96%	1:34,17 = 2,93%	1:36,26 = 2,76% für die 4 Jahre 1867/70 auf	3,33 "	3,63 "	3,21 "	3,08 " im Durchschnitt der 10 Jahre 1871/80 auf	3,25 "	3,25 "	3,12 "	2,80 "

Blos in dem kurzen Zeitraum 1867/70 stellt sich die Sterblichkeitsziffer bei Crailsheim über das Landesmittel, in der neuesten Periode stellt sie sich demselben gleich, beim Bezirk Ellwangen bleibt sie in den 3 Perioden hinter dem Landesmittel und hinter Crailsheim zurück, in noch stärkerem Maße bei dem Nachbarbezirk Gerabronn.

Innerhalb der 40 Jahre 1812/52 berechnet sie sich für die einzelnen Jahrzehnte folgendermaßen:        1812/22 auf 2,94 %        1822/32 " 2,75 "        1832/42 " 3,26 "        1842/52 " 2,89 "

Die größte Sterblichkeit dieser Periode im Jahrzehnt 1832 bis 42 trifft daher mit der größten Geburtenzahl, s. S. 77, zusammen, eine Beobachtung, welche für dieses Jahrzehnt bei der Mehrzahl der Bezirke des Landes gemacht wird.

Für die Perioden 1846/56 und 1858/66 berechnet sich die Sterblichkeit im Oberamt Crailsheim auf 2,92% und 3,11%

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somit in letzterer Periode der Geburtsziffer entsprechend auch höher als pro 1846/56.

Das Geschlecht der Gestorbenen läßt sich aus folgender Tabelle ersehen:

Auf 100 weibliche Gestorbene kommen männliche Gestorbene	in Württemberg	in den Oberamtsbezirken		 		Crailsheim	Ellwangen	Gerabronn in der Periode 1842/52	104,66	104,62	101,40	107,41  "  "  " 1846/56	103,08	103,10	98,38	106,45  "  "  " 1871/80	107,85	107,26	106,96	109,05

Daß das männliche Geschlecht unter den Gestorbenen besonders in der neueren Periode stärker vertreten ist, erhellt hieraus; vergleiche hiemit den Knabenüberschuß bei den Geburten S. 79.

Das Oberamt Crailsheim stellt sich in allen 3 Perioden ziemlich nahe dem Landesmittel, theils über, theils unter dasselbe; Ellwangen bleibt durchgehend hinter dem Landesmittel zurück. Gerabronn übertrifft dasselbe im Gegensatz zu den 2 Nachbarbezirken durchweg.

Die Sterblichkeit nach der Jahreszeit stellt sich in folgender Übersicht dar:

	Von 100 Gestorbenen incl. Todtgeborenen entfallen auf die Monate			 	April bis Juni	Juli bis September	Oktober bis Dezember	Januar bis März in Württemberg				 a) für die Periode 1846/56	23,63	24,16	24,76	27,45 b)  "  "  "  1871/80	24,35	26,17	24,08	25,40 im Oberamt Crailsheim				 a) für die Periode 1846/56	23,95	21,32	25,57	29,16 b)  "  "  "  1871/80	22,06	25,39	21,77	27,78

Die größte Sterblichkeit trifft somit bei Crailsheim in beiden Perioden auf die Wintermonate Januar bis März ein, sodann 1846/56 auf Oktober bis Dezember, 1871/80 auf die Sommermonate.

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Im Durchschnitt vom ganzen Land kommt 1846/56 die größte Sterblichkeit in den Herbst- und Wintermonaten vor, 1871/80 auf das Sommer- und Wintervierteljahr. Ferner ist aus den Übersichten über die Sterbefälle vom Dezennium 1846/56 Folgendes hervorzuheben:

Es kommen auf 100 Gestorbene excl. Todtgeborene:

	in	in den Oberamtsbezirken		 	Württemberg	Crailsheim	Ellwangen	Gerabronn Verunglückte	0,85	0,67	1,05	0,91 Selbstmörder	0,36	0,31	0,21	0,35 und kam				 1 Unglücksfall auf Einwohner	3872	5353	3514	4499 1 Selbstmord auf Einwohner	9270	11.471	17.529	11.518

Nach den Medizinalberichten von 1873–78 kommen

	auf 100.000 Einwohner	in Württemberg	in den Oberamtsbezirken		 			Crailsheim	Ellwangen	Gerabronn im Jahr 1873 {	Selbstmordsfälle	16	–	–	14 	Unglücksfälle	25	12	20	31  "  "  1874 {	Selbstmordsfälle	15	12	–	21 	Unglücksfälle	28	4	13	24  "  "  1875 {	Selbstmordsfälle	18	12	7	17 	Unglücksfälle	27	16	10	28  "  "  1876 {	Selbstmordsfälle	18	15	10	17 	Unglücksfälle	26	19	3	10  "  "  1877 {	Selbstmordsfälle	17	4	6	7 	Unglücksfälle	29	12	26	21  "  "  1878 {	Selbstmordsfälle	23	12	7	14 	Unglücksfälle	27	16	17	28

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Über die Benützung des ärztlichen Beistands gibt nachstehende Übersicht Aufschluß:

Es haben von 100 Gestorbenen excl. Todtgeborenen				 	in	in den Oberamtsbezirken		 	Württemberg	Crailsheim	Ellwangen	Gerabronn 1. ärztliche Hilfe genossen a) in dem Zeitraum von 1846–56  b) nach den Medizinalberichten von 1876 bis 78 im jährlichen Durchschnitt	45,36  51,67	37,77  46,67	45,39  49,67	59,61  61,67 2. keine solche genossen a) von 1846–56  b) von 1876–78	54,64  48,33	62,23  53,33	54,61  50,33	40,39  38,33

In Beanspruchung ärztlicher Hilfe steht es unter dem Landesmittel im Gegensatz zu seinen Nachbarbezirken Ellwangen und Gerabronn, sowie zu den übrigen Bezirken der hohenlohischen Ebene, vergl. hierüber Oberamtsbeschreibung Künzelsau S. 98 bis 99. Nach der Tabelle auf S. 157 Jahrgang 1874 der Württ. Jahrbücher schließt es sich hierin mehr den Bezirken der Alb und des nördlichen Oberschwabens an.

Hier mögen auch folgende Erhebungen, welche für die Zwecke der deutschen Reichsmedizinalstatistik veranstaltet wurden, eine Stelle finden; nach dem Stand vom 1. April 1876 (vergl. Württ. Jahrbücher von 1876 S. 139 ff.) kamen

	auf je 10.000 Einwohner		 	in Württemberg	im Jagstkreis	im Oberamt Crailsheim Apotheken incl. Filialen	1,36	1,28	0,77 Approbirte Ärzte	2,80	1,95	0,77 Frei praktizirende Ärzte	2,44	1,89	0,77 Hebammen	14,80	13,94	14,27

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Unter 100 Gestorbenen excl. Todtgeborenen standen im Durchschnitt der 10 Jahre 1846/56 	im 1.		im 2.–7.		im 8.–14.		im 15.–20.		 im 21.–45.		im 46.–70.		über 70.	 														 	Lebensjahre													 		O.Z.		O.Z.		O.Z.		O.Z.		O.Z.		O.Z.		O.Z. in Württemberg	42,18	–	9,99	–	2,39	–	1,91	–	10,83	–	20,69	–	12,01	– im Oberamt Crailsheim	37,48	2	9,23	2	1,95	2	2,30	3	10,70	1	23,82	2	14,52	1 im Oberamt Ellwangen	37,59	3	8,73	1	1,94	1	2,06	2	11,35	3	22,91	1	15,42	2 im Oberamt Gerabronn	33,39	1	10,03	3	2,03	3	1,87	1	11,09	2	24,98	3	16,61	3

Die jungen Altersklassen bis zum 14. Lebensjahre, sowie die 21–45jährigen stehen beim Bezirk Crailsheim unter dem Landesmittel, während die 15–20jährigen und die älteren Altersklassen von über 45 Jahren sich über dasselbe erheben.

Gegenüber den 2 Nachbarbezirken hat er blos bei den 15- bis 20jährigen die ungünstigste Ziffer, bei den 21–45jährigen, sowie der ältesten Klasse zeigt er dagegen die günstigste Ziffer; bei den unter 14 Jahre und 46–70 Jahre alten nimmt er eine mittlere Stellung ein, indem bei der jüngsten Altersklasse der Bezirk Ellwangen, bei den 2–14jährigen und den über 46 Jahre alten der Bezirk Gerabronn die größte Sterbeziffer hat.

Die Prozentzahl der im 1. Lebensjahr gestorbenen Lebendgeborenen berechnet sich auf 100 Lebendgeborene überhaupt: 	in Württemberg	in den Oberamtsbezirken		 		Crailsheim	Ellwangen	Gerabronn für die Periode 1812 bis 66 auf	33,99	31,51	32,34	26,55 für die Periode 1871 bis 80 auf	31,56	28,94	29,59	25,51 Bei den Lebendgeborenen betrug die  Prozentzahl der im 2. bis 5. Lebensjahr Gestorbenen	6,84	6,89	6,22	6,74 der im 6–15. Lebensjahr Gestorbenen	2,60	2,83	3,11	3,15

{{Seite|86}}

Die Kindersterblichkeit blieb somit in beiden Perioden bei diesen 3 Bezirken hinter dem Landesmittel zurück. Den Nachbarbezirken gegenüber nimmt Crailsheim eine mittlere Stellung ein, indem Ellwangen eine etwas höhere, Gerabronn eine ziemlich niedrigere Ziffer aufweist.

Die im 2.–5. Lebensjahr Gestorbenen sind am zahlreichsten beim Bezirk Crailsheim, welcher damit das Landesmittel übersteigt, während die 2 anderen Bezirke unter demselben bleiben.

Die im 6.–15. Lebensjahr Gestorbenen sind bei sämmtlichen 3 Bezirken zahlreicher als im Landesmittel, Crailsheim zeigt die nächst niedrigste Ziffer, Gerabronn die höchste.

Über die Kindersterblichkeit in den einzelnen Gemeinden gibt die Tabelle aus S. 87–89 über die Bewegung der Bevölkerung im Zeitraum 1871–1880 Auskunft.

Sie bewegte sich zwischen 20,85% bei Leukershausen und 36,83% der Lebendgeborenen bei Matzenbach; das Landesmittel von 31,56% wird blos bei 8 Gemeinden überschritten; das Bezirksmittel von 28,94% überschreiten 13 Gemeinden mit den Ordnungsziffern 14–26, welche eine höhere Kindersterblichkeit von 29,66 bis 36,83% der Lebendgeborenen anzeigen.

Vergleicht man bei diesen 13 Gemeinden die Gesammtsterblichkeitsziffer, so zeigt sich, daß die größere Kindersterblichkeit häufig in Verbindung mit einer höheren Gesammtsterblichkeit auftritt, denn unter diesen 13 Gemeinden sind 8, bei welchen die Gesammtsterblichkeit (mit O.Z. 16–26) 44,01 bis 52,61% ausmachen und 7 Gemeinden, welche eine das Bezirksmittel von 3,25% übersteigende Mortalitätsziffer von 3,57 bis 4,03 auf 100 Einwohner aufweisen.

Daß mit höherer Kindersterblichkeit auch eine größere Nativitätsziffer verbunden ist, wie häufig der Fall ist, trifft bei diesem Bezirk in beschränktem Maße zu; stellt man nemlich bei den 13 Gemeinden mit höherer Kindersterblichkeit die Zahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen zur Vergleichung neben die Zahl der Geburten auf 100 Einwohner oder neben die Nativitätsziffer, so sind unter den acht mit der stärksten Sterblichkeitsziffer, O.Z. 19–26, immerhin 6 Gemeinden, welche die hohen Nativitätsziffern 5,12 bis 5,53%, O.Z. 2–8, aufweisen, und eine weitere Gemeinde, welche mit 4,67, O.Z. 15 dem Bezirksdurchschnitt von 4,68 sehr nahe kommt, die folgenden 5 Gemeinden zeigen aber mäßigere Ziffern.

(Fortsetzung S. 90.)

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Übersicht über die Bewegung der Bevölkerung in den 26 Gemeinden nach den Aufnahmen von den Jahren 1871–80. {{Seite|87}}

{{Headline|120||Übersicht über die Bewegung der Bevölkerung in den <br />26 Gemeinden des Oberamts Crailsheim}} 
{{Headline|100||nach den Aufnahmen von den Jahren 1871–80.}} 

Nummer im Staatshandbuch	Namen der Gemeinden	Durchschnittliche Einwohnerzahl	Es beträgt die durchschnittliche Anzahl der							 										 			Trauungen	Geborenen inkl.  Todtgeborenen	Gestobenen  inkl.  Todtgeborenen	Gestorbenen exkl.  Todtgeborenen	Todtgeborenen	Lebendgeborenen	im 1.  Lebensjahr gestorbenen  Lebendgeborenen	im 2.–5.  Lebensjahr  Gestorbenen 1.	2.	3.	4.	5.	6.	7.	8.	9.	10.	11. 1	Crailsheim	4270,7	51,0	200,4	140,8	131,9	8,9	191,5	54,6	15,5 2	Ellrichshausen	867,3	9,3	44,5	33,3	30,1	3,2	41,3	14,(contracted; show full)

{{Seite|552}}

Wollmershausen 3. 36. 156. 170. 171. 175. 233. 454. 457. 459. Wolpertshausen 228. 245. Worms 240. Wössingen 258. Würzburg 231. 238. Wüstenau s. auch Wüstenhof 4. 37. 131. 152. 155. 171. 174. 189. 233. 375 f. 379. 455. 457. Wüstenhof 190. 239. 242. 416. 422.

Zagelbach 290. Zankhof 4. 157. 174. 517. Zeuzleben 239. Zischendorf 239. 242. 505. Znaim 236. Zöbingen 258. Zottishofen 417. Zumhaus 239. 242. Zwerenberg 239. 386.

<references/>