Difference between revisions 1891447 and 1891604 on dewikisource== OCR durchgesehen == (fehlende Anfangsseiten bereits für Einstellung aufbereitet durch Pfaerrich) {{Seite|107}} Merkur 1844 Nr. 316 zu lesen: „Man muß von Ellwangen herab sehen, wie mit dem letzten Keuperrand bei Randenweiler Gesicht, Kleid, Farbe, Arm und Bein und Sprache anders wird, nemlich ruhiger, schmucker, weicher, ebener. Mit Stimpfach, dem einzigen ganz katholischen Pfarrdorf (früher ellwangisch) sind die rothen Weiberröcke und Brustflecke, ist Schwaben und Ellwangen haarscharf abgeschnitten. Wo die Jagst in die Ebene geht, jagt auch ein anderes Blut in den Adern. In Appensee, nur eine Viertelstunde von Stimpfach, ist Franken. Zwar zunächst noch etwas langsam voran hinaus in das muntere hohenloher Leben, dem über die östliche Keuperhöhe die rein fränkische Luft nur oben hereinweht, und dem der Muschelkalk den Tritt immer noch etwas zäher hält als sein Sandboden dem Vollblutfranken. Der Stamm ist minder stark, aber die Glieder beweglicher, der ebenere Gang rascher, die Köpfe ovaler, der Teint weicher, die Kleidung reicher, die Tracht geschmeidiger, als in Schwaben.“ Die goldene Mittelstraße ist für die ganze Art des Volkes maßgebend. Nirgends begegnen uns hünenhafte mächtige Gestalten wie in Oberschwaben, aber auch nicht unmäßige Beleibtheit wie in Bayern, sondern wohl proportionirte, untersetzte und gedrungene Gestalten. Vereinzelt tritt Gesichtsbildung mit slavischem Typus auf, plattgedrückte, breite Gesichter mit dunkler Hautfarbe, z. B. in der Gegend von Waldthann. Geistig wohlbegabt und aufgeweckt, hat die Bevölkerung eine gute Anzahl tüchtiger Männer hervorgebracht (s. Ortsbeschr. v. Crailsheim), aber im Ganzen hält das Geistesleben mit seinen Anlagen, Äußerungen und Bedürfnissen das gute Mittelmaß ein. Das Gemüthsleben ist für die Eindrücke von Freud und Leid leicht empfänglich, daher auch allenthalben Theilnahme an freudigen und traurigen Ereignissen zu finden ist, die sich in bereitwilliger Hilfeleistung und Wohlthätigkeit kund thut. Heiter und doch gesetzt, immer ein gewisses Maß des Anstandes und der Sitte wahrend, äußert der Franke des Bezirks seine Lebenslust bei seinen Vergnügungen, zeigt Neigung zu harmlosem Scherz, zum Lustigmachen über Andere, über Nachbarorte, aber immer in den Schranken der Gutmüthigkeit. Im Jahre 1787 schreibt der stark vom Aufklärungsgeist erfaßte Fischer in seiner statistisch-topographischen Beschreibung des Burggrafenthums Nürnberg von unserem Bezirk: „Die Religionsbegriffe sind noch sehr umnebelt, aber diese Begriffe sind von sehr geringem Einfluß auf das praktische Leben.“ Dem {{Seite|108}} gegenüber ist zu sagen: das Volk zeigt sich im Großen und Ganzen kirchlich-religiös gesinnt. Gottesdienst und Sakrament werden hochgehalten, die Hausandacht ist nach väterlicher Weise festgehalten. Ja, während nur vereinzelt Hand in Hand mit ökonomischem Rückgang die alte Kirchlichkeit gesunken, ist in den letzten Jahrzehnten in das kirchliche Leben des Bezirks ein frischerer lebensvollerer Geist gekommen. Wahr ist, der Aberglaube ist theilweise noch sehr stark eingewurzelt, aber welcher Bezirk hat nicht ähnliche Erscheinungen aufzuweisen? Als Bürger ist der Franke des Bezirks leicht zu leiten. In seiner ganzen Art und Lebensanschauung liegt ein konservativer Zug, der sich im Leben der Gemeinden stark geltend macht, in der älteren Generation die Erinnerung an den „Markgrafen“ lange erhalten hat, aber in Zeiten, welche viele Änderungen und Neuerungen in der Gesetzgebung mit sich bringen, in die Arme der Oppositionsparteien treiben kann. Der Obrigkeit und den Gerichten wird die richtige Behandlung der Bevölkerung nicht erschwert. Prozeßsucht ist eine vereinzelte Erscheinung, die theils in den Handelsverhältnissen, theils auch im ökonomischen Rückgang einzelner Gemeinden ihren Grund hat. Fleiß, Arbeitsamkeit und Betriebsamkeit sind zu rühmen. Im Sommer darf man nur ins Bett „knieen“. Nach dem anstrengenden Sommer genießt die Bevölkerung die behagliche Winterruhe und sammelt neue Kraft durch kräftigere Nahrung. Im Umgang ist der Franke des Bezirks zuvorkommend, dienstfertig, bescheiden, redselig, jedem seine Ehre gebend, ja womöglich etwas dazuthuend, aber auch für sich die gebührende Ehre erwartend. Eine alte Chronik rühmt „die leutseligen Burger zu Crailsheim, mit denen wohl zu handeln und umzugehen ist,“ und die erwähnte Schilderung von 1844 sagt: „Der Schwabe läßt den Fremden stehen, der Franke kommt entgegen und zuvor, der innerliche Anschluß ist für beide gleichermaßen erst Folge und Entwicklung wesentlicher Zusammengehörigkeit und längerer Bekanntschaft. Die äußere Zuthunlichkeit, mit welcher der Schwabe höchstens aufhört, ist bei dem Franken gleich der Anfang und damit noch nicht so wie dann beim Schwaben endlicher Ausdruck innerlichsten Zusammenschlusses.“ Die alte stattliche ''Tracht'' mit ihren soliden Stoffen ist nahezu ganz verschwunden. An der Stelle des Dreispitzes ist der schwarze niedere Hut, an die Stelle der Pelzkappe die Tuchkappe getreten. Der Sonntagsmutzen (Rock), früher aus selbstgemachtem, {{Seite|109}} lebenslänglichem Wolltuch, wird jetzt von modernem Fabrikat bereitet. Zum männlichen Staat gehört die silberbeschlagene Pfeife mit Rehkrone und Silberkette, die, wenn nicht geraucht, aus der Seitentasche hervorsehen muß. Bei den Frauen wird die schwarze Radhaube von Flor immer seltener. Die äußerst wohlstehende weiße Radhaube der Jugend ist ganz verschwunden, dagegen hat sich die niedere Bandhaube, welche in der Form eines Nachens das Hinterhaupt bedeckt, an der eine ganze Reihe über 10 cm breiter und 70–80 cm langer seidener Bänder hängt (15–20 M. im Werth), erhalten. Beim Überfeldgehen hüllen sich die Frauen in ein großes dreieckig zusammengeschlagenes Kopftuch, das vorn zusammengeknotet wird, während der dritte Zipfel auf dem Rücken liegt. Im Allgemeinen ist bei der evangelischen Bevölkerung die dunkle, bei der katholischen die helle und bunte Farbe in der Tracht vorherrschend. Die ''Nahrung'' ist einfach, aber kräftig. Beim Landvolk gibts in der Frühe Kartoffeln und Wassersuppe, mit Milch geschmelzt, Mittags im Winter meist Sauerkraut mit Fleisch, gesalzen oder geräuchert, im Sommer Mehlspeisen mit Salat, Sonntags Nudeln und „grünes“ d. h. frisches Fleisch mit „Krê“, Meerrettig, zum Vesper oder „Ohnabrot“ Brot meist aus Roggenmehl, im Sommer „gestockte“ Milch, häufig ohne den Rahm, hie und da Most oder Weißbier, zum Nachtessen Wassersuppe, Milch und Kartoffeln. In die Milch wird das Brot gebrockt, ja nicht geschnitten. Denn dadurch schneidet man den Kühen die Milch ab. Der Bauer schlachtet jeden Spätherbst eine fette Kuh oder ein Rind, im Frühjahr 1–2 Schweine. Bei Festessen, als Taufe oder Hochzeit darf das Süßbrühfleisch oder Voressen nicht fehlen. Allsonntäglich erscheint wo möglich in jedem Hause „Galoppen“ d. h. Gugelhopfen, und „Plâtz“. Im Herbst fährt der Bauer gern ins „Weinland“ an der Tauber, Jagst, Kocher und Sulm, im Sommer bezieht er sein Fäßchen Bier aus der Brauerei. Die ''Sitten und Gebräuche'' im Bezirk sind im Ganzen die des fränkischen Stammes und darf hier auf die eingehende Schilderung des Gemeinsamen in Sitten und Gebräuchen auf die Oberamtsbeschreibungen Künzelsau und Mergentheim verwiesen werden. Hier heben wir unter kurzer Angabe des Gleichartigen das Eigenthümliche, dort nicht Erwähnte heraus. {{Seite|110}} {{Headline|120||1. Sitten und Gebräuche im Anschluß an das Kirchenjahr <ref>Reiche Beiträge diesem Abschnitt, wie den Sagen und der Mundart haben Kantor ''Abelein'' in Creglingen, Schullehrer ''Ostertag'' in Westgartshausen und andere Lehrer, sowie mehrere Geistliche geliefert.</ref>. {{idt}''A. Wochentage.'' Dienstag und Freitag sind Glückstage, an denen die Brautleute einziehen, Dienstboten nach Lichtmeß „anstehen“ d. h. ihren Dienst antreten, gekauftes Vieh eingestellt, Jungvieh angewöhnt wird. Montag und Freitag gibt man keine Milch aus dem Hause, an gewöhnlichen Tagen auch nicht mehr nach „Betläuten“ und nie ohne drei Körnchen Salz darin. Der Donnerstag ist ein Unglückstag. Am Freitag wird der Stall nicht ausgemistet. Samstag Nachmittags wird kein Dung geführt, überhaupt kein größeres landwirthschaftliches Geschäft begonnen, in Triensbach in Folge eines Gelübdes bei einer Viehseuche. {{idt}''B. Das Kirchenjahr.'' Der erste Hinweis auf die kommende Festzeit ist der ''„Pelzmärte“'' oder „Nußmärte“, der den Kindern heimlich Nüsse in die Stube wirft. Die Bauernjungfer erwartet von ihrem Geliebten einen „Märtisweck,“ einen großen Ring. „Der Märtisweck dingt ’s Neujahr an,“ d. h. an Neujahr macht sie ihr Gegengeschenk. Wer nach Martini noch schort, schort einen der Seinen hinein, d. h. es stirbt bald Jemand aus dem Hause. An den Donnerstagen der Adventszeit wird angeklopft. Am ''Thomasfeiertag'' Nachts 11–12 Uhr kann man seinen „Künftigen“ durch Bleigießen und Auskehren der Stube erfahren. Mit ''Weihnachten'' beginnen die Nächte, die alte Julzeit. In Tiefenbach wird jeden Morgen 6 Uhr mit allen Glocken auf Grund einer alten Stiftung geläutet. Mist wird nicht geführt, kein Vieh geschlachtet, da sonst ein Stück fällt, auch die Stiefel nicht geschmiert, da sonst das Vieh Läuse bekommt oder Kröpfe sich zeigen, Haare und Nägel werden nicht geschnitten, keine Hülsenfrüchte gekocht. Die Witterung der 12 Nächte ist maßgebend für die Witterung der kommenden 12 Monate, der Gebrauch der 12 Zwiebelschüsselchen ist allgemein verbreitet. Wer in den 12 Nächten Nachts von 11–12 zum Fenster hinaussieht, aber die ganze Stunde ja nie zurück ins Zimmer sieht, der bekommt alle Leichen des folgenden Jahrs zu sehen, ebenso wer sich in dieser Zeit unter das Kirchthor stellt. An ''Weihnachten'' wie überhaupt an den drei großen Festen soll man die Stube nicht kehren und zuerst in der Kirche sein. Am Weihnachtsabend gehen die Rollesel oder Christesel d. h. Jünglinge mit dem Rollengeschirr durchs Dorf. Beim Feierabendläuten werden die Bäume mit Strohbündeln umbunden, daß sie tragen. Wer an Weihnachten siebenerlei Holz und ein paar neue Schuhe in die Kirche nimmt, kann die Hexen verkehrt in der Kirche sitzen sehen. Am Weihnachtsabend werden alle Besen aufrecht in eine Ecke gestellt. Am Morgen finden sich geknickte Reiser zum Zeichen, daß die Hexen sie benützt haben. Wer an Weihnachten zuerst tränkt, ist das ganze Jahr zuerst fertig. {{Seite|111}} Am ''Stefanstag'' muß man die Pferde über die Markung hinausreiten, damit sie keine Darmgicht bekommen, und das Vieh unbeschrieen 9 mal putzen, sonst wird es lausig. Früher sah man auch die Sternsänger durch den Ort gehen. An der ''Fastnacht'' werden „Küchle“ gebacken. Das übrige Schmalz dient dazu, die Jochriemen, auch die Achsen am Erntewagen zu schmieren, zum Schutz gegen Ratten und Mäuse. Ebenso macht der Bauer die Strohbänder an Fastnacht, daß die Mäuse nicht in die Frucht kommen. Wer an der Fastnacht zuerst aufsteht, ist das ganze Jahr voran. Bei Nachtessen an Fastnacht wird von jeder „Richt“ etwas in ein Gefäß gelegt und dem Fuchs hinausgetragen, damit er die Hühner nicht holt. An ''St. Valentinstag'' 14. Februar gedeiht kein Geschäft, das man neu unternimmt, es fällt dahin. ''Karfreitag''. Nachts 12 Uhr ist Wasser Wein. Baden in fließendem Wasser vor Sonnenaufgang ist ein Heilmittel gegen alle Hautkrankheiten. Wasser, beim „Schiedläuten“ d. h. dem Zusammenläuten nach dem Gottesdienst, in Bölgenthal Wasser, aus dem Osterbrunnen vor Sonnenaufgang geholt, wird für alle Schäden das Jahr durch aufbewahrt. Vor Sonnenaufgang wird Immergrün gepflückt und ins Hühnernest gelegt, daß „nichts Böses beikommen kann.“ (Bronnholzheim.) Ein Schnitt in ein Holz an diesem Tag vertreibt die Hexen. ''Ostern''. Eierlesen in Ellrichshausen ist neuerdings aufgekommen. ''Himmelfahrt''. Allgemein werden die Himmelfahrtsblümchen gesammelt zum Schutz gegen Wetterschlag. ''Pfingsten''. Das Maienstecken hat sich, jedoch sehr beschränkt, erhalten. An ''Hiob'' muß man Bohnen stecken (9. Mai), am ''Hanstack'', an St. Joh. Baptist den 24. Juni die Zwiebeln niedertreten. ''„Niederfallet“'' ist am Schluß der Winterfruchternte. Zur Kirchweih wird Plâtz gebacken, Kraut und Fleisch reichlich auf den Tisch gebracht. Nach dem Nachmittagsgottesdienst beginnt das „Tellerlesgspiel“ an manchen Orten. Früher war auch der „Hammel-“ oder Maientanz gebräuchlich. Die ledige Jugend und die dazu eingefangenen Schulkinder tanzten um einen Maien. Wer bei dem auf ein Zeichen ertönenden Schuß die herumgehende Ruthe in der Hand hatte, war der glückliche Gewinner. Jetzt ist die Sitte seltener geworden. Am Kirchweihtanz betheiligt sich, was noch irgend tanzen kann. {{Headline|120||2. Die Sitte im Menschenleben von der Wiege bis zum Grab.}} Eine Frau darf, während sie mit dem Kind geht, nirgends durchschlüpfen und nie über einen kreuzartigen Gegenstand, z. B. eine Pflugschleife, schreiten. Bei der Geburt eines Kindes (aber auch beim Kalben einer Kuh) darf nichts ausgeliehen werden. Bis zur Taufe muß des Nachts ein Licht brennen und dem Kind ein Gebetbuch in die Wiege gelegt werden. Auch darf es keinem Fremden gezeigt werden. Die Taufen sind feierlich und immer ein von dem übrigen Gottesdienst gesonderter Akt mit Gesang und Schießen bei Knaben. Die Zahl {{Seite|112}} der Taufpathen steigt mit dem Reichthum. Taufschmaus oder Kindleskirwe ist auch beim geringsten Mann. Wer zum ersten mal Pathe wird, gibt dem Pfarrer ein „Hentsche“ (Handschuh) geld. (Honh.) Sehr gerne tauchen die Hebammen den Schlozer ins Taufwasser. Wenn eine Taufe am gleichen Tag mit einer Beerdigung ist, stirbt das Kind; jedenfalls muß das Grab vor der Taufe geschlossen werden. Auch gleichzeitge Taufe zweier Kinder bringt einem den Tod. Die Pathen (Doten) schenken dem Kind 5 Mark oder mehr, im ersten Jahr ein Dotenkleid, an Weihnachten und Ostern einen gebackenen Ring, farbige Eier und Lebkuchen, bei der Konfirmation Gesangbuch, Hemd und Halsbinde. Die Wöchnerin darf vor 6 Wochen nicht an den Brunnen, in den Garten oder Keller, sonst werden diese verunreinigt. Werden kleine Kinder zum ersten mal in ein Haus getragen, so erhalten sie ein Ei, damit sie leichter zahnen. Im ersten Lebensjahr dürfen Kinder nicht in den Spiegel sehen, ihre Haare dürfen nicht geschnitten werden, auch sollen sie keine Schläge bekommen, sonst lernen sie hart. Suppenschnitten dürfen Kinder nicht essen, sonst können sie einmal nichts „merken“ d. h. ihr Verstand entwickelt sich nicht. Die ledige Jugend vergnügt sich im Winter am Vorsitz, der in den südöstlichen Gemeinden der „Harlis“ heißt. Man geht „ins Dorf.“ Unzarte Witze bleiben dabei nicht aus. Ist Metzelsuppe in einem Hause, dessen Jugend auch ins Dorf geht, d. h. zur Vorsitzgesellschaft gehört, so verkleidet sich ein Paar als Bettler, erscheint mit großen Töpfen und bittet von der Metzelsuppe seinen Theil Kraut und Fleisch. Die Gabe ist so reich, daß die ganze Gesellschaft davon bekommt. Auf den Ehestand wirkt „die Vorsitz“ mit den daran sich knüpfenden Liebesverhältnissen wenig ein. Meist wird von den Eltern über das junge Paar, das sich „nehmen“ soll, einfach vom Standpunkt des Geldes verfügt. Verlöbnis, „Heiratstag“ ist meist am Freitag, aber wie auch die Hochzeit nicht im abnehmenden Mond. Spreuerstreuen zum Spott für die „Sitzengebliebenen“ sowie Hühnerkrähen ist auch in unserem Bezirk am Verlöbnistag Sitte. Der Einzug vor (oder auch nach, s. [[Beschreibung des Oberamts Künzelsau/Kapitel A 3#Einzug|OA.Beschr. Künzelsau]]) der Hochzeit verläuft wie sonst in Franken. Beim Laden des Brautwagens darf weder Braut noch Bräutigam sich betheiligen. Zuletzt kommts an die Bettstücke. Die Gebetbücher, welche die Braut mit bekommt, werden in die Betten gesteckt. Um die Wiege entsteht hier der obligate Streit zwischen „Hochzi“knechten und „Hochzi“maden. Oft wird die Wiege im Streit aus einander gezerrt oder von den Hochzeitknechten mit Ketten an einen Scheunenbalken gehängt. In Triensbach, Tiefenbach und den nördlichen Bauerngemeinden des Oberamts erhält der Pfarrer und Lehrer an der Hochzeit von den Brautjungfern ein Tüchlein, Citrone und Rosmarin. Hochzeitsträuße werden allmählig üblich. Zur Trauung nimmt die Braut einen Lebkuchen mit, den das junge Paar nach der Trauung mit einander ißt. (Bronnh.) Dem Bräutigam streut man in den Hochzeitstrauß Leinsamen, daß der Flachs gedeiht. Auf dem Weg zur Kirche soll man so schnell als möglich gehen, ebenso heimwärts. Früher trugen die Hochzeitknechte ein farbiges Band, einen Degen an der Seite, auf dem Gang zur Kirche. {{Seite|113}} Bei der Trauung ist das nahe Zusammenstehen des Paares üblich, ebenso das Ringen, wer die Hand beim Zusammenlegen oben behält und damit Aussicht auf das Hausregiment hat. Die Hochzeiten sind meist Freihochzeiten, im nördlichen Theil mehr im Haus, im südlichen im Wirthshaus. Zechhochzeiten sind in Rechenberg und Umgegend üblich, jeder zahlt seine Zeche. Der zweite Hochzeittag hieß früher der Rockentag, vgl. Bavaria 3, 966 (Kirchenb. von Honhardt und Segringen-Deufstetten). Eigenthümlich war das „Hennenreiten“ in der Gegend von Deufstetten-Segringen. 1595 wird eine Frau von Hardthof bei Segringen „beim Hennenreiten an ihrer Tochter Hochzeit von einem Pferd erstoßen.“ Eine große Hochzeit währt 4–6 Tage, kostet das junge Paar oft z. B. in Gründelhardt 600–700 Mark. In Honhardt war es früher Sitte, daß der Lehrer am Schluß der Hochzeit die Zeche ausrief zum Beweis der reichen Bewirthung und des Wohlstandes des Paares, dann folgt der Eierplâtz, heute noch das Zeichen zum Aufbruch für die Jugend, der das Scheiden oft schwer genug wird. Die Eier dazu werden von der Jugend in den Häusern gesammelt. Vierzehn Tage oder etwas später nach der Hochzeit kommt die junge Hochzeitsgesellschaft noch einmal im neuen Hause zusammen zum Tischrücken, einer Art Nachhochzeit. Die Ehen sind fast ohne Ausnahme friedlich. Die Dienstboten, „Ehehalten“, werden aufs Jahr gedingt. Das Dienstjahr beginnt mit Lichtmeß. Unter den Dienstboten herrscht strenge Rangordnung und Geschäftstheilung. Außer gutem Lohn und reichlicher Kost erhalten die Dienstboten ihre „Zugehörung“ an Wolle, Leinwand, Schuhe und Kleider. Im landwirthschaftlichen Betrieb hat alles seine Regel und seine Zeit. Z. B. in der Ernte schneidet jeder sein Beet. Soll ein Kalb losgebunden d. h. entwöhnt werden, so nimmt man den Strick Sonntags zuvor in die Kirche (Roßs.). Beim „Gerstengrätten“ (Dreschen) kommt der Scherz vor, einfältige Leute zum Nachbar zu schicken, um den „Gerstengrätter“ (gibts nicht) zu holen; derselbe schiebt eine Last Steine oder Holz in einen alten Sack und lädt ihn dem Boten, den man heimlich mit Ruß beschmiert, auf den Rücken mit dem Wunsch: „So nun bring den Gerstengrätter gut heim.“ Auf den frisch angeschnittenen Laib Brot macht man 3 Kreuze. In den letzten Laib, den es beim Backen gab, drückt die Hausfrau die 3 Schwurfinger. Dieser sog. „Stupflaib“ muß nach den andern gegessen werden. Bringt die Jahreszeit eine neue Speise, z. B. der Vorsommer grünen Salat, der Herbst Sauerkraut, so gibt der Hausherr seinem Tischnachbar eine leichte Ohrfeige mit den Worten: Neue Speis, laß umme gehn, und so macht die Ohrfeige die Runde am Tisch. Beim Aufrichten eines neuen Hauses ist der Zimmerspruch üblich. Der Obergeselle spricht den Glückwunsch, leert dabei ein Glas und wirft es auf den Boden (Rasen oder Dunghaufen). Um das Glas entsteht ein Wettlauf. Denn bleibt es ganz, so hat es eine Heilkraft gegen die Fallsucht. Nach dem Spruch werden auf die Schuljugend Huzeln herabgeworfen, denen zum Denkzeichen ein Wasserguß folgt. {{Seite|114}} Im Handel ist das Schmußen und das Weinkauftrinken allgemein. Da die Realgemeinde noch fast allgemein besteht, so daß alle Güter der Gemeinde nur den Realgemeinderechtsbesitzern gehören, aber auch alle Lasten z. B. Wegbauten von ihnen zu tragen sind, so sind Gemeindeversammlungen mit Beratung über Wege, Schafweide, Pferch fast alle 4 Wochen. Die Geschäfte der Realgemeinde leitet der Bauermeister (Bürgermeister), dessen Amt mit der Gemeindelade, d. h. den auf diese Rechte bezüglichen Urkunden, von Haus zu Haus geht. Am Ende des Jahres ist Gemeindeerneuerung mit Rechnungsabschluß. Der Bauermeister trägt den Zweck der Zusammenkunft vor, dann folgt freie Aussprache ohne parlamentarischen Zwang. Aus dem Gewirr der Meinungsäußerungen hat der Bauermeister die Ansicht der Mehrheit herauszumerken. Markungsumgang in Begleitung der Jugend war früher alle 2–3 Jahre Sitte. Die meisten Bauern giengen mit. Jeder wichtige Stein wurde besichtigt. Der Bauermeister legte einen Kreuzer darauf, wer von den Knaben ihn zuerst sah und aufhob, erhielt ihn, bekam aber dabei eine Ohrfeige, damit er den Stein merke. Der Tag schloß mit einem allgemeinen Trunk der Gemeinde auf Gemeindekosten. Bei Krankheiten spielt der Hexenmeister noch eine große Rolle. Ganz besonders heilkräftig ist der angeblich im 30jährigen Krieg in einem Baum mit Gebrauchsanweisung gefundene Hubertusschlüssel in Gröningen, ein Stück Eisen, das glühend gemacht wird, um den Biß wüthender Hunde auszubrennen (so auch in der Haller und Mergentheimer Gegend). Beulen werden kreuzweise mit einem Brotmesser, das 3 Kreuze hat, gedrückt, um nicht stärker aufzuschwellen. Um sich von Krankheiten zu befreien, opfern manche Evangelische am Gründonnerstag in der evangelischen Kirche zu Dombühl (Bayern). Ringe, die aus Nägeln gemacht wurden, welche man aus den Gräbern grub, halfen, mit 3 Kreuzen versehen, wider die Gicht. Bei Verwundungen kann das Blut gestillt werden, wenn man das Messer etc. zu dem Mann, „der dafür thun kann“, trägt. Dieser steckt das Messer unter bestimmten Formeln in „das Schmer“ oder bindet es auf besondere Art. Vorzeichen des Todes sind das Glockengeläute während des Stundenschlags, das „Knängern“ der Glocke, eigenthümlicher Ton beim Läuten, das Wachsen weißer Pflanzen (Kohl, Rüben, Bohnen) auf einem Grundstück, das truppenweise Bilden eines Leichenzugs, der Leichenzug bei Kinderspielen, das Graben der sog. Todtenuhr, des Holzkäfers. Unmittelbar nach dem Verscheiden wird ein Kübel Wasser ausgeschüttet. Schön ist die Theilnahme bei Todesfällen und Beerdigungen, sowie die thätige Hilfeleistung der Nachbarn. Wird der Sarg mit der Leiche aus dem Zimmer getragen, so wird er dreimal auf der Schwelle niedergesetzt. In Roßfeld werden die Särge der Jugend noch mit Messingkronen, welche darauf gebunden werden, geschmückt. Die Särge von den Filialien wurden mit 4 Ochsen zum Gottesacker geführt. Vornen auf dem Sarg saßen die 2 ältesten Frauen. Eine Beerdigung ohne kirchlichen Akt ist kaum denkbar. Der Todte wird mit entblößtem Haupte am Grabe „vergrienen“. Den Schluß der Beerdigung bildet der Leichentrunk mit Kaffee, Bier oder Wein und Leichenwecken. Im Hause, wo die Leiche lag, muß alles was lebt und {{Seite|115}} verderben kann, Bienenkörbe, Vieh, Blumen verstellt werden. Die Todtenkränze werden vielfach in der Kirche oder Gottesackerkapelle aufbewahrt. Leichenkosten müssen alsbald bezahlt werden, sonst findet der Todte keine Ruhe. {{Anker|A3_23}}{{Headline|110|0.2|Sagen und Aberglaube.}} Der Bezirk ist reich an Sagen, in welchen sich theils der alte deutsche Göttermythus erhalten, theils einzelne Züge aus der mittelalterlichen Geschichte des Bezirks widerspiegeln. Wodan und das wilde Heer. Der Reiter ohne Kopf zieht in den 12 Nächten durch den Burgberger Wald, weiter von der Speltacher Platte gegen Altenmünster, ebenso von Westgartshausen gegen den Gipsbruch bei Ingersheim (Reihengräber) in Begleitung von schwarzen Hunden. In derselben Gegend sieht man auch einen „Stümmel“ (Zwerg) gehen. Das wilde Heer hört man zwischen dem Reinholz und Häspelein nach Triensbach, von Tiefenbach nach der Eulenburg und an der Rudolfsberger Steige. In der Gegend von Maulach hatte sich einst ein Bauer zum Spott in einen Acker gelegt, um das wilde Heer zu sehen. Da wurde ihm von oben ein Beil in den Hintern geschleudert, das Niemand herausziehen konnte. Im folgenden Jahr legte sich der Mann wieder an dieselbe Stelle. Da zog der „Teufel“ das Beil wieder heraus. In Breitenau nahe der württembergischen Grenze in Bayern fuhr einst das wilde Heer durch ein Haus und zerriß Dach und Giebel. Siehe auch die Sage vom Rechenberger. Auf der Schönebürg hört man zu Zeiten ein Geräusch wie von 100 Holzhackern. Eine sehr verbreitete Sage ist die vom Hehmann, der von Nürnberg nach Hall auf der alten Straße einherzieht, die von Schnelldorf über Volkershausen nach Satteldorf geht. Man hört ihn bei Volkershausen rufen. Heh, heh, hopp! Licht und Feuer. Über den Schanzbuck bei Roßfeld kommen 3 Lichter, welche mit einander streiten und dann plötzlich verschwinden. Von Onolzheim ziehen feurige Männer gegen die Rothmühle und den Stöckenhof, sie schreien und klagen sich unter einander. In Bachfeld bei Weipertshofen geht ein einsames Licht. Nixen und Geisterweiblein. Die Sage von den Wasserfräulein, welche die Leute besuchen, zu bestimmter Zeit in die Wassertiefe zurückkehren, aber weil sie ihre Zeit versäumen, sterben müssen, indem ein Blutstrahl aus der Tiefe aufschießt, findet sich beim Dielbronnen Mark. Bronnholzheim und in der Nähe von Ellrichshausen an der Gronach. Im „gründischen“, einem angeblich unergründlichen Brunnen bei Unterspeltach und Gründelhardt hausten Meerfräulein, welche ins Dorf kamen und prophezeiten, es werden bald Männer kommen, welche das Meßopfer und die katholische Religion abschaffen werden. Birl. Volksth. 1, 134. {{Seite|116}} Auf dem Pfannenberg zwischen Alexandersreut und Weipertshofen erscheinen zuweilen drei weiße Fräulein, mitunter auch schwarz gekleidet an einem Kreuzweg Mittags 12 Uhr. Sie winseln wie junge Hunde und verschwinden, während es im Wald drin kracht und knallt, wie bei einer gewaltigen Jagd oder einem Sturm. Bei Stimpfach am Weg nach Rechenberg ist der Hainenberg und das Hainenfeld. Dort geht das Hainenweible, eine schwarze Gestalt, welche die Leute erschreckt, quält und prügelt. Zwischen Gröningen und Bölgenthal aber geht eine Frau, mit einer Mistgabel bewaffnet. Pädagogische Sagen. Beim Burgberg muß ein alter Steinsetzer zur Strafe für ungerechtes Steinsetzen gehen. (Maulach, mündlich.) In Ellrichshausen hat die Schneidersmarie, welche den alten Todtenweg von Volkershausen her mit Gewalt abtrieb, keine Ruhe gefunden. Ein Amtmann in Crailsheim hatte die Armen in seinem Dienst schwer gedrückt und mußte nun nach seinem Tod alle Nacht im Amthaus gehen. Er machte viel Lärm, erschien seiner Frau, endlich ließ diese den Schornsteinfeger kommen, welcher den Geist in einen Sack hinein beschwor. Beim Hineinschlüpfen drohte der Geist, er komme wieder, wenn man ihm kein Bett mitgebe, was er auch wiederholte, als der Schornsteinfeger ihn am Wald auf dem Galgenberg nächst einem Kreuzweg aus dem Sack ließ. Da er wirklich wieder erschien, ließ ihn die Frau Amtmann wieder an den vorigen Ort schaffen und dort ein Bett hinlegen. Ein vorbeifahrender Bauer von Rudolfsberg lud das Bett als gute Beute auf seinen Wagen, der nun so schwer wurde, daß die Pferde ihn nur mit der größten Anstrengung nach Hause brachten. Dort legte der Bauer das Bett in eine Kammer, wo fortan der Amtmann so wild hauste, daß das Haus von Menschen und Vieh verlassen wurde. (Mone, Anzeiger 1838, S. 364.) Als man einst im Jagstgrund am Tag vor Jakobi den Feiertag einläutete, hörten alle Leute auf, Heu zu machen. Nur ein Bauer sprach, obwohl sein Knecht ihn abmahnte: Jokele hin, Jokele her, mein Heu muß heut noch heim. Der Wagen wurde geladen und heimgeführt. Unterwegs überfiel den Bauern ein Unwetter und Wolkenbruch. Der Mann mit Vieh und Wagen gieng im Wasser zu Grund, mühsam rettete sich der Knecht. Seit dem hört man alljährlich an Jakobivorabend an der Unglücksstelle ein Rauschen von Wasser, durch das sich Jemand mit geladenem Wagen durcharbeiten will. (Mone, Anzeiger 1839, S. 175.) Auf der Markung Honhardt (Mainkling), Jagstzell, Stimpfach, Rechenberg geht ein geisterhaftes, dickes, hundartiges Thier von ungeheurer Stärke, das Gaisklingenthierle, das die Leute in die Irre führt. Es ist ein verfluchter Jäger, der einst das Frauenkloster Jagstzell, dem er diente, betrog. (Birlinger Volksth. 1, 169.) Ähnlich ist die Sage vom verfluchten Holzwart, der bei Appensee und Honhardt geht, ein arger Bösewicht bei Lebzeiten. Er ist 7–8′ hoch und führt die Leute in den Jagstgumpen, wo sie ertrinken. (Birl. 1, 294.) {{Seite|117}} Sagen, welche sich an historische Orte und Personen knüpfen. Crailsheim. Adelheid von Hohenlohe, die Wohlthäterin von Crailsheim, wohnte in ihrem Schloß auf der Schönebürg. Aus einem unterirdischen Gang fuhr sie von ihrem Schloß vor das Ansbacher Thor in Crailsheim, das sich von selbst vor ihr aufthat. Entfiel ihr Handschuh oder Fächer, so flogen sie von selbst ihr wieder zu. Einst begegnete ihr am Thor eine Menge Volks, das einen armen Sünder zum Hochgericht begleitete. Sie fragte nach seinem Verbrechen und, als sie es erfahren, sprach sie zu ihm: dann geschieht dir Recht. Da fuhren die Thorflügel zu und öffneten sich niemals mehr von selbst vor der Gräfin, der unterirdische Gang fiel ein. Ganz ähnlich ist die Sage, womit Onolzheim seine Wohlthäterin Barbara v. Zipplingen verherrlichte. Ihre Handschuhe flogen in geheimer Kraft neben ihr her wie 2 Vögel. Auf die Äußerung: „Dir geschieht recht,“ fielen sie alsbald zu Boden und hatten ihre magische Kraft verloren. Mone Anzeiger 1838, S. 364. Das Zauberbuch. Ein Pfarrer von Crailsheim hatte in einer gewölbten Stube alte große Bücher, die mit Ketten an die Decke und Wände befestigt waren. Eine neugierige Magd, die allein in der Stube war, öffnete einst ein Buch und las eine Stelle. Da wimmelte die Stube plötzlich von Mäusen. Auf den Hilferuf der erschrockenen Magd eilte der Pfarrer herbei, ließ sich das Geschehene erzählen und las nun die Stelle des Buches von hinten nach vornen, worauf alle Mäuse verschwanden. Mone Anzeiger 1837, S. 309. (Der gelehrte Pfarrer und Reformator Ad. Weiß hatte seiner Vaterstadt seine große Bibliothek mit Folianten vermacht.) Die verlorenen Akten. In einem Rechtsstreit war ein für eine rechtschaffene Familie wichtiges Schriftstück verloren gegangen. Der Stadtschreiber suchte im Rathsaal bis nach Mitternacht darnach. Endlich rief er unwillig: Teufel, gib die Schriften her, du hast sie doch in den Klauen. Da fiel das Heft plötzlich von oben zu seinen Füßen, die Thürflügel flogen auf, der Teufel und hinter ihm die Weiber der 12 Rathsherren auf Ofengabeln stürmten mit Gebraus zum Saal herein und zur andern Thüre wieder hinaus. Mone I. c. 1837, S. 307. – Die Geschichte von der gebannten Hexe und vom erlösten Schatz im Kessel s. Mone Anz. 1837, S. 307, 309. Als einst der Wein, den man auf dem Kreckelberg baute, sehr schlecht gerathen war, fieng man an die Marienkapelle auf dem Markt zu bauen und machte den Mörtel mit dem mißrathenen Wein an. Schwäbischer Merkur 1844 Nr. 316. Die Haaraffensage s. Ortsbeschr. Burleswagen. Als noch Herzoge in Rothenburg a. d. T. saßen, wohnte in einem der 7 Häuser des Städtchens ein Kürschner, der bei Hof gut gelitten war. Eines Tags erbeuteten die Edelleute von Burleswagen auf einem Raubzug von Kaufleuten einen großen Stübich mit Rauchwerk und verkauften ihn an den Kürschner. Als nun der Kürschner den Stübich öffnete, fand er viel Gold und Silber in den Fellen versteckt. Der Kürschner brachte das Geld dem Herzog, der erst zürnte über den Raub, aber auf den Zuspruch seiner Räthe und anderer ehrbaren Leute dem Kürschner das Geld überließ, da er viel hübscher Knaben habe, die wohl zu frommen Leuten erwachsen möchten. Der Kürschner hielt sich redlich, der Herzog machte ihn zum {{Seite|118}} Küchenmeister und begnadigte ihn mit einem Wappen. Von seinen Söhnen stammen die Herren von Nortenberg. Schönhuth, Burgen und Klöster 5, 414. Gröningen. Der Berlesstein und Appele v. Galen oder Gailingen (Gailenau bayr., vgl. Bav. 3, 908). Der gefürchtete Strauchritter Eckelin v. Gailingen, dessen Namen durch ganz Franken bis Nürnberg in der Sage wiederklingt, hatte durch seinen Bund mit der Hölle ein Roß erhalten, das ihn aus allen schwierigen Lagen forttrug und auf den Ruf: „Appele Hopp“ über Abgründe hinwegsetzte, so über den Burggraben zu Nürnberg. Einst wollte er auch Erkenbrechtshausen überfallen, aber verfolgt konnte er sich nur durch einen Sprung vom Berlesstein oder Beierlesstein, einer 40–50 m jäh in den Fluß abfallenden Felswand, in die Jagst retten. Auf dem großen Steinblock mitten im Fluß, wo das Pferd aufsetzte, zeigte man sich noch zu Anfang dieses Jahrhunderts den Eindruck des Hufeisens. Einst wollte er auch den freiherrlich von Ellrichshausenschen Hof in Crailsheim überfallen, der Anschlag mißlang, man sperrte das Thor hinter ihm zu, da rief er: Appele hopp und setzte über die Hofmauer weg. Das Pferd schleuderte dabei eins seiner Hufeisen auf das Dach des Nachbarhauses, wo es noch an einer kurzen Kette zu sehen ist. Fichtenhof bei Wildenstein. Dort steht der sogenannte Schwedenhof. Ein Schwede hauste und mordete da im 30jährigen Krieg, wurde aber todtgeschlagen. Sein Kopf ist zum ewigen Andenken unter dem Dach aufbewahrt. Birl. Volksth. 1, 165. Jagstheimer Eierleger. Eine Frau, welche nur wenige Hühner hatte, brachte immer viel Eier zu Markte. Das erregte Neid. Man paßte ihr auf. Ihr Knecht sah, daß die Frau immer für sich halbweißes Brot, für die andern Hausgenossen schwarzes buck. Eines Tags als die Frau fort war, griff er nach dem halbweißen Brot und aß. Aber alsbald erhob er ein Gegacker, eilte nach dem Hühnernest und legte Eier. Das gleiche widerfuhr dem Hausherrn, der aus des Knechtes Ruf herbeigekommen und auch von dem Zauberbrot gegessen hat. – Die Sage ist ein Reflex des alten, wohl beneideten Wohlstands von Jagstheim. Mone Anz. 1839, S. 61. Onolzheim. Barb. v. Zipplingen siehe oben. Auf dem Pfannenberg zwischen Alexandersreut und Stimpfach stand ein altes Schloß (s. Alterth.). Heute noch hört man dort die Waffen vom Zweikampf zweier Ritter erklirren. Vom Pfannenberg fährt ein Geist an gewissen Häusern in Wittau vorüber oder durch den Wald Schillinghalde auf die Schönebürg. Mündl. Rechenberg. Unter der alten Burg stand am See die Kreuzkapelle, in der man früher die Vesper betete. Die Frösche im See quackten aber so laut, daß die Geistlichen nicht mehr beten konnten. Da beschworen sie die Frösche und hatten fortan Ruhe. Auch jetzt noch sollen sich dort keine Frösche hören lassen, während im nahen Schwindelweiher alles zusammenquackt. Birl. Volksth. 1, 117. Auf der Burg zu Rechenberg saß einst ein Ritterl Wilhelm, der Wilde genannt, ein gottloser Herr. Er ritt oft spät in der Nacht von Hall heim, wo er mit dem Thanner, Kecken, Rappenburger, Hohenhardter und Hellmannshofer und dem Schenken von Limpurg beim {{Seite|119}} Wein gezecht hatte, Einmal fuhr das Muotisheer hinter ihm her. Den Schluß bildete ein schwarzer Reiter in grünem Kleid mlt 2 Pferden, von denen er eines ritt, das andere mitführte. Wilhelm fragte, wem das Roß gehöre und erhielt die Antwort: Einem gewissen Wilhelm v. Rechenberg dem Wilden. der wird eben auf diesem Roß über ein Jahr in der nämlichen Stunde in den Höllenabgrund fahren. Wilhelm erschrack, ritt schnurstracks nach Ellwangen, klagte dem Abte die Sache, vermachte all sein Hab und Gut dem Kloster um seines Seelenheils willen und wurde des Klosters Marschalk oder Stallmeister. Er war der letzte Rechenberger. Nach Birl. Volksth. 1, 31. – Die Sage, auf altgermanischem Volksglauben ruhend, ist zugleich Reflex der schweren Konflikte Wilhelm Adelmanns auf Rechenberg um 1490 mit dem Propst von Ellwangen. W. Fronken Neue Folge 1, 40. Stimpfach. Nahe bei der Kirche in Stimpfach stand ein altes Sühnekreuz. Dort hatte einst Wilhelm von Rechenberg der Wilde seinen Knecht niedergestochen. Er war am heil. Osterfest zur Kirche nach Stimpfach gefahren, kam aber zu spät. Da entbrannte sein Zorn über den Kutscher, dem er die Schuld beimaß, und er erstach ihn auf der Stelle. In bitterer Reue vermachte er dem Kloster Ellwangen die Burg und all sein Hab und Gut und soll später selbst von seinem Stallknecht erstochen worden sein. Mündl. und Birl. Volksth. 1, 169. Wirklich hatte ein Adelmann, aber nicht Wilhelm, um 1510 einen Knecht in Stimpfach erschlagen. Eine Stunde von Stimpfach ist die Ulrichshalde. Dort rastete der heil. Ulrich B. v. Augsburg, wenn er an den Rhein zog und bei den Grafen v. Flügelau übernachtete. Vgl. die Ulrichskirchen bei Dinkelsbühl und Ellrichshausen. Nach Birl. Volksth. 1. 407. Unter-Deufstetten. Das dortige Schloß gehörte einst den Herrn v. Drechsel. Ein Fräulein v. Drechsel, die Pelzlisel genannt, erschien öfters den Leuten in einem mit Pelz verbrämten Mieder und einen Schlüsselbund in der Hand. So einem Schäfersmädchen, dem sie einen Schatz im Keller zeigen wollte. In einem Zimmer sah man oft ein Licht, das wie eine helle Flamme aufloderte. Auch im Keller hörte man sie rumoren, Birl. Alem. 7, 140. 41. (1621 ist Sabina Polzlerin Beschließerin im Schloß zu Unter-Deufstetten. Segringer Kirchenb.) Wanderkirchen und Wanderglocken. Die Kirche von Honhardt sollte bei Steinbach auf den Kirchbühl gebaut werden, wie es die Steinbacher haben wollten. Aber jede Nacht wanderten Holz und Steine von dort nach Honhardt und wurden auf der Stelle der heutigen Kirche gefunden. (Mündl.) Die große Glocke zu Bernhardtsweiler wurde vielfach begehrt. Einst hatte man sie bereits nach Dinkelsbühl geführt, wo sie schon auf dem Thurm hieng, aber so oft man sie läutete, tönte es in der Luft: Anna Susanna Z Berndsweiler will i hangan, Will läutan, will schlagan Wills Wetter verjugan Mündl. Vgl. auch Steichele, Bisth. Augsb. 3, 531. So tönte es fort, bis man sie wieder nach Bernhardsweiler brachte. {{Seite|120}} Wahrzeichen. Auf der Höhe zwischen Westgartshausen, Ofenbach und Neuhaus im Brentenschlag liegt ein großer Stein im Gehölz Brentenschlag, auf dem roh ein Zeichen wie ein Kelch ohne Fuß oder eine kleine Amphora abgebildet ist. Die Sage erzählt, es sei einst ein König die Straße von Dinkelsbühl hergekommen. Unterwegs sei es zu einem Kampfe gekommen, der König, zum Tode verwundet, habe an der Stelle das heil. Abendmahl empfangen. Überaus zahlreich sind die steinernen Kreuze, die zur Sühnung von Mordthaten errichtet wurden und theilweise mit Bildern der Mordwaffen versehen sind. Das jüngste dieser Kreuze ist wohl das an der Kirche zu Oberspeltach zur Erinnerung an den 1634 erschlagenen Meßner. Solche Kreuze finden sich 2 bei Appensee, 3 bei Siglershofen, 4 bei Honhardt am Ende des Dorfes, 2 in Westgartshausen, 1 am „Lottenplatz,“ wo 2 Weiber einander mit der Sichel erschlagen, 1 in Likartshausen, wo ein Kind zum Fenster heraus sich todt fiel, beim Hübnershof, am Imberger See bei Honhardt (Sandhof), bei Ofenbach, Röthlein, Markertshofen, Tiefenbach, Weipertshofen. {{Anker|A3_24}}{{Headline|110|0.2|Mundart.}} Im Allgemeinen herrscht im Bezirk der fränkische Dialekt. Nur an der Südgrenze ist der Einfluß des unmittelbar angrenzenden Schwabenlandes in der Sprache zu verspüren. Man spricht von Stimpfach bis Unterdeufstetten ellwangisch d. h. schwäbisch in der um Ellwangen gebräuchlichen Lautfärbung. Vielfach ist die Grenze zwischen schwäbischem und fränkischem Dialekt durch ein und denselben Ort gezogen, indem z. B. die Katholiken in Großenhub, Gerbertshofen, Weipertshofen mehr schwäbisch, die evangelischen mehr fränkisch sprechen, so daß man den Leuten zwar die Konfession nicht ansehen, aber anhören kann. Der Katholik sagt: koan, oarla, onawë, der Evangelische kān, ānerlă, anawê. In Weipertshofen sagen die Katholiken Ähle, die Evangelischen Herle für Großvater. Im Jagstthal ist der Unterschied zwischen dem schwäbischen Stimpfach und dem fränkischen Appensee sehr scharf. Dort spricht man: noi, jau, ghairt, hier ja, na, ghärt. Dort hat das Diminutiv in der Mehrzahl die Endung le, hier lich. Auch auf den hart an das Oberamt Ellwangen grenzenden Höfen der Pfarrei Honhardt läßt sich das Eindringen des schwäbischen Sprachelements beobachten. In dem ehemaligen Haller Gebiet in den Gemeinden Honhardt, Gründelhardt, Oberspeltach ist die langjährige Beziehung zu Hall nicht ohne Einfluß gewesen. Der Dialekt klingt vielfach an das Hällische an. Hier hört man Lëhrer, {{Seite|121}} Mëhl, in Jagstheim Mêhl. Ähnlich ist der Unterschied im Gebrauch der Zeitwörter sein und sagen, im hällischen Gebiet sind die schwäbisch-fränkischen Mischformen: gwë, gsōgt zu vernehmen, im ansbacher Land gwêsə, gsŏcht. Macht sich dort schon schwäbische Breite, so hier fränkische Abschleifung geltend, die besonders stark auf Ortsnamen wirkt z. B.: Nörlə, Nördlingen, Triensbə, Triensbach, Belchetə, Bölgenthal, Onsə, Onolzheim, Honart, Grindert. Von hohenlohischem Dialekt unterscheidet sich der des ehemaligen Ansbacher Gebiets bei aller Verwandtschaft doch in seinen Nüancen. Der Gebrauch des o statt a wird hier auf Wörter ausgedehnt, die der Hohenloher mit a spricht z. B. vōder statt vadder, schotz, schotzele statt schatz, schätzle. Die Diminutivform le klingt als reines kurzes a: haffela frālā. Sagt der Hohenloher: er hat wacker trunkən, so sagt der Gröninger: er hat braff trunkə, der Westgartshäuser gar: er hat herrli trunkə, glacht. Für die fränkische Laut- und Wortlehre sei auf die OA.-Beschr. Mergentheim verwiesen. Wortschatz. Namen: er schreibt se er heißt mit seinem Familiennamen. Allgemein gebräuchlich ist der sich forterbende Hausname, z. B. der Langenbauer, der Bäckenmärte, der Afasine (Grön.). Von Vornamen sind die gebräuchlichsten: Johann, Hann, Fritz, Georg selten mehr Jerg, meist jetzt Schorsch, früher überaus beliebt Jergmichel; Leonhardt, Hardle, Heinrich, Heiner, Katharine, Kätter, Marie, Barbara, Babett, früher Bäwele, Rosine, früher Rosel, jetzt Rösle. Menschenleben. Familie: voder, muader, kindlich daddə, mammə, s kind. d’kind Mehrzahl, herle, frala Großvater, Großmutter. ma lait oder d’lait (Leute) d. h. Eltern. von siwə beet ə schrolle (Scholle) weitläufig verwandt. ëltən Ehehalten, Dienstboten. Die Kinder mit einander heißen nerschlich, kerllich; einzeln dr buə, s madle. d’freind Verwandte. Geburt, Taufe: dick werrə, mit vier agə ufstehnə in der Hoffnung sein. werrə geboren werden. er is im schneidə worre in der Ernte geboren, einkummə, gvatterlaid, der dod, d’dode. Mer sann dodekind zammə, dodanüss von ledigen Gevatterinnen den Gästen nach der Taufe gereichtes Konfekt, kindles-kerwe, zullə schlotzen, zuller oder schnuller, geiferläpple. Ein Kind gront d. h. gedeiht, wird weltlich, wenn es zu spielen anfängt, und kann alles annamə, wünsch Glück zuə de sechs wuche Wunsch an die Wöchnerin. Kinderleben: Bember, quatt, gramp, aiai gêbə liebkosen, schmusbatsch Kußhand, plëgə schreien, flannə, röhrə weinen; er ist grimmelich lebhaft, kräftig; hossə schaukeln, wiegen, schookə {{Seite|122}} einen Stoß geben, dachtel Ohrfeige, abdachteln, bantschə, känzlə, verkänzelt verzärtelt; man schlägt net mit 2 ruthə. Ledige Jugend: de leddig wor, nix scheuer as de leddige johr, a leddiger mensch, s’harles Vorsitz se hat net gfolgt, er hat anə – er ist mit einem Mädchen verhängt. NB. Unzucht heißt Unordnung, Unanständigkeit. Heirat: s grîs, ən anstand howə, mer geht uf d’gschau, gschauleut, heirə. heiretsdôch verloben, Verlobungstag. ə blättle, a fickele, ə eckele kriechə, hëarkrewerli Hühnerkrähen (Westg.) sallə heirə js verbotə, d. h. er möchte wohl heiraten, findet aber niemand, hogset, hogsetknecht, hogsetmad, hogsetzucker, ausruafə, zammgêwə, schwêhrvader, schwiger, im abnehmendə (mond) ist die Hochzeit, a verhoktə eine sitzengebliebene, mer mecht s’omed net vor əm hâ, d. h. man verheiratet die jüngere nicht vor der älteren Tochter, schneidt mer a də hawwer vor am korə? Krankheit: gsund hersêchə, net fest sannə. knarzə kränklich, aber wehleidig sein, ziefə, verziefe auszehren, låsə zur Ader lassen, off, offə san auf sein, dossə, aufdossə, gedunsen (vom Gesicht), er hats in de fiessə, madere, hieselich Ausschlag, pletzə, fletzə Beule, Hautscherfung, durschlechtə, friesel, raudə, dalle, schilchə schielen, gëgə Brechreiz haben, hirchlə schwer athmen, husserə frieren. Leib und Glieder: goschə, lefzə, gërwel Scheitel, bort- Kinn, kartausche Nacken, Kragen, i nimm de bei dr kartauscha, kindliche Ausdrücke: bampferlich Füße, batschelich Hände, guckerlich Augen, hackerlich Zähne, kienstecklich Stockzähne, mammelich Brüste. Tod: er hat se empfohlə, trucha, uf d’leichd lodə, leichdweck. Leibliche Thätigkeiten, Fähigkeiten, Gebrechen: es werd mer eitel magenschwach, greusch, hâchel (heikel) wählerisch, schindklapperdürr, spröd mager, doshörig übelhörig, bausə intrans. die Wangen bei vollem Mund, es baust, kiefə, nagen, mofflə nagen, kauen ohne Zähne, pfiterə versteckt, kotterə schätternd lachen, pfusə, greinə weinen, drânftrə im Schlaf schwer athmen (auch beim Vieh (gebräuchlich), schnurchlə schnarchen, durch die unreine Nase athmen, gorksə, koppə, workə schlucken, delfə undeutlich reden, staksə, stottern, schmeckə riechen, sputzə, spuchə ausspucken, repplə mit den Händen reiben. hocklə auf dem Rücken tragen z. B. Kinder. abfleterə jemand schlagen, dosslə leicht schlafen, hotterə vor Schmerz Kälte, Altersschwäche zusammensinken, nein proffə mit dem Oberleib auf den Tisch liegen, gruwlə kitzeln, borzə das Hintertheil emporheben, bitzlə brennen vor Frost an den Extremitäten, fisperə Hände und Füße leicht bewegen, gamberə die Füsse unter dem Tisch bewegen, glunkerə, schlackə die Glieder schlottern lassen, schnechlə mit Händen und Füßen schlagen, wenn man am Boden liegt, rumschnechlə schmeichelnd wegen eines Gewinns, herumschleichen: – Arten des Gangs: dichlə schleichen, duchlə gebückt schleichen, dorchlə unsicher gehen, fenzi laufen affektirt. gratschə weitbeinig gehen, ummerdolpə umhertappen, hosslə schlotterig gehen, pfatschə hörbar im Wasser gehen. trottlə in kleinen Schritten gehen, fortdrawallə, schlounzə schlendern, stutterə hervorstieren, knatschə⏎ ⏎ {{Seite|123}} kneten, zerdrücken z. B. eine Raupe. brünzlə nach Urin riechen. strampfə stampfen, streng = rasch laufen. Seelische Eigenschaften und Regungen: gschmitzt, gsund und gråd körperlich und geistig gesund, hirədipplə hirnverrückt, g’schossə unbesonnen. wampələ beklommen, ängstlich. wisele wohl. gneissen ahnen. es is mer wie vor ich ahne. es greuselt am Grauen haben. se trauə, auch einfach trauə wagen. and thun Heimweh haben. gheiənt reuen. lass me ungheit ungeschoren. es geht mer wider də mann, w(contracted; show full) {{Seite|552}} Wollmershausen 3. 36. 156. 170. 171. 175. 233. 454. 457. 459. Wolpertshausen 228. 245. Worms 240. Wössingen 258. Würzburg 231. 238. Wüstenau s. auch Wüstenhof 4. 37. 131. 152. 155. 171. 174. 189. 233. 375 f. 379. 455. 457. Wüstenhof 190. 239. 242. 416. 422. Zagelbach 290. Zankhof 4. 157. 174. 517. Zeuzleben 239. Zischendorf 239. 242. 505. Znaim 236. Zöbingen 258. Zottishofen 417. Zumhaus 239. 242. Zwerenberg 239. 386. <references/> All content in the above text box is licensed under the Creative Commons Attribution-ShareAlike license Version 4 and was originally sourced from https://de.wikisource.org/w/index.php?diff=prev&oldid=1891604.
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